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Batik: Hip wie ein Hippie

Egal ob Mottoparty oder Strandoutfit – irgendwie kommt der lässige Hippielook nie ganz aus der Mode. Wir zeigen deshalb in Erinnerung an die guten, alten Zeiten, wie man sich ein T-Shirt selber batiken kann.

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Was Sie brauchen:

  • weißes T-Shirt
  • Paketklebeband
  • Textilfarbe
  • Farbfixierer
  • große Schüssel oder Eimer
  • Gummihandschuhe
  • heißes Wasser
  • alter Rührlöffel

 

Wie es geht:

Batiken ist vielseitig und kann eine echte Kunstform sein. Wir haben uns für den Anfang aber für die typischen „Ringe“ entschieden, die sich wie Wellen von der Mitte des Stoffes ausbreiten.

Suchen Sie sich dafür ein weißes T-Shirt, möglichst aus Baumwolle, und ziehen Sie es auf der Vorderseite etwas zusammen, so dass ein kleiner Knubbel entsteht. Binden Sie diesen nun fest mit Paketklebeband ab. Alternativ können Sie auch Kreppband benutzen. Auch das Abbinden mit breiten Gummiringen funktioniert. Das T-Shirt einfach zu verknoten, ist dagegen weniger effektiv. Der Batikeffekt ist bei dieser Methode am Ende nur sehr schwach zu sehen.

Von diesem Mittelpunkt ausgehend, binden Sie das Shirt nun in alle Richtungen und in unregelmäßigen Abständen mit dem Klebeband ab. Sie können den Stoff dabei vorher in sich verdrehen oder in Falten legen – so bekommen Sie ganz unterschiedliche Motive. Experimentieren Sie ein bisschen – auch mit dem Abstand der Klebebänder und der Festigkeit, mit der sich abbinden. Je enger das Klebeband gewickelt ist, desto weniger Farbe kann später „darunter kriechen“ und desto deutlicher wird sich ihr Muster abzeichnen.

Ist das gesamte T-Shirt abgebunden, rühren Sie das Farbbad an. Bitte benutzen Sie ab jetzt für alle Arbeitsschritte Gummihandschuhe und alte Kleidung! Füllen Sie heißes Wasser in den Eimer oder die Schüssel und rühren Sie das Farbpulver ein. Wie heiß das Wasser sein muss und in welchem Verhältnis Sie Wasser und Pulver mischen müssen, steht auf der Verpackung der Textilfarbe. Geben Sie das Shirt nun in das Farbbad. Rühren Sie es immer mal wieder um, damit alle Ecken des T-Shirts gleichmäßig Farbe aufsaugen können.

Nach einer Stunde schütten Sie das Farbbad vorsichtig aus und spülen das T-Shirt gründlich. Lösen Sie dann das Klebeband – durch die Hitze des Wassers sollte es sich ganz leicht lösen lassen. Entfalten Sie das Shirt und spülen Sie es ein weiteres Mal. Wer sich diese langwierige Arbeit sparen will, kann das Shirt auch in der Waschmaschine färben. Dabei wird die Farbe zugleich fixiert.

Das müssen Sie bei der Schüsselfärbung nun noch per Hand erledigen: Rühren Sie nach der Packungsanleitung das Fixierbad mit kaltem Wasser an und lassen Sie das T-Shirt darin für etwa 15 Minuten ziehen. Immer wieder rühren und am Ende noch einmal sorgfältig ausspülen. Nun muss Ihr neues Batik-Shirt nur noch trocknen und zusammen mit einer aus Pappe und Alufolie gebastelten Peace-Kette sind Sie bereit für die nächste Mottoparty.

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Dekoration aus Beton

„Industrial style“ ist einer der großen Einrichtungstrends der letzten Jahre. Dazu gehören gedeckte Farben, viel Glas, Stahl – und Beton. Schon im Kleinen kann der Industriestyle attraktive Akzente setzen. Zum Beispiel durch Teelichthalter aus Beton, die sich leicht nachbasteln lassen.

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Was Sie brauchen:

  • Betonpulver
  • Wasser
  • Halbkugeln aus Plastik
  • Kleine Teelichtgläser o.ä.
  • Acrylfarbe
  • Pinsel

 

Wie es geht:

Betonpulver zum Basteln bekommen Sie in vielen Geschäften und im Internet. Es ist feinkörniger als Beton, der auf dem Bau Verwendung findet. Es wird mit Wasser angerührt. Das Mischungsverhältnis finden Sie auf der Verpackung. Geben Sie also zunächst Wasser in ein Gießgefäß und fügen Sie das Betonpulver hinzu. Rühren Sie die Mischung gut um, bis sich eine gleichmäßige Masse gebildet hat.

