Quilling: Kunst auf Karten

Quilling ist eine alte Technik, bei der schmale Papierstreifen aufgerollt und zu Blüten, Figuren oder Ornamenten gelegt werden. So! geht das:

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Was Sie brauchen:

  • schmale, farbige Papierstreifen
  • Quillingnadel oder Schaschlikspieß oder dünne Stricknadel
  • Klebstoff
  • Grußkartenrohling
  • bunte Stifte

 

Wie es geht:

Papierstreifen zum quillen gibt es im Fachhandel bereits fertig zu kaufen. Sie können aber auch einfach Buntpapier oder Papier aus Zeitschriften zurechtschneiden. Dickeres Papier kann sehr schöne Effekte ergeben, vor allem, wenn Sie dreidimensionale, freistehende Figuren basteln wollen. Für den Anfang ist das typische, sehr dünne Quilling-Papier aber besser geeignet, weil es sich einfacher verarbeiten lässt und beim Aufrollen keine Knickstellen bildet.

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Wenn Sie mit einer Quillingnadel arbeiten, schieben Sie einen Papierstreifen in den Schlitz der Nadel. So gelingt der Anfang ganz leicht – auch wenn Sie den Streifen zu einer besonders engen Form aufrollen wollen. Wollen Sie Quilling erstmal nur ausprobieren, können Sie aber auch eine dünne Stricknadel oder einen Schaschlikspieß benutzen, um das Papier damit aufzurollen. Rollen Sie den Streifen so eng wie möglich ein, um eine kompakte Form zu erhalten. Soll der Kreis am Ende größer und lockerer ausfallen, können Sie schon beim Rollen lose arbeiten. Sie können das Papier auch kürzen, um kleinere Formen zu gestalten – in unserem Beispiel sind so die Blätter an der großen, roten Blüte entstanden.

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Haben Sie den gesamten Streifen aufgerollt, ziehen Sie ihn vorsichtig von der Nadel ab und achten Sie darauf, dass er sich dabei nicht wie eine Luftschlange entfaltet, sondern in engen Kreisen liegt. Lassen Sie es so weit auseinander gehen wie Sie es brauchen. Anschließend können Sie die Enden bearbeiten – zum Beispiel, indem Sie sie leicht zu Spitzen pressen, um Ihnen das Aussehen von Blütenblättern zu geben.

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Anschließend kleben Sie das offene Ende des Papierstreifens fest. Am schönsten sieht das aus, wenn Sie diese Klebestellen später in der Blütenmitte „verstecken“. So wird sie von den anderen, anliegenden Blütenblättern kaschiert. Sie können Alleskleber oder auch einen starken Klebestift verwenden. Am komfortabelsten und schnellsten funktioniert dieser Arbeitsschritt aber mit der Heißklebepistole.

Heißkleber eignet sich auch gut, um die Formen und Figuren auf einer Grußkarte oder auch einem Plakat, einer Schiefer- oder Metalltafel aufzukleben. Vorher sollten Sie sie aber einmal probeweise anordnen. So erkennen Sie zum einen, wie viele Blütenblätter Sie pro Blume brauchen, denn das unterscheidet sich je nach Blumengröße. Aber es ist auch wichtig, um am Ende Platz für alle Motive zu finden und ein harmonisches Gesamtbild zu gestalten. In diesem Schritt haben wir noch eine geschwungene Form angelegt, die entstandene Zwischenräume schön füllt. Kleben Sie die Einzelteile dann auf. Wenn Sie mögen, können Sie das Quilling-Motiv nun noch mit bunten Stiften um einen Schriftzug wie eine Gratulation ergänzen.

Gute-Laune-Schmuck: Ohrringe aus Strohhalmen basteln

Mit Strohhalmen kann man nicht nur trinken. Sie eignen sich auch bestens für kleine Basteleien. Ein Beispiel sind unsere großen Ohrringe für kleine Diven.

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Sie brauchen:

  • Strohhalme in verschiedenen Farben
  • Backpapier
  • Bügeleisen
  • Locher
  • Haken oder Stecker von alten Ohrringen
  • 2 Biegeringe
  • kleine Zangen
  • Schere

 

Wie es geht:

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Lassen Sie kleine Bastelhelfer Strohhalme aussuchen und so nebeneinander sortieren, dass ihnen die Farbkombination gefällt. Je größer die Ohrringe werden bzw. je mehr Sie basteln wollen, desto mehr Strohhalme sollten für diesen ersten Arbeitsschritt ausgewählt werden.

