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Selbst gemacht: glibberiger Slime

Er ist glibberig, kommt meist in grellen Farben und mit stark chemischem Geruch daher – und begeistert fast alle Kinder: Slime. Wir zeigen Ihnen heute, wie Sie den selbst machen können und so wenigstens genau wissen, was drin ist.

Was Sie brauchen:

  • Bastelkleber ohne Lösungsmittel
  • Flüssigwaschmittel
  • Lebensmittelfarbe
  • Glitzer
  • Styroporperlen

 

Wie es geht:

Bei unseren Testbastel-Kindern kam dieses Projekt super an. Sie wollten den fertigen Slime – oder auf deutsch: Schleim –  am Ende gar nicht mehr aus der Hand legen. Eltern sehen in diesem Produkt in der Regel wenig Sinn, aber bei den Kindern ist es der Hit. Auch das Herstellen ist kinderleicht. Trotzdem sollten Sie kleinen Bastlern dabei zur Hand gehen, denn die einzelnen Komponenten sollten nicht im Mund oder auf der Kleidung landen.

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Geben Sie als erstes etwas lösungsmittelfreien Bastelkleber in eine Schüssel. Fangen Sie mit einer kleinen Menge an, Sie können die Zusammensetzung der einzelnen Komponenten jederzeit anpassen.

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Fügen Sie dem Klebstoff nun Flüssigwaschmittel hinzu. Die Verschlusskappe des Waschmittels oder ein kleines Glas eignen sich gut als Dosierhilfe. Welches Waschmittel Sie benutzen, ist egal. Weder die Marke, noch die Frage, ob es sich um Color- oder Weißwaschmittel handelt, ist für den Slime relevant. Das Wachmittel sorgt am Ende dafür, dass die Masse formbar wird und nicht an den Händen und allem anderen klebt, mit dem er in Berührung kommt. Je mehr Waschmittel Sie verwenden, umso fester wird das Ergebnis.

Rühren Sie Waschmittel und Klebstoff gut zusammen. Sobald sich die beiden Komponenten verbunden haben, wird es Zeit, sich die Hände schmutzig zu machen. Fügen Sie, wenn Sie das möchten, jetzt Lebensmittelfarbe und Glitzerpulver hinzu.

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Auch kleine Styroporkugeln können Sie jetzt untermischen. Das stabilisiert den Slime. Kneten Sie ihn nun gut durch. Das braucht ein bisschen Geduld und Ausdauer. Allmählich sollte die Masse aber fester werden und sich immer leichter von den Händen lösen. Klappt das nicht, geben Sie noch ein bisschen zusätzliches Flüssigwaschmittel hinzu. Wird der Slime zu fest, reißt oder bricht also beim Formen, fügen Sie noch ein wenig Klebstoff hinzu.

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Bildet sich Schaum oder enthält der Schleim zu viel Flüssigkeit, können Sie das reduzieren, indem Sie die Masse weiter kneten. Hilft das nicht, legen Sie den Slime auf ein Küchentuch und tupfen Sie Schaum und Flüssigkeit vorsichtig ab. So können die Kinder ihn nicht nur für das typische Durch-die-Finger-quetschen nutzen, sondern können damit sogar Figuren und Kunstwerke formen.

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Trend-Notizen Sketchnotes: So geht es

Sie sind gerade sehr in und sollen helfen, nichts Wichtiges mehr zu vergessen: Sketchnotes. Ich habe die gezeichneten Notizen ausprobiert und zeigen Ihnen, wie Sie den Anfang finden.

Fertig

Was Sie brauchen:

  • ein Blatt Papier
  • Bleistift
  • Fineliner
  • farbigen Filzstift

 

Wie es geht:

Sketchnotes sind Notizen, die nicht aufgeschrieben, sondern gezeichnet werden. So soll es dem Gehirn leichter fallen, sich Wichtiges zu merken. Zugleich macht das Zeichnen den meisten Menschen einfach mehr Spaß. Es gibt versierte Sketchnote-Nutzer, die damit ganze Konferenzen und Vorträge „mitschreiben“. Bis Sie das schaffen, braucht es aber sehr viel Übung und Routine, denn am Anfang dauert das Zeichnen deutlich länger als das einfache Mitschreiben.

Wir empfehlen daher für den Anfang eine Sketchnote über etwas, dass weniger umfangreich ist und das Sie nicht unter Zeitdruck setzt. Probieren Sie es doch mal mit einem Rezept oder einer Bastelanleitung.

