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Furoshiki: Allzweckwaffe Tuch

Mit „Furoshiki“ bezeichnen die Japaner eine Technik, quadratische Tücher in Tragetaschen oder Geschenkverpackungen zu verwandeln. Das klappt ohne Klebstoff, Bänder oder Klebestreifen, nur mit Knoten.

Fertig_Verpackung

Was Sie brauchen:

  • Ein quadratisches Tuch (empfohlene Größe etwa 140 x 140 Zentimeter)

 

Wie es geht:

„Furoshiki“ zu verwenden, ist praktisch und umweltschonend. Ein Tuch passt in jede Handtasche und ist mit wenigen Handgriffen zu einer stabilen Tragetasche umgewandelt, so dass Sie beim Einkaufen keine Plastiktüten kaufen müssen. Und auch als Geschenkverpackung belastet es die Natur weniger als die traditionelle Mischung aus Geschenkpapier, Tesafilm und Geschenkbändern. Und der Beschenkte kann das Tuch später gleich selbst weiterverwenden. Sie können dieses Projekt mit Tüchern aller Art nachbasteln. Das Material ist zweitrangig. Am einfachsten bastelt es sich aber mit einem großen, quadratischen Tuch.

 

Kreuzknoten

 

Egal, ob Sie eine Verpackung oder eine Tragetasche bauen wollen, müssen Sie als Erstes den sogenannten Kreuzknoten beherrschen. Legen Sie dafür zwei Ecken des Tuches übereinander. Damit Sie die Seiten besser auseinanderhalten und in der Anleitung verfolgen können, haben wir hier die rechte Tuchseite mit einer neonfarbenen Markierung versehen. Der rechte Zipfel liegt unter dem linken und wird dann von hinten erst über den vorderen und dann unter ihm durch wieder nach hinten gezogen, so dass ein normaler Knoten entsteht. Der markierte Zipfel liegt jetzt links. Führen Sie ihn unter dem anderen Zipfel hindurch. Legen Sie ihn nun über den anderen und fädeln Sie ihn durch den Zwischenraum. Jetzt noch festziehen und der Kreuzknoten hält auch schwerere Gegenstände aus.

Furoshiki-Tasche

Mehr als diesen Knoten brauchen Sie nicht, um das Tuch in eine große Einkaufstasche zu verwandeln. Verknoten Sie die jeweils zwei direkt gegenüberliegenden Ecken des Tuchs mit einem Kreuzknoten, aber lassen Sie dabei einen Zipfel länger überstehen als den anderen. Diese beiden langen Zipfel führen Sie jetzt ebenfalls mit einem Kreuzknoten zusammen und bilden so einen Henkel aus ihnen. Jetzt ist die Tasche fertig zum Befüllen.

Furoshiki-Verpackung

Auch ein Geschenk können Sie nach dieser Methode verpacken. Eine schöne Variante für rechteckige Gegenstände wie Bücher geht so: Legen Sie das Buch so auf das ausgebreitete Tuch, dass es schräg zu den Kanten liegt. Wickeln Sie nun die Seite des Tuchs, die dem Buchrücken am nächsten ist, um das Buch. Schlagen Sie dann die gegenüberliegende Seite darüber. Ist das Tuch sehr groß, wickeln Sie es einfach mehrfach um das Buch, bis keine Ecke mehr übersteht. Nun führen Sie die rechts und links überstehenden Tuch-Enden straff über dem Buch zusammen und fixieren Sie sie mit einem Kreuzknoten. In den Knoten können Sie zur Dekoration noch Blüten oder Zweige stecken.

Selbstgemacht: Weihnachtliche Geschenkanhänger

Diesen Basteltipp habe ich ursprünglich zu Weihnachten vorbereitet, aber wenn Sie die Motive abwandeln, taugt er auch für alle anderen Gelegenheiten, bei denen Sie etwas verschenken wollen. Selbstgebastelte Geschenkanhänger sehen hübsch aus und Sie verlieren nicht den Überblick darüber, für wen welches Päckchen gedacht war.