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Falten Sie den Bogen Backpapier einmal in der Mitte und legen Sie die Strohhalme nebeneinander so darauf, dass sie genau am Falz liegen. Nun falten Sie die zweite Hälfte des Papiers darüber. Achten Sie darauf, dass die Strohhalme nicht verrutschen. Wichtig ist vor allem, dass sich zwischen den einzelnen Strohhalmen keine Lücken bilden.

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Setzen Sie nun das aufgeheizte Bügeleisen auf das Backpapier und fahren Sie mit Druck so lange darüber, bis die Strohhalme geschmolzen und zu einer glatten Fläche verbunden sind.

Lassen Sie das Ganze kurz abkühlen und lösen Sie dann vorsichtig das Backpapier von der entstandenen Plastik-Matte. Ist diese vollständig abgekühlt, zeichnen Sie die spätere Form Ihrer Ohrringe darauf vor. Wählen Sie dafür einen Teil der Matte aus, die keine Lücken oder Löcher zwischen den Strohhalmen enthält, sonst besteht das Risiko, dass der Schmuck später an diesen Stellen reißt. Schneiden Sie nun die Form aus. Achten Sie aber darauf, dass der obere Teil der Ohrringe breit genug ist, um später ein Loch für die Aufhängung einzustanzen.

Sind Sie mit der Form und Größe zufrieden, können Sie mit einem handelsüblichen Locher eine Öffnung in den oberen Rand der Ohrringe stanzen. Ist Ihnen die Öffnung zu groß, können Sie sie auch einfach mit einer dicken Stopf- oder Ledernadel einstechen. Dann brauchen Sie nur ein bisschen mehr Geschick und Geduld beim nächsten Arbeitsschritt. Fädeln Sie nun erst den Biegering durch das Loch und darauf den Haken oder Stecker, an dem der Ohrring befestigt wird. Anschließend schließen Sie mit Hilfe kleiner Zangen die Öffnung im Biegering.

Fertig

Die Ohrringe können Sie auch jetzt, wenn sie eigentlich fertig sind, noch jederzeit anpassen – zum Beispiel, wenn Sie für kleinen Diven doch ein bisschen groß geraten sind. Arbeiten Sie Form und Größe einfach mit einer Schere nach. Mit dieser Technik lassen sich natürlich auch andere Schmuckstücke wie Kettenanhänger oder Dekoration wie Fenster- oder Baumschmuck basteln.

Furoshiki: Allzweckwaffe Tuch

Mit „Furoshiki“ bezeichnen die Japaner eine Technik, quadratische Tücher in Tragetaschen oder Geschenkverpackungen zu verwandeln. Das klappt ohne Klebstoff, Bänder oder Klebestreifen, nur mit Knoten.

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Was Sie brauchen:

  • Ein quadratisches Tuch (empfohlene Größe etwa 140 x 140 Zentimeter)

 

Wie es geht:

„Furoshiki“ zu verwenden, ist praktisch und umweltschonend. Ein Tuch passt in jede Handtasche und ist mit wenigen Handgriffen zu einer stabilen Tragetasche umgewandelt, so dass Sie beim Einkaufen keine Plastiktüten kaufen müssen. Und auch als Geschenkverpackung belastet es die Natur weniger als die traditionelle Mischung aus Geschenkpapier, Tesafilm und Geschenkbändern. Und der Beschenkte kann das Tuch später gleich selbst weiterverwenden. Sie können dieses Projekt mit Tüchern aller Art nachbasteln. Das Material ist zweitrangig. Am einfachsten bastelt es sich aber mit einem großen, quadratischen Tuch.

 

Kreuzknoten

 

Egal, ob Sie eine Verpackung oder eine Tragetasche bauen wollen, müssen Sie als Erstes den sogenannten Kreuzknoten beherrschen. Legen Sie dafür zwei Ecken des Tuches übereinander. Damit Sie die Seiten besser auseinanderhalten und in der Anleitung verfolgen können, haben wir hier die rechte Tuchseite mit einer neonfarbenen Markierung versehen. Der rechte Zipfel liegt unter dem linken und wird dann von hinten erst über den vorderen und dann unter ihm durch wieder nach hinten gezogen, so dass ein normaler Knoten entsteht. Der markierte Zipfel liegt jetzt links. Führen Sie ihn unter dem anderen Zipfel hindurch. Legen Sie ihn nun über den anderen und fädeln Sie ihn durch den Zwischenraum. Jetzt noch festziehen und der Kreuzknoten hält auch schwerere Gegenstände aus.

