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Batik: Hip wie ein Hippie

Egal ob Mottoparty oder Strandoutfit – irgendwie kommt der lässige Hippielook nie ganz aus der Mode. Wir zeigen deshalb in Erinnerung an die guten, alten Zeiten, wie man sich ein T-Shirt selber batiken kann.

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Was Sie brauchen:

  • weißes T-Shirt
  • Paketklebeband
  • Textilfarbe
  • Farbfixierer
  • große Schüssel oder Eimer
  • Gummihandschuhe
  • heißes Wasser
  • alter Rührlöffel

 

Wie es geht:

Batiken ist vielseitig und kann eine echte Kunstform sein. Wir haben uns für den Anfang aber für die typischen „Ringe“ entschieden, die sich wie Wellen von der Mitte des Stoffes ausbreiten.

Suchen Sie sich dafür ein weißes T-Shirt, möglichst aus Baumwolle, und ziehen Sie es auf der Vorderseite etwas zusammen, so dass ein kleiner Knubbel entsteht. Binden Sie diesen nun fest mit Paketklebeband ab. Alternativ können Sie auch Kreppband benutzen. Auch das Abbinden mit breiten Gummiringen funktioniert. Das T-Shirt einfach zu verknoten, ist dagegen weniger effektiv. Der Batikeffekt ist bei dieser Methode am Ende nur sehr schwach zu sehen.

Von diesem Mittelpunkt ausgehend, binden Sie das Shirt nun in alle Richtungen und in unregelmäßigen Abständen mit dem Klebeband ab. Sie können den Stoff dabei vorher in sich verdrehen oder in Falten legen – so bekommen Sie ganz unterschiedliche Motive. Experimentieren Sie ein bisschen – auch mit dem Abstand der Klebebänder und der Festigkeit, mit der sich abbinden. Je enger das Klebeband gewickelt ist, desto weniger Farbe kann später „darunter kriechen“ und desto deutlicher wird sich ihr Muster abzeichnen.

Ist das gesamte T-Shirt abgebunden, rühren Sie das Farbbad an. Bitte benutzen Sie ab jetzt für alle Arbeitsschritte Gummihandschuhe und alte Kleidung! Füllen Sie heißes Wasser in den Eimer oder die Schüssel und rühren Sie das Farbpulver ein. Wie heiß das Wasser sein muss und in welchem Verhältnis Sie Wasser und Pulver mischen müssen, steht auf der Verpackung der Textilfarbe. Geben Sie das Shirt nun in das Farbbad. Rühren Sie es immer mal wieder um, damit alle Ecken des T-Shirts gleichmäßig Farbe aufsaugen können.

Nach einer Stunde schütten Sie das Farbbad vorsichtig aus und spülen das T-Shirt gründlich. Lösen Sie dann das Klebeband – durch die Hitze des Wassers sollte es sich ganz leicht lösen lassen. Entfalten Sie das Shirt und spülen Sie es ein weiteres Mal. Wer sich diese langwierige Arbeit sparen will, kann das Shirt auch in der Waschmaschine färben. Dabei wird die Farbe zugleich fixiert.

Das müssen Sie bei der Schüsselfärbung nun noch per Hand erledigen: Rühren Sie nach der Packungsanleitung das Fixierbad mit kaltem Wasser an und lassen Sie das T-Shirt darin für etwa 15 Minuten ziehen. Immer wieder rühren und am Ende noch einmal sorgfältig ausspülen. Nun muss Ihr neues Batik-Shirt nur noch trocknen und zusammen mit einer aus Pappe und Alufolie gebastelten Peace-Kette sind Sie bereit für die nächste Mottoparty.

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Erste Hilfe gegen Nackenschmerzen: selbstgenähtes Körnerkissen

Bei Nacken- und Kopfschmerzen können wärmende Nackenkissen wohltuend sein. Mit ein bisschen Geschick und Nähwissen lassen sich die leicht selbst anfertigen.

Fertiga

Was Sie brauchen:

  • festen Stoff von etwa 30 x 30 cm
  • passendes Nähgarn
  • Schneiderkreide
  • Stoffschere
  • Nähmaschine
  • Nähnadel
  • getrocknete Traubenkerne, Dinkel o.ä.
  • getrocknete Blüten oder Kräuter

 

Wie es geht:

Bei Nackenverspannungen und Kopfschmerzen sind Nackenkissen, die man im Backofen oder der Mikrowelle erwärmen kann, sehr wohltuend. Die Füllung besteht bei diesen Kissen in der Regel aus natürlichem Material, das Wärme gut und lange speichert. Oft sind das getrocknete Getreidekörner, etwa Dinkel, oder auch Kirsch- oder Traubenkerne. Diese Füllungen kann man im Bastelbedarf fertig kaufen.