Übrigens: Notizen zu zeichnen, heißt nicht, dass Sie keine Schrift benutzen dürfen. Sie wird nur oft aufwendig gestaltet oder in ein Bild eingebunden – zum Beispiel beim Titel Ihrer Sketchnote.

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Legen Sie den Titel als Erstes auf Ihrem Blatt Papier an. Ob Sie ihn mittig oder an den oberen Rand setzen, ist Ihnen überlassen. Überlegen Sie nun, wie viele Schritte, also Bilder, Sie brauchen. Wenn Sie das vorher wissen, ist es einfacher, das Blatt so einzuteilen, dass auch wirklich alles Platz hat. Wenn Sie sich unsicher fühlen, können Sie die einzelnen Schritte Ihrer Sketchnote-Anleitung vorskizzieren, indem Sie Rahmen für jeden einzelnen Schritt anlegen. Aber Vorsicht: Gerade am Anfang verschätzt man sich schnell, was den Platzbedarf eines Bildes angeht. Unter Umständen ist es also einfacher, erstmal zu zeichnen und erst am Ende Rahmen zu ziehen, wo sie notwendig sind.

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Nun beginnen Sie mit dem Zeichnen und dafür müssen Sie kein Künstler sein. Sketchnotes müssen schnell gehen, deshalb wird reduziert gezeichnet. Im Wesentlich bestehen die Figuren und Motive aus geometrischen Grundformen wie Punkt, Linie, Rechteckt, Dreieck, Kreis, Oval oder Welle. Nadine Roßa nennt das in ihrem Buch „Sketchnotes – visuelle Notizen für alles“ ihr „visuelles Alphabet“.

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Schauen Sie sich mal in Ihrer Umgebung um und versuchen Sie die Gegenstände, die Sie sehen, in diese Grundformen zu zerlegen. Mit ein bisschen Übung gelingt das schnell. Bücher bestehen so etwa aus Rechtecken, eine Stehlampe aus einem Dreieck mit abgeschnittener Spitze, einer vertikalen und einer horizontalen Linie und einem Halbkreis. Nun müssen Sie diese Grundformen nur noch aufs Papier bringen, schon ist die erste Form fertig.

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Kleiner Tipp, um Menschen zu zeichnen: Legen Sie die am Anfang einfach als Strichmännchen an, aber geben Sie ihnen „Gelenke“ – so können Sie nicht nur stehen, sondern zum Beispiel auch winken, sitzen oder auf etwas zeigen. Sie werden sehen, es braucht keine aufwendigen Details, um „verständlich“ zu zeichnen.

Ergänzen Sie, wo die Skizze nicht reicht, Ihr Bild durch Schrift und genießen Sie das Ausschmücken Ihrer Szenen mit Fahnen, Rahmen, Symbolen oder farbigen Akzenten.

Einhorn pupst Badesalz

Ein Vollbad mit Salz aus dem Toten Meer ist gesund und wohltuend – aber auch ziemlich langweilig. Es sei denn, Sie peppen das Salz ein bisschen auf. Ich zeige Ihnen, wie das geht:

Fertig

Was Sie brauchen:

  • Totes-Meer-Badesalz
  • Lebensmittelfarbe
  • pflegendes Öl

 

Wie es geht:

Totes-Meer-Salz soll nicht nur für ein entspannendes, sondern auch für ein heilsames Vollbad sorgen. Seine besonderen Inhaltsstoffe kommen vor allem bei er Behandlung von Haut- und Atemwegserkrankungen zum Einsatz. Nun ersetzt das heimische Wannenbad keinen Urlaub am Toten Meer, aber beruhigend und pflegend wirkt es trotzdem. Nur ist es nicht besonders aufregend: Salz als Badezusatz schäumt nicht, blubbert nicht, glitzert nicht und macht das Badewasser auch nicht bunt. Es sei denn natürlich, Sie benutzen dieses selbstgemachte Badesalz, das in der Sonne so bunt funkelt und glitzert, dass unsere Testkinder spontan an all die Produkte denken musste, die im Moment überall mit Einhörnern beworben werden und das Badesalz sofort „Einhorn-Pups“ getauft haben.

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Die Herstellung ist dabei denkbar einfach. Geben Sie etwas Totes-Meer-Salz, das sie unbehandelt als Badezusatz in Drogerien oder Apotheken bekommen, in eine Schüssel.

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Nun fügen Sie etwas Lebensmittelfarbe hinzu. Hierbei gilt: Je mehr Farbe, desto intensiver leuchtet am Ende auch das fertige Badesalz. Wollen Sie eher pastellige Töne erzielen, benutzen Sie am besten nur wenige Tropfen Farbe. Rühren Sie Farbe und Salz jetzt gründlich um. Es kann eine Weile dauern, bis das Salz die Farbe richtig annimmt, aber früher oder später funktioniert das gut.

