Zuckersüße Schultüten selber basteln

Bei uns in Thüringen enden in dieser Woche die Sommerferien. Damit stehen auch Schuleinführungen vor der Tür. In unserer Familie ist das dieses Jahr zwar kein Thema und auch die Kinder von Freunden sind entweder schon darüber hinaus oder noch lange nicht so weit, aber eine Freundin bastelt seit Jahren Zuckertüten – und in diesem Jahr habe ich mich daran auch mal probiert.

Was ihr dafür braucht:

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  • Tonpapier oder Tonkarton
  • Krepppaier
  • Geschenkband in verschiedenen Farben
  • Schere, Kleber und viel Dekoration

Ob ihr die Zuckertüten aus Tonpapier oder Tonkarton bastelt, hängt davon ab, wie groß und schwer die Tüten werden. Je dünner das Material, desto einfach lässt es sich verarbeiten. Je fester, umso stabiler ist es.

Zunächst müsst ihr aus einem Bogen Papier oder Karton einen Viertelkreis ausschneiden. Am einfachsten geht das mit einem Zirkel – oder, wie in meinem Beispiel, indem ihr eine Schnur an einen Bleistift bindet, den in der oberen Ecke des Blattes ansetzt, die Schnur straff zur Ecke darunter spannt und dort gut festhaltet. Jetzt den Bleistift mit stets gespannter Schnur bis zur unteren Kante des Papiers führen – fertig ist der Viertelkreis, also ein Art großes Kuchenstück.

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Rollt das Papier jetzt so auf, dass ein Kegel entsteht und kleben Sie die offenen Kanten zusammen. Achtung: Ich bin gnadenlos daran gescheitert, aus Tonkarton eine Tüte zu sollen, deren Spitze unten zu ist. Das solltet ihr bei der Materialwahl beachten. Das Zusammekleben der Seiten klappt am besten mit Heißkleber. Aber Vorsicht: Nicht nur der Klebstoff selbst, sondern auch die Klebepistole werden so heiß, dass man sich leicht verbrennen kann. Mein Zeigefinger legt davon beredtes Zeugnis ab. Am besten gebt ihr dem Klebstoff anschließend ein paar Minuten zum Aushärten. Haltet die beiden Kanten der Zuckertüte dabei mit einer Klammer fest, damit der Klebstoff richtig anziehen kann.

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In der Zwischenzeit schneidet ihr ein Stück Krepppapier zurecht. Das klebt ihr anschließen an den oberen Rand der Zuckertüte. Ob ihr das Krepppapier dabei außen oder innen anbringt, ist eine reine Geschmacksfrage.

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Nun geht es ans Dekorieren und dabei sind euch fast keine Grenzen gesetzt. Ich habe mit Stickern gearbeitet und mit Kartonresten, auf die ich mit Glitter-Glue-Stiften geschrieben hatte (Achtung, braucht ewig zum Trocknen!), aber natürlich kann man auch direkt auf die Tüten malen oder sie mit Bändern und Borten bekleben. Basteln Kinder mit, die die Tüten mit eigenen Zeichnungen verzieren wollen, sollten sie das allerdings machen, bevor ihr das Papier oder den Karton zur Tüte klebt. Nun noch die Tüte befüllen – zum Beispiel mit kleinen Stiften, Bastelmaterial, Murmeln, Knetmasse oder Schreibzubehör wie Spitzer und Radiergummi statt Süßigkeiten. Schließt das Krepppapier nun mit bunten Bändern und fertig ist eure Zuckertüte.

Kleiner Extratipp: Wenn sich euer Tortenstück nicht gut zu einem Kegel rollen lässt, etwa, weil der Karton zu steif ist, könnt ihr auf dem Blatt auch vier gleich große Flächen einzeichnen, deren Ränder sich in der Spitze des Tortenstücks treffen. Knickt den Karton entlang dieser Kanten. So bekommt ihr eine eckige Zuckertüte, die sich leichter kleben und dekorieren lässt (siehe gelbe Zuckertüte auf den Fotos).

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