Für die Kissenhülle wählen Sie festen Stoff aus natürlichen Fasern. Baumwolle eignet sich gut. Kunstfasern können unter Umständen problematisch sein, wenn Sie bei Hitze zu schnell schmelzen. Sie brauche zwei Stoffquadrate von etwa 40 x 40 Zentimeter. Die genaue Größe messen Sie am besten direkt an der Person aus, die das Nackenkissen später nutzen sollen. Unsere Maße haben sich für Kinder und kleine Frauen bewährt.

Zeichnen Sie zunächst ein Schnittmuster auf Papier. Sie können dafür gern unsere Vorlage verwenden. Damit das Kissen nach dem Zusammennähen wirklich die gewünschte Größe hat, müssen Sie im Schnittmuster eine sogenannte Nahtzugabe einplanen, die an allen Kanten einen Zentimeter ergänzt, der später zum Zusammennähen verwendet wird.

Schneiden Sie das Schnittmuster aus und heften Sie es mit Stecknadeln auf die linke Seite Ihres Stoffs. Umfahren Sie die Konturen mit Schneiderkreide und übertragen Sie so das Muster auf den Stoff. Markieren Sie anschließend die Nahtzugabe, indem Sie an allen Kanten einen Rand von einem Zentimeter einzeichnen. Nun schneiden Sie die Kontur aus dem Stoff aus. Diese Arbeitsschritte wiederholen Sie mit dem zweiten Stoffquadrat, bis Sie zwei Rohlinge erhalten.

Anschließend heften Sie beide Rohlinge so aufeinander, dass die rechten, also die „schönen“, Seiten der Stoffe aufeinanderliegen. Jetzt nähen Sie die Stoffe an der Linie zusammen, mit der Sie die Nahtzugabe markiert haben. Beginnen Sie dabei am oberen Ende eines der „Schenkel“ des Kissens und umnähen Sie erst die äußere, dann die innere Kontur. Lassen Sie die schmale Seite des ersten Schenkels offen und ziehen Sie durch diese Öffnung das gesamte Kissen, so dass nun die rechten, also die schönen, Seiten des Stoffes außen liegen.

Füllen Sie durch diese Öffnung die Kerne, Kräuter oder Blüten in das Kissen. Achten Sie darauf, dass die Körner im Kissen genug Platz haben, um sich zu verteilen. Schließen Sie nun die noch offene Kante des Kissens per Hand – zum Beispiel mit dem Leiterstich.

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Zum Erwärmen legen Sie das Kissen etwa eine Minute in die Mikrowelle oder etwas länger in den Backofen. Testen Sie die Wärme vorsichtig mit dem Handgelenk, damit Sie sich nicht versehentlich verbrennen.

Kopfhörer-Halter aus Bügelperlen

Unterwegs Musik hören oder telefonieren und dabei die Hände frei haben – eine tolle Sache, wären da nicht diese Kopfhörer, die sich in der Handtasche in ein unentwirrbares Kabel-Knäuel verwandeln. Hier ist Ihre Lösung:

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Was Sie brauchen:

  • Bügelperlen
  • eine runde Steckplatte für Bügelperlen
  • Backpapier
  • Bügeleisen
  • Heißklebepistole

 

Wie es geht:

Autorin Laura Jasmin Lammel hat in ihrem Buch „Just Bead it! Trendige Ideen mit Bügelperlen“ einen „Kopfhörer-Donut“ erfunden, auf dem Kopfhörer ab sofort immer sauber aufgeräumt auf ihren nächsten Einsatz warten.

Suchen Sie sich dafür Bügelperlen aus, die Ihnen gefallen und stecken Sie sie auf eine runde Steckplatte, die Sie im Bastelladen, aber auch in vielen Ein-Euro-Shops und ähnlichem kaufen können. Das Muster ist dabei Ihnen überlassen, solange Sie die Perlen in fünf Runden anlegen. Dabei bleiben die ersten beiden Runden auf der Steckplatte leer und erst in der dritten Runde beginnt Ihr Muster. Zwei Runden werden nun durchgehend mit Bügelperlen versehen. Ab Runde drei lassen Sie an zwei gegenüberliegenden Seiten jeweils eine Lücke. Hier finden Ihre Kopfhörer später Halt.

