Weihnachten in der Kugel

Sind wir doch mal ehrlich: Schneekugeln faszinieren uns, seit wir als Kinder das erste Mal eine Mini-Winterwelt durch den Schnee schüttelten. Warum also zu Weihnachten nicht ein paar Kindheitserinnerungen verschenken – mit selbst gemachten Schneekugeln, die auch noch last minute super machbar sind? Ich fand das viel einfacher, als ich dachte, auch wenn ich mit meiner Verwendung von Kunstschnee mal wieder bewiesen habe, was ich für eine Physik-Niete bin –  aber dazu später mehr.

 

Was ihr braucht:

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  • Einweckglas mit Schraubdeckel
  • Wasserfeste Figuren
  • Kunstschnee, Glitzerstaub oder Alufolie
  • Alleskleber
  • Dekorationsartikel
  • Destilliertes Wasser

 

Wie es geht:

Schneekugeln zu basteln, ist viel leichter, als man denkt. Und es ist ein liebevolles, sehr individuelles, aber auch preisgünstiges Weihnachtsgeschenk. Als Schneekugel eignet sich jedes Glas, das einen Schraubdeckel hat – so lange es nur groß genug für die Figuren ist, die ihr darin unterbringen wollt. Reinigt es sorgfältig und füllt es mit destilliertem Wasser.

Nun klebt auf die Innenseite des Deckels die Figuren, die später im Schneegestöber stehen sollen. Aus Knete oder Modelliermasse, die im Ofen gebrannt wird, könnt ihr solche Figuren auch selbst machen und die Schneekugel damit noch persönlicher gestalten. Ich habe das allerdings noch nicht ausprobiert. Benutzt zum Kleben einen Alleskleber, Silikon oder speziellen Modellbaukleber. Auch eine Heißklebepistole tut hier gute Dienste. Wichtig ist nur, dass ihr den Klebstoff richtig durchtrocknen lasst, sonst löst sich ihre Winterszene spätestens beim dritten Schütteln in Wohlgefallen auf.

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Nutzt die Wartezeit und füllt euren „Schnee“ in das destillierte Wasser. Ihr könnt dafür Kunstschnee benutzen, den es im Bastelladen gibt. Aber Vorsicht: Der Schnee hat meist eine geringere Dichte als das Wasser. Das bedeutet, nach dem Schütteln sinkt er nicht langsam zu Boden sondern steigt nach oben. Das ist witzig und sieht ein bisschen aus, als hättet ihr dichte Schneewolken kreiert, aber es ist eigentlich nicht das Prinzip einer Schneekugel. Ich hab das natürlich erst kapiert, NACHDEM ich die Kugel unwiderrufbar geschlossen hatte. Feiner Glitzerstaub oder klein gerissene Alufolie sehen als Schnee ebenso gut aus, sinken aber herab. Damit sie das schön langsam tun, könnt ihr einen Spritzer Babyöl oder Spülmittel ins Wasser geben oder dieses in einem Mischungsverhältnis von eins zu eins mit Glyzerin mischen. Ich habe nicht ausprobiert, wie gut diese Tricks wirken, denn um ehrlich zu sein: Es geht auch ganz ohne diese Hilfsmittel.

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Ist der Klebstoff unter eurer Winterlandschaft gut getrocknet, stülpt den Deckel vorsichtig auf das Glas. Kontrolliert, ob ihr ausreichend Wasser im Glas habt und füllt es gegebenenfalls auf (auch das habe ICH erst nach dem Verschließen gemacht, aber ihr müsst meine Dummheit ja nicht kopieren). Anschließend bestreicht ihr das Gewinde im Glas großzügig mit dem Klebstoff und setzt den Deckel richtig auf. Dreht ihn fest und lasst auch diese Schicht Klebstoff richtig durchtrocknen. Nur so verhindert ihr, dass später Wasser aus der Schneekugel tröpfelt.

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Ist das erledigt, könnt ihr die Kugel umdrehen und euch über ein erstes Probeschütteln freuen. Dekoriert das Glas jetzt von außen, wie es euch gefällt.Ich habe die Oberseite mit Washi-Tape beklebt (um zu kaschieren, dass ich zu spät gemerkt habe, dass zu wenig Wassim Glas war), den Deckel und den unteren Rand des Glases mit Acrylfarbe bemalt und mit einem kleinen Band geschmückt. Eurer Fantasie sind hier aber keine Grenzen gesetzt. Meine erste Schneekugel wird, wenn alles gut, zwei Kinder überraschen. Mal sehen, ob die sich davon ebenso faszinieren lassen wie ich, als ich in ihrem Alter war.

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