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Lifehack: Löffel vergessen?

Ein leckeres Dessert wartet auf Sie – wenn Sie nur den Löffel nicht vergessen hätten? Mit diesem Lifehack ist das kein Problem mehr: Wir basteln einfach einen Löffel aus dem, was gerade da ist.

FertigIII

Was Sie brauchen:

  • Joghurtbecher samt Deckel
  • Leere Plastikflasche
  • Cuttermesser

 

Das Problem:

Egal ob beim Campingausflug oder als Snack während einer langen Autofahrt: Ein Joghurt oder Pudding schmeckt und gibt neue Energie. Doch was tun, wenn Sie die Löffel daheim vergessen haben?

Die Lösung I:

Für diesen Lifehack aus dem Buch „Trick 17 – 444 raffinierte Alltagstipps“ brauchen Sie nur Ihren Joghurt- oder Puddingbecher und ein bisschen Geschick.

Bild 1

Lösen Sie als erstes den Deckel vom Becher und achten Sie darauf, dass der dabei nicht kaputt geht. Spülen Sie den Deckel unter fließendem Wasser ab, damit Sie beim Weiterbasteln saubere Hände behalten.

Nun legen Sie den Deckel flach hin und falten zunächst eine, dann die andere Seite zur Mitte und zwar so, dass am Ende eine Art Zuckertüte entsteht. Knicken Sie das spitze Ende jetzt längs mittig zusammen. Das wird am Ende der Stiel Ihres Löffels.

Für den Schöpfteil arbeiten Sie nun am breiten Ende weiter: Knicken Sie an den Seiten einen schmalen Rand nach außen. Für mehr Stabilität schlagen Sie den Rand ruhig zweimal um, so dass ein kleiner Wulst entsteht. Nun verstärken Sie auf ähnliche Weise den vorderen Rand des Löffels, nur schlagen sie die Folie jetzt nach innen um. Arbeiten Sie mit dem Daumen eine einigermaßen gleichmäßige Kule in den Schöpfteil des Löffels, um damit ordentlich essen zu können, ohne dass das Dessert gleich wieder vom Löffel rinnt.

Bild 7

Zum Abschluss stabilisieren Sie den Löffelstiel, indem Sie ihn noch einmal mittig falten und leicht zusammendrücken. Für eine bessere Handhabung können Sie nun auch noch den Winkel zwischen Stiel und Löffelteil korrigieren.

Die Lösung II:

Alternativ – vor allem, wenn Sie schwerere Dinge essen wollen – können Sie einen Löffel auch aus einer leeren Plastikflasche schneiden.

Zeichnen Sie dafür die Löffelform mit einem wasserfesten Stift vor und zwar so, dass die Löffelspitze zum Boden der Flasche zeigt, wie auf unserem Bild zu sehen. Schneiden Sie die Form nun mit einem Cuttermesser aus. Keine Sorge, wenn das zunächst nicht ganz sauber klappt. Sie können später die Konturen in Ruhe nachschneiden, damit der Löffel die richtige Form bekommt.

Nun knicken Sie den Löffel auf der gesamten Länge in der Mitte. So bekommt er mehr Stabilität und die nötige Wölbung, um gut damit essen zu können. Aber vorsichtig: Das Plastik kann scharfe Kanten entwickeln. Und jetzt: Lassen Sie es sich schmecken!

Selbstgemacht: Duschjelly

Die Kinder vom Duschen zu überzeugen, ist jedes Mal ein Kampf? Vielleicht wird es leichter, wenn das Duschgel in einer lustigeren Form daherkommt, zum Beispiel als zitterndes, glitzerndes Duschjelly.

Fertig I

 

Was Sie brauchen:

  • 1 Tasse Duschgel
  • 1 Päckchen Gelatine
  • Lebensmittelfarbe, Glitzer oder Duftöl
  • 1 kleiner Topf
  • Schneebesen
  • Herd

 

Wie es geht:

Dusch- oder auch Badejelly herzustellen, ist ganz einfach und geht vor allem ungeheuer schnell. Und weil das – hübsch verpackt – auch ein nettes Geschenk ist, eignet sich dieser Basteltipp auch für alle, die ungern mit leeren Händen zu einer Einladung gehen. Aber auch wenn die reine Produktion schnell geht: Ein paar Stunden Vorlauf müssen Sie trotzdem einplanen, weil das Jelly seine Zeit braucht, um fest zu werden.

Messen Sie zunächst etwa 200 Milliliter Duschgel ab (Bild 1). Der Einfachheit halber habe ich dazu schlicht eine Kaffeetasse benutzt, die normalerweise ziemlich genau 250 Milliliter Flüssigkeit fasst. Sie müssen es nicht furchtbar genau nehmen. Es reicht, wenn die Abmessungen ungefähr stimmen. Prinzipiell können Sie jedes Duschgel benutzen, dass Sie daheim haben. Spezielle Kinderduschgele sind aber oft schon mit Glitzer oder besonders intensiven Duftstoffen versetzt. Benutzen Sie diese, können Sie sich später einen Arbeitsschritt sparen.