Nun legen Sie vorsichtig einen Bogen Backpapier über die Perlen und bügeln mit einem heißen Bügeleisen und leichtem Druck so lange über die Perlen, bis diese mit einander verschmelzen. Jetzt brauchen Sie ein wenig Geduld: Lassen Sie das Ganze erst gut auskühlen, bevor Sie es von der Steckplatte lösen. Nehmen Sie den Kreis aus Perlen zu früh ab, besteht die Gefahr, dass er sich beim Auskühlen verzieht.

Lösen Sie diese erste Hälfte des Kopfhörerhalters von Steckplatte und Backpapier und legen Sie sie zur Seite. Nun basteln Sie nach dem gleichen Muster eine zweite Platte. Ob Sie dafür das Muster wiederholen oder ein ganz anderes wählen, ist Ihnen überlassen.

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Die beiden äußeren Platten Ihres „Kopfhörer-Donuts“ sind fertig. Jetzt brauchen wir für die Innenseite noch Abstandshalter, damit Sie Ihre Kopfhörer später aufwickeln können. Stecken Sie dafür zwei Runden Bügelperlen auf die Steckplatte. Wie bei den äußeren Hälften lassen Sie auch hier die innersten beiden Runden frei. Danach wird eine Runde durchgehend mit Perlen besetzt, die zweite hat wieder je eine Lücke an gegenüberliegenden Seiten der Platte. Auch dieses Teil bügeln Sie wie gehabt und lassen es gut auskühlen, bevor Sie nach demselben Muster einen zweiten Abstandshalter fertigen.

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Nun haben Sie zwei große und zwei kleine Teile.

Sind alle Teile gut ausgekühlt, kleben Sie sie mit Heißkleber zusammen. Dabei setzen Sie zuerst die beiden Abstandshalter aufeinander und fügen dann die äußeren Aufsätze hinzu. Die Autorin empfiehlt, das Ganze nun mit Klammern zu fixieren, bis der Kleber getrocknet ist. Sie können den Halter stattdessen aber auch einfach unter ein schweres Buch legen.

 

Buchtipp:

Cover

„Just Bead it! Trendige Ideen mit Bügelperlen“

Von Laura Jasmin Lammel

Christopherus Verlag

ISBN 978-3-8388-3666-9

9,99 Euro

Hinweis: Das Buch wurde uns vom Verlag freundlicherweise als Rezensionsexemplar kostenlos überlassen.

Selbstgemacht: Weihnachtliche Geschenkanhänger

Diesen Basteltipp habe ich ursprünglich zu Weihnachten vorbereitet, aber wenn Sie die Motive abwandeln, taugt er auch für alle anderen Gelegenheiten, bei denen Sie etwas verschenken wollen. Selbstgebastelte Geschenkanhänger sehen hübsch aus und Sie verlieren nicht den Überblick darüber, für wen welches Päckchen gedacht war.

 

Fertig

Was Sie brauchen:

  • Bastelkarton oder festes Motivpapier
  • Holzklammern
  • Schere
  • Klebstoff
  • Stifte
  • Kordel oder Geschenkband
  • Locher
  • Klebepads als Abstandhalter

 

Wie es geht:

Geschenkanhänger aus Papier

Wenn es schnell gehen muss, sind Geschenkanhänger aus Papier die beste Wahl. Was Sie dafür brauchen, finden Sie in der Regel daheim und Sie können in kurzer Zeit viele Anhänger basteln. Besonders schön sehen diese Anhänger aus, wenn Sie mit weihnachtlichem Motivpapier arbeiten. Sie können aber auch Bastelkarton benutzen. Oder Sie nehmen alte Kalenderblätter oder weihnachtliches Geschenkpapier. In diesem Fall sollten Sie es aber zunächst auf festere Pappe kleben, damit Ihr Geschenkanhänger später nicht knickt.

Zeichnen Sie auf der Rückseite des Papiers die Form des Anhängers vor. Wollen Sie mehrere identische Anhänger basteln, legen Sie sich am besten eine Schablone an, dann geht das schneller. In unserem Beispiel sind die Anhänger 5 Zentimeter breit und etwa 8 Zentimeter hoch.

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Schneiden Sie nun den Anhänger aus und fertigen Sie aus einem farblich passenden Papier, das sich gut beschriften lässt, einen etwas schmaleren Streifen.

Kleben Sie auf die Rückseite des schmalen Streifens nun kleine Klebepads als Abstandshalter. Die gibt es im Bastelladen und sie geben dem Anhänger später Dreidimensionalität. Haben Sie keine Abstandshalter zur Hand, können Sie den Streifen aber natürlich auch einfach direkt auf den Anhänger kleben.