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Gießen Sie diese Mischung vorsichtig in eine Form. Wir haben dafür einfach eine Plastikkugel genommen, die aus zwei Hälften besteht. Im Bastelhandel bekommen Sie diese in unterschiedlichen Größen. Sie sind eigentlich als Rohlinge für selbstgemachte Christbaumkugeln gedacht, eignen sich aber hervorragend für diese Bastelei. Gießen Sie die Kugeln nicht zu voll. Als nächstes müssen Sie nämlich die Aussparung anlegen, in die später das Teelicht eingesetzt wird und dabei wird die Masse teilweise verdrängt und quillt nach oben.

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Setzen Sie für die Aussparung ein kleineres Teelicht- oder Votivglas oder eine etwas schwerere kleine Kugel in die Mitte der Betonmasse. Wir haben im Beispiel den Kopf einer kleinen Steingut-Figur benutzt.

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Rütteln Sie leicht an den Kugelhälften, um mögliche Lufteinschlüsse in der Betonmasse zu beseitigen. Setzen Sie die Kugeln dann mit der Betonmischung so auf ein Gefäß, dass Sie sie gerade ausrichten können. Dieser Arbeitsschritt ist wichtig. Achten Sie darauf, dass der tiefste Punkt der Kugeln genau mittig liegt und das Gewicht für die Aussparung exakt darüber. Funktioniert das nicht, kippt später ihr Teelichthalter zu einer Seite oder das Teelicht sitzt schräg in der Halterung. Beides führt dazu, dass die Teelichter nicht gleichmäßig abbrennen können.

Lassen Sie die Betonmasse nun antrocknen. Nach etwa zwei Stunden sollte die Mischung leicht angezogen haben. Nehmen Sie jetzt die Gewichte aus der Masse, mit der Sie die Vertiefungen für die Teelichter geformt haben. Die Masse ist nun zwar noch sehr weich, aber später lassen sich die Gewichte – vor allem Gläser – nur noch schwer vom festen Beton lösen und gehen dabei unter Umständen kaputt.

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Lassen Sie die Betonmasse nun so lange trocknen wie auf der Verpackung angegeben. Anschließend stürzen Sie die Kugelhälften und lösen die Teelichthalter durch sanftes Schütteln und Klopfen.

Malen Sie die Innenseite und den oberen Rand Ihres neuen Teelichthalters mit Acrylfarbe an (Bild 7). Besonders schön wirkt das mit Metalltönen, die durch das Kerzenlicht regelrecht aufleuchten.

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Selbst gemacht: Knetseife

Kennen Sie Knetseife? Nein? Dann sollten Sie DIESE Bastelei heute vielleicht mal ausprobieren: Ein schnelles Projekt mit wenigen Zutaten, das sich prima auch mit Kindern basteln lässt. Und ein witziges Mitbringsel oder Gastgeschenk ist Knetseife auch.

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Was Sie brauchen:

  • Speisestärke
  • Duschgel
  • Lebensmittelfarbe
  • Schüssel
  • Nudelholz oder Flasche
  • Ausstechförmchen

 

Wie es geht:

Das Wichtigste zuerst: Knetseife kann man benutzen wie normale Seife. Sie schäumt genauso und sie reinigt genauso. Nur fest ist sie nicht. Vielmehr kann man sie beim Duschen oder Händewaschen zu immer wieder neuen, lustigen Formen und Figuren kneten. Das macht Spaß – und hilft vielleicht, auch die Kinder zum regelmäßigen Händewaschen zu motivieren.

Geben Sie in eine kleine Schüssel etwas Speisestärke. Wie viel Sie benötigen, hängt davon ab, wie viel Knetseife Sie herstellen möchten. Für ein großes Stück wie in unserem Beispiel brauchen Sie etwa 60 bis 70 Gramm Stärke. Nun geben Sie etwa halb so viel Duschgel dazu und kneten alles gut durch.

Das ist am Anfang eine ziemliche Matscherei – und deshalb ein beliebter Bastelschritt bei Kindern. Aber mit der Zeit vermischen sich Stärke und Duschgel zu einer geschmeidigen Masse, die nicht mehr an den Händen klebt, sich aber gut zu einem festen, nicht bröckelnden Teig formen lassen sollte. Klappt das bei Ihnen nicht auf Anhieb, geben Sie einfach noch ein bisschen Stärke oder Duschgel hinzu – je nachdem, ob die Masse zu nass ist und klebt oder eher zu trocken und deshalb bröselig geworden ist.