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Den nächsten Schritt können Sie auslassen, wenn Sie das Badesalz so unbehandelt wie möglich verwenden möchten. Ansonsten geben Sie nun für die Extraportion Pflege etwas Körper-Öl zu der Mischung. Wir haben dafür Jojoba-Öl benutzt. Sie können aber natürlich auch jedes andere Öl benutzen. Wenn Sie auf eine rückfettende Pflege weniger Wert legen, können Sie auch einfach einige Tropfen ätherisches Öl benutzen, um Ihrem Badesalz einen besonders schönen Duft zu verleihen. Aber Achtung: Achten Sie immer darauf, dass Sie wirklich reines ätherisches Öl benutzen, das auch für die Verwendung in Kosmetik zugelassen ist. Einfache Raumduft-Öle sind nicht geeignet, weil sie zu schweren Hautreizungen führen können. Auch beim Öl gilt: Weniger ist mehr. Einige Tropfen reichen in der Regel aus.

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Wenn Sie auch das Öl gut untergerührt haben, breiten Sie das Salz für einige Stunden auf einem Küchenpapier oder Zeitung (Achtung, kann abfärben!) aus und lassen die Lebensmittelfarbe trocknen, damit das Salz später in der Verpackung nicht schimmelt.

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Nun füllen Sie Ihr Einhorn-Pups-Badesalz in hübsche Gläser oder Flaschen.

Fertig

Gestalten sie noch ein Etikett. Vor allem, wenn Sie das Badesalz verschenken wollen, ist auch ein Schildchen mit den Zutaten eine gute Idee. So wissen zum Beispiel Allergiker sofort, ob Sie das unbedenklich Salz verwenden können oder nicht.

Eins, zwei, schön: Serviettentechnik

Holz, Stoff, Glas, Plastik, Stein, Kerzen – mit der Serviettentechnik können Sie Gegenstände aus fast jedem Material Ihrem persönlichen Geschmack anpassen. Ich zeige Ihnen, wie das geht.

Fertig

Was Sie brauchen:

  • Papierservietten mit Motiv
  • Gegenstand zum Verzieren
  • passenden Klebstoff oder Acryllack
  • dicke Pinsel
  • Stifte oder Sticker zum Dekorieren

 

Wie es geht:

Geeignet für diese Bastelei sind alle Papierservietten mit einem hübschen Motiv. Sie können die Serviettentechnik auf wirklich fast jedem Untergrund arbeiten, solange er trocken, fett- und staubfrei ist. Wir haben für unser Beispiel eine kleine Dose aus Plastik zu einem Behälter für unsere Lesezeichensammlung umfunktioniert – und gleich noch eine Bonbonschale dazu gebastelt.

Wenn Sie möchten, dass das Serviettenmotiv richtig strahlend zur Geltung kommen, sollten Sie transparente oder dunkle Untergründe zunächst in einer hellen Acrylfarbe anmalen. Nur auf hellen Flächen wirkt das Motiv wirklich deutlich. Wir haben uns bei unserem Projekt dagegen entschieden, weil wir einen Vintagelook erreichen wollten, der durch die Transparenz der Plastikdose unterstrichen wird.

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Schneiden Sie nun zunächst die Servietten so zurecht, dass das Motiv gut auf die Dose passt. Wir benutzen dafür die komplette Serviette. Sie können aber auch nur einzelne Bildbestandteile ausschneiden und aufbringen. Reißen Sie diese Motive aus der Serviette, bekommen Sie später einen fließenden Rand. Schneiden Sie sie ordentlich aus, wird der Rand klar umrissen.

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Nun lösen Sie vorsichtig die oberste Zellstoffschicht Ihrer Serviette. Nur sie trägt das Motiv, weshalb auch nur sie gebraucht wird.

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Dann streichen Sie die Oberfläche der Dose dünn mit einem Klebstoff ein. Sie können dafür speziellen Serviettenkleber benutzen, aber jeder andere, oft günstigere, Leim funktioniert auch. Wichtig ist nur, dass er sich dünn auftragen lässt, ohne Blasen oder Beulen zu bilden. Auf Plastik oder Holz zum Beispiel können Sie auch direkt mit Acryllack arbeiten und sparen sich dann das Versiegeln am Ende. Bei speziellen Untergründen wie Kerzen oder Stoff müssen Sie einen Klebstoff nutzen, der dafür geeignet ist.