Stanzen Sie mit einem Locher in die obere Mitte des Anhängers ein Loch und fädeln Sie dort eine Kordel oder Geschenkband durch. Nun müssen Sie nur noch den Namen des Beschenkten auf den Anhänger schreiben und ihn an das passende Päckchen binden.

Geschenkanhänger aus Holzklammern

Wäscheklammern aus Holz geben prima Geschenkanhänger ab. Messen Sie Breite und Höhe der Klammer aus und zeichnen Sie auf passendem Papier eine Form vor, die in der Größe zur Klammer passt. Wir haben in unserem Beispiel zunächst einen Stern gebastelt.

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Aber Sie können natürlich alle möglichen Motive ausprobieren.

Schneiden Sie das Motiv aus, kleben Sie es, um es zu verstärken, auf bunte Pappe und schneiden Sie die Konturen erneut aus. Kleben Sie den Stern dann auf das obere Ende der Klammer. Am einfachsten geht das mit Heißkleber. Sie können aber auch jeden anderen, gut haftenden Klebstoff benutzen.

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Beschriften Sie den Stern mit dem Namen des Beschenkten und heften Sie ihn an das Geschenkband, mit dem Sie das Präsent verpackt haben. Fertig ist die Bescherung.

Lifehack: Weihnachten im Weinglas

„Lifehacks“ sind Tricks, um Aufgaben mit den Dingen zu lösen, die eben gerade zur Verfügung stehen. Und dass das nicht nur nützlich sein, sondern auch richtig hübsch aussehen kann, beweist unser heutiger Lifehack, der aus einem Weinglas eine weihnachtliche Tischdeko zaubert.

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Was Sie brauchen:

  • 1 Rotweinglas
  • 1 kleine Stumpenkerze
  • Bastelkarton
  • Watte
  • Kunstschnee
  • weihnachtliches Geschenkband
  • passende Dekorationsartikel
  • Stift
  • Schere

 

Wie es geht:

Besuch ist ja eigentlich etwas sehr Schönes – aber gerade im Advent soll Besuch bei uns ja auch eine gemütliche, heimelige Atmosphäre vorfinden. Wenn Sie aber eigentlich so gar nicht der Typ für üppige Weihnachtsdekoration sind, ist guter Rat teuer. Mit einem Weinglas und Kleinigkeiten, die sie leicht selbst sammeln oder basteln können, zaubern Sie jetzt eine Tischdekoration, die für die richtige Adventsstimmung sorgt – und nach dem Besuch ruckzuck wieder abgebaut ist.

Stellen Sie das Weinglas mit der Öffnung nach unten auf ein Blatt festen Karton oder Pappe und zeichnen Sie die Umrisse nach. Schneiden Sie den Kreis nun aus. Das wird die Unterlage für den Rest Ihrer Deko. Wenn Sie die Dekoration transportieren wollen oder sich ein bisschen mehr Glanz wünschen, können Sie statt der Pappe auch eine Schiefer- oder Metallplatte oder einen kleinen Spiegel benutzen, um die Weinglasdekoration darauf zu arrangieren.

Zupfen Sie nun ein Wattebällchen auseinander und verteilen Sie es auf dem Pappkreis. Um die Illusion von Schnee noch ein bisschen echter zu machen, streuen Sie Kunstschnee aus dem Bastelladen oder Glitzer darüber. In diesem „Schnee“ arrangieren Sie jetzt Ihre Weihnachtsdeko. Was Sie dafür nehmen, ist ganz Ihnen überlassen. Kleine Tannenzweige und -zapfen, getrocknete Orangen und Zimtstangen geben eine natürliche Dekoration ab. Weihnachtliche Figuren, Glitzerkugeln oder Engelshaar sorgen für mehr Festlichkeit.

Stülpen Sie nun vorsichtig das Weinglas über den Pappkreis mit der Dekoration. Ein bisschen Watte darf am Rand gern überstehen, aber achten Sie darauf, dass das Glas sicher und gerade steht. Am Ende wird darauf eine Kerze stehen und die soll natürlich nicht wackeln und umkippen.

Nun verzieren Sie noch das Äußere des Glases, indem Sie passenden Geschenkband um den Stil binden und zum Beispiel kleine Christbaumkugeln, die man als Streudeko kaufen kann, integrieren oder Geschenkanhänger um das Glas hängen. Auf den Fuß des Glases können Sie nun ebenfalls Kunstschnee streuen, bevor Sie hier die kleine Kerze platzieren. Aber Vorsichtig: Der Kunstschnee ist sehr leicht. Beim Ausblasen der Kerze fliegt er durch die Gegen und bleibt gern dort kleben, wo man ihn eigentlich nicht haben möchte.