Furoshiki-Tasche

Mehr als diesen Knoten brauchen Sie nicht, um das Tuch in eine große Einkaufstasche zu verwandeln. Verknoten Sie die jeweils zwei direkt gegenüberliegenden Ecken des Tuchs mit einem Kreuzknoten, aber lassen Sie dabei einen Zipfel länger überstehen als den anderen. Diese beiden langen Zipfel führen Sie jetzt ebenfalls mit einem Kreuzknoten zusammen und bilden so einen Henkel aus ihnen. Jetzt ist die Tasche fertig zum Befüllen.

Furoshiki-Verpackung

Auch ein Geschenk können Sie nach dieser Methode verpacken. Eine schöne Variante für rechteckige Gegenstände wie Bücher geht so: Legen Sie das Buch so auf das ausgebreitete Tuch, dass es schräg zu den Kanten liegt. Wickeln Sie nun die Seite des Tuchs, die dem Buchrücken am nächsten ist, um das Buch. Schlagen Sie dann die gegenüberliegende Seite darüber. Ist das Tuch sehr groß, wickeln Sie es einfach mehrfach um das Buch, bis keine Ecke mehr übersteht. Nun führen Sie die rechts und links überstehenden Tuch-Enden straff über dem Buch zusammen und fixieren Sie sie mit einem Kreuzknoten. In den Knoten können Sie zur Dekoration noch Blüten oder Zweige stecken.

Lifehack: Löffel vergessen?

Ein leckeres Dessert wartet auf Sie – wenn Sie nur den Löffel nicht vergessen hätten? Mit diesem Lifehack ist das kein Problem mehr: Wir basteln einfach einen Löffel aus dem, was gerade da ist.

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Was Sie brauchen:

  • Joghurtbecher samt Deckel
  • Leere Plastikflasche
  • Cuttermesser

 

Das Problem:

Egal ob beim Campingausflug oder als Snack während einer langen Autofahrt: Ein Joghurt oder Pudding schmeckt und gibt neue Energie. Doch was tun, wenn Sie die Löffel daheim vergessen haben?

Die Lösung I:

Für diesen Lifehack aus dem Buch „Trick 17 – 444 raffinierte Alltagstipps“ brauchen Sie nur Ihren Joghurt- oder Puddingbecher und ein bisschen Geschick.

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Lösen Sie als erstes den Deckel vom Becher und achten Sie darauf, dass der dabei nicht kaputt geht. Spülen Sie den Deckel unter fließendem Wasser ab, damit Sie beim Weiterbasteln saubere Hände behalten.

Nun legen Sie den Deckel flach hin und falten zunächst eine, dann die andere Seite zur Mitte und zwar so, dass am Ende eine Art Zuckertüte entsteht. Knicken Sie das spitze Ende jetzt längs mittig zusammen. Das wird am Ende der Stiel Ihres Löffels.

Für den Schöpfteil arbeiten Sie nun am breiten Ende weiter: Knicken Sie an den Seiten einen schmalen Rand nach außen. Für mehr Stabilität schlagen Sie den Rand ruhig zweimal um, so dass ein kleiner Wulst entsteht. Nun verstärken Sie auf ähnliche Weise den vorderen Rand des Löffels, nur schlagen sie die Folie jetzt nach innen um. Arbeiten Sie mit dem Daumen eine einigermaßen gleichmäßige Kule in den Schöpfteil des Löffels, um damit ordentlich essen zu können, ohne dass das Dessert gleich wieder vom Löffel rinnt.

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Zum Abschluss stabilisieren Sie den Löffelstiel, indem Sie ihn noch einmal mittig falten und leicht zusammendrücken. Für eine bessere Handhabung können Sie nun auch noch den Winkel zwischen Stiel und Löffelteil korrigieren.

Die Lösung II:

Alternativ – vor allem, wenn Sie schwerere Dinge essen wollen – können Sie einen Löffel auch aus einer leeren Plastikflasche schneiden.

Zeichnen Sie dafür die Löffelform mit einem wasserfesten Stift vor und zwar so, dass die Löffelspitze zum Boden der Flasche zeigt, wie auf unserem Bild zu sehen. Schneiden Sie die Form nun mit einem Cuttermesser aus. Keine Sorge, wenn das zunächst nicht ganz sauber klappt. Sie können später die Konturen in Ruhe nachschneiden, damit der Löffel die richtige Form bekommt.

Nun knicken Sie den Löffel auf der gesamten Länge in der Mitte. So bekommt er mehr Stabilität und die nötige Wölbung, um gut damit essen zu können. Aber vorsichtig: Das Plastik kann scharfe Kanten entwickeln. Und jetzt: Lassen Sie es sich schmecken!