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Legen Sie nun das Serviettenmotiv vorsichtig auf die Oberfläche mit dem Klebstoff und streichen Sie es mit dem Pinsel fest. In diesem Arbeitsschritt können Sie auch Luftblasen und Falten aus dem Motiv streichen. Allerdings braucht es etwas Geduld und Übung, bis Sie das richtige Gefühl für den notwendigen Druck haben. Beginnen Sie lieber vorsichtig. Das gilt auch für den Klebstoff: Zu viel davon lässt die Servietten ebenso einreißen wie zu heftige Bewegungen mit dem Pinsel.

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Anschließend lassen Sie Ihr Motiv gut trocknen. Das dauert ein paar Stunden. Haben Sie die Serviette mit Klebstoff fixiert, können Sie nun mit Acryllack noch einmal über das Motiv malen. So schaffen Sie – je nach Lack in matt oder glänzend – eine schöne Oberfläche, die sogar abwaschbar ist. Wer mag, kann vorher einzelne Konturen des Motivs mit wasserfesten Metallic- oder Glitzerstiften nachmalen oder mit Applikationen und Stickern betonen. Aber auch hier ist Vorsicht angebracht, damit das Motiv nicht noch kurz vor Vollendung einreißt.

Blüten-Haarspange aus Draht und Nagellack

Es ist Frühling! Und wenn draußen alles blüht und duftet, holen wir uns den Frühlingsglanz auch ins Haus. Diese Nagellack-Blumen eignen sich prima, um Schmuck zu basteln, wie ich es hier zeige, aber auch als Dekoration machen sie eine gute Figur.

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Was Sie brauchen:

  • Nagellack in verschiedenen Farben
  • Basteldraht
  • Beißzange
  • Bleistift
  • Styropor, Steckmasse oder ein Gefäß zum Trocknen der Blüten
  • alte Zeitung oder andere Unterlage

 

Wie es geht:

Eines vorweg: Diese Bastelei geht nicht ohne Sauerei ab! Arbeiten Sie also bitte auf keinen Fall ohne eine dicke Unterlage, zum Beispiel aus alten Zeitungen, die hinterher in den Papierkorb fliegen kann. Experimentieren Sie ein bisschen mit verschiedenen Nagellacken und lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn es nicht gleich funktionieren will. Ich habe beim Ausprobieren festgestellt, dass manche Lacke einfach nicht geeignet sind für diese Bastelei. Anhaltspunkte für gut geeignete Produkte sind ein breiter Pinsel und ein bisschen Glitzer- oder Metalliceffekt in den Farben. Ich hatte den Eindruck, diese Nagellacke würden am besten funktionieren.

Zuerst basteln Sie einen Blütenrohling. Dafür wickeln Sie den Schmuckdraht eng um einen Bleistift und verdrehen die offenen Enden unten mit einander. Formen Sie so fünf runde „Blütenblätter“ (Bild 1). Ziehen Sie die Ringe vom Bleistift ab und drücken Sie sie vorsichtig auseinander, so dass eine Blume entsteht, die Blütenblätter also nebeneinander liegen. Wenn sie sich etwas überlappen, ist das kein Problem. Wenn Sie möchten, können Sie die Blütenblätter jetzt noch ein bisschen formen. Wollen Sie zum Beispiel eher spitze Formen wie bei Margeriten oder Gerbera oder sollen die Blätter rund bleiben? Der Draht lässt sich leicht verbiegen, experimentieren Sie einfach vorsichtig. Verdrehen Sie nun die langen, offenen Draht-Enden noch miteinander, damit sie einen stabileren Blütenstängel erhalten (Bild 2).

Tauchen Sie den Pinsel jetzt tief in den Nagellack und nehmen Sie möglichst viel Farbe auf. Streichen Sie dann mit dem Pinsel über das erste Blütenblatt (Bild 3). Achten Sie dabei darauf, dass der Pinsel möglichst beide Drahtwände des Blattes berührt, denn nur so kann er eine feine Membran aus Lack zwischen beiden bilden (Bild 4). Manchmal hilft es, den Pinsel leicht rüttelnd zu bewegen. Probieren Sie einfach aus, was am besten funktioniert. Vorsicht: Bei diesem Arbeitsschritt ist nichts sicher. Der Nagellack tropft wie verrückt, deshalb achten Sie bitte auf Kleidung und Untergrund.

