Nagellackblumen: wie es nicht geht

Ihr Lieben,

vor einiger Zeit bin ich auf Pinterest auf Nagellackblumen gestoßen und fand sie entzückend. Was man damit alles machen kann: Schmuck, Geschenkverpackungsdeko, Mobile, Tischdeko. Hach! Zur gleichen Zeit ist offenbar auch Monia von janecarrot.me über diese süßen Dinger gestolpert. Wer wissen will, wie man die richtig nachmacht, sollte mal bei ihr vorbeischauen, ich bin nämlich mit großem Getöse gescheitert.

Vermutlich ist meine ausgeprägte Ungeduld dem Projekt nicht eben förderlich gewesen. Am Ende jedenfalls hatte meine erste (und einzige) Probeblume nur gerissene Nagellack-Blütenblätter. Dafür konnte ich danach den Kleber wegschmeißen, weil ich die Flasche in ganzer Länge mit Nagellack beschmiert habe. Und meine Hände habe ich noch zwei Tage später mit Waschbenzin behandelt. Ungefähr so sah das aus, als ich aufgegeben habe:

DSC_6742

Immerhin war ich so klug, vorher eine Zeitung auf meinen Schreibtisch zu legen. Den hätte ich jetzt sonst entsorgen können.

Aber gut, für alle, die mutig genug sind und es nach meinem Desaster ausprobieren wolle, hier eine Blitzanleitung (ausführlich mit Vidoe erklärt bei janecarrot.me, einfach dem Link im ersten Absatz folgen!):

  1. Dünnen Basteldraht vier- bis fünfmal um einen etwas dickeren Stift oder ähnliches wickeln. Achtung: Keinen Schmuckdraht nehmen, der rollt sich wieder auf, Basteldraht bleibt in der Form, in die ihr in zieht oder biegt.
  2. Die Schlaufen vom Stift ziehen und zu Blütenblättern auffächern. Die Drahtenden mehrmals mit einander verdrehen, so dass ein stabilerer „Stengel“ entsteht.
  3. Den Pinsel großzügig mit Nagellack versehen und damit mit leichten  Rüttelbewegungen über ein Blättenblatt fahren. Dabei muss der Pinsel beide Seiten den Drahts berühren. Wenn ihr mehr richtig macht als ich, entsteht jetzt eine dünne Membran aus Nagellack, die das Blütenblatt ausfüllt.
  4. Das mit allen anderen Blütenblättern machen, trocknen lassen, fertig.

Ach so, wozu ich dann den Kleber braucht? Na ja, als das mit der Nagellackmembran bei mir nicht klappen wollte, habe ich gegoogelt und eine Empfehlung war, vorher eine Klebermembran aufzutragen und die dann mit Nagellack nur noch zu färben. Schön, es war von Bastelkleber die Rede, hatte ich aber nicht. Also dachte ich mir, wird mit der „flinken Flasche“ doch vermutlich auch funktionieren. Nur so viel: War ein Trugschluss.

Meine Wohnung werden also in absehbarer Zeit wohl keine süßen Nagellackblumen zieren. Aber ich bin gespannt, ob sich von euch jemand an das Experiment wagt. Mein wichtigster Tipp aus dieser Sache: Nagellackentferner allein hilft nicht mehr, wenn ihr den Schmodder nicht nur auf den Nägeln, sondern auf den Handflächen, den Fingern, den Knöcheln und unter den Nägeln habt. Deckt euch also besser schon vorher mit Reinigungsbenzin und ner Wurzelbürste ein!

Und nun viel Spaß beim Ausprobieren!

3 Kommentare zu “Nagellackblumen: wie es nicht geht

  1. Das ist ja leider wirklich daneben gegangen. Wortwörtlich! Aber ich denke du könntest noch einen neuen Versuch starten. Vlt mit anderem Nagellack!? Du schaffst das bestimmt noch!
    GlG Pauline ♥

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  2. Liebe Pauline,

    fürs Erste bin ich kuriert, aber du hast schon Recht: Irgendwann gehe ich das sicher noch mal an – und sei es nur, weil die Stimme in meinem Kopf, die ständig flüstert, dass das so schwer doch nun wirklich nicht sein könne, sonst keine Ruhe gibt ;-).

    LG
    Anita

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  3. Pingback: Blüten-Haarspange aus Draht und Nagellack | Eine Tüte Glück

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