Batik: Hip wie ein Hippie

Egal ob Mottoparty oder Strandoutfit – irgendwie kommt der lässige Hippielook nie ganz aus der Mode. Wir zeigen deshalb in Erinnerung an die guten, alten Zeiten, wie man sich ein T-Shirt selber batiken kann.

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Was Sie brauchen:

  • weißes T-Shirt
  • Paketklebeband
  • Textilfarbe
  • Farbfixierer
  • große Schüssel oder Eimer
  • Gummihandschuhe
  • heißes Wasser
  • alter Rührlöffel

 

Wie es geht:

Batiken ist vielseitig und kann eine echte Kunstform sein. Wir haben uns für den Anfang aber für die typischen „Ringe“ entschieden, die sich wie Wellen von der Mitte des Stoffes ausbreiten.

Suchen Sie sich dafür ein weißes T-Shirt, möglichst aus Baumwolle, und ziehen Sie es auf der Vorderseite etwas zusammen, so dass ein kleiner Knubbel entsteht. Binden Sie diesen nun fest mit Paketklebeband ab. Alternativ können Sie auch Kreppband benutzen. Auch das Abbinden mit breiten Gummiringen funktioniert. Das T-Shirt einfach zu verknoten, ist dagegen weniger effektiv. Der Batikeffekt ist bei dieser Methode am Ende nur sehr schwach zu sehen.

Von diesem Mittelpunkt ausgehend, binden Sie das Shirt nun in alle Richtungen und in unregelmäßigen Abständen mit dem Klebeband ab. Sie können den Stoff dabei vorher in sich verdrehen oder in Falten legen – so bekommen Sie ganz unterschiedliche Motive. Experimentieren Sie ein bisschen – auch mit dem Abstand der Klebebänder und der Festigkeit, mit der sich abbinden. Je enger das Klebeband gewickelt ist, desto weniger Farbe kann später „darunter kriechen“ und desto deutlicher wird sich ihr Muster abzeichnen.

Ist das gesamte T-Shirt abgebunden, rühren Sie das Farbbad an. Bitte benutzen Sie ab jetzt für alle Arbeitsschritte Gummihandschuhe und alte Kleidung! Füllen Sie heißes Wasser in den Eimer oder die Schüssel und rühren Sie das Farbpulver ein. Wie heiß das Wasser sein muss und in welchem Verhältnis Sie Wasser und Pulver mischen müssen, steht auf der Verpackung der Textilfarbe. Geben Sie das Shirt nun in das Farbbad. Rühren Sie es immer mal wieder um, damit alle Ecken des T-Shirts gleichmäßig Farbe aufsaugen können.

Nach einer Stunde schütten Sie das Farbbad vorsichtig aus und spülen das T-Shirt gründlich. Lösen Sie dann das Klebeband – durch die Hitze des Wassers sollte es sich ganz leicht lösen lassen. Entfalten Sie das Shirt und spülen Sie es ein weiteres Mal. Wer sich diese langwierige Arbeit sparen will, kann das Shirt auch in der Waschmaschine färben. Dabei wird die Farbe zugleich fixiert.

Das müssen Sie bei der Schüsselfärbung nun noch per Hand erledigen: Rühren Sie nach der Packungsanleitung das Fixierbad mit kaltem Wasser an und lassen Sie das T-Shirt darin für etwa 15 Minuten ziehen. Immer wieder rühren und am Ende noch einmal sorgfältig ausspülen. Nun muss Ihr neues Batik-Shirt nur noch trocknen und zusammen mit einer aus Pappe und Alufolie gebastelten Peace-Kette sind Sie bereit für die nächste Mottoparty.

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Erste Hilfe gegen Nackenschmerzen: selbstgenähtes Körnerkissen

Bei Nacken- und Kopfschmerzen können wärmende Nackenkissen wohltuend sein. Mit ein bisschen Geschick und Nähwissen lassen sich die leicht selbst anfertigen.

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Was Sie brauchen:

  • festen Stoff von etwa 30 x 30 cm
  • passendes Nähgarn
  • Schneiderkreide
  • Stoffschere
  • Nähmaschine
  • Nähnadel
  • getrocknete Traubenkerne, Dinkel o.ä.
  • getrocknete Blüten oder Kräuter

 

Wie es geht:

Bei Nackenverspannungen und Kopfschmerzen sind Nackenkissen, die man im Backofen oder der Mikrowelle erwärmen kann, sehr wohltuend. Die Füllung besteht bei diesen Kissen in der Regel aus natürlichem Material, das Wärme gut und lange speichert. Oft sind das getrocknete Getreidekörner, etwa Dinkel, oder auch Kirsch- oder Traubenkerne. Diese Füllungen kann man im Bastelbedarf fertig kaufen.

