Es leuchtet ein Stern aus Stroh

Unser Weihnachtsbaum trägt in einem Jahr golden und rot glitzernden Schmuck (nach meinem Geschmack) und in einem vor allem Deko aus Stroh und Holz (nach dem Gusto des Lieblingsmannes). Allmählich aber entwickle auch ich eine Vorliebe für Strohsterne – und dekoriere mit selbst gebastelten inzwischen Blumentöpfe, Fenster und auch den Mini-Weihnachtsbaum auf meinem Schreibtisch.

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Was Sie brauchen

  • Strohhalme
  • Zwirn
  • Bügeleisen
  • Dekoration

 

Wie es geht

Um Strohsterne selbst zu basteln, müssen Sie nicht mühsam Getreidehalme vom Feld sammeln und trocknen. Inzwischen kann man diese in der Vorweihnachtszeit ganz bequem kaufen – im Bastelgeschäft, aber auch in vielen Gemischtwarenläden mit Ein-Euro-Artikeln und ähnlichem. Eine Tüte reicht dabei – je nachdem, wie kompliziert Sie Ihre Strohsterne gestalten wollen – gut für den ersten Satz Baumschmuck.

dscn8571Wir empfehlen, die Strohhalme zunächst zu bügeln. Klingt komisch, erleichtert Ihnen aber später die Arbeit. Bügeln Sie die Halme einzeln, ohne Dampf und auf niedriger Temperaturstufe. Sie sollen sich nicht verfärben, sondern nur geplättet werden. Auf diese Weise rutschen Sie später beim Zusammenbinden nicht so leicht aus dem Zwirn und Sie laufen nicht Gefahr, sie versehentlich zu brechen.

dscn8573Haben Sie genug Halme gebügelt, legen Sie zunächst zwei so übereinander, dass sie ein Kreuz mit vier gleich langen Armen bilden. Umwickeln Sie das Kreuz mit dünnem Zwirn – Näh- oder Stopfgarn eignet sich dafür bestens. Wie Sie das Kreuz umwickeln, ist im Prinzip Ihnen überlassen, solange die Technik die beiden Halme fest miteinander verbindet. Wir haben sie mit dem Zwirn umwoben, das heißt, der Faden wird zunächst über einen Halm geführt, dann unter dem nächsten hindurch, wieder über den dritten, unter den vierten und so weiter. Nach ein paar Runden ändern Sie die Richtung und schaffen so ein festes Gitter.

dscn8576Sitzen die ersten beiden Halme fest, legen Sie einen dritten so obenauf, dass er genau zwischen zwei Armen des Kreuzes liegt. Weben Sie nun erneut das Garn um alle Halme und schließen Sie dabei den neuen Halm mit ein. Auch hier ändern Sie wieder die Richtung und ergänzen nach einigen weiteren Runden den nächsten Halm. So fahren Sie fort, bis der Stern die Dichte hat, die Sie sich wünschen.

Am Ende führen Sie das Garn einige Runden quer über die Mitte des Sterns jeweils zwischen zwei gegenüberliegenden Halmen hindurch, um ihn zu sichern. Verknoten Sie ihn auf der Rückseite und formen Sie dabei zugleich eine Schlaufe, mit der der Strohstern schließlich aufgehängt werden kann.

Im Prinzip ist Ihr erster Strohstern damit fertig. Sie können ihn allerdings noch verschönern, zum Beispiel, indem Sie alle Halme oder jeden zweiten am Ende schräg anschneiden. Sie können Ihre Strohsterne auch glitzern lassen. Sprühen Sie sie dafür mit Sprühkleber ein und tauchen oder wälzen Sie sie dann in Glitterpulver. Nach dem Trocknen schütteln Sie überflüssiges Pulver einfach ab. Auch das Dekorieren mit kleinen Stickern oder Schleifen ist eine Möglichkeit, Ihren Strohsternen eine persönliche Note zu verleihen.

Wenn Sie sich sicherer fühlen, können Sie diese Technik auch ausprobieren, ohne die Strohhalme vorher zu bügeln. Dann werden die Sterne plastischer. Sie zu arbeiten, verlangt allerdings deutlich mehr Fingerspitzengefühl.

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