Neue Nähmaschine näht wie von allein

„Wer billig kauft, kauft zweimal“, heißt es. Ich habe das bisher für Humbug gehalten und eher Schnäppchen gejagt. Auch bei meiner Nähmaschine. Ich besaß ein No-Name-Produkt. Und sie hat mich fertig gemacht. Ständig verhedderte sich der Unterfaden, der Oberfaden schlug Schlaufen, und ich weiß nicht mehr, wie viele Nadeln ich bei ganz simplen Aufgaben ruiniert habe. Das Ergebnis: Ich nutzte sie immer seltener, und irgendwann, als ich mal wieder die Unterfadenspule aus der Maschine reißen musste, um der Verhedderung Herr zu werden, habe ich wohl ein bisschen zu energisch gezogen. Jedenfalls war sie endgültig hinüber, und meine Trauer darüber hielt sich sehr in Grenzen.

Doch just in diesen Tagen hatte eine Supermarktkette ein tolles Angebot: Eine Singer-Einsteigermaschine. Erschwinglich, und für mich völlig ausreichend. Ein paar Tage habe ich gezögert, aus Angst wieder so ein Desaster zu erleben. Doch nach ein paar Nächten zwischen Erfahrungsberichten und Produkttests im Internet entschied ich, den Versuch doch zu wagen.

Es hätte mir nichts besseres passieren können. Wo die Alte früher schon nach einer halben Naht rumzickte, näht die Neue beinahe von allein. Obwohl ich nach wie vor sehr ungeübt bin (ein Nähkurs steht auf meiner To-Do-Liste für dieses Frühjahr), waren meine Nähte plötzlich gerade und gleichmäßig. Zwei kleine Projekte habe ich zunächst realisiert: Eine Tasche für meine Stricknadeln und ein kleines Kissen mit Taschentuchtasche. Beides hat Riesenspaß gemacht, und ich bin sehr stolz, wenn ich beides sehe.

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Die Nadeltasche habe ich mit einem Tunnelzug genäht. Einen Reißverschluss hatte ich nicht da, und eine geknöpfte Tasche schien mir unpraktisch, weil beim Transport einzelne Stricknadeln heraus rutschen könnten. So funktioniert das Ganze sehr gut. Auch das Kissen hat seine Nagelprobe schon bestanden: Vergangene Woche habe ich nach einer Fuß-Operation im Krankenhaus verbracht. Dafür wollte ich gerne etwas haben, dass mich auch beim Schlafen an Daheim erinnert – und gleichzeitig meinen Kopf stützt (der es nämlich nicht gewohnt ist, dass ich auf dem Rücken schlafen muss). Das Kissen ist zum Falten gedacht und kann tagsüber auch als Nadelkissen benutzt werden. Die kleine runde Tasche habe ich einfach aufgesetzt. Sie reicht gerade, um ein Taschentuch und Ohrstöpsel aufzubewahren – und beides habe ich im Dreibett-Zimmer im Krankenhaus wahrlich gebraucht.

Die nächsten Nähprojekte gehe ich an, sobald der Gips vom Fuß kommt. Habt ihr Ideen, woran ich mich auch ohne große Kenntnisse und Fertigkeiten versuchen könnte? Ich bin gespannt auf eure Vorschläge:

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