Funkelnden Ring schnell und günstig selber machen

Meine Lieben,

ich habe eine klitzekleine Marotte: Da ist dieser Farbentick, wenn es um meine Outfits geht. Ich bin da konservativ. Die Tasche muss farblich zu den Schuhen passen und mein Schmuck muss die Farbe entweder von Schuhen und Tasche oder der Kleidung aufgreifen. Aus genau diesem Grund mache ich meinen Schmuck selbst – und habe nie genug, weil das, was ich im Schmuckkasten habe, farblich einfach nie exakt zu dem Outfit passt, das ich gerade trage.

In Sachen Ketten, Ohrringen und gelegentlich auch in Sachen Armschmuck ist das kein Problem, ich muss nur immer genug Material zum Basteln vorrätig haben. Was mich jedes Mal ärgert, ist die Tatsache, dass ich nie einen passenden Ring zum Schmuckset habe. Ich habe versucht, mit Ringrohlingen zu arbeiten, auf die Perlen geklebt oder gefädelt werden. Fand ich furchtbar. Entweder ist der entstandene Ring ein Riesen-Perlen-Monster oder der Draht, mit dem gefädelt wurde, kratzt und sticht am Finger, weil er an der Ringunterseite nur so einigermaßen verknotet wurde. Das war alles nix.

Also habe ich jetzt experimentiert und versucht, einen Ring ohne Rohling zu machen. Am Ende war das überraschend einfach:

Ihr braucht:

  • Schmuckdraht in Wunschfarbe und zwar genug, um daraus drei Drahtstücke zu schneiden, die etwas länger sind als euer Finger dick
  • zwei Quetschperlen (md. 2,5 mm)
  • Perlen nach Wunsch (ich empfehle max. 6mm)
  • Quetschzange, Beißzange

Und so geht es:

Den Draht in drei gleichmäßig lange Stücke schneiden und zu einem Ring biegen und zwar so, dass die Enden großzügig überlappen und ihr die richtige Ringgröße für euch findet. Nun die Perlen, die euren Ring zieren sollen, auffädeln (Achtung: Alle drei Drahtstücke durch alle Perlen ziehen. Das schafft Stabilität). Dabei am besten nur so viele Perlen auffädeln, dass sie die Oberseite des Fingers bedecken, der Rest des Drahtes aber freiliegt. Wenn ihr den ganzen Ring voller Perlen fädelt, wird zum einen die Weiterverarbeitung schwierig, zum anderen lauft ihr hinterher – je nach Perlengröße – mit weit abgespreiztem kleinen und Mittelfinger rum.

Sind die Perlen aufgefädelt, fädelt ihr auf jeder Seite zum Abschluss je eine Quetschperle hinter die bunten Perlen. Jetzt schließt ihr den Draht wieder zum Ring und schiebt die Enden jeweils durch die Quetschperlen. Ihr habt jetzt zwei Möglichkeiten, den Ring zu schließen:

  1. Sind die bunten Perlen groß genug und haben einen entsprechenden Lochdurchmesser, könnt ihr die Drahtenden auch noch in die bunten Perlen schieben und sie dort sozusagen verstecken. Dann schließt ihr die Quetschperlen einfach direkt rechts und links der bunten Perlen (Aber Achtung: Wenn ihr die Perlen quetscht, achtet darauf, dass sie horizontal breit gedrückt werden. Stehen Sie nach dem Quetschen aufrecht, stechen Sie euch ekelhaft in die Finger und ihr werdet euren neuen Ring nur ein einziges Mal tragen).
  2. Meistens haben die bunten Perlen aber einen zu geringen Lochdurchmesser, um insgesamt sechs Drahtstränge aufzunehmen (drei vom ersten Auffädeln und drei von den durchzuziehenden Drahtenden). In diesem Fall schiebt die Quetschperlen einfach ein bisschen nach unten, weg von den bunten Perlen, so dass sie später an der Unterseite eures Fingers liegen und nicht zu sehen sind. Schiebt die Drahtenden durch und achtet darauf, dass die Enden AUF oder NEBEN dem Drahtring liegen,a ber nicht darunter (wieder die Sache mit dem Pieksen). Nun die Quetschperlen quetschen (siehe oben: darauf achten, dass sie dabei quer, am Ende also flach auf der Fingerseite, aufliegen) und die Drahtenden direkt hinter den Quetschperlen abschneiden.

Das wars schon. Fertig ist euer erster Ringe. Ich habe ihn am Wochenende zu einem Schmuckset aus einer auffälligen Y-Kette und schichten Ohrringen getragen, die beide ausnahmsweise nicht auf Draht oder Perlschnur gefädelt waren. Stattdessen war jede Perle einzeln auf einen Ösenstift gefädelt und wurde mit einer zweiten Öse mit dem jeweils nächsten verbunden. Dauert ein bisschen länger, fällt aber schöner und ist besser für einen Transport geeignet. Davon erzähle ich euch aber ein anderes Mal – wenn es euch interessiert.

Bis dahin freue ich mich auf eure Tipps zum Ringe basteln. Vielleicht habt ihr ja eine noch viel bessere, schneller, günstigere Methode als meine? Ich bin gespannt auf jeden Geheimtipp.

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