 

Fertig

Was Sie brauchen:

  • Bastelkarton oder festes Motivpapier
  • Holzklammern
  • Schere
  • Klebstoff
  • Stifte
  • Kordel oder Geschenkband
  • Locher
  • Klebepads als Abstandhalter

 

Wie es geht:

Geschenkanhänger aus Papier

Wenn es schnell gehen muss, sind Geschenkanhänger aus Papier die beste Wahl. Was Sie dafür brauchen, finden Sie in der Regel daheim und Sie können in kurzer Zeit viele Anhänger basteln. Besonders schön sehen diese Anhänger aus, wenn Sie mit weihnachtlichem Motivpapier arbeiten. Sie können aber auch Bastelkarton benutzen. Oder Sie nehmen alte Kalenderblätter oder weihnachtliches Geschenkpapier. In diesem Fall sollten Sie es aber zunächst auf festere Pappe kleben, damit Ihr Geschenkanhänger später nicht knickt.

Zeichnen Sie auf der Rückseite des Papiers die Form des Anhängers vor. Wollen Sie mehrere identische Anhänger basteln, legen Sie sich am besten eine Schablone an, dann geht das schneller. In unserem Beispiel sind die Anhänger 5 Zentimeter breit und etwa 8 Zentimeter hoch.

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Schneiden Sie nun den Anhänger aus und fertigen Sie aus einem farblich passenden Papier, das sich gut beschriften lässt, einen etwas schmaleren Streifen.

Kleben Sie auf die Rückseite des schmalen Streifens nun kleine Klebepads als Abstandshalter. Die gibt es im Bastelladen und sie geben dem Anhänger später Dreidimensionalität. Haben Sie keine Abstandshalter zur Hand, können Sie den Streifen aber natürlich auch einfach direkt auf den Anhänger kleben.

Stanzen Sie mit einem Locher in die obere Mitte des Anhängers ein Loch und fädeln Sie dort eine Kordel oder Geschenkband durch. Nun müssen Sie nur noch den Namen des Beschenkten auf den Anhänger schreiben und ihn an das passende Päckchen binden.

Geschenkanhänger aus Holzklammern

Wäscheklammern aus Holz geben prima Geschenkanhänger ab. Messen Sie Breite und Höhe der Klammer aus und zeichnen Sie auf passendem Papier eine Form vor, die in der Größe zur Klammer passt. Wir haben in unserem Beispiel zunächst einen Stern gebastelt.

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Aber Sie können natürlich alle möglichen Motive ausprobieren.

Schneiden Sie das Motiv aus, kleben Sie es, um es zu verstärken, auf bunte Pappe und schneiden Sie die Konturen erneut aus. Kleben Sie den Stern dann auf das obere Ende der Klammer. Am einfachsten geht das mit Heißkleber. Sie können aber auch jeden anderen, gut haftenden Klebstoff benutzen.

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Beschriften Sie den Stern mit dem Namen des Beschenkten und heften Sie ihn an das Geschenkband, mit dem Sie das Präsent verpackt haben. Fertig ist die Bescherung.

Lifehack: Weihnachten im Weinglas

„Lifehacks“ sind Tricks, um Aufgaben mit den Dingen zu lösen, die eben gerade zur Verfügung stehen. Und dass das nicht nur nützlich sein, sondern auch richtig hübsch aussehen kann, beweist unser heutiger Lifehack, der aus einem Weinglas eine weihnachtliche Tischdeko zaubert.

Fertig

Was Sie brauchen:

  • 1 Rotweinglas
  • 1 kleine Stumpenkerze
  • Bastelkarton
  • Watte
  • Kunstschnee
  • weihnachtliches Geschenkband
  • passende Dekorationsartikel
  • Stift
  • Schere

 

Wie es geht:

Besuch ist ja eigentlich etwas sehr Schönes – aber gerade im Advent soll Besuch bei uns ja auch eine gemütliche, heimelige Atmosphäre vorfinden. Wenn Sie aber eigentlich so gar nicht der Typ für üppige Weihnachtsdekoration sind, ist guter Rat teuer. Mit einem Weinglas und Kleinigkeiten, die sie leicht selbst sammeln oder basteln können, zaubern Sie jetzt eine Tischdekoration, die für die richtige Adventsstimmung sorgt – und nach dem Besuch ruckzuck wieder abgebaut ist.

Stellen Sie das Weinglas mit der Öffnung nach unten auf ein Blatt festen Karton oder Pappe und zeichnen Sie die Umrisse nach. Schneiden Sie den Kreis nun aus. Das wird die Unterlage für den Rest Ihrer Deko. Wenn Sie die Dekoration transportieren wollen oder sich ein bisschen mehr Glanz wünschen, können Sie statt der Pappe auch eine Schiefer- oder Metallplatte oder einen kleinen Spiegel benutzen, um die Weinglasdekoration darauf zu arrangieren.