Ganz persönliches Weihnachtsgeschenk: Das Wenn-Buch

Als witziges, persönliches Geschenk geistern „Wenn-Bücher“ gerade durch das Internet. Wir zeigen Ihnen heute, wie man ein Wenn-Buch bastelt und liefern jede Menge Ideen und Inspirationen für die einzelnen Seiten gleich mit.

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Was Sie brauchen:

  • großes Notizbuch oder Fotoalbum mit Spiralbindung
  • diverse Kleinigkeiten zum Einkleben
  • farbige Stifte
  • Klebepads
  • Deko-Klebeband
  • Klebstoff
  • Sticker oder ähnliche Dekoration
  • Briefumschläge

 

Wie es geht:

Der Gedanke hinter „Wenn-Büchern“ ist einfach: Jeder von uns begegnet täglich „Was wäre wenn“-Situationen und das Buch soll darauf Antworten geben. Jede Seite beginnt mit einem „Wenn du…“ und ergänzt eine konkrete Situation wie zum Beispiel „… mal wieder erkältet bist“. Die Lösung dazu, in diesem Fall ein Taschentuch, Erkältungstee oder Hustenbonbons, wird eingeklebt. Allerdings sind nicht alle Antworten ernst gemeint. Das Buch darf gern mit einem Augenzwinkern gestaltet sein. So kann als Lösung für „Wenn du mal wieder kein Netz hast“ ein Einkaufsnetz oder ein Netzstrumpf eingeklebt werden. Das Wenn-Buch wird nicht durch teure Geschenke auf den einzelnen Seiten eine zauberhafte Aufmerksamkeit für liebe Menschen, sondern durch die Mühe, die man sich beim Basteln macht und die sehr persönliche Gestaltung.

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Suchen Sie sich für Ihr Wenn-Buch ein großes Notizbuch oder Fotoalbum. Wichtig ist, dass das Buch spiralgebunden ist, sich die Seiten also komplett aufblättern lassen. Ein Buch, dessen Seiten miteinander verklebt sind, würde nicht standhalten, weil das Wenn-Buch durch die eingeklebten Gaben sehr dick wird. Alternativ können Sie auch eine Wenn-Box basteln. Dann packen Sie alle Geschenke in Umschläge, beschriften diese mit der „Wenn …“-Situation und stapeln Sie in einer Box.

Entscheiden Sie sich für ein Buch, gestalten Sie die Titelseite und legen dann – ganz wichtig! – vorn im Buch ein Inhaltsverzeichnis an. Darin notieren Sie, für welche „Wenn …“-Situation der Beschenkte auf den einzelnen Seiten eine Lösung findet. So muss man das Buch nicht jedes Mal komplett durchblättern, sondern kann sich situativ eine kleine, passende Aufmunterung holen.

Gestalten Sie nun die einzelnen Seiten. Sie können die kleinen Präsente oder Briefumschläge mit Karten, persönlichen Botschaften oder Fotos mit Kleber fixieren. Aber auch doppelseitige Klebepads oder buntes Dekoklebeband (Washi Tape) eignen sich gut.

Zur Inspiration für die einzelnen Seiten haben wir hier einige Ideen zusammengetragen:

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Wenn … (Liste kann beliebig gekürzt werden; Bilder benannt mit „Inspiration_xx auf dem Server. Bitte Auswahl treffen, je nachdem, wie viele auf die Seite passen)

… du Ruhe brauchst:                                Watte für die Ohren

… du mich vermisst:                                 Foto von Ihnen und dem Beschenkten

… du kalte Füße kriegst:                          Einlegesohlen

… dir mal die Worte fehlen:                    Buchstabensuppe

… die Welt für dich grau ist:                    Tüte mit Glitzerpulver

… du Entspannung brauchst:                  Tütchen Badesalz

… du ein Wunder brauchst:                    Wunderkerzen

… du Luft ablassen musst:                       Luftballons

… dir alles stinkt:                                       Parfumprobe oder Räucherstäbchen

… das Maßhalten schwer fällt:                Maßband

… du was zum Kuscheln brauchst:          Stück Plüschstoff

… dich alle im Regen stehen lassen:       Regenponcho

… jeder Cent zählt:                                     nummerierte Cent-Stücke

… du nach den Sternen greifst:               Sternen-Sticker

… du Lesestoff brauchst:                          Pixi-Buch

… dein Leben nicht so prickelnd ist:      Brausepulver

… du etwas Schönes sehen willst:           Taschenspiegel

… du Urlaub brauchst:                              Tütchen Sand und Cocktailschirmchen

… dich der Schuh drückt:                         Blasenpflaster

… dir der Atem stockt:                              scharfe Lutschpastillen

Adventsdeko: Orangen-Sterne

Es wird besinnlich. Überall Lichter, Weihnachtslieder und der Duft nach Zimt und Orangen. Zeit, auch daheim für heimelige Vorweihnachtsstimmung zu sorgen. Und passende Deko dafür kann man auch gut selbst machen – aus natürlichen Zutaten und zusammen mit der ganzen Familie.