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Wenn Sie die Knetseife einfärben wollen, können Sie die Lebensmittelfarbe entweder noch vor dem Kneten zur Masse geben oder danach. Letzteres bietet sich vor allem an, wenn Sie mehrere Seifenstücke in verschiedenen Farben anfertigen wollen. Dann teilen Sie an dieser Stelle die Knetmasse und färben jedes Stück einzeln ein. Aber Achtung: Durch die weiße Speisestärke wird die Knetseife nie knallbunt werden. Egal, wie viel Farbe Sie benutzen: Die Seife wird stets pastellfarben bleiben. Denn um die Konsistenz von Knete beizubehalten, müssen Sie nach jeder Flüssigkeitszugabe meist auch wieder etwas Speisestärke ergänzen.

Wie es weiter geht, hängt davon ab, wie Sie Ihre Seife formen möchten. Als Mitbringsel oder Gastgeschenk können Sie Mini-Seifen machen. Legen Sie die Knetseife dafür auf eine Platte, die Sie vorher mit der Speisestärke bestäubt haben und rollen Sie sie mit einem Nudelholz oder einer gefüllten Flasche zu einem Teig von etwa 1 Zentimeter Dicke aus. Aus diesem Teig können Sie nun mit einfachen Plätzchen-Ausstechern Formen ausstechen. In einem hübschen Glas mit einer Schleife dekoriert, lässt sich die Knetseife so prima verschenken und aufbewahren.

Wem das zu aufwändig ist, der kann die Seife auch einfach zu einer Rolle formen und davon jeweils ein Stück abschneiden. Oder Sie kneten den Teig zu einem „normalen“ Seifenstück und verzieren das fantasievoll.

Zum Waschen halten Sie die Knetseife einfach unter den Wasserstrahl und kneten sie in der Hand kurz auf, damit sie schäumt.

Königlich dekorieren mit Blattgold

Mit Blattmetall zu arbeiten, braucht Übung und Geduld. Das Ergebnis aber lohnt die Mühe, denn so entstehen wahrhaft königliche Dekoartikel. Wie diese kleine Schatztruhe.

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Was Sie brauchen:

  • Holzkiste
  • Anlegemilch
  • Blattmetall
  • 2 weiche Pinsel
  • Weiches Tuch
  • Dekoration

 

Wie es geht:

Blattmetall ist nicht das gleiche wie Blattgold. Es ist deutlich preiswerter und auch unproblematischer zu verarbeiten. Außerdem bekommen Sie es nicht nur in Gold, sondern auch in Silber oder Kupfer, was Ihnen noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Wenn Sie keinen eigenen Basteltisch haben, empfehlen wir allerdings, die Arbeitsfläche mit alter Zeitung oder Folie abzudecken, denn beim Verarbeiten des Blattmetalls entstehen lose Flocken, die überall haften bleiben und sich einzeln nur schwer entfernen lassen.

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Als erstes grundieren Sie die Holzschachtel mit sogenannter Anlegemilch. Die bekommen Sie im Bastelgeschäft oder online. Sie wirkt wie ein Spezialkleber und bereitet die Oberfläche darauf vor, die Metallflocken zu fixieren. Die Anlegemilch muss mindestens 20 Minuten antrocknen. Die genaue Trocknungszeit finden Sie auch auf den Verpackungen von Anlegemilch und Blattmetall. Bei sehr saugfähigen Oberflächen wie dem Holz unserer Schachtel empfiehlt es sich, nach 20 Minuten eine weitere Schicht Anlegemilch aufzutragen und auch diese antrocknen zu lassen.

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Erst danach beginnen Sie mit dem Auflegen des Blattmetalls. Sie können mit ganzen Blättern arbeiten, dann schaffen Sie eine glatte, gleichmäßige Oberfläche. Allerdings braucht es viel Übung, um die hauchdünnen Blätter ohne Falten und Risse zu applizieren. Für den Antik-Effekt, den wir uns für die Schatztruhe wünschen, bietet es sich aber an, mit Metallflocken zu arbeiten. Diese können überlappend auf das Holz aufgebracht werden und dürfen und sollen Falten werfen. Diese Art zu arbeiten hat einen weiteren Vorteil: Fingerabdrücke fallen hierbei nicht weiter auf, so dass sie die Flocken auch mit den Fingerspitzen vorsichtig auf die Oberfläche setzen können. Einfacher und präziser ist es aber, wenn Sie dafür eine Pinzette benutzen.

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Mit einem weichen und trockenen Pinsel tupfen und streichen Sie anschließend das Metall auf dem Holz fest.

