Schreiben wie Goethe: Schreibfeder und Notizbuch

Schreiben wie die großen Dichter – das geht auch heute noch. Ob Ihre Texte genauso brillant sind, können wir natürlich nicht beeinflussen, aber mit diesem Schreibset kann sich das Schreiben zumindest so ähnlich anfühlen wie damals.

Was Sie brauchen:

  • Bastelfilz oder kräftiges Papier
  • Kugelschreibermine
  • 2 Scheiben dicke Pappe
  • Hochwertiges Papier
  • Bastschnur
  • Falzbein
  • Locher
  • Klebstoff
  • Bleistift oder Schneiderkreide
  • Schere

 

Wie es geht:

Zugegeben: Wir schummeln ein bisschen. Die Feder zum Schreiben, die wir heute basteln, ist nicht ganz originalgetreu. Statt des Gänsekiels, mit dem Sie Tinte aufnehmen müssen, benutzen wir eine moderne Kugelschreibermine. Legen Sie diese auf den Bastelfilz, den Sie am einfachsten direkt doppelt nehmen. Zeichnen Sie um die Mine herum großzügig die Form einer Feder und schneiden Sie diese aus, so dass Sie nun zwei identische Federteile aus Filz oder dem Papier vor sich haben. Jetzt kleben Sie zunächst die Kugelschreibermine mittig auf eine der Filzfedern.

Um das Ganze noch ein bisschen hübscher zu machen, können Sie den unter Teil der Mine, an dem Sie die Schreibfeder später halten, mit Motiv-Klebeband, sogenanntem Washi- oder Maskingtape, umwinden. Anschließend kleben Sie die zweite Filzfeder auf die erste, so dass die Kugelschreibermine in dem Filz verschwunden ist. Wenn der Kleber getrocknet ist, schneiden Sie den Filz (oder das Papier) seitlich schräg ein, damit er noch stärker wie eine echte Feder aussieht.

Für das Goethe-Gefühl brauchen Sie nun aber auch noch etwas, worauf Sie mit Ihrer neuen Feder schreiben können. Ein stilechtes Notizbuch lebt vor allem von seinem Papier. Dickes Papier mit Struktur wirkt edel und erinnert tatsächlich an die alten Zeiten, als Papier noch nicht durch chemische Verfahren strahlend weiß und glatt zu bekommen war. Schneiden Sie das Papier zu einem Format zurecht, das sie mögen und bringen Sie auch die beiden Pappscheiben in dieses Format.

Stanzen Sie mit dem Locher in das Papier und die Pappe zwei gleichmäßige Löcher und legen Sie nun das Papier aufeinander. Sie können, müssen aber nicht die einzelnen Seiten an dem Ende mit den Löchern mit einander verkleben. Gestalten Sie nun die beiden Pappen, die der Einband Ihres Notizbuches werden. Überziehen Sie sie mit Leder oder Stoff oder gestalten Sie sie mit Farbe, Schrift oder Applikationen.

dscn6877Zum Schluss nuten Sie die Pappe. Das heißt, mit ziehen mit einem Falzbein (oder der Spitze eines Cuttermesser) und viel Druck eine Rille in die Pappe und zwar ein Stück von der Kante mit den Löchern entfernt, an der die Pappe gleich mit dem Stoß Papier verklebt oder verknotet wird. Diese Nut erleichtert später das Aufklappen des Notizbuches und ist umso wichtiger, je dicker die Pappe ist.

Zum Schluss verbinden Sie die Pappe mit dem Papierstoß. Fädeln Sie dafür Kordel oder Geschenkband durch die Löcher und verknoten Sie sie. Wenn Sie möchten, können Sie nun noch die erste und letzte Seite des Papiers mit der gesamten Fläche auf die Pappen des Einbandes kleben. So schaffen Sie zum einen eine festere Verbindung, zum anderen bekommen Sie eine saubere, schönere Aufschlagsseite für Ihr Notizbuch.

 

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