Zupfen Sie nun ein Wattebällchen auseinander und verteilen Sie es auf dem Pappkreis. Um die Illusion von Schnee noch ein bisschen echter zu machen, streuen Sie Kunstschnee aus dem Bastelladen oder Glitzer darüber. In diesem „Schnee“ arrangieren Sie jetzt Ihre Weihnachtsdeko. Was Sie dafür nehmen, ist ganz Ihnen überlassen. Kleine Tannenzweige und -zapfen, getrocknete Orangen und Zimtstangen geben eine natürliche Dekoration ab. Weihnachtliche Figuren, Glitzerkugeln oder Engelshaar sorgen für mehr Festlichkeit.

Stülpen Sie nun vorsichtig das Weinglas über den Pappkreis mit der Dekoration. Ein bisschen Watte darf am Rand gern überstehen, aber achten Sie darauf, dass das Glas sicher und gerade steht. Am Ende wird darauf eine Kerze stehen und die soll natürlich nicht wackeln und umkippen.

Nun verzieren Sie noch das Äußere des Glases, indem Sie passenden Geschenkband um den Stil binden und zum Beispiel kleine Christbaumkugeln, die man als Streudeko kaufen kann, integrieren oder Geschenkanhänger um das Glas hängen. Auf den Fuß des Glases können Sie nun ebenfalls Kunstschnee streuen, bevor Sie hier die kleine Kerze platzieren. Aber Vorsichtig: Der Kunstschnee ist sehr leicht. Beim Ausblasen der Kerze fliegt er durch die Gegen und bleibt gern dort kleben, wo man ihn eigentlich nicht haben möchte.

Adventsdeko: Orangen-Sterne

Es wird besinnlich. Überall Lichter, Weihnachtslieder und der Duft nach Zimt und Orangen. Zeit, auch daheim für heimelige Vorweihnachtsstimmung zu sorgen. Und passende Deko dafür kann man auch gut selbst machen – aus natürlichen Zutaten und zusammen mit der ganzen Familie.

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Was Sie brauchen:

  • Orangen oder Mandarinen
  • Keksausstecher
  • Nadel
  • feiner Golddraht
  • kleine Perlen

 

Wie es geht:

Im Prinzip funktioniert diese Bastelei mit jeder Art von Zitrusfrüchten. Probieren Sie es also ruhig auch mit Grapefruit oder Zitronen – so werden die Sternchen-Girlanden bunter und Sie bekommen einen noch intensiveren Zitrusduft.

Zunächst müssen Sie die Früchte schälen und zwar so, dass möglichst große, zusammenhängende Schalen übrig bleiben. Am einfachsten geht das mit Mandarinen. Aber mit einem kleinen Trick lassen sich auch Orangen und Zitronen leichter schälen: Rollen Sie die Früchte dafür eine Weile über eine ebene Fläche und üben Sie dabei mit der Hand ein bisschen Druck aus. Das lockert die Schale.

Legen Sie die Schale nun mit der weißen Innenseite nach oben auf ein Holzbrett und suchen Sie sich passende Keksausstecher aus. Sterne sind zur Weihnachtszeit der Klassiker, aber auch Herzen, Kreise oder andere Figuren können Sie benutzen. Stechen Sie mit den Formen – am besten funktioniert das mit Metallförmchen – die Motive aus.

Damit die Sterne nicht an der Girlande schimmeln, müssen Sie sie nun gut trocknen. Legen Sie sie dafür auf ein Blech und schieben Sie sie bei niedriger Temperatur (ca. 100 Grad bei Umluft) etwa eine Stunde lang in den Backofen. Natürlich können Sie die Formen auch an der Luft trocknen. Das dauert aber mehrere Wochen und ist aufwendiger, weil sie sie gleichzeitig pressen müssen, damit sie sich nicht zu sehr an den Kanten aufrollen. Legen Sie die Schalen dafür auf Küchenpapier zwischen zwei Holzbretter und beschweren Sie diese mit dicken Büchern oder schweren Pfannen. Kontrollieren Sie die Schalen regelmäßig und tauschen Sie dabei immer wieder auch das Küchenpapier aus, bis die Formen richtig trocken sind.

Stechen Sie nun mit einer dicken Nadel ein Loch in jeden Stern und fädeln Sie einen feinen Golddraht durch dieses Loch. Den bekommen Sie im Bastelladen oder beim Floristikbedarf.

