Handlettering: Die Kunst der schönen Schrift

Handlettering ist in. Mit ein bisschen Geduld, Kreativität und viel Übung können auch Sie die Kunst der schönen Schrift erlernen.

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Was Sie brauchen:

  • Papier
  • Bleistift
  • Lineal, Geodreieck, Zirkel
  • Radiergummi
  • Fineliner

 

Wie es geht:

Die schlechte Nachricht zuerst: Es gibt keine eindeutige Anleitung, um das Handlettering zu lernen. Nur viel Geduld und Übung führen zu richtig schönen Ergebnissen. Versuchen Sie am Anfang ein Gefühl für Schriften zu bekommen. Schauen Sie sich dafür an, wie in Zeitschriften oder Werbeanzeigen, aber auch in historischen Drucken, Schrift eingesetzt wird. Versuchen Sie herauszufinden, wie unterschiedliche Schriften auf Sie wirken: Wann empfinden Sie eine Schrift als witzig, wann fühlt sie sich elegant oder modern an? Welche Schrift würden Sie wählen, um Urlaubsgefühle oder Leidenschaft auszudrücken?

Im nächsten Schritt fangen Sie an, mit Ihrer eigenen Schrift zu experimentieren: Nehmen Sie sich für den Anfang nicht zu viel vor, sondern konzentrieren Sie sich auf ein Wort oder einen kurzen Satz. Schreiben Sie ihn in unterschiedlichen Formen auf: in Ihrer normalen Schrift, in Ihrer Sonntagsschrift, nur in Druck- oder nur in Großbuchstaben. Variieren Sie die Höhe und den Abstand der Buchstaben. Sie werden sehen, dass Sie schon durch diese kleinen Variationen viel ausdrücken können.

Nun kombinieren Sie einzelne Schriftstile in einem kleinen Satz. Benutzen Sie hierfür einen guten Bleistift und halten Sie sich nicht damit auf, einen besonders aufregenden Satz zu finden. Es geht im Moment noch nicht darum, was Sie schreiben, sondern nur um das Wie. In unserem Beispiel haben wir einfach mit dem Satz „Das ist meine Handschrift“ gearbeitet. Der eignet sich gut, weil er unterschiedlich lange Wörter verbindet – und das ist die große Herausforderung beim Handlettering.

Fühlen Sie sich sicher, setzen Sie das mit dem Text um, den Sie eigentlich arbeiten wollen: „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag“ zum Beispiel. Probieren Sie eher harte und verspielte, schnörkelige Schriften aus. Schreiben Sie alles in einem Stil oder setzen Sie Kontraste ein. Setzen Sie den Satz einmal ganz normal auf Zeilen oder ordnen Sie in auf einem Kreis oder einer Welle an. Scheuen Sie sich nicht, großzügig mit dem Radiergummi umzugehen! Solange Sie nur mit dem Bleistift arbeiten, können Sie einen Entwurf unendlich oft korrigieren. Auch Hilfslinien nützen in dieser Phase der Arbeit – zum Beispiel, um einen gleichmäßigen Zeilen- oder Buchstabenabstand zu erreichen.

Sind Sie mit einer Version zufrieden, ziehen Sie die Konturen mit einem Fineliner nach. Üblicherweise nimmt man dafür einen schwarzen Stift, aber Sie können selbstverständlich auch jede andere Farbe nutzen. Haben Sie die Schrift ordentlich nachgezeichnet, radieren Sie die Hilfslinien aus. Dann können Sie Ihr Handlettering verzieren. Typische Elemente hierfür sind Ornamente und Banner, aber auch stilisierte Blüten, Blätter oder Symbole. Sie können auch mit Schatten arbeiten, die Sie mit einem Bleistift setzen.

 

Buchtipp:

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Für noch mehr Inspiration und Anleitung zum Handlettering empfehlen wir das Buch „Handlettering – Die Kunst der schönen Buchstaben“ von Frau Annika aus dem Topp Verlag, ISBN 9783772462177, Softcover, 96 Seiten, 12,99 Euro.

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