Geben Sie das Duschgel jetzt in den Topf und erhitzen Sie es. Rühren Sie dabei einen Beutel Gelatine ein (Bild 2) und bearbeiten Sie die Masse so lange mit dem Schneebesen, bis sich die Gelatine restlos aufgelöst hat. Dabei sollte das Duschgel ein bisschen flüssiger werden, das ist völlig normal.

Jetzt können Sie für eine intensivere Farbe des späteren Duschjellys Lebensmittelfarbe hinzugeben (Bild 3). Haben Sie normales Duschgel benutzt, aber kleine Glitzerelfen daheim, ist das auch der richtige Moment, um Glitzerpulver einzustreuen (Bild 4). Aber Vorsicht: Nicht jede Haut verträgt Glitzerpartikel und auch Duftöl, das sie nun zur Masse geben könnten, kann bei empfindlichen Menschen für Hautreizungen sorgen. Im Zweifel also lieber verzichten. Alternativ können Sie online oder im Fachhandel auch nach Zusätzen suchen, die speziell für Kosmetikprodukte zugelassen sind. Da finden Sie nicht nur Glitzer und Düfte, sondern zum Beispiel auch Seifenkonfetti oder Blüten, die Sie unbesorgt in Ihr Duschjelly einarbeiten können.

Ist die Mischung fertig, gießen Sie sie zügig in Silikonformen (Bild 5). Die gibt es speziell für die Seifenproduktion. Die normalen Backformen, die meist deutlich billiger sind, funktionieren aber genauso gut. Nun stellen Sie das angehende Duschjelly einige Stunden kalt (Bild 6). Im Kühlschrank genügt oft eine Stunde. Bei Raumtemperatur dauert das Aushärten entsprechend länger. Lösen Sie dann das Jelly vorsichtig aus der Form und bewahren Sie es kalt und luftdicht verschlossen – etwa in einem Glas – auf, bis es zum Einsatz kommt.

Fertig II

Sie können das Duschjelly einfach im Ganzen wie Seife für den Körper benutzen, aber auch als Badezusatz funktioniert es.

Kressekopf für Suppenkasper

Hat euer Kind ein eher schwieriges Verhältnis zu allen Lebensmitteln, die im Verdacht stehen, gesund zu sein? Dann hift vielleicht folgende Bastelei, die Grünzeug plötzlich interessant macht: Bastelt einen Kressekopf!

Was ihr braucht:

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  • Kressesamen
  • einen alten Feinstrumpf
  • Watte
  • Wackelaugen
  • Pfeifenreiniger
  • Heißkleber
  • Eine alte Tasse, ein Glas oder einen Becher

 

Wie es geht:

Füllt den Samen der Brunnenkresse zuerst in den Feinstrumpf und füllt diesen dann so mit Watte, dass ein fester Ball entsteht, auf dessen Oberseite sich der Samen verteilt. Bindt anschließend das Ende des Strumpfes mit einem einfachen Knoten zu.

Jetzt wird aus dem Watte-Strumpf-Ball ein Kopf: Klebt die Wackelaugen, die ihr überall im Bastelbedarf, aber auch in vielen Ein-Euro-Läden und ähnlichem findet, auf den Strumpf. Alternativ könnt ihr die Augen auch aus Moosgummi selbst zuschneiden und aufkleben. Nur aus Papier oder Pappe darf kein Bestandteil des Gesichts sein, weil es sonst später beim Gießen der Samen aufweicht. Als Lippen bekommt unser Kressekopf einen roten Pfeifenreiniger, den man wahlweise zu einem lächelnden, staunenden oder erschrockenen Mund formen kann. Auch der wird ganz einfach mit Heißkleber befestigt.

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Wenn ihr möchtet, könnt ihr den Kopf außerdem mit einer Schleife am Kinn verzieren. Oder ihr verpasst ihm Nase und Ohren, indem ihr etwas Watte abteilt, zu einem Knubbel formt und einen Haushaltsgummi um den Ansatz bindet, um die Form zu halten.

Nun müsst ihr nur noch dafür sorgen, dass die Samen feucht werden und bleiben. Setzt den Kopf dazu in eine alte Tasse, einen Becher oder ein Glas, in das das Gießwasser ablaufen kann und gießt ihn regelmäßig. Nach etwa einer Woche kann euer kleiner Suppenkasper Friseur spielen und die abgeschnittenen „Haare“ auf dem Frühstückbrot genießen.

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Alternative: Statt der Watte könnt ihr zum Füllen des Kressekopfes auch Sägespäne oder Erde benutzen.