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Was Sie brauchen:

  • Orangen oder Mandarinen
  • Keksausstecher
  • Nadel
  • feiner Golddraht
  • kleine Perlen

 

Wie es geht:

Im Prinzip funktioniert diese Bastelei mit jeder Art von Zitrusfrüchten. Probieren Sie es also ruhig auch mit Grapefruit oder Zitronen – so werden die Sternchen-Girlanden bunter und Sie bekommen einen noch intensiveren Zitrusduft.

Zunächst müssen Sie die Früchte schälen und zwar so, dass möglichst große, zusammenhängende Schalen übrig bleiben. Am einfachsten geht das mit Mandarinen. Aber mit einem kleinen Trick lassen sich auch Orangen und Zitronen leichter schälen: Rollen Sie die Früchte dafür eine Weile über eine ebene Fläche und üben Sie dabei mit der Hand ein bisschen Druck aus. Das lockert die Schale.

Legen Sie die Schale nun mit der weißen Innenseite nach oben auf ein Holzbrett und suchen Sie sich passende Keksausstecher aus. Sterne sind zur Weihnachtszeit der Klassiker, aber auch Herzen, Kreise oder andere Figuren können Sie benutzen. Stechen Sie mit den Formen – am besten funktioniert das mit Metallförmchen – die Motive aus.

Damit die Sterne nicht an der Girlande schimmeln, müssen Sie sie nun gut trocknen. Legen Sie sie dafür auf ein Blech und schieben Sie sie bei niedriger Temperatur (ca. 100 Grad bei Umluft) etwa eine Stunde lang in den Backofen. Natürlich können Sie die Formen auch an der Luft trocknen. Das dauert aber mehrere Wochen und ist aufwendiger, weil sie sie gleichzeitig pressen müssen, damit sie sich nicht zu sehr an den Kanten aufrollen. Legen Sie die Schalen dafür auf Küchenpapier zwischen zwei Holzbretter und beschweren Sie diese mit dicken Büchern oder schweren Pfannen. Kontrollieren Sie die Schalen regelmäßig und tauschen Sie dabei immer wieder auch das Küchenpapier aus, bis die Formen richtig trocken sind.

Stechen Sie nun mit einer dicken Nadel ein Loch in jeden Stern und fädeln Sie einen feinen Golddraht durch dieses Loch. Den bekommen Sie im Bastelladen oder beim Floristikbedarf.

Um die Enden zu fixieren, wickeln Sie sie einfach um eine passende Perle und zwirbeln Sie fest. Wer mag, kann zwischen die Orangensterne auch kleine Perlen fädeln oder Flitter um den Draht wickeln. Möchten Sie, dass die Sterne einen festen Abstand zueinander haben, umschlingen Sie den Stern einfach einmal mit dem Draht, bevor Sie die nächste Schale aufziehen.

Jetzt müssen Sie nur noch das Adventsgesteck oder die Kaffeetafel mit der Sternchengirlande dekorieren und schon zieht auch bei Ihnen die Vorweihnachtsstimmung ein. Übrigens, die getrockneten Sterne können Sie lose natürlich auch als Streudeko für Festtafel oder Fensterbank verwenden. Oder Sie benutzen eine kurze Girlande, um Geschenke zu dekorieren.

Dekoration aus Beton

„Industrial style“ ist einer der großen Einrichtungstrends der letzten Jahre. Dazu gehören gedeckte Farben, viel Glas, Stahl – und Beton. Schon im Kleinen kann der Industriestyle attraktive Akzente setzen. Zum Beispiel durch Teelichthalter aus Beton, die sich leicht nachbasteln lassen.

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Was Sie brauchen:

  • Betonpulver
  • Wasser
  • Halbkugeln aus Plastik
  • Kleine Teelichtgläser o.ä.
  • Acrylfarbe
  • Pinsel

 

Wie es geht:

Betonpulver zum Basteln bekommen Sie in vielen Geschäften und im Internet. Es ist feinkörniger als Beton, der auf dem Bau Verwendung findet. Es wird mit Wasser angerührt. Das Mischungsverhältnis finden Sie auf der Verpackung. Geben Sie also zunächst Wasser in ein Gießgefäß und fügen Sie das Betonpulver hinzu. Rühren Sie die Mischung gut um, bis sich eine gleichmäßige Masse gebildet hat.

