Quietschewolke als Motorikspielzeug selbst genäht

Das war knapp: In 12 Stunden feiert einer der niedlichsten Winzlinge dieser Erde seinen ersten Geburtstag und gerade eben ist sein Geschenk fertig geworden. So viel vorweg: Es hat sich mal wieder bestätigt, dass das Nähen keines meiner größten Talente ist. Süß ist die Quietschewolke trotzdem geworden – auch wenn ich zwei Drittel ihrer Ränder noch mal mit der Hand nachnähen musste, weil ich mit der Maschine so nah am Rand war, dass ich oft genug nur eine Lage Stoff erwischt habe, was nicht so brillant ist, wenn man ein Kissen zum Füllen bauen will.

Zunächst hatte ich außerdem den falschen Stoff. Der Kleine ist extrem fidel, sehr neugierig und ständig in Bewegung. Deshalb sollte er ein Geburtstagsgeschenk bekommen, das dem Rechnung trägt. Es muss also robust genug sein, um ein ständiges Herumschleppen, Ziehen, Drücken und Schleudern auszuhalten. Die Regenschnüre haben Knoten bekommen, damit die kleinen Händchen etwas zu greifen haben. Der Jerseystoff, aus dem die Regenschnüre sind, hält ihnen sicher Stand, aber für die Wolke selbst hatte ich zunächst einen dünnen Filz geplant. Keine gute Idee: Ist der Filz dünn genug, um ausgestopft zu werden, ist er leider nicht sehr reißfest. Ist er dick genug, um strapazierfähig zu sein, taugt er nicht mehr als weiches Kissen. Also war ich heute kurz vor knapp noch mal einkaufen und habe einen hübschen, kuscheligen Fleece gefunden.

2015-07-24 23.37.59

Die Idee zu dieser Wolke stammt übrigens von diesem Blog. Dort wird auch das Vorgehen schön erklärt. Deshalb gibt es die Anleitung für meine Wolke hier nur im Schnelldurchgang. Ich habe sie für mich ein bisschen angepasst.

  1. Freihändig habe ich mir meine eigene Wolkenvorlage gezeichnet und sie dann auf den Stoff übertragen. Zwei Teile davon ausschneiden.
  2. Dann das Gesicht auf die Vorderseite bringen. Zunächst wollte ich einen Mund mit Zähnchen und die Augen aus Filz applizieren. Doch dann habe ich mich entschieden, die geschlossenen Augen und den Mund aufzusticken, damit ihnen auch reißende, kleine Hände nichts anhaben können.
  3. Den Jersey in Streifen schneiden, diese zusammendrehen und mit Knoten fixieren. Ich bin dem Tipp der Ideengeberin gefolgt und habe den Regen zunächst auf einen separaten Streifen des Fleeces genäht. Warum? Weil ich so mehrfach hin und her nähen und die Streifen wirklich bombenfest fixieren konnte.
  4. Die beiden Wolkenhälften zusammennähen, aber die untere Kante offenlassen.
  5. Dann mit Füllwatte füllen. Auf Höhe des Mundes habe ich eine kleine Quietsche in die Watte gebetet. Eine Rassel wäre aber natürlich auch eine Alternative.
  6. Den Streifen mit dem Regen in die offene Kante einpassen und mit Stecknadeln fixieren (oder heften). Dann die untere Kante zunähen. Fertig. (Es sei denn, man hat wie ich gearbeitet, dann muss man jetzt die halboffenen Nähte mit der Hand schließen ;-)).

Ich bin mal gespannt, wie der Knirps reagiert. Und freue mich über die süße Quietschwolke. Aber eins ist auch sicher: An die Nähmaschine setze ich mich so schnell nicht mehr. Da sind mir meine Stricknadeln doch echt lieber.

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