Linolschnitt selbst gemacht

Früher oder später versucht sich jeder am Linolschnitt, spätestens im Kunstunterricht in der Schule. Und meist endet das mit zerschnittenen Fingern und krummen Drucken. Doch es lohnt sich, dieser Technik eine zweite Chance zu geben.

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Was Sie brauchen:

  • Linolplatten
  • Linolschnittwerkzeug
  • Farbe
  • kleine Walze
  • Papier, Karton oder Karten

 

Wie es geht:

Alles, was Sie brauchen, um sich im Linoldruck auszuprobieren, finden Sie in Bastelläden oder im Internet. Dabei müssen Sie die Schnittwerkzeuge nur einmal anschaffen und auch die Linoldruckfarbe hält sehr lange. Einzig die Linolplatten, die es in verschiedenen Größen gibt, müssen Sie für jedes Motiv neu anschaffen.

Überlegen Sie zunächst, was Sie bedrucken und welches Motiv Sie zeigen möchten. Danach wählen Sie die nötige Größe Ihrer Druckplatte aus. In unserem Beispiel produzieren wir eine Grußkarte im DIN A5-Format. Entsprechend haben wir die Schnittplatte in derselben Größe gewählt.

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Zeichnen Sie das Motiv vor. Sie können dafür zunächst eine Skizze auf einem Blatt Papier machen oder die Vorzeichnung direkt auf der Linolplatte anlegen. Überlegen Sie dabei genau, welchen Eindruck Ihr Druck später erzeugen soll: Je heller und lichter das Motiv wirken soll, desto mehr Fläche müssen Sie von der Platte entfernen. Schneiden Sie nur die Umrisse aus, wird Ihr Druck am Ende sehr dunkel. So können Sie zum Beispiel den Eindruck verstärken, wenn Sie eine nächtliche Landschaft in die Linolplatte schnitzen.

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Wenn Sie die Skizze auf die Platte übertragen haben, schneiden, schnitzen und hobeln Sie das Motiv aus der Platte, so dass ein Relief entsteht. Die Werkzeuge, die Sie dazu benutzen, besitzen unterschiedliche Spitzen. Sie können damit entweder schneiden oder verschieden breite und verschieden tiefe Kerben in die Druckplatte schaben und so interessante Strukturen in Ihrem Druckmotiv erzeugen.

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Geben Sie jetzt ein bisschen von der Druckfarbe auf eine Palette oder einen Pappteller und nehmen Sie sie mit der kleinen Druckwalze auf. Gehen Sie dabei lieber sparsam vor. Haben Sie zu viel Farbe auf der Walze, läuft sie beim Einfärben der Druckplatte in die Vertiefungen Ihres Motivs und kann so den Druck ruinieren.

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Fahren Sie also vorsichtig und mit leichtem Druck mit der Walze über die Druckplatte, bis alle erhabenen Stellen Ihres Motivs gut mit Farbe bedeckt sind.

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Jetzt haben Sie mehrere Möglichkeiten, das Motivs aufs Papier zu drucken. Sie können die Druckplatte umdrehen und auf das Papier drücken. Gleichmäßiger wird der Druck allerdings, wenn Sie es umgekehrt machen: Legen Sie das Papier auf die eingefärbte Druckplatte und fahren Sie mit einer sauberen, trockenen Druckwalze über die Rückseite des Papiers, damit sich die Farbe richtig auf das Papier pressen kann. Ziehen Sie es dann vorsichtig ab und lassen Sie es gut trocknen.

Den Druck können Sie jetzt noch verzieren oder ergänzen. Fügen Sie zum Beispiel einen Schriftzug hinzu oder streuen Sie Glitzerpulver auf die noch feuchten Stellen einiger Teile des Drucks.

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