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Gießen Sie diese Mischung vorsichtig in eine Form. Wir haben dafür einfach eine Plastikkugel genommen, die aus zwei Hälften besteht. Im Bastelhandel bekommen Sie diese in unterschiedlichen Größen. Sie sind eigentlich als Rohlinge für selbstgemachte Christbaumkugeln gedacht, eignen sich aber hervorragend für diese Bastelei. Gießen Sie die Kugeln nicht zu voll. Als nächstes müssen Sie nämlich die Aussparung anlegen, in die später das Teelicht eingesetzt wird und dabei wird die Masse teilweise verdrängt und quillt nach oben.

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Setzen Sie für die Aussparung ein kleineres Teelicht- oder Votivglas oder eine etwas schwerere kleine Kugel in die Mitte der Betonmasse. Wir haben im Beispiel den Kopf einer kleinen Steingut-Figur benutzt.

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Rütteln Sie leicht an den Kugelhälften, um mögliche Lufteinschlüsse in der Betonmasse zu beseitigen. Setzen Sie die Kugeln dann mit der Betonmischung so auf ein Gefäß, dass Sie sie gerade ausrichten können. Dieser Arbeitsschritt ist wichtig. Achten Sie darauf, dass der tiefste Punkt der Kugeln genau mittig liegt und das Gewicht für die Aussparung exakt darüber. Funktioniert das nicht, kippt später ihr Teelichthalter zu einer Seite oder das Teelicht sitzt schräg in der Halterung. Beides führt dazu, dass die Teelichter nicht gleichmäßig abbrennen können.

Lassen Sie die Betonmasse nun antrocknen. Nach etwa zwei Stunden sollte die Mischung leicht angezogen haben. Nehmen Sie jetzt die Gewichte aus der Masse, mit der Sie die Vertiefungen für die Teelichter geformt haben. Die Masse ist nun zwar noch sehr weich, aber später lassen sich die Gewichte – vor allem Gläser – nur noch schwer vom festen Beton lösen und gehen dabei unter Umständen kaputt.

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Lassen Sie die Betonmasse nun so lange trocknen wie auf der Verpackung angegeben. Anschließend stürzen Sie die Kugelhälften und lösen die Teelichthalter durch sanftes Schütteln und Klopfen.

Malen Sie die Innenseite und den oberen Rand Ihres neuen Teelichthalters mit Acrylfarbe an (Bild 7). Besonders schön wirkt das mit Metalltönen, die durch das Kerzenlicht regelrecht aufleuchten.

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Adventskalender aus Streichholzschachteln

Es hat schon Tradition hier in der Tüte Glück: Jedes Jahr zeige ich Ihnen, wie Sie einen Adventskalender selbst basteln können. Nach dem Klopapierrollenkalender im letzten und dem Papierboxen- und dem Sockenkalender im vorletzten Jahr, benutzen wir dazu heute leere Streichholzschachteln und einen Kleiderbügel.

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Was Sie brauchen:

  • 24 leere Streichholzschachteln
  • 24 kleine Perlen
  • 1 Kleiderbügel mit Quersteg
  • Bunt- oder Geschenkpapier
  • Klebstoff
  • Geschenkband
  • Stifte

 

Wie es geht:

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Leeren Sie für diesen Adventskalender zunächst 24 Streichholzschachteln und legen Sie die Außenhüllen zur Seite.

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Kleben Sie auf eine der schmalen Seiten der Innenschachteln eine kleine Perle. Das ist später der „Griff“, mit dem sich die Fächer des Adventskalenders leichter öffnen lassen.

Um die Außenhülle weihnachtlich zu gestalten, messen Sie die Streichholzschachteln aus und übertragen Sie die Maße auf passendes Bunt- oder Geschenkpapier. Schneiden Sie das Papier aus.

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So können Sie die Außenhülle der Streichholzschachtel darin einwickeln. Kleben Sie diese Umhüllung gut fest und stecken Sie Außen- und Innenteil der Schachteln wieder zusammen.

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Nun müssen Sie die Kästchen noch mit den Zahlen 1 bis 24 beschriften.