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Haben Sie die komplette Kiste mit Blattmetall überzogen, geht es an die Abschlussarbeiten: Mit einem weichem Tuch reiben Sie die überstehenden Metallreste ab und glätten letzte Falten. Haben Sie keine Angst, hier auch mit etwas Druck zu arbeiten. Wenn Sie dabei versehentlich auch Metall entfernen, das nicht entfernt werden sollte, bearbeiten Sie die Stelle einfach erneut mit Anlegemilch und setzen ein neues Stück Metall auf. Damit ist die Vergoldung abgeschlossen.

 

Wenn Sie möchten, können Sie die Truhe nun noch verzieren oder auch mit Lack versiegeln, damit es länger hält. Aber Vorsicht: Auch versiegelt sind Gegenstände mit Blattmetall nur für den Gebrauch in Innenräumen gedacht. Um Gegenstände für den Außenbereich zu vergolden, sind sehr viel aufwendigere Techniken notwendig.

Funkelnde Galaxie im Glas

Mit diesem Basteltipp holen wir das Weltall ins Kinderzimmer: Wir gestalten bunte, glitzernde Galaxien in alten Einmachgläsern.

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Was Sie brauchen:

  • Glas mit Schraubdeckel
  • Wattebällchen
  • Farbe (Lebensmittel- oder Schulmalfarben)
  • Glitzerpulver
  • Wasser
  • Schaschlikspieß
  • Deko für den Deckel

 

Wie es geht:

Sogenannte „Galaxy Jars“, also „Galaxie-Gläser“, sind unter Bastel-Bloggern im Internet gerade sehr angesagt. Weil Sie so unkompliziert und schnell herzustellen sind und immer wieder anders aussehen, sind sie auch eine tolle Bastelei für Kinder.

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Füllen Sie das saubere, fettfreie Einmachglas zunächst zu etwa einem Viertel mit Wasser. Soll das Glas als Dekoration länger stehen, verwenden Sie am besten stilles Mineral- oder destilliertes Wasser. Das enthält keine Kalkteilchen, die sich mit der Zeit ablagern könnten.

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Geben Sie etwas Farbe zum Wasser und verrühren Sie sie gut. Welche Farbe Sie nutzen, hängt vom Effekt ab, den Sie erzielen wollen. Lebensmittelfarbe löst sich im kalten Wasser schnell und rückstandslos auf, ergibt am Ende aber eher pastellige Galaxien. Schulmalfarben zum Beispiel müssen Sie vorsichtig dosieren und gründlich umrühren, damit sich keine Farbklumpen bilden. Das macht es vor allem in den späteren Arbeitsschritten schwierig. Dafür färbt sie deutlich kräftiger.

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Geben Sie nun noch ein bisschen Glitzer in das Wasser. Anschließend können Sie nach und nach die Wattebällchen in das Glas geben.

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Drücken Sie sie mit einem Schaschlikspieß leicht nach unten, aber lassen Sie ruhig Spielraum zwischen den einzelnen Wattebällchen. Sie saugen sich mit dem Wasser voll, sollen aber nicht wie eine Masse aussehen, sondern sich mit kleinen „Seen“ aus freiem Wasser abwechseln. Der Glitzer schwimmt in der Regel oben, drücken Sie ihn mit dem Schaschlikspieß einfach ein bisschen an die Glaswand und schieben sie ihn nach unten.

Sind Sie mit der ersten Lage zufrieden, füllen Sie ein weiteres Viertel des Glases mit Wasser und geben auch hier Farbe und Glitzer – in einem anderen Ton – hinzu. Dann folgt auch hier die Watte. Auf diese Weise füllen Sie das Glas bis zum Rand mit bunten, glitzernden „Galaxien“.

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Anschließend verschließen Sie das Glas mit dem Deckel. Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, können Sie die Innenseite des Deckelrandes mit Alles- oder Heißkleber bestreichen und den Deckel erst dann schließen. Ist der Kleber getrocknet, verhindert er nicht nur, dass der Deckel wieder geöffnet werden kann, sondern beugt auch dem Auslaufen vor. Wer mag, kann die Deckel-Oberseite nun noch mit bunten Bändern, Stoffen oder Accessoires verschönern.

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Selbst gemacht: glibberiger Slime

Er ist glibberig, kommt meist in grellen Farben und mit stark chemischem Geruch daher – und begeistert fast alle Kinder: Slime. Wir zeigen Ihnen heute, wie Sie den selbst machen können und so wenigstens genau wissen, was drin ist.

