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Selbst gemacht: Knetseife

Kennen Sie Knetseife? Nein? Dann sollten Sie DIESE Bastelei heute vielleicht mal ausprobieren: Ein schnelles Projekt mit wenigen Zutaten, das sich prima auch mit Kindern basteln lässt. Und ein witziges Mitbringsel oder Gastgeschenk ist Knetseife auch.

Fertig I

Was Sie brauchen:

  • Speisestärke
  • Duschgel
  • Lebensmittelfarbe
  • Schüssel
  • Nudelholz oder Flasche
  • Ausstechförmchen

 

Wie es geht:

Das Wichtigste zuerst: Knetseife kann man benutzen wie normale Seife. Sie schäumt genauso und sie reinigt genauso. Nur fest ist sie nicht. Vielmehr kann man sie beim Duschen oder Händewaschen zu immer wieder neuen, lustigen Formen und Figuren kneten. Das macht Spaß – und hilft vielleicht, auch die Kinder zum regelmäßigen Händewaschen zu motivieren.

Geben Sie in eine kleine Schüssel etwas Speisestärke. Wie viel Sie benötigen, hängt davon ab, wie viel Knetseife Sie herstellen möchten. Für ein großes Stück wie in unserem Beispiel brauchen Sie etwa 60 bis 70 Gramm Stärke. Nun geben Sie etwa halb so viel Duschgel dazu und kneten alles gut durch.

Das ist am Anfang eine ziemliche Matscherei – und deshalb ein beliebter Bastelschritt bei Kindern. Aber mit der Zeit vermischen sich Stärke und Duschgel zu einer geschmeidigen Masse, die nicht mehr an den Händen klebt, sich aber gut zu einem festen, nicht bröckelnden Teig formen lassen sollte. Klappt das bei Ihnen nicht auf Anhieb, geben Sie einfach noch ein bisschen Stärke oder Duschgel hinzu – je nachdem, ob die Masse zu nass ist und klebt oder eher zu trocken und deshalb bröselig geworden ist.

Bild 5

Wenn Sie die Knetseife einfärben wollen, können Sie die Lebensmittelfarbe entweder noch vor dem Kneten zur Masse geben oder danach. Letzteres bietet sich vor allem an, wenn Sie mehrere Seifenstücke in verschiedenen Farben anfertigen wollen. Dann teilen Sie an dieser Stelle die Knetmasse und färben jedes Stück einzeln ein. Aber Achtung: Durch die weiße Speisestärke wird die Knetseife nie knallbunt werden. Egal, wie viel Farbe Sie benutzen: Die Seife wird stets pastellfarben bleiben. Denn um die Konsistenz von Knete beizubehalten, müssen Sie nach jeder Flüssigkeitszugabe meist auch wieder etwas Speisestärke ergänzen.

Wie es weiter geht, hängt davon ab, wie Sie Ihre Seife formen möchten. Als Mitbringsel oder Gastgeschenk können Sie Mini-Seifen machen. Legen Sie die Knetseife dafür auf eine Platte, die Sie vorher mit der Speisestärke bestäubt haben und rollen Sie sie mit einem Nudelholz oder einer gefüllten Flasche zu einem Teig von etwa 1 Zentimeter Dicke aus. Aus diesem Teig können Sie nun mit einfachen Plätzchen-Ausstechern Formen ausstechen. In einem hübschen Glas mit einer Schleife dekoriert, lässt sich die Knetseife so prima verschenken und aufbewahren.

Wem das zu aufwändig ist, der kann die Seife auch einfach zu einer Rolle formen und davon jeweils ein Stück abschneiden. Oder Sie kneten den Teig zu einem „normalen“ Seifenstück und verzieren das fantasievoll.

Zum Waschen halten Sie die Knetseife einfach unter den Wasserstrahl und kneten sie in der Hand kurz auf, damit sie schäumt.

Einhorn pupst Badesalz

Ein Vollbad mit Salz aus dem Toten Meer ist gesund und wohltuend – aber auch ziemlich langweilig. Es sei denn, Sie peppen das Salz ein bisschen auf. Ich zeige Ihnen, wie das geht:

Fertig

Was Sie brauchen:

  • Totes-Meer-Badesalz
  • Lebensmittelfarbe
  • pflegendes Öl

 

Wie es geht:

Totes-Meer-Salz soll nicht nur für ein entspannendes, sondern auch für ein heilsames Vollbad sorgen. Seine besonderen Inhaltsstoffe kommen vor allem bei er Behandlung von Haut- und Atemwegserkrankungen zum Einsatz. Nun ersetzt das heimische Wannenbad keinen Urlaub am Toten Meer, aber beruhigend und pflegend wirkt es trotzdem. Nur ist es nicht besonders aufregend: Salz als Badezusatz schäumt nicht, blubbert nicht, glitzert nicht und macht das Badewasser auch nicht bunt. Es sei denn natürlich, Sie benutzen dieses selbstgemachte Badesalz, das in der Sonne so bunt funkelt und glitzert, dass unsere Testkinder spontan an all die Produkte denken musste, die im Moment überall mit Einhörnern beworben werden und das Badesalz sofort „Einhorn-Pups“ getauft haben.

Bild 1

Die Herstellung ist dabei denkbar einfach. Geben Sie etwas Totes-Meer-Salz, das sie unbehandelt als Badezusatz in Drogerien oder Apotheken bekommen, in eine Schüssel.

Bild 2

Nun fügen Sie etwas Lebensmittelfarbe hinzu. Hierbei gilt: Je mehr Farbe, desto intensiver leuchtet am Ende auch das fertige Badesalz. Wollen Sie eher pastellige Töne erzielen, benutzen Sie am besten nur wenige Tropfen Farbe. Rühren Sie Farbe und Salz jetzt gründlich um. Es kann eine Weile dauern, bis das Salz die Farbe richtig annimmt, aber früher oder später funktioniert das gut.