Um die Enden zu fixieren, wickeln Sie sie einfach um eine passende Perle und zwirbeln Sie fest. Wer mag, kann zwischen die Orangensterne auch kleine Perlen fädeln oder Flitter um den Draht wickeln. Möchten Sie, dass die Sterne einen festen Abstand zueinander haben, umschlingen Sie den Stern einfach einmal mit dem Draht, bevor Sie die nächste Schale aufziehen.

Jetzt müssen Sie nur noch das Adventsgesteck oder die Kaffeetafel mit der Sternchengirlande dekorieren und schon zieht auch bei Ihnen die Vorweihnachtsstimmung ein. Übrigens, die getrockneten Sterne können Sie lose natürlich auch als Streudeko für Festtafel oder Fensterbank verwenden. Oder Sie benutzen eine kurze Girlande, um Geschenke zu dekorieren.

Adventskalender aus Streichholzschachteln

Es hat schon Tradition hier in der Tüte Glück: Jedes Jahr zeige ich Ihnen, wie Sie einen Adventskalender selbst basteln können. Nach dem Klopapierrollenkalender im letzten und dem Papierboxen- und dem Sockenkalender im vorletzten Jahr, benutzen wir dazu heute leere Streichholzschachteln und einen Kleiderbügel.

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Was Sie brauchen:

  • 24 leere Streichholzschachteln
  • 24 kleine Perlen
  • 1 Kleiderbügel mit Quersteg
  • Bunt- oder Geschenkpapier
  • Klebstoff
  • Geschenkband
  • Stifte

 

Wie es geht:

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Leeren Sie für diesen Adventskalender zunächst 24 Streichholzschachteln und legen Sie die Außenhüllen zur Seite.

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Kleben Sie auf eine der schmalen Seiten der Innenschachteln eine kleine Perle. Das ist später der „Griff“, mit dem sich die Fächer des Adventskalenders leichter öffnen lassen.

Um die Außenhülle weihnachtlich zu gestalten, messen Sie die Streichholzschachteln aus und übertragen Sie die Maße auf passendes Bunt- oder Geschenkpapier. Schneiden Sie das Papier aus.

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So können Sie die Außenhülle der Streichholzschachtel darin einwickeln. Kleben Sie diese Umhüllung gut fest und stecken Sie Außen- und Innenteil der Schachteln wieder zusammen.

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Nun müssen Sie die Kästchen noch mit den Zahlen 1 bis 24 beschriften.

Anschließend binden Sie farblich passendes Geschenkband um die Schachteln und knüpfen das andere Ende des Bandes an den Steg des Kleiderbügels. Achten Sie dabei darauf, dass die Zahlen gut durchmischt sind, damit die Vorfreude beim Öffnen durch die Suche nach dem richtigen „Türchen“ gesteigert wird. Wenn Sie die Stricke unterschiedlich lang zuschneiden, bekommt der Kalender mehr Dynamik. Dazu können Sie einzelne Schachteln auch an die Unterseite einer anderen binden, statt direkt an den Kleiderbügel. Die Perlen sollten allerdings immer nach vorn zeigen, damit die „Türchen“ daran gut geöffnet werden können.

Fertig

Und nun müssen Sie sich nur noch 24 Überraschungen einfallen lassen, die in die Streichholzschachteln passen. Wie wäre es denn zum Beispiel mit einem Adventskalender für den Partner mit 24 Zetteln, auf denen Sie Dingen notieren, die Sie an ihm lieben. Oder 24 kleine Gutscheine für gemeinsame Unternehmungen, die der Beschenkte im Laufe des nächsten Jahres einlösen kann.

 

Leser basteln: Sterne aus Teelichtern

Auf der Familienseite des So!-Magazins starteten wir kürzlich eine neue Serie und setzen jetzt auch Basteltipps unserer Leser um. Den Anfang machen funkelnde Sterne aus alten Teelichtern von Barbara Lüpfert.

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Was Sie brauchen:

  • Teelichter
  • Schere
  • Hammer
  • Nähnadel oder kleinen Nagel
  • Garn oder Angelsehne
  • Schaschlikspieße oder andere dünne Holzstäbe

 

Wie es geht:

Frau Lüpfert bastelt schon seit Jahren Sterne aus leeren Teelicht-Hülsen und benutzt sie zur Weihnachtszeit als Dekoration für den großen Nadelbaum in ihrem Vorgarten. „Wenn abends die Lichter auf die Sterne fallen, funkeln die ganz toll. Und zugleich sind sie witterungsfest – Regen und Schnee können ihnen nichts anhaben, weil sie ja aus Metall sind“, sagt sie.