Was Sie brauchen:

  • Bastelkleber ohne Lösungsmittel
  • Flüssigwaschmittel
  • Lebensmittelfarbe
  • Glitzer
  • Styroporperlen

 

Wie es geht:

Bei unseren Testbastel-Kindern kam dieses Projekt super an. Sie wollten den fertigen Slime – oder auf deutsch: Schleim –  am Ende gar nicht mehr aus der Hand legen. Eltern sehen in diesem Produkt in der Regel wenig Sinn, aber bei den Kindern ist es der Hit. Auch das Herstellen ist kinderleicht. Trotzdem sollten Sie kleinen Bastlern dabei zur Hand gehen, denn die einzelnen Komponenten sollten nicht im Mund oder auf der Kleidung landen.

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Geben Sie als erstes etwas lösungsmittelfreien Bastelkleber in eine Schüssel. Fangen Sie mit einer kleinen Menge an, Sie können die Zusammensetzung der einzelnen Komponenten jederzeit anpassen.

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Fügen Sie dem Klebstoff nun Flüssigwaschmittel hinzu. Die Verschlusskappe des Waschmittels oder ein kleines Glas eignen sich gut als Dosierhilfe. Welches Waschmittel Sie benutzen, ist egal. Weder die Marke, noch die Frage, ob es sich um Color- oder Weißwaschmittel handelt, ist für den Slime relevant. Das Wachmittel sorgt am Ende dafür, dass die Masse formbar wird und nicht an den Händen und allem anderen klebt, mit dem er in Berührung kommt. Je mehr Waschmittel Sie verwenden, umso fester wird das Ergebnis.

Rühren Sie Waschmittel und Klebstoff gut zusammen. Sobald sich die beiden Komponenten verbunden haben, wird es Zeit, sich die Hände schmutzig zu machen. Fügen Sie, wenn Sie das möchten, jetzt Lebensmittelfarbe und Glitzerpulver hinzu.

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Auch kleine Styroporkugeln können Sie jetzt untermischen. Das stabilisiert den Slime. Kneten Sie ihn nun gut durch. Das braucht ein bisschen Geduld und Ausdauer. Allmählich sollte die Masse aber fester werden und sich immer leichter von den Händen lösen. Klappt das nicht, geben Sie noch ein bisschen zusätzliches Flüssigwaschmittel hinzu. Wird der Slime zu fest, reißt oder bricht also beim Formen, fügen Sie noch ein wenig Klebstoff hinzu.

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Bildet sich Schaum oder enthält der Schleim zu viel Flüssigkeit, können Sie das reduzieren, indem Sie die Masse weiter kneten. Hilft das nicht, legen Sie den Slime auf ein Küchentuch und tupfen Sie Schaum und Flüssigkeit vorsichtig ab. So können die Kinder ihn nicht nur für das typische Durch-die-Finger-quetschen nutzen, sondern können damit sogar Figuren und Kunstwerke formen.

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Trend-Notizen Sketchnotes: So geht es

Sie sind gerade sehr in und sollen helfen, nichts Wichtiges mehr zu vergessen: Sketchnotes. Ich habe die gezeichneten Notizen ausprobiert und zeigen Ihnen, wie Sie den Anfang finden.

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Was Sie brauchen:

  • ein Blatt Papier
  • Bleistift
  • Fineliner
  • farbigen Filzstift

 

Wie es geht:

Sketchnotes sind Notizen, die nicht aufgeschrieben, sondern gezeichnet werden. So soll es dem Gehirn leichter fallen, sich Wichtiges zu merken. Zugleich macht das Zeichnen den meisten Menschen einfach mehr Spaß. Es gibt versierte Sketchnote-Nutzer, die damit ganze Konferenzen und Vorträge „mitschreiben“. Bis Sie das schaffen, braucht es aber sehr viel Übung und Routine, denn am Anfang dauert das Zeichnen deutlich länger als das einfache Mitschreiben.

Wir empfehlen daher für den Anfang eine Sketchnote über etwas, dass weniger umfangreich ist und das Sie nicht unter Zeitdruck setzt. Probieren Sie es doch mal mit einem Rezept oder einer Bastelanleitung.

Übrigens: Notizen zu zeichnen, heißt nicht, dass Sie keine Schrift benutzen dürfen. Sie wird nur oft aufwendig gestaltet oder in ein Bild eingebunden – zum Beispiel beim Titel Ihrer Sketchnote.