Für die Kissenhülle wählen Sie festen Stoff aus natürlichen Fasern. Baumwolle eignet sich gut. Kunstfasern können unter Umständen problematisch sein, wenn Sie bei Hitze zu schnell schmelzen. Sie brauche zwei Stoffquadrate von etwa 40 x 40 Zentimeter. Die genaue Größe messen Sie am besten direkt an der Person aus, die das Nackenkissen später nutzen sollen. Unsere Maße haben sich für Kinder und kleine Frauen bewährt.

Zeichnen Sie zunächst ein Schnittmuster auf Papier. Sie können dafür gern unsere Vorlage verwenden. Damit das Kissen nach dem Zusammennähen wirklich die gewünschte Größe hat, müssen Sie im Schnittmuster eine sogenannte Nahtzugabe einplanen, die an allen Kanten einen Zentimeter ergänzt, der später zum Zusammennähen verwendet wird.

Schneiden Sie das Schnittmuster aus und heften Sie es mit Stecknadeln auf die linke Seite Ihres Stoffs. Umfahren Sie die Konturen mit Schneiderkreide und übertragen Sie so das Muster auf den Stoff. Markieren Sie anschließend die Nahtzugabe, indem Sie an allen Kanten einen Rand von einem Zentimeter einzeichnen. Nun schneiden Sie die Kontur aus dem Stoff aus. Diese Arbeitsschritte wiederholen Sie mit dem zweiten Stoffquadrat, bis Sie zwei Rohlinge erhalten.

Anschließend heften Sie beide Rohlinge so aufeinander, dass die rechten, also die „schönen“, Seiten der Stoffe aufeinanderliegen. Jetzt nähen Sie die Stoffe an der Linie zusammen, mit der Sie die Nahtzugabe markiert haben. Beginnen Sie dabei am oberen Ende eines der „Schenkel“ des Kissens und umnähen Sie erst die äußere, dann die innere Kontur. Lassen Sie die schmale Seite des ersten Schenkels offen und ziehen Sie durch diese Öffnung das gesamte Kissen, so dass nun die rechten, also die schönen, Seiten des Stoffes außen liegen.

Füllen Sie durch diese Öffnung die Kerne, Kräuter oder Blüten in das Kissen. Achten Sie darauf, dass die Körner im Kissen genug Platz haben, um sich zu verteilen. Schließen Sie nun die noch offene Kante des Kissens per Hand – zum Beispiel mit dem Leiterstich.

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Zum Erwärmen legen Sie das Kissen etwa eine Minute in die Mikrowelle oder etwas länger in den Backofen. Testen Sie die Wärme vorsichtig mit dem Handgelenk, damit Sie sich nicht versehentlich verbrennen.

Kopfhörer-Halter aus Bügelperlen

Unterwegs Musik hören oder telefonieren und dabei die Hände frei haben – eine tolle Sache, wären da nicht diese Kopfhörer, die sich in der Handtasche in ein unentwirrbares Kabel-Knäuel verwandeln. Hier ist Ihre Lösung:

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Was Sie brauchen:

  • Bügelperlen
  • eine runde Steckplatte für Bügelperlen
  • Backpapier
  • Bügeleisen
  • Heißklebepistole

 

Wie es geht:

Autorin Laura Jasmin Lammel hat in ihrem Buch „Just Bead it! Trendige Ideen mit Bügelperlen“ einen „Kopfhörer-Donut“ erfunden, auf dem Kopfhörer ab sofort immer sauber aufgeräumt auf ihren nächsten Einsatz warten.

Suchen Sie sich dafür Bügelperlen aus, die Ihnen gefallen und stecken Sie sie auf eine runde Steckplatte, die Sie im Bastelladen, aber auch in vielen Ein-Euro-Shops und ähnlichem kaufen können. Das Muster ist dabei Ihnen überlassen, solange Sie die Perlen in fünf Runden anlegen. Dabei bleiben die ersten beiden Runden auf der Steckplatte leer und erst in der dritten Runde beginnt Ihr Muster. Zwei Runden werden nun durchgehend mit Bügelperlen versehen. Ab Runde drei lassen Sie an zwei gegenüberliegenden Seiten jeweils eine Lücke. Hier finden Ihre Kopfhörer später Halt.

Nun legen Sie vorsichtig einen Bogen Backpapier über die Perlen und bügeln mit einem heißen Bügeleisen und leichtem Druck so lange über die Perlen, bis diese mit einander verschmelzen. Jetzt brauchen Sie ein wenig Geduld: Lassen Sie das Ganze erst gut auskühlen, bevor Sie es von der Steckplatte lösen. Nehmen Sie den Kreis aus Perlen zu früh ab, besteht die Gefahr, dass er sich beim Auskühlen verzieht.