Die Idee fanden wir großartig und haben uns eine Bastelidee überlegt, die das ganze Jahr über funktioniert: Wir basteln aus den Teelicht-Sternen von Barbara Lüpfert ein Sternenmobile, das über Kinderbettchen oder auch als Windspiel am Balkon gute Dienste leistet.

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Lassen Sie dazu zunächst die Teelichter völlig abbrennen und entfernen Sie nach dem Erkalten alle Wachsreste. Anschließend schneiden Sie mit der Schere kleine Dreiecke aus dem Rand der Teelichthülsen, so dass ein regelmäßiger Zackenkranz entsteht.

 

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Drücken Sie diesen Kranz nun vorsichtig flach. Wenn das Probleme macht, schneiden Sie mit einer kleinen Nagelschere vorsichtig die Zwischenräume zwischen den Spitzen tiefer ein. So steht der Kranz nicht mehr unter Spannung und sollte sich leicht flach drücken lassen.

 

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Mit einem Hammer können Sie den Stern jetzt richtig ebnen. Legen Sie ihn dafür aber bitte auf eine federnde Unterlage wie eine Bastel- oder Schneidematten, damit sie nicht versehentlich Dellen in Ihren Tisch hämmern.

 

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Versehen Sie eine Spitze jedes Sterns nun mit Hilfe eines Nagels oder einer Nadel mit einem Loch, durch das später das Garn zum Aufhängen gefädelt wird. Wollen Sie ein Mobile mit Sternenketten, wie in unserem Beispiel, fertigen, müssen Sie bei einzelnen Sternen ein zweites Loch anbringen und zwar genau gegenüber dem ersten.

 

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Jetzt fädeln Sie das Garn oder die Angelsehne durch die Löcher. Um Ketten zu bilden, fädeln Sie durch beide Löcher Garn und hängen daran jeweils einen weiteren Stern auf. Sichern Sie die Verbindung durch einen Knoten und schneiden Sie überstehende Garnenden einfach ab.

 

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Nun binden Sie die Sterne rechts und links an den Schaschlikspießen fest. Die Spieße können Sie entweder direkt überkreuz legen und so fixieren. Sie können sie aber auch durch einen weiteren Faden verbinden und so unterschiedliche Ebenen in Ihrem Mobile schaffen. Bevor Sie die Schaschlikspieße zusammenbinden, testen Sie aus, wo sie verbunden werden müssen, damit beide Enden gleichmäßig in einer Ebene hängen. Hängt an einer Seite ein einzelner Stern, an der anderen aber eine Kette, müssen Sie an dieser Stelle nämlich ein bisschen tarieren.

Wollen Sie das Mobile als Windlicht verwenden, empfiehlt sich, an den letzten Stern jeder Kette ein kleines Gewicht anzubringen. Dazu können Sie zum Beispiel bunte Glasperlen auf das Garn fädeln und am unteren Stern verknoten.

Haben Sie auch eine geniale Bastelidee, die Sie gern mit anderen Lesern des So! teilen möchten? Dann nur her damit – am besten mit Bildern von sich und Ihrem Projekt – an so@verlagsgruppe-hcs.de.

Sterne aus Butterbrottüten

Schöne Winterdeko muss weder teuer noch aufwendig sein. Wir basteln heute große Sterne für die Fenster – aus Butterbrottüten. Und das können auch schon die jüngsten Mitbastler.

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Was Sie brauchen:

  • Butterbrottüten weiß
  • Klebestift
  • Schere
  • Faden zum Aufhängen
  • Nähnadel

Wie es geht:

Pro Stern brauchen Sie sieben Butterbrottüten. Sie können bei der Anzahl gern experimentieren, aber unsere Versuche haben gezeigt, dass mehr Tüten den Stern zu füllig machen. Muster und Verzierungen, die Sie einschneiden, können dann nicht mehr so gut wirken. Weniger Tüten setzen die einzelnen Bestandteile des Sterns sehr unter Spannung. Er kann so leichter reißen. Die Butterbrottüten – am besten in weiß – bekommen Sie in jedem Supermarkt.

