Badebomben aus der Küche

Ich hasse dieses Wetter: Kalt, aber nicht richtig frostig. Feucht, aber nicht richtig nass. Weder richtig hell noch richtig dunkel. Wenn im Dezember Frühling ist, brauche ich im Januar auch keinen Herbst mehr, verflixt. Gegen meine schlechte Laune helfen jetzt nur noch Schokolade, gutes Essen und üppige, ausufernde Vollbäder mit duftendem, glitzerndem Wasser.

Damit Wasser duftet und glitzert, braucht es aber Badezusätze, die – seit sie im Trend sind mit ihren Effekten und Überraschungen – schweineteures Geld kosten. Bei der Wetterprognose bin ich arm, bis draußen endlich wieder Gute-Laune-Stimmung herrscht. Also habe ich mich daran gemacht, selbst Badekugeln herzustellen. Und weil sie alles tun soll – glitzern, sprudeln, duften, pflegen – habe ich gleich Badebomben gemacht.

Badebomben machen keinen Schaum, vielmehr lösen sie sich bei Berührung mit Wasser in einer großen Sprudelorgie auf und geben dann nach und nach ihre kleinen Geheimnisse preis. So könnt ihr im Inneren einer Badebombe zum Beispiel einen kleinen Zettel mit einer Liebesbotschaft für den Badenden verstecken oder ihr füllt Glitzer in die Mitte oder Badekonfetti in Herzchenform. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Bedenkt nur, dass alles, was in der Badewanne freigesetzt wird, am Ende auch wieder daraus entfernt werden muss – gerade Glitzer kann dabei zu wenig entspannenden Putzaktionen führen.

Was ihr braucht:

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  • 100 Gramm Natron
  • 200 Gramm Zitronensäure
  • 50 Gramm Speisestärke
  • 50 ml Babyöl
  • Schüsseln, großer Teller oder Muffin-Form, Küchenwaage
  • evtl. Duftöl, Blüten, Tee, Glitzerstaub oder Lebensmittelfarbe

 

Wie es geht:

Zunächst mischt ihr dafür die trockenen Bestandteile des Rezepts. Gebt also Natron, Zitronensäure und die Speisestärke in eine Schüssel. Ob ihr dafür Kartoffel- oder Maisstärke oder etwas exotischeres benutzt, ist euch überlassen. Wir brauchen die Stärke nur als Bindemittel. Wer nicht mit Zitronensäure arbeiten will, kann alternativ auch Ascorbinsäure benutzen. Letztere gibt es in der Apotheke, während ihr erstere in jedem Drogeriemarkt und oft sogar im Supermarkt bekommt.

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Fügt nun das Öl hinzu. Ich habe in meinem Beispiel Babyöl benutzt, weil es in der Regel auch von Menschen mit empfindlicher Haut gut vertragen wird und einen angenehmen Geruch mitbringt. Theoretisch könnt ihr aber fast jedes Öl benutzen. Wer eine Extraportion Pflege braucht, kann auch Kakao- oder Sheabutter in einem heißen Wasserbad verflüssigen und zugeben.

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Mischt die Zutaten gut durch und schon ist euer Grundteig fertig. Wollt ihr unterschiedliche Badebomben machen, müsst ihr ihn jetzt teilen. Anschließend fügt ihr jedem Teil das Duftöl oder die Dekoration hinzu, die ihr benutzen möchtet. Ich habe mich einmal für beruhigende Lavendelbäder und einmal für frische Fruchtnuancen entschieden. Dem Teig für die Lavendel-Badekugeln habe ich echte, getrocknete Lavendelblüten, 20 Tropfen eines entsprechenden Duftöls und ein bisschen lilafarbenen Glitzer zugegeben. Alternativ könntet ihr den Teig auch zusätzlich mit Lebensmittelfarbe tönen.

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Den anderen Teig habe ich statt mit Blüten mit losem Früchtetee versetzt. Allerdings solltet ihr dafür zu guten Tees aus dem Teeladen greifen. Im Teebeutel sind die Bestandteile so klein gezupft (und meistens so voller Zusatzstoffe), dass Sie in der Badekugel untergehen würden.

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Ist der Teig gut vermischt, formt ihr kleine Kugeln (oder gebt den Teig in Förmchen, wenn ihr lieber Badebomben in Blumen- oder Herzchen- oder was-weiß-ich-Form haben wollt). Abschließend könnt ihr eure Badebomben für die äußere Deko noch einmal in Tee oder Blüten rollen. Dann kommen die fertigen Kugeln auf einen Teller oder – wie in meinem Beispiel – in eine Muffinform und in den Kühlschrank.

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Gut fünf Stunden brauchen sie hier, um auszuhärten. An der Luft dauert das entsprechend länger. Anschließend könnt ihr sie hübsch verpacken und verschenken – oder euch wie ich ein paar Kerzen anzünden, schöne Musik einlegen und dem Wetter den entspannten Stinkefinger zeigen.

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5 Kommentare zu “Badebomben aus der Küche

    • Sag doch mal Bescheid, wie es geworden ist, wenn du es ausprobiert hat. Das interessiert mich immer sehr. Übrigens hat sich Babyöl als jedem anderen Öl als überlegen erwiesen – vor allem, weil es gegenüber teureren (und vielleicht in Sachen Pflege auch hochwertigeren) Ölen nicht wie die Pest an der Wanne klebt, sondern sich einfach abspülen lässt. Und hinterher nicht putzen zu müssen, erhöht meinen Badespaß immer ungemein 😉

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