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Legen Sie den Titel als Erstes auf Ihrem Blatt Papier an. Ob Sie ihn mittig oder an den oberen Rand setzen, ist Ihnen überlassen. Überlegen Sie nun, wie viele Schritte, also Bilder, Sie brauchen. Wenn Sie das vorher wissen, ist es einfacher, das Blatt so einzuteilen, dass auch wirklich alles Platz hat. Wenn Sie sich unsicher fühlen, können Sie die einzelnen Schritte Ihrer Sketchnote-Anleitung vorskizzieren, indem Sie Rahmen für jeden einzelnen Schritt anlegen. Aber Vorsicht: Gerade am Anfang verschätzt man sich schnell, was den Platzbedarf eines Bildes angeht. Unter Umständen ist es also einfacher, erstmal zu zeichnen und erst am Ende Rahmen zu ziehen, wo sie notwendig sind.

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Nun beginnen Sie mit dem Zeichnen und dafür müssen Sie kein Künstler sein. Sketchnotes müssen schnell gehen, deshalb wird reduziert gezeichnet. Im Wesentlich bestehen die Figuren und Motive aus geometrischen Grundformen wie Punkt, Linie, Rechteckt, Dreieck, Kreis, Oval oder Welle. Nadine Roßa nennt das in ihrem Buch „Sketchnotes – visuelle Notizen für alles“ ihr „visuelles Alphabet“.

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Schauen Sie sich mal in Ihrer Umgebung um und versuchen Sie die Gegenstände, die Sie sehen, in diese Grundformen zu zerlegen. Mit ein bisschen Übung gelingt das schnell. Bücher bestehen so etwa aus Rechtecken, eine Stehlampe aus einem Dreieck mit abgeschnittener Spitze, einer vertikalen und einer horizontalen Linie und einem Halbkreis. Nun müssen Sie diese Grundformen nur noch aufs Papier bringen, schon ist die erste Form fertig.

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Kleiner Tipp, um Menschen zu zeichnen: Legen Sie die am Anfang einfach als Strichmännchen an, aber geben Sie ihnen „Gelenke“ – so können Sie nicht nur stehen, sondern zum Beispiel auch winken, sitzen oder auf etwas zeigen. Sie werden sehen, es braucht keine aufwendigen Details, um „verständlich“ zu zeichnen.

Ergänzen Sie, wo die Skizze nicht reicht, Ihr Bild durch Schrift und genießen Sie das Ausschmücken Ihrer Szenen mit Fahnen, Rahmen, Symbolen oder farbigen Akzenten.

Eins, zwei, schön: Serviettentechnik

Holz, Stoff, Glas, Plastik, Stein, Kerzen – mit der Serviettentechnik können Sie Gegenstände aus fast jedem Material Ihrem persönlichen Geschmack anpassen. Ich zeige Ihnen, wie das geht.

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Was Sie brauchen:

  • Papierservietten mit Motiv
  • Gegenstand zum Verzieren
  • passenden Klebstoff oder Acryllack
  • dicke Pinsel
  • Stifte oder Sticker zum Dekorieren

 

Wie es geht:

Geeignet für diese Bastelei sind alle Papierservietten mit einem hübschen Motiv. Sie können die Serviettentechnik auf wirklich fast jedem Untergrund arbeiten, solange er trocken, fett- und staubfrei ist. Wir haben für unser Beispiel eine kleine Dose aus Plastik zu einem Behälter für unsere Lesezeichensammlung umfunktioniert – und gleich noch eine Bonbonschale dazu gebastelt.

Wenn Sie möchten, dass das Serviettenmotiv richtig strahlend zur Geltung kommen, sollten Sie transparente oder dunkle Untergründe zunächst in einer hellen Acrylfarbe anmalen. Nur auf hellen Flächen wirkt das Motiv wirklich deutlich. Wir haben uns bei unserem Projekt dagegen entschieden, weil wir einen Vintagelook erreichen wollten, der durch die Transparenz der Plastikdose unterstrichen wird.

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Schneiden Sie nun zunächst die Servietten so zurecht, dass das Motiv gut auf die Dose passt. Wir benutzen dafür die komplette Serviette. Sie können aber auch nur einzelne Bildbestandteile ausschneiden und aufbringen. Reißen Sie diese Motive aus der Serviette, bekommen Sie später einen fließenden Rand. Schneiden Sie sie ordentlich aus, wird der Rand klar umrissen.

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Nun lösen Sie vorsichtig die oberste Zellstoffschicht Ihrer Serviette. Nur sie trägt das Motiv, weshalb auch nur sie gebraucht wird.

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Dann streichen Sie die Oberfläche der Dose dünn mit einem Klebstoff ein. Sie können dafür speziellen Serviettenkleber benutzen, aber jeder andere, oft günstigere, Leim funktioniert auch. Wichtig ist nur, dass er sich dünn auftragen lässt, ohne Blasen oder Beulen zu bilden. Auf Plastik oder Holz zum Beispiel können Sie auch direkt mit Acryllack arbeiten und sparen sich dann das Versiegeln am Ende. Bei speziellen Untergründen wie Kerzen oder Stoff müssen Sie einen Klebstoff nutzen, der dafür geeignet ist.