Nun kleben Sie die sieben Tüten aufeinander. Wichtig ist dabei, dass sie mit dem Klebestift nicht die gesamte Tüte einstreichen. Nur in der Mitte senkrecht nach unten und am unteren Ende von links nach rechts darf ein Klebestrich verlaufen. Sie „malen“ also ein umgedrehtes „T“ mit dem Klebestift. Pressen Sie die darauf liegende Tüte an dieser Stelle gut an, dann hält das hervorragend, auch wenn nur so wenig Klebstoff verwendet wird. Würden Sie die gesamte Tüte einstreichen, könnte sich Ihr Stern nicht mehr entfalten.

Wenn Sie auf diese Weise alle sieben Tüten mit einander verklebt haben, geben Sie Ihrem Stern seine Zacken, indem Sie das obere Ende des Tütenstapels zu einem spitzen Dreieck schneiden. Ob Sie die Spitze lieber schmal und lang mögen oder breiter und dafür kürzer, ist eine reine Geschmacksfrage. Sie können auch die beiden langen Kanten der Tüten einschneiden – Halbkreise, Dreiecke oder halbe Sterne an den Seiten geben aufgefächert ein interessantes Muster.

Ist die Dekoration erledigt, streichen Sie auch die obenliegende Seite der letzten Tüte noch einmal wie beschrieben mit dem Klebestift ein. Anschließend ziehen Sie die Tüten oben an der Spitze vorsichtig auseinander und schließen Sie zu einem Kreis, indem Sie die erste und die letzte Tüte an der vorbereiteten Klebestelle verbinden.

Fädeln Sie nun den Faden, mit dem Sie Ihren Stern aufhängen wollen, in eine Nähnadel und stechen Sie damit durch eine Zacke des Sterns. Verknoten Sie den Faden und fertig ist die Aufhängung. Wir empfehlen übrigens zum Aufhängen kein zu dünnes Garn zu verwenden. Nähgarn hat zwar den Vorteil, dass man es im Fenster kaum sieht, aber es ist auch so dünn, dass es sich leicht durch das Papier der Butterbrottüten zieht und das Risiko besteht, dass das Loch, durch das der Faden gezogen ist, einreißt. Bewährt haben sich Stickgarn oder auch dünne Geschenkkordel.

Alternative: Wer den Stern nicht an den Längskanten mit Mustern verziert, kann nach dem Auffächern der Tüten zum Stern, aber vor dem Zusammenkleben der ersten und letzten Tüte, auch eine kleine LED-Lichterkette ins Innere des Sterns stecken. Die gibt es batteriebetrieben, so dass der Stern auch ins Fenster kann, auch wenn keine Steckdose in der Nähe ist.

Basteln mit alten CDs

Ich finde es ja immer toll, wenn man alte Dinge in Bastelprojekten zu neuem Glanz verhelfen kann. Beim letzten Ausmisten bin ich auf einen ganzen Stapel alter CDs und DVDs gestoßen – und habe mir daraus etwas gebastelt, das mein Glitzerprinzessinnenherz höher schlagen lässt: eine funkelnde Diskokugel, die auch prima an den Weihnachtsbaum passt.

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Was Sie brauchen:

  • Alte CDs oder DVDs
  • Kugelrohlinge aus Plastik oder Styropor
  • Klebstoff
  • Aufhänger und Garn

 

Wie es geht:

Ob Sie Kugeln aus Styropor kaufen oder aus Plastik, ist unerheblich. Sie müssen lediglich darauf achten, dass Sie Klebstoff benutzen, der auf dem Material der Kugeln haftet. Auf diese Weise können Sie mit dieser Methode auch alte Christbaumkugeln neu gestalten. Sorgen Sie dafür, dass die Oberfläche der Kugeln staub- und fettfrei ist.

dscn8247Dann schneiden Sie mehrere alte CDs in kleine Stücke. Wie viele CDs Sie brauchen, hängt von der Größe der Kugel ab. Achten Sie beim Schneiden der CDs darauf, dass die spiegelnde Oberfläche der CD-Rückseite nicht absplittert. Das ist nicht ganz einfach und braucht ein bisschen Fingerspitzengefühl.

Am einfachsten lassen sich die CDs zerschneiden, wenn Sie zunächst schmale Streifen von außen nach innen schneiden – als ob sie dünne Kuchenstücke produzieren wollten. Diese zerlegen Sie dann einzeln in kleine Stücke, die übrigens gern ungleichmäßig groß und unterschiedlich geformt sein können.

dscn8252Nun kleben Sie die CD-Bruchstücke einzeln auf die Kugeln. Entweder gehen Sie dabei in Kreisen vor, oder Sie legen Reihen an, die längst vom oberen zum unteren Ende der Kugel führen. Achten Sie dabei darauf, dass die Spiegelflächen nach oben zeigen, nach dem Aufkleben also zu sehen sind. Suchen Sie sich Stücke aus, die sich möglichst eng aneinanderlegen lassen und kleben Sie sie erst fest, wenn Sie sicher sind, dass Ihnen die Anordnung wirklich gefällt.