Bild 4

Den nächsten Schritt können Sie auslassen, wenn Sie das Badesalz so unbehandelt wie möglich verwenden möchten. Ansonsten geben Sie nun für die Extraportion Pflege etwas Körper-Öl zu der Mischung. Wir haben dafür Jojoba-Öl benutzt. Sie können aber natürlich auch jedes andere Öl benutzen. Wenn Sie auf eine rückfettende Pflege weniger Wert legen, können Sie auch einfach einige Tropfen ätherisches Öl benutzen, um Ihrem Badesalz einen besonders schönen Duft zu verleihen. Aber Achtung: Achten Sie immer darauf, dass Sie wirklich reines ätherisches Öl benutzen, das auch für die Verwendung in Kosmetik zugelassen ist. Einfache Raumduft-Öle sind nicht geeignet, weil sie zu schweren Hautreizungen führen können. Auch beim Öl gilt: Weniger ist mehr. Einige Tropfen reichen in der Regel aus.

Bild 5

Wenn Sie auch das Öl gut untergerührt haben, breiten Sie das Salz für einige Stunden auf einem Küchenpapier oder Zeitung (Achtung, kann abfärben!) aus und lassen die Lebensmittelfarbe trocknen, damit das Salz später in der Verpackung nicht schimmelt.

Bild 6

Nun füllen Sie Ihr Einhorn-Pups-Badesalz in hübsche Gläser oder Flaschen.

Fertig

Gestalten sie noch ein Etikett. Vor allem, wenn Sie das Badesalz verschenken wollen, ist auch ein Schildchen mit den Zutaten eine gute Idee. So wissen zum Beispiel Allergiker sofort, ob Sie das unbedenklich Salz verwenden können oder nicht.

Selbstgemacht: Duschjelly

Die Kinder vom Duschen zu überzeugen, ist jedes Mal ein Kampf? Vielleicht wird es leichter, wenn das Duschgel in einer lustigeren Form daherkommt, zum Beispiel als zitterndes, glitzerndes Duschjelly.

Fertig I

 

Was Sie brauchen:

  • 1 Tasse Duschgel
  • 1 Päckchen Gelatine
  • Lebensmittelfarbe, Glitzer oder Duftöl
  • 1 kleiner Topf
  • Schneebesen
  • Herd

 

Wie es geht:

Dusch- oder auch Badejelly herzustellen, ist ganz einfach und geht vor allem ungeheuer schnell. Und weil das – hübsch verpackt – auch ein nettes Geschenk ist, eignet sich dieser Basteltipp auch für alle, die ungern mit leeren Händen zu einer Einladung gehen. Aber auch wenn die reine Produktion schnell geht: Ein paar Stunden Vorlauf müssen Sie trotzdem einplanen, weil das Jelly seine Zeit braucht, um fest zu werden.

Messen Sie zunächst etwa 200 Milliliter Duschgel ab (Bild 1). Der Einfachheit halber habe ich dazu schlicht eine Kaffeetasse benutzt, die normalerweise ziemlich genau 250 Milliliter Flüssigkeit fasst. Sie müssen es nicht furchtbar genau nehmen. Es reicht, wenn die Abmessungen ungefähr stimmen. Prinzipiell können Sie jedes Duschgel benutzen, dass Sie daheim haben. Spezielle Kinderduschgele sind aber oft schon mit Glitzer oder besonders intensiven Duftstoffen versetzt. Benutzen Sie diese, können Sie sich später einen Arbeitsschritt sparen.

Geben Sie das Duschgel jetzt in den Topf und erhitzen Sie es. Rühren Sie dabei einen Beutel Gelatine ein (Bild 2) und bearbeiten Sie die Masse so lange mit dem Schneebesen, bis sich die Gelatine restlos aufgelöst hat. Dabei sollte das Duschgel ein bisschen flüssiger werden, das ist völlig normal.

Jetzt können Sie für eine intensivere Farbe des späteren Duschjellys Lebensmittelfarbe hinzugeben (Bild 3). Haben Sie normales Duschgel benutzt, aber kleine Glitzerelfen daheim, ist das auch der richtige Moment, um Glitzerpulver einzustreuen (Bild 4). Aber Vorsicht: Nicht jede Haut verträgt Glitzerpartikel und auch Duftöl, das sie nun zur Masse geben könnten, kann bei empfindlichen Menschen für Hautreizungen sorgen. Im Zweifel also lieber verzichten. Alternativ können Sie online oder im Fachhandel auch nach Zusätzen suchen, die speziell für Kosmetikprodukte zugelassen sind. Da finden Sie nicht nur Glitzer und Düfte, sondern zum Beispiel auch Seifenkonfetti oder Blüten, die Sie unbesorgt in Ihr Duschjelly einarbeiten können.

Ist die Mischung fertig, gießen Sie sie zügig in Silikonformen (Bild 5). Die gibt es speziell für die Seifenproduktion. Die normalen Backformen, die meist deutlich billiger sind, funktionieren aber genauso gut. Nun stellen Sie das angehende Duschjelly einige Stunden kalt (Bild 6). Im Kühlschrank genügt oft eine Stunde. Bei Raumtemperatur dauert das Aushärten entsprechend länger. Lösen Sie dann das Jelly vorsichtig aus der Form und bewahren Sie es kalt und luftdicht verschlossen – etwa in einem Glas – auf, bis es zum Einsatz kommt.

Fertig II

Sie können das Duschjelly einfach im Ganzen wie Seife für den Körper benutzen, aber auch als Badezusatz funktioniert es.