Lösen Sie diese erste Hälfte des Kopfhörerhalters von Steckplatte und Backpapier und legen Sie sie zur Seite. Nun basteln Sie nach dem gleichen Muster eine zweite Platte. Ob Sie dafür das Muster wiederholen oder ein ganz anderes wählen, ist Ihnen überlassen.

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Die beiden äußeren Platten Ihres „Kopfhörer-Donuts“ sind fertig. Jetzt brauchen wir für die Innenseite noch Abstandshalter, damit Sie Ihre Kopfhörer später aufwickeln können. Stecken Sie dafür zwei Runden Bügelperlen auf die Steckplatte. Wie bei den äußeren Hälften lassen Sie auch hier die innersten beiden Runden frei. Danach wird eine Runde durchgehend mit Perlen besetzt, die zweite hat wieder je eine Lücke an gegenüberliegenden Seiten der Platte. Auch dieses Teil bügeln Sie wie gehabt und lassen es gut auskühlen, bevor Sie nach demselben Muster einen zweiten Abstandshalter fertigen.

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Nun haben Sie zwei große und zwei kleine Teile.

Sind alle Teile gut ausgekühlt, kleben Sie sie mit Heißkleber zusammen. Dabei setzen Sie zuerst die beiden Abstandshalter aufeinander und fügen dann die äußeren Aufsätze hinzu. Die Autorin empfiehlt, das Ganze nun mit Klammern zu fixieren, bis der Kleber getrocknet ist. Sie können den Halter stattdessen aber auch einfach unter ein schweres Buch legen.

 

Buchtipp:

Cover

„Just Bead it! Trendige Ideen mit Bügelperlen“

Von Laura Jasmin Lammel

Christopherus Verlag

ISBN 978-3-8388-3666-9

9,99 Euro

Hinweis: Das Buch wurde uns vom Verlag freundlicherweise als Rezensionsexemplar kostenlos überlassen.

Selbstgemacht: Weihnachtliche Geschenkanhänger

Diesen Basteltipp habe ich ursprünglich zu Weihnachten vorbereitet, aber wenn Sie die Motive abwandeln, taugt er auch für alle anderen Gelegenheiten, bei denen Sie etwas verschenken wollen. Selbstgebastelte Geschenkanhänger sehen hübsch aus und Sie verlieren nicht den Überblick darüber, für wen welches Päckchen gedacht war.

 

Fertig

Was Sie brauchen:

  • Bastelkarton oder festes Motivpapier
  • Holzklammern
  • Schere
  • Klebstoff
  • Stifte
  • Kordel oder Geschenkband
  • Locher
  • Klebepads als Abstandhalter

 

Wie es geht:

Geschenkanhänger aus Papier

Wenn es schnell gehen muss, sind Geschenkanhänger aus Papier die beste Wahl. Was Sie dafür brauchen, finden Sie in der Regel daheim und Sie können in kurzer Zeit viele Anhänger basteln. Besonders schön sehen diese Anhänger aus, wenn Sie mit weihnachtlichem Motivpapier arbeiten. Sie können aber auch Bastelkarton benutzen. Oder Sie nehmen alte Kalenderblätter oder weihnachtliches Geschenkpapier. In diesem Fall sollten Sie es aber zunächst auf festere Pappe kleben, damit Ihr Geschenkanhänger später nicht knickt.

Zeichnen Sie auf der Rückseite des Papiers die Form des Anhängers vor. Wollen Sie mehrere identische Anhänger basteln, legen Sie sich am besten eine Schablone an, dann geht das schneller. In unserem Beispiel sind die Anhänger 5 Zentimeter breit und etwa 8 Zentimeter hoch.

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Schneiden Sie nun den Anhänger aus und fertigen Sie aus einem farblich passenden Papier, das sich gut beschriften lässt, einen etwas schmaleren Streifen.

Kleben Sie auf die Rückseite des schmalen Streifens nun kleine Klebepads als Abstandshalter. Die gibt es im Bastelladen und sie geben dem Anhänger später Dreidimensionalität. Haben Sie keine Abstandshalter zur Hand, können Sie den Streifen aber natürlich auch einfach direkt auf den Anhänger kleben.

Stanzen Sie mit einem Locher in die obere Mitte des Anhängers ein Loch und fädeln Sie dort eine Kordel oder Geschenkband durch. Nun müssen Sie nur noch den Namen des Beschenkten auf den Anhänger schreiben und ihn an das passende Päckchen binden.

