Blumenvasen als Designerstücke

Bunte Blumen bringen Fröhlichkeit in die grauen Tage. Noch besser wird die Laune, wenn man den Strauß in eine ebenso fröhliche Vase stellen kann. Aus simplem Glas ein Design-Unikat machen – so geht es:

Blumenvasen und -schalen aus transparentem Glas haben einen großen Nachteil: Sie enthüllen gnadenlos, wenn das Blumenwasser schon wieder nicht gewechselt wurde (nehme ich mir jedes Mal vor, mache es dann aber doch fast nie) und Gestecke müssen immer die Schale verhüllen, weil die sonst die hässliche Steckmasse offenbaren würde. Damit ist jetzt Schluss. Ich mache ab sofort aus Glasvasen und -schalen bunte Unikate – selbst wenn ich keine transparenten Vasen da habe. Dann müssen eben ein altes Teeglas und eine Weihnachtsdekoschale dran glauben.

 

Was ihr braucht:

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  • Glasgefäße
  • Acrylfarbe
  • Window Color
  • Pinsel

 

Wie es geht:

Dieses Projekt ist blitzschnell erledigt. Am längsten dauert nämlich das Trocknen der Farbe. Dafür müsst ihr einen Tag einrechnen. Wascht die Vasen oder Gefäße gut und trocknet sie richtig ab. Dann schüttet ihr einfach ein bisschen Acrylfarbe in das Gefäß und schwenkt es hin und her. Dabei verläuft die Farbe und bildet Wellen am Glasrand. Je nachdem, wie schnell ihr das Glas dreht und wie steil ihr es haltet, bestimmt ihr die Form der Wandfärbung. Beginnt lieber mit etwas weniger Farbe und schüttet bei Bedarf etwas nach. Überschüssige Farbe, die an den Wänden nicht gebraucht wird, sammelt sich nämlich am Boden der Vase. Ist nun sehr viel Farbe übrig, dauert es ewig, bis auch der Boden durchgetrocknet ist.

 

Achtet außerdem darauf, dass ihr die Farbe vor dem Benutzen gut schüttelt oder verrührt. Andernfalls kann es sein, dass sich Wasser absetzt. Kommt das zuerst in die Vase, bildet es beim Schwenken einen Film an der Wand, auf dem die Farbe nur schwer haftet.

Seid ihr mit dem Muster im Innenteil zufrieden, könnt ihr an die Dekoration eurer neuen Vase gehen. Natürlich sind die Stücke auch ohne zusätzliche Verzierungen schick, aber wem das nicht reicht, der kann nun auf die Außenwand des Glases Muster zeichnen. Ihr könnt dazu einen dünnen Pinsel und eine andere Acrylfarbe benutzen – oder sogenannte Windows Color, also Farbe, die speziell für den Einsatz auf Glas entwickelt wurde. Die gibt es in Flaschen mit praktischer Portionierspitze, was das freihändige Arbeiten an der Glaswand einfacher macht.

 

Natürlich könnt ihr die Außenwand auch zusätzlich mit Glitzersteinen oder ähnlichem bekleben, aber im Prinzip ist die Vase nun fertig – und ihr braucht nur noch jede Menge Geduld. Denn erst, wenn sie richtig getrocknet ist, ist die Farbe auch wasserfest. Und selbst dann fühlt sie sich immer noch an wie Gummi und lässt sich an den dicksten Stellen auch leicht abpulen. Das ist leider der Nachteil von Acrylfarbe. Beim nächsten Mal werde ich auch für das Innere Window Color benutzen. Mal sehen, ob das geschickter ist.

Alternative: Wenn die Farbe zu dickflüssig ist und sich durch Schwenken im Glas nicht gut verteilen lässt, könnt ihr mit einem breiten, weichen Pinsel nachhelfen und sie vorsichtig verteilen. Das ist auch das Werkzeug der Wahl, wenn ihr ein Glasgefäß nicht nur teilweise, sondern komplett, einfärben wollt. Würdet ihr versuchen, die Farbe durch das Schwenken bis zum Rand zu verteilen, wäre die Gefahr sehr groß, dass sie überläuft.

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