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Königlich dekorieren mit Blattgold

Mit Blattmetall zu arbeiten, braucht Übung und Geduld. Das Ergebnis aber lohnt die Mühe, denn so entstehen wahrhaft königliche Dekoartikel. Wie diese kleine Schatztruhe.

Fertig 3

Was Sie brauchen:

  • Holzkiste
  • Anlegemilch
  • Blattmetall
  • 2 weiche Pinsel
  • Weiches Tuch
  • Dekoration

 

Wie es geht:

Blattmetall ist nicht das gleiche wie Blattgold. Es ist deutlich preiswerter und auch unproblematischer zu verarbeiten. Außerdem bekommen Sie es nicht nur in Gold, sondern auch in Silber oder Kupfer, was Ihnen noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Wenn Sie keinen eigenen Basteltisch haben, empfehlen wir allerdings, die Arbeitsfläche mit alter Zeitung oder Folie abzudecken, denn beim Verarbeiten des Blattmetalls entstehen lose Flocken, die überall haften bleiben und sich einzeln nur schwer entfernen lassen.

Bild 1

Als erstes grundieren Sie die Holzschachtel mit sogenannter Anlegemilch. Die bekommen Sie im Bastelgeschäft oder online. Sie wirkt wie ein Spezialkleber und bereitet die Oberfläche darauf vor, die Metallflocken zu fixieren. Die Anlegemilch muss mindestens 20 Minuten antrocknen. Die genaue Trocknungszeit finden Sie auch auf den Verpackungen von Anlegemilch und Blattmetall. Bei sehr saugfähigen Oberflächen wie dem Holz unserer Schachtel empfiehlt es sich, nach 20 Minuten eine weitere Schicht Anlegemilch aufzutragen und auch diese antrocknen zu lassen.

Bild 3

Erst danach beginnen Sie mit dem Auflegen des Blattmetalls. Sie können mit ganzen Blättern arbeiten, dann schaffen Sie eine glatte, gleichmäßige Oberfläche. Allerdings braucht es viel Übung, um die hauchdünnen Blätter ohne Falten und Risse zu applizieren. Für den Antik-Effekt, den wir uns für die Schatztruhe wünschen, bietet es sich aber an, mit Metallflocken zu arbeiten. Diese können überlappend auf das Holz aufgebracht werden und dürfen und sollen Falten werfen. Diese Art zu arbeiten hat einen weiteren Vorteil: Fingerabdrücke fallen hierbei nicht weiter auf, so dass sie die Flocken auch mit den Fingerspitzen vorsichtig auf die Oberfläche setzen können. Einfacher und präziser ist es aber, wenn Sie dafür eine Pinzette benutzen.

Bild 4

Mit einem weichen und trockenen Pinsel tupfen und streichen Sie anschließend das Metall auf dem Holz fest.

Bild 5a

 

Haben Sie die komplette Kiste mit Blattmetall überzogen, geht es an die Abschlussarbeiten: Mit einem weichem Tuch reiben Sie die überstehenden Metallreste ab und glätten letzte Falten. Haben Sie keine Angst, hier auch mit etwas Druck zu arbeiten. Wenn Sie dabei versehentlich auch Metall entfernen, das nicht entfernt werden sollte, bearbeiten Sie die Stelle einfach erneut mit Anlegemilch und setzen ein neues Stück Metall auf. Damit ist die Vergoldung abgeschlossen.

 

Wenn Sie möchten, können Sie die Truhe nun noch verzieren oder auch mit Lack versiegeln, damit es länger hält. Aber Vorsicht: Auch versiegelt sind Gegenstände mit Blattmetall nur für den Gebrauch in Innenräumen gedacht. Um Gegenstände für den Außenbereich zu vergolden, sind sehr viel aufwendigere Techniken notwendig.