Geschenkanhänger aus Holzklammern

Wäscheklammern aus Holz geben prima Geschenkanhänger ab. Messen Sie Breite und Höhe der Klammer aus und zeichnen Sie auf passendem Papier eine Form vor, die in der Größe zur Klammer passt. Wir haben in unserem Beispiel zunächst einen Stern gebastelt.

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Aber Sie können natürlich alle möglichen Motive ausprobieren.

Schneiden Sie das Motiv aus, kleben Sie es, um es zu verstärken, auf bunte Pappe und schneiden Sie die Konturen erneut aus. Kleben Sie den Stern dann auf das obere Ende der Klammer. Am einfachsten geht das mit Heißkleber. Sie können aber auch jeden anderen, gut haftenden Klebstoff benutzen.

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Beschriften Sie den Stern mit dem Namen des Beschenkten und heften Sie ihn an das Geschenkband, mit dem Sie das Präsent verpackt haben. Fertig ist die Bescherung.

Lifehack: Weihnachten im Weinglas

„Lifehacks“ sind Tricks, um Aufgaben mit den Dingen zu lösen, die eben gerade zur Verfügung stehen. Und dass das nicht nur nützlich sein, sondern auch richtig hübsch aussehen kann, beweist unser heutiger Lifehack, der aus einem Weinglas eine weihnachtliche Tischdeko zaubert.

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Was Sie brauchen:

  • 1 Rotweinglas
  • 1 kleine Stumpenkerze
  • Bastelkarton
  • Watte
  • Kunstschnee
  • weihnachtliches Geschenkband
  • passende Dekorationsartikel
  • Stift
  • Schere

 

Wie es geht:

Besuch ist ja eigentlich etwas sehr Schönes – aber gerade im Advent soll Besuch bei uns ja auch eine gemütliche, heimelige Atmosphäre vorfinden. Wenn Sie aber eigentlich so gar nicht der Typ für üppige Weihnachtsdekoration sind, ist guter Rat teuer. Mit einem Weinglas und Kleinigkeiten, die sie leicht selbst sammeln oder basteln können, zaubern Sie jetzt eine Tischdekoration, die für die richtige Adventsstimmung sorgt – und nach dem Besuch ruckzuck wieder abgebaut ist.

Stellen Sie das Weinglas mit der Öffnung nach unten auf ein Blatt festen Karton oder Pappe und zeichnen Sie die Umrisse nach. Schneiden Sie den Kreis nun aus. Das wird die Unterlage für den Rest Ihrer Deko. Wenn Sie die Dekoration transportieren wollen oder sich ein bisschen mehr Glanz wünschen, können Sie statt der Pappe auch eine Schiefer- oder Metallplatte oder einen kleinen Spiegel benutzen, um die Weinglasdekoration darauf zu arrangieren.

Zupfen Sie nun ein Wattebällchen auseinander und verteilen Sie es auf dem Pappkreis. Um die Illusion von Schnee noch ein bisschen echter zu machen, streuen Sie Kunstschnee aus dem Bastelladen oder Glitzer darüber. In diesem „Schnee“ arrangieren Sie jetzt Ihre Weihnachtsdeko. Was Sie dafür nehmen, ist ganz Ihnen überlassen. Kleine Tannenzweige und -zapfen, getrocknete Orangen und Zimtstangen geben eine natürliche Dekoration ab. Weihnachtliche Figuren, Glitzerkugeln oder Engelshaar sorgen für mehr Festlichkeit.

Stülpen Sie nun vorsichtig das Weinglas über den Pappkreis mit der Dekoration. Ein bisschen Watte darf am Rand gern überstehen, aber achten Sie darauf, dass das Glas sicher und gerade steht. Am Ende wird darauf eine Kerze stehen und die soll natürlich nicht wackeln und umkippen.

Nun verzieren Sie noch das Äußere des Glases, indem Sie passenden Geschenkband um den Stil binden und zum Beispiel kleine Christbaumkugeln, die man als Streudeko kaufen kann, integrieren oder Geschenkanhänger um das Glas hängen. Auf den Fuß des Glases können Sie nun ebenfalls Kunstschnee streuen, bevor Sie hier die kleine Kerze platzieren. Aber Vorsichtig: Der Kunstschnee ist sehr leicht. Beim Ausblasen der Kerze fliegt er durch die Gegen und bleibt gern dort kleben, wo man ihn eigentlich nicht haben möchte.

