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Life Hack: Pflanzen automatisch gießen

Life Hacks sind kleine, aber extrem nützliche Tricks, die ohne viel Aufwand und vor allem fast umsonst nervige Alltagsprobleme lösen. Auf der Familienseite des So!-Magazins stelle ich deshalb inzwischen neben Bastelprojekten auch clevere Lifehacks vor. Heute: ein Bewässerungssystem für Balkon- und Topfpflanzen.

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Was Sie brauchen:

  • Leere Getränkeflasche aus Kunststoff mit Schraubdeckel
  • Nagelschere oder kleinen Bohrer
  • Wasser

 

Das Problem:

Sie wollen ein paar Tage ins Blaue fahren, einfach mal ausspannen, aber es gibt niemanden, der sich in dieser Zeit um Ihre Zimmer- und Balkonpflanzen kümmern kann. Gerade jetzt im Sommer brauchen die aber in relativ kurzen Abständen frisches Wasser, um nicht zu vertrocknen.

Die Lösung:

Suchen Sie sich eine leere Plastikflasche, deren Größe zu Ihrem Blumentopf passt. Bohren Sie dann zunächst ein Loch in den Schraubdeckel der Flasche. Das geht mit einer Nagelschere, aber auch mit einem kleinen Handbohrer. Sorgen Sie dafür, dass das Loch einen Durchmesser von mindestens einem Millimeter hat, damit am Ende ausreichend Wasser durch das Loch austreten kann.

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Nun bohren Sie ein ähnlich großes Loch in den Boden der Flasche. In der Mitte ist der Flaschenboden oft verdickt. Wenn Sie hier Probleme haben, ein Loch zu schaffen, setzen Sie es einfach ein paar Millimeter weiter außen an: Diese Öffnung ist nur dazu da, später Luft in die Flasche zu lassen, denn ohne kann das Wasser nicht fließen. Das Loch muss dafür aber nicht exakt mittig sitzen.

Füllen Sie die Flasche nun mit Wasser, aber vergessen Sie nicht, dabei das Loch im Boden mit einem Finger zu verschließen. Füllen Sie nur so viel Wasser ein, dass am Ende noch ein paar Zentimeter Luft in der Flasche sind.

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Verschließen Sie sie mit dem Deckel und stecken Sie sie über Kopf in den Blumentopf der Pflanze, die Sie bewässern wollen. Achten Sie dabei darauf, dass die Flasche tief in der Erde steckt. Das stabilisiert sie, verhindert also, dass sie aus dem Topf kippt. Zum anderen gelangt so das Wasser möglichst nah an die Wurzeln. Es tritt nun tröpfchenweise aus dem Loch im Deckel aus. So bekommt die Pflanze zwar Flüssigkeit, es entsteht aber keine Staunässe.

Der Praxistest:

Markieren Sie am besten außen an der Flasche mit einem wasserfesten Stift den Wasserstand, wenn Sie sie in den Topf gesteckt haben. So können Sie problemlos erkennen, ob auch wirklich Wasser an die Pflanze abgegeben wird. Verändert sich der Pegel auch nach zwei bis drei Tagen nicht, kann es nämlich sein, dass das kleine Loch im Flaschendeckel mit Erde verstopft ist. Ziehen Sie die Flasche dann einfach aus dem Topf, säubern Sie das Loch und versuchen Sie es noch mal.

Kleiner Zusatztipp: Bei großen Pflanzen oder für Balkonkästen ist es sinnvoller, mehrere kleinere Bewässerungsflaschen einzusetzen als eine große. Auf diese Weise können sie an unterschiedlichen Stellen im Topf Flaschen einsetzen und bewässern die Pflanzen darin gleichmäßiger, als wenn nur eine große Flasche viel Wasser an einer einzigen Stelle abgibt.