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Legen Sie nun das Serviettenmotiv vorsichtig auf die Oberfläche mit dem Klebstoff und streichen Sie es mit dem Pinsel fest. In diesem Arbeitsschritt können Sie auch Luftblasen und Falten aus dem Motiv streichen. Allerdings braucht es etwas Geduld und Übung, bis Sie das richtige Gefühl für den notwendigen Druck haben. Beginnen Sie lieber vorsichtig. Das gilt auch für den Klebstoff: Zu viel davon lässt die Servietten ebenso einreißen wie zu heftige Bewegungen mit dem Pinsel.

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Anschließend lassen Sie Ihr Motiv gut trocknen. Das dauert ein paar Stunden. Haben Sie die Serviette mit Klebstoff fixiert, können Sie nun mit Acryllack noch einmal über das Motiv malen. So schaffen Sie – je nach Lack in matt oder glänzend – eine schöne Oberfläche, die sogar abwaschbar ist. Wer mag, kann vorher einzelne Konturen des Motivs mit wasserfesten Metallic- oder Glitzerstiften nachmalen oder mit Applikationen und Stickern betonen. Aber auch hier ist Vorsicht angebracht, damit das Motiv nicht noch kurz vor Vollendung einreißt.

Blüten-Haarspange aus Draht und Nagellack

Es ist Frühling! Und wenn draußen alles blüht und duftet, holen wir uns den Frühlingsglanz auch ins Haus. Diese Nagellack-Blumen eignen sich prima, um Schmuck zu basteln, wie ich es hier zeige, aber auch als Dekoration machen sie eine gute Figur.

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Was Sie brauchen:

  • Nagellack in verschiedenen Farben
  • Basteldraht
  • Beißzange
  • Bleistift
  • Styropor, Steckmasse oder ein Gefäß zum Trocknen der Blüten
  • alte Zeitung oder andere Unterlage

 

Wie es geht:

Eines vorweg: Diese Bastelei geht nicht ohne Sauerei ab! Arbeiten Sie also bitte auf keinen Fall ohne eine dicke Unterlage, zum Beispiel aus alten Zeitungen, die hinterher in den Papierkorb fliegen kann. Experimentieren Sie ein bisschen mit verschiedenen Nagellacken und lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn es nicht gleich funktionieren will. Ich habe beim Ausprobieren festgestellt, dass manche Lacke einfach nicht geeignet sind für diese Bastelei. Anhaltspunkte für gut geeignete Produkte sind ein breiter Pinsel und ein bisschen Glitzer- oder Metalliceffekt in den Farben. Ich hatte den Eindruck, diese Nagellacke würden am besten funktionieren.

Zuerst basteln Sie einen Blütenrohling. Dafür wickeln Sie den Schmuckdraht eng um einen Bleistift und verdrehen die offenen Enden unten mit einander. Formen Sie so fünf runde „Blütenblätter“ (Bild 1). Ziehen Sie die Ringe vom Bleistift ab und drücken Sie sie vorsichtig auseinander, so dass eine Blume entsteht, die Blütenblätter also nebeneinander liegen. Wenn sie sich etwas überlappen, ist das kein Problem. Wenn Sie möchten, können Sie die Blütenblätter jetzt noch ein bisschen formen. Wollen Sie zum Beispiel eher spitze Formen wie bei Margeriten oder Gerbera oder sollen die Blätter rund bleiben? Der Draht lässt sich leicht verbiegen, experimentieren Sie einfach vorsichtig. Verdrehen Sie nun die langen, offenen Draht-Enden noch miteinander, damit sie einen stabileren Blütenstängel erhalten (Bild 2).

Tauchen Sie den Pinsel jetzt tief in den Nagellack und nehmen Sie möglichst viel Farbe auf. Streichen Sie dann mit dem Pinsel über das erste Blütenblatt (Bild 3). Achten Sie dabei darauf, dass der Pinsel möglichst beide Drahtwände des Blattes berührt, denn nur so kann er eine feine Membran aus Lack zwischen beiden bilden (Bild 4). Manchmal hilft es, den Pinsel leicht rüttelnd zu bewegen. Probieren Sie einfach aus, was am besten funktioniert. Vorsicht: Bei diesem Arbeitsschritt ist nichts sicher. Der Nagellack tropft wie verrückt, deshalb achten Sie bitte auf Kleidung und Untergrund.