Haben Sie mit einer alten Weihnachtsbaumkugel oder einem Rohling aus Plastik gearbeitet, haben diese bereits einen Aufhänger, in den Sie jetzt nur noch Garn oder Faden einfädeln müssen, um die Kugel aufzuhängen. Haben Sie eine Styroporkugel benutzt, müssen Sie vorher noch einen Aufhänger anbringen. Die gibt es im Bastelgeschäft und sind am Ende mit kleinen Widerhaken versehen, so dass sie nur in das Styropor gedrückt werden müssen und sich dort selbst festkrallen und halten.

Im Prinzip ist die Kugel fertig. Am Weihnachtsbaum reflektiert sie das Licht wunderschön – und nach dem Fest gibt sie, unter eine Lampe gehängt, eine passable Diskokugel ab. Wenn Sie den Mosaik-Look, der gerade sehr angesagt ist, noch vervollständigen wollen, können Sie die Zwischenräume zwischen den CD-Bruchstücken nun noch verfugen. Dafür gibt es speziellen Mosaikzement in verschiedenen Farben im Bastelladen. Den mischen Sie laut Packungsanleitung mit Wasser und spachteln ihn auf die Kugel und besonders in die Fugen. Nach einer gewissen Zeit wischen Sie das überflüssige Material ab und lassen die Fugen gut austrocknen.

Es leuchtet ein Stern aus Stroh

Unser Weihnachtsbaum trägt in einem Jahr golden und rot glitzernden Schmuck (nach meinem Geschmack) und in einem vor allem Deko aus Stroh und Holz (nach dem Gusto des Lieblingsmannes). Allmählich aber entwickle auch ich eine Vorliebe für Strohsterne – und dekoriere mit selbst gebastelten inzwischen Blumentöpfe, Fenster und auch den Mini-Weihnachtsbaum auf meinem Schreibtisch.

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Was Sie brauchen

  • Strohhalme
  • Zwirn
  • Bügeleisen
  • Dekoration

 

Wie es geht

Um Strohsterne selbst zu basteln, müssen Sie nicht mühsam Getreidehalme vom Feld sammeln und trocknen. Inzwischen kann man diese in der Vorweihnachtszeit ganz bequem kaufen – im Bastelgeschäft, aber auch in vielen Gemischtwarenläden mit Ein-Euro-Artikeln und ähnlichem. Eine Tüte reicht dabei – je nachdem, wie kompliziert Sie Ihre Strohsterne gestalten wollen – gut für den ersten Satz Baumschmuck.

dscn8571Wir empfehlen, die Strohhalme zunächst zu bügeln. Klingt komisch, erleichtert Ihnen aber später die Arbeit. Bügeln Sie die Halme einzeln, ohne Dampf und auf niedriger Temperaturstufe. Sie sollen sich nicht verfärben, sondern nur geplättet werden. Auf diese Weise rutschen Sie später beim Zusammenbinden nicht so leicht aus dem Zwirn und Sie laufen nicht Gefahr, sie versehentlich zu brechen.

dscn8573Haben Sie genug Halme gebügelt, legen Sie zunächst zwei so übereinander, dass sie ein Kreuz mit vier gleich langen Armen bilden. Umwickeln Sie das Kreuz mit dünnem Zwirn – Näh- oder Stopfgarn eignet sich dafür bestens. Wie Sie das Kreuz umwickeln, ist im Prinzip Ihnen überlassen, solange die Technik die beiden Halme fest miteinander verbindet. Wir haben sie mit dem Zwirn umwoben, das heißt, der Faden wird zunächst über einen Halm geführt, dann unter dem nächsten hindurch, wieder über den dritten, unter den vierten und so weiter. Nach ein paar Runden ändern Sie die Richtung und schaffen so ein festes Gitter.

dscn8576Sitzen die ersten beiden Halme fest, legen Sie einen dritten so obenauf, dass er genau zwischen zwei Armen des Kreuzes liegt. Weben Sie nun erneut das Garn um alle Halme und schließen Sie dabei den neuen Halm mit ein. Auch hier ändern Sie wieder die Richtung und ergänzen nach einigen weiteren Runden den nächsten Halm. So fahren Sie fort, bis der Stern die Dichte hat, die Sie sich wünschen.

