Stempel aus der Küche

Briefpapier, Platzkarten, sogar Taschen und Kleidung – es gibt beinahe nichts, was sich durch kreative Stempel nicht verschönern ließe. Doch wer für jedes Motiv neue Stempel kauft, braucht viel Geld. Es sei denn, man bastelt sich seine Stempel selbst.

Was ihr braucht:

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  • Kartoffel
  • Apfel
  • Staudensellerie oder Radicchio
  • Haushaltsgummibänder
  • Kleines Messer
  • Farbe
  • Teller oder Palette für die Farbe
  • Pinsel
  • Papier

 

Wie es geht:

Stempel lassen sich kinderleicht aus vielen Obst- und Gemüsesorten herstellen. Ich zeige euch hier drei Varianten, aber experimentiert ruhig auch mit anderen Lebensmitteln und Techniken. Auch bei der Farbe könnt ihr variieren: Stempelfarbe oder Tusche funktionieren prima, aber auch Schulmal- und Acrylfarben eigenen sich bestens und um auf Stoff zu stempeln, gibt es ebenfalls spezielle Farben.

Kartoffeldruck

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Aus Kartoffeln Stempel schneiden – das habt ihr gewiss selbst als Kind gemacht. Es braucht ein bisschen Übung, bis ihr die Motive sauber und gerade aus der Kartoffel schnitzen könnt, aber es lohnt sich, diese Zeit zu investieren. Mit Kartoffeln könnt ihr fast jedes Motiv stempeln. Außerdem lassen sich die Kartoffelstempel mehrfach benutzen – einfach die alte Farbe abwischen und einen anderen Ton auftragen, schon kann es weitergehen. Und wenn ihr von einem Motiv die Nase voll habt, schneidet die Oberkante der Kartoffel einfach ab und schnitzt in den Rest ein neues.

Dazu benutzt ihr am besten ein kleines Messer mit einer spitzen Klinge. Halbiert die rohe Kartoffel und ritzt in die Mitte das Motiv. Wenn ihr unsicher seid, könnt ihr das Motiv mit einem Stift auch vorzeichnen. Damit am Ende wirklich nur das Motiv gestempelt wird, schneidet nun den überflüssigen Rand mit dem Messer vorsichtig weg. Ihr könnt die Kartoffel direkt in die Farbe tauchen oder diese mit einem Pinsel auftragen, was euch mehr Kontrolle über die Farbintensität gibt. Außerdem könnt ihr mit einem Pinsel auch mit mehreren Farben arbeiten, zum Beispiel die beiden Hälften eines Motivs unterschiedlich färben. Nun drückt die Kartoffel kräftig auf das Papier, aber Vorsicht: Je nachdem, wie dick ihr die Farbe aufgetragen habt, rutscht der Stempel leicht weg.

Selleriestempel

Mit einem Staudensellerie kann man wunderschöne Blütenmotive stempeln (und meiner Meinung nach ist das auch einzige, wozu dieses stinkende Zeug taugt. Ich hasse Sellerie, normalerweise kommt der nicht in meine Küche, aber als Stempel ist er wirklich erstklassig). Umwickelt den Sellerie dafür mit zwei Gummibändern und schneidet den Strunk ab. Die Gummibänder verhindern dabei, dass der Sellerie auseinanderfällt. An der Schnittkante sieht er nun aus wie eine erblühte Rose. Gebt Farbe auf die Schnittkante, aber achtet darauf, dass diese nicht in die Zwischenräume fließt. Anschließend den Sellerie fest auf das Papier drücken. Diese Technik funktioniert übrigens auch mit einem Radicchio, der ist allerdings weicher und braucht ein bisschen mehr Sensibilität im Umgang. Kinder sind mit dem Sellerie besser bedient.

 

Apfeldruck

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Unter Kreativ-Bloggern im Internet gerade sehr beliebt ist der Apfeldruck. Dabei werden keine Motive geschnitzt, vielmehr ist der Apfel das Motiv. Einfach einen Apfel halbieren, die Schnittfläche einfärben und losstempeln. Das gibt eine fröhliche Obstparade.

Ein Kommentar zu “Stempel aus der Küche

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