Anschließend binden Sie farblich passendes Geschenkband um die Schachteln und knüpfen das andere Ende des Bandes an den Steg des Kleiderbügels. Achten Sie dabei darauf, dass die Zahlen gut durchmischt sind, damit die Vorfreude beim Öffnen durch die Suche nach dem richtigen „Türchen“ gesteigert wird. Wenn Sie die Stricke unterschiedlich lang zuschneiden, bekommt der Kalender mehr Dynamik. Dazu können Sie einzelne Schachteln auch an die Unterseite einer anderen binden, statt direkt an den Kleiderbügel. Die Perlen sollten allerdings immer nach vorn zeigen, damit die „Türchen“ daran gut geöffnet werden können.

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Und nun müssen Sie sich nur noch 24 Überraschungen einfallen lassen, die in die Streichholzschachteln passen. Wie wäre es denn zum Beispiel mit einem Adventskalender für den Partner mit 24 Zetteln, auf denen Sie Dingen notieren, die Sie an ihm lieben. Oder 24 kleine Gutscheine für gemeinsame Unternehmungen, die der Beschenkte im Laufe des nächsten Jahres einlösen kann.

 

Königlich dekorieren mit Blattgold

Mit Blattmetall zu arbeiten, braucht Übung und Geduld. Das Ergebnis aber lohnt die Mühe, denn so entstehen wahrhaft königliche Dekoartikel. Wie diese kleine Schatztruhe.

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Was Sie brauchen:

  • Holzkiste
  • Anlegemilch
  • Blattmetall
  • 2 weiche Pinsel
  • Weiches Tuch
  • Dekoration

 

Wie es geht:

Blattmetall ist nicht das gleiche wie Blattgold. Es ist deutlich preiswerter und auch unproblematischer zu verarbeiten. Außerdem bekommen Sie es nicht nur in Gold, sondern auch in Silber oder Kupfer, was Ihnen noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Wenn Sie keinen eigenen Basteltisch haben, empfehlen wir allerdings, die Arbeitsfläche mit alter Zeitung oder Folie abzudecken, denn beim Verarbeiten des Blattmetalls entstehen lose Flocken, die überall haften bleiben und sich einzeln nur schwer entfernen lassen.

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Als erstes grundieren Sie die Holzschachtel mit sogenannter Anlegemilch. Die bekommen Sie im Bastelgeschäft oder online. Sie wirkt wie ein Spezialkleber und bereitet die Oberfläche darauf vor, die Metallflocken zu fixieren. Die Anlegemilch muss mindestens 20 Minuten antrocknen. Die genaue Trocknungszeit finden Sie auch auf den Verpackungen von Anlegemilch und Blattmetall. Bei sehr saugfähigen Oberflächen wie dem Holz unserer Schachtel empfiehlt es sich, nach 20 Minuten eine weitere Schicht Anlegemilch aufzutragen und auch diese antrocknen zu lassen.

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Erst danach beginnen Sie mit dem Auflegen des Blattmetalls. Sie können mit ganzen Blättern arbeiten, dann schaffen Sie eine glatte, gleichmäßige Oberfläche. Allerdings braucht es viel Übung, um die hauchdünnen Blätter ohne Falten und Risse zu applizieren. Für den Antik-Effekt, den wir uns für die Schatztruhe wünschen, bietet es sich aber an, mit Metallflocken zu arbeiten. Diese können überlappend auf das Holz aufgebracht werden und dürfen und sollen Falten werfen. Diese Art zu arbeiten hat einen weiteren Vorteil: Fingerabdrücke fallen hierbei nicht weiter auf, so dass sie die Flocken auch mit den Fingerspitzen vorsichtig auf die Oberfläche setzen können. Einfacher und präziser ist es aber, wenn Sie dafür eine Pinzette benutzen.

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Mit einem weichen und trockenen Pinsel tupfen und streichen Sie anschließend das Metall auf dem Holz fest.

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Haben Sie die komplette Kiste mit Blattmetall überzogen, geht es an die Abschlussarbeiten: Mit einem weichem Tuch reiben Sie die überstehenden Metallreste ab und glätten letzte Falten. Haben Sie keine Angst, hier auch mit etwas Druck zu arbeiten. Wenn Sie dabei versehentlich auch Metall entfernen, das nicht entfernt werden sollte, bearbeiten Sie die Stelle einfach erneut mit Anlegemilch und setzen ein neues Stück Metall auf. Damit ist die Vergoldung abgeschlossen.

 

Wenn Sie möchten, können Sie die Truhe nun noch verzieren oder auch mit Lack versiegeln, damit es länger hält. Aber Vorsicht: Auch versiegelt sind Gegenstände mit Blattmetall nur für den Gebrauch in Innenräumen gedacht. Um Gegenstände für den Außenbereich zu vergolden, sind sehr viel aufwendigere Techniken notwendig.