Nostalgisches Briefpapier

Echte, handgeschriebene Briefe haben heute Seltenheitswert, aber ich liebe sie. Schöne Papeterie und feine Stifte sind eine große Leidenschaft von mir. Aber schönes Briefpapier, das man auch mit einem normalen Einkommen bezahlen kann, ist kaum zu bekommen. Also mache ich das selbst: Mit einer einfachen Tortenspitze gestalte ich individuelles Briefpapier im edlen Vintagelook.

Was ihr braucht:

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  • Tortenspitze
  • Wasserfarben
  • Make-up-Schwämmchen oder einen breiten Pinsel
  • hochwertiges Papier
  • Schere und Stifte

 

Wie es geht:

Eines vorweg: Diese Technik eignet sich nicht nur für Briefpapier. Ihr könnt damit zum Beispiel auch viele Elemente rund um eine Party gestalten und dieser so einen edlen, einheitlichen Look geben. Einladungen, Tischkärtchen, Kärtchen, die am Buffet über die Gerichte informieren, Tischdekoration – alles möglich mit dieser einfachen Technik, die auch Kinder leicht mitbasteln können.

Wichtig ist, dass ihr hochwertiges Papier benutzt, das einigermaßen saugfähig ist. Auf zu glattem Papier verläuft sonst das Muster. Zu dünnes Papier wellt sich, wenn es nass wird. Büttenpapier funktioniert prima, verstärkt den Retro-Look und wirkt sehr edel, aber auch Aquarellpapier lässt sich gut verwenden. Legt zu Beginn die Tortenspitze auf das Papier und fixiert sie während ihr arbeitet mit den Fingern, damit sie nicht verrutschen kann. Probiert ruhig verschiedene Spitzen aus. Je nach Produkt kann eine runde Spitze besser aussehen als eine viereckige und umgekehrt.

Nun taucht ihr das Make-up-Schwämmchen oder den Pinsel in das Wasser. Drückt es anschließend nur leicht aus. Wir wollen einen Aquarelleffekt erzielen, brauchen also viel Feuchtigkeit. Nehmt nun eine Farbe eurer Wahl mit dem Schwämmchen auf und tupft sie auf die Tortenspitze. Durch das Lochmuster überträgt sich die Farbe so auf das Briefpapier, dass dort eine bunte Spitzenborte entsteht.

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Arbeitet mit unterschiedlichen Farben, die ihr über- oder nebeneinander auftragt, um tolle Effekte zu erzielen. Experimentiert auch mit der Wassermenge: Viel Wasser auf dem Schwamm lässt die Farben weicher wirken, erhöht aber auch die Gefahr, dass sie unter die Spitze läuft und verschmiert. Wenig Wasser lässt die Farbe leuchten, verursacht an den Rändern der Spitze aber auch harte Ränder. Seid ih mit eurer Farbe zufrieden, löst ihr die Tortenspitze vorsichtig vom Papier. Achtung: Zieht die Spitze nicht weg, sondern hebt sie möglichst senkrecht nach oben, damit nicht im letzten Moment noch das Muster verschmiert.

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Wer es glamourös mag, kann auf die noch feuchte Farbe etwas Glitzerpulver streuen. Lasst euer Muster gut trocknen. Anschließend könnt ihr die Karten dekorieren und beschriften. Nutzt – etwa bei Namenskärtchen – zum Beispiel einen Kalligrafiestift, um die Schrift ebenso edel und in gutem Sinne altmodisch wirken zu lassen wie das Papier, auf dem sie steht.

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