Ganz persönliches Weihnachtsgeschenk: Das Wenn-Buch

Als witziges, persönliches Geschenk geistern „Wenn-Bücher“ gerade durch das Internet. Wir zeigen Ihnen heute, wie man ein Wenn-Buch bastelt und liefern jede Menge Ideen und Inspirationen für die einzelnen Seiten gleich mit.

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Was Sie brauchen:

  • großes Notizbuch oder Fotoalbum mit Spiralbindung
  • diverse Kleinigkeiten zum Einkleben
  • farbige Stifte
  • Klebepads
  • Deko-Klebeband
  • Klebstoff
  • Sticker oder ähnliche Dekoration
  • Briefumschläge

 

Wie es geht:

Der Gedanke hinter „Wenn-Büchern“ ist einfach: Jeder von uns begegnet täglich „Was wäre wenn“-Situationen und das Buch soll darauf Antworten geben. Jede Seite beginnt mit einem „Wenn du…“ und ergänzt eine konkrete Situation wie zum Beispiel „… mal wieder erkältet bist“. Die Lösung dazu, in diesem Fall ein Taschentuch, Erkältungstee oder Hustenbonbons, wird eingeklebt. Allerdings sind nicht alle Antworten ernst gemeint. Das Buch darf gern mit einem Augenzwinkern gestaltet sein. So kann als Lösung für „Wenn du mal wieder kein Netz hast“ ein Einkaufsnetz oder ein Netzstrumpf eingeklebt werden. Das Wenn-Buch wird nicht durch teure Geschenke auf den einzelnen Seiten eine zauberhafte Aufmerksamkeit für liebe Menschen, sondern durch die Mühe, die man sich beim Basteln macht und die sehr persönliche Gestaltung.

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Suchen Sie sich für Ihr Wenn-Buch ein großes Notizbuch oder Fotoalbum. Wichtig ist, dass das Buch spiralgebunden ist, sich die Seiten also komplett aufblättern lassen. Ein Buch, dessen Seiten miteinander verklebt sind, würde nicht standhalten, weil das Wenn-Buch durch die eingeklebten Gaben sehr dick wird. Alternativ können Sie auch eine Wenn-Box basteln. Dann packen Sie alle Geschenke in Umschläge, beschriften diese mit der „Wenn …“-Situation und stapeln Sie in einer Box.

Entscheiden Sie sich für ein Buch, gestalten Sie die Titelseite und legen dann – ganz wichtig! – vorn im Buch ein Inhaltsverzeichnis an. Darin notieren Sie, für welche „Wenn …“-Situation der Beschenkte auf den einzelnen Seiten eine Lösung findet. So muss man das Buch nicht jedes Mal komplett durchblättern, sondern kann sich situativ eine kleine, passende Aufmunterung holen.

Gestalten Sie nun die einzelnen Seiten. Sie können die kleinen Präsente oder Briefumschläge mit Karten, persönlichen Botschaften oder Fotos mit Kleber fixieren. Aber auch doppelseitige Klebepads oder buntes Dekoklebeband (Washi Tape) eignen sich gut.

Zur Inspiration für die einzelnen Seiten haben wir hier einige Ideen zusammengetragen:

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Wenn … (Liste kann beliebig gekürzt werden; Bilder benannt mit „Inspiration_xx auf dem Server. Bitte Auswahl treffen, je nachdem, wie viele auf die Seite passen)

… du Ruhe brauchst:                                Watte für die Ohren

… du mich vermisst:                                 Foto von Ihnen und dem Beschenkten

… du kalte Füße kriegst:                          Einlegesohlen

… dir mal die Worte fehlen:                    Buchstabensuppe

… die Welt für dich grau ist:                    Tüte mit Glitzerpulver

… du Entspannung brauchst:                  Tütchen Badesalz

… du ein Wunder brauchst:                    Wunderkerzen

… du Luft ablassen musst:                       Luftballons

… dir alles stinkt:                                       Parfumprobe oder Räucherstäbchen

… das Maßhalten schwer fällt:                Maßband

… du was zum Kuscheln brauchst:          Stück Plüschstoff

… dich alle im Regen stehen lassen:       Regenponcho

… jeder Cent zählt:                                     nummerierte Cent-Stücke

… du nach den Sternen greifst:               Sternen-Sticker

… du Lesestoff brauchst:                          Pixi-Buch

… dein Leben nicht so prickelnd ist:      Brausepulver

… du etwas Schönes sehen willst:           Taschenspiegel

… du Urlaub brauchst:                              Tütchen Sand und Cocktailschirmchen

… dich der Schuh drückt:                         Blasenpflaster

… dir der Atem stockt:                              scharfe Lutschpastillen