Am Ende führen Sie das Garn einige Runden quer über die Mitte des Sterns jeweils zwischen zwei gegenüberliegenden Halmen hindurch, um ihn zu sichern. Verknoten Sie ihn auf der Rückseite und formen Sie dabei zugleich eine Schlaufe, mit der der Strohstern schließlich aufgehängt werden kann.

Im Prinzip ist Ihr erster Strohstern damit fertig. Sie können ihn allerdings noch verschönern, zum Beispiel, indem Sie alle Halme oder jeden zweiten am Ende schräg anschneiden. Sie können Ihre Strohsterne auch glitzern lassen. Sprühen Sie sie dafür mit Sprühkleber ein und tauchen oder wälzen Sie sie dann in Glitterpulver. Nach dem Trocknen schütteln Sie überflüssiges Pulver einfach ab. Auch das Dekorieren mit kleinen Stickern oder Schleifen ist eine Möglichkeit, Ihren Strohsternen eine persönliche Note zu verleihen.

Wenn Sie sich sicherer fühlen, können Sie diese Technik auch ausprobieren, ohne die Strohhalme vorher zu bügeln. Dann werden die Sterne plastischer. Sie zu arbeiten, verlangt allerdings deutlich mehr Fingerspitzengefühl.

Schneemann bauen – aus alten Socken

Es ist immer noch die Zeit für stimmungsvolle Winterdekorationen. Dieser kleine Sockenschneemann macht sich besonders gut im Kinderzimmer – und die Kinder können ihn sogar mitbasteln.

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Was Sie brauchen:

  • eine weiße Tennissocke
  • Schere
  • weißes Garn
  • Stoffreste
  • Knöpfe
  • Wackelaugen
  • Stecknadeln mit bunten Köpfen oder
  • orangefarbener Tonkarton
  • Klebstoff
  • Reis

 

Wie es geht:

Weiße Tennissocken haben modisch betrachtet, kaum ein sinnvolles Einsatzgebiet. Bei dieser Bastelei aber kommen sie uns gerade recht – und zwar auch dann, wenn die Waschmaschine mal wieder eine von ihnen gefressen hat.

Zunächst schneiden Sie die Socke in zwei Teile. Dabei trennen Sie die Fußspitze von den Zehen aus betrachtet noch vor der Ferse ab. Weiter arbeiten wir nun zunächst mit dem Sockenschaft. Binden Sie ein Ende mit einem Bindfaden zusammen und verknoten Sie diesen gut. Stülpen Sie dann die Socke so um, dass der Knoten innen liegt. Nun füllen Sie die Socke großzügig mit Reis. Schütteln Sie sie immer mal wieder vorsichtig, damit der Reis durchrutschen und eine wirklich stabile Füllung bilden kann.

Ist die Socke fast bis zum Rand gefüllt, binden Sie auch die obere Öffnung mit einem Faden zu und verknoten ihn gut, damit kein Reis herausrieseln kann. Nun formen Sie Kopf und Körper des Sockenschneemanns, indem Sie mit dem Faden die Socke an der Stelle abbinden, an der der „Hals“ entstehen soll.

Um den Faden zu kaschieren, bekommt der Schneemann einen Schal. Schneiden Sie dafür einfach Stoffreste zu einem schmalen Streifen zusammen und wickeln Sie ihn dem Schneemann um den Hals. Mit Klebstoff befestigen Sie nun kleine Knöpfe auf dem Bauch. Auch die Augen und die Nase können Sie aus unterschiedlich großen Knöpfen formen. Alternativ sind dafür aber auch Wackelaugen geeignet – oder Sie stecken einfach Stecknadeln mit großen, farbigen Köpfen in die Socken. Wichtig ist nur, dass Sie zur „Stirn“ genug Platz lassen, denn unser Schneemann bekommt am Ende noch eine Mütze.

Eine gelbe oder orangefarbene Stecknadel bildet auch die Nase – es sei denn, sie möchten diese lieber aus einem Stück Tonkarton zuschneiden. Vor allem, wenn die Sockenschneemänner als Dekoration im Kinderzimmer dienen sollen, ist eine Variante ohne Nadeln sicherer. Zum Schluss formen Sie aus der vorhin abgeschnittenen Sockenspitze noch ein Mützchen, indem Sie einfach das offene Ende zweimal umschlagen und sie dem Schneemann dann auf den Kopf setzen.