Sind alle Blütenblätter mit der Nagellackmembran bezogen, stellen Sie die Blume vorsichtig in ein Gefäß oder in einen Block aus Styropor oder Steckmasse zum Trocknen. Achten Sie dabei darauf, dass die Blütenblätter nichts berühren. Trocknet der Lack nämlich an einer Oberfläche fest, zerreißt die Membran am Ende beim Abnehmen.

Jetzt lassen Sie den Nagellack gut durchtrocknen. Das dauert ein paar Stunden, aber Geduld lohnt sich: Verarbeiten Sie die Blüten zu früh weiter, ist die Gefahr groß, dass der Nagellack reißt und Sie noch einmal von vorn beginnen müssen.

Anschließend können Sie die Blüten zu Schmuck oder Dekoration gestalten: Wir haben vier davon zu einem kleinen Strauß gebunden (Bild 5) und um den oberen Steg einer Haarklammer gewunden (Bild 6). Dabei ist wichtig, dass die Enden des Drahts am Ende obenauf liegen, damit sie nicht am Kopf drücken.

 

So kommen Ihre Fotos auf Holz

„Potchen“ ist eine Technik, mit der man Fotos auf ungewöhnliche Materialien übertragen kann. Am beliebtesten ist die die Arbeit mit Holz. Wir zeigen Ihnen heute wie das geht.

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Was Sie brauchen:

  • Laser-Ausdrucke von Bildern oder Ausrisse aus Zeitschriften
  • Holzgegenstand wie Schatulle, Tablett oder Teelichthalter
  • Foto Transfer Potch
  • Potch-Lack
  • Pinsel
  • Schere
  • Fön

 

Wie es geht:

Durch das Potchen können Sie nur solche Bilder auf Holz übertragen, die entweder mit einem Laserdrucker ausgedruckt wurden oder aus einer Zeitschrift stammen. Echte Fotos sind auf zu dickem Papier entwickelt und Bilder aus dem Tintenstrahldrucker bilden sich auf dem Holz nicht so gut ab. Auch Zeitungsbilder funktionieren nicht, weil sie auf Papier gedruckt sind, das sich für diese Technik nicht eignet.

 

Wenn Sie ein Motiv ausgesucht haben, können Sie es am Computer oder als Collage auf Papier gestalten.

Aber Vorsicht: Machen Sie nicht den gleichen Fehler, wie ich in meinem Beispiel. Ich habe nämlich vergessen, dass Schrift, wenn man sie auf Holz potcht, am Ende spiegelverkehrt erscheint. Wollen Sie also ein Motiv mit Schrift auftragen, muss diese bereits im Originalmotiv spiegelverkehrt angelegt sein. Kleiner Tipp für alle, die nicht daran denken: Schenken Sie mit dem gepotchten Gegenstand einfach einen Taschenspiegel mit. So kommt zur Freude am Geschenk der Spaß am Spiegelschrift-Lesen. Und Sie können – wie ich – behaupten, dass das von Anfang an der Plan war ;-).

Wenn Sie das Motiv ausgedruckt und auf die richtige Größe zurechtgeschnitten haben (Bild 1), bestreichen Sie das Holz, auf das Sie das Motiv übertragen wollen, mit der Potch-Transfer-Flüssigkeit. Nun legen Sie das Bild mit dem Motiv nach unten auf die Holzfläche und streichen eine weitere Schicht Transfer-Flüssigkeit darüber (Bild 2).

Das muss jetzt richtig durchtrocknen. Am einfachsten und gründlichsten geht das, wenn Sie Ihr Holzstück einfach über Nacht ruhen lassen. Wenn Sie aber zu den ganz Ungeduldigen gehören, können Sie auch mit einem Fön arbeiten. Auf höchste Stufe gestellt, fönen Sie Ihr Motiv zehn bis fünfzehn Minuten. Dann sollte alles richtig trocken sein.

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Nun halten Sie das Holz unter fließendes Wasser und rubbeln vorsichtig die oberste Schicht des Papiers ab (Bild 3). Das Motiv erscheint nun auf dem Holz. Arbeiten Sie hier gründlich und entfernen Sie wirklich alle weißen Papierfasern. Wenn Sie das nicht tun, wird Ihr Motiv sonst am Ende einen grauen Schleier bekommen.

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Lassen Sie das Holz trocknen, dann tragen Sie den Foto-Transfer-Lack auf (Bild 4). Den gibt es in matt und hochglänzend. Wofür Sie sich entscheiden, liegt nur an Ihren persönlichen Vorlieben. Bei Bedarf können Sie eine zweite Schicht Lack auftragen, nur lassen Sie jede Schicht vorher gut trocknen.