Sind alle Blütenblätter mit der Nagellackmembran bezogen, stellen Sie die Blume vorsichtig in ein Gefäß oder in einen Block aus Styropor oder Steckmasse zum Trocknen. Achten Sie dabei darauf, dass die Blütenblätter nichts berühren. Trocknet der Lack nämlich an einer Oberfläche fest, zerreißt die Membran am Ende beim Abnehmen.

Jetzt lassen Sie den Nagellack gut durchtrocknen. Das dauert ein paar Stunden, aber Geduld lohnt sich: Verarbeiten Sie die Blüten zu früh weiter, ist die Gefahr groß, dass der Nagellack reißt und Sie noch einmal von vorn beginnen müssen.

Anschließend können Sie die Blüten zu Schmuck oder Dekoration gestalten: Wir haben vier davon zu einem kleinen Strauß gebunden (Bild 5) und um den oberen Steg einer Haarklammer gewunden (Bild 6). Dabei ist wichtig, dass die Enden des Drahts am Ende obenauf liegen, damit sie nicht am Kopf drücken.

 

So kommen Ihre Fotos auf Holz

„Potchen“ ist eine Technik, mit der man Fotos auf ungewöhnliche Materialien übertragen kann. Am beliebtesten ist die die Arbeit mit Holz. Wir zeigen Ihnen heute wie das geht.

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Was Sie brauchen:

  • Laser-Ausdrucke von Bildern oder Ausrisse aus Zeitschriften
  • Holzgegenstand wie Schatulle, Tablett oder Teelichthalter
  • Foto Transfer Potch
  • Potch-Lack
  • Pinsel
  • Schere
  • Fön

 

Wie es geht:

Durch das Potchen können Sie nur solche Bilder auf Holz übertragen, die entweder mit einem Laserdrucker ausgedruckt wurden oder aus einer Zeitschrift stammen. Echte Fotos sind auf zu dickem Papier entwickelt und Bilder aus dem Tintenstrahldrucker bilden sich auf dem Holz nicht so gut ab. Auch Zeitungsbilder funktionieren nicht, weil sie auf Papier gedruckt sind, das sich für diese Technik nicht eignet.

 

Wenn Sie ein Motiv ausgesucht haben, können Sie es am Computer oder als Collage auf Papier gestalten.

Aber Vorsicht: Machen Sie nicht den gleichen Fehler, wie ich in meinem Beispiel. Ich habe nämlich vergessen, dass Schrift, wenn man sie auf Holz potcht, am Ende spiegelverkehrt erscheint. Wollen Sie also ein Motiv mit Schrift auftragen, muss diese bereits im Originalmotiv spiegelverkehrt angelegt sein. Kleiner Tipp für alle, die nicht daran denken: Schenken Sie mit dem gepotchten Gegenstand einfach einen Taschenspiegel mit. So kommt zur Freude am Geschenk der Spaß am Spiegelschrift-Lesen. Und Sie können – wie ich – behaupten, dass das von Anfang an der Plan war ;-).

Wenn Sie das Motiv ausgedruckt und auf die richtige Größe zurechtgeschnitten haben (Bild 1), bestreichen Sie das Holz, auf das Sie das Motiv übertragen wollen, mit der Potch-Transfer-Flüssigkeit. Nun legen Sie das Bild mit dem Motiv nach unten auf die Holzfläche und streichen eine weitere Schicht Transfer-Flüssigkeit darüber (Bild 2).

Das muss jetzt richtig durchtrocknen. Am einfachsten und gründlichsten geht das, wenn Sie Ihr Holzstück einfach über Nacht ruhen lassen. Wenn Sie aber zu den ganz Ungeduldigen gehören, können Sie auch mit einem Fön arbeiten. Auf höchste Stufe gestellt, fönen Sie Ihr Motiv zehn bis fünfzehn Minuten. Dann sollte alles richtig trocken sein.

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Bild 3

Nun halten Sie das Holz unter fließendes Wasser und rubbeln vorsichtig die oberste Schicht des Papiers ab (Bild 3). Das Motiv erscheint nun auf dem Holz. Arbeiten Sie hier gründlich und entfernen Sie wirklich alle weißen Papierfasern. Wenn Sie das nicht tun, wird Ihr Motiv sonst am Ende einen grauen Schleier bekommen.

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Bild 4

Lassen Sie das Holz trocknen, dann tragen Sie den Foto-Transfer-Lack auf (Bild 4). Den gibt es in matt und hochglänzend. Wofür Sie sich entscheiden, liegt nur an Ihren persönlichen Vorlieben. Bei Bedarf können Sie eine zweite Schicht Lack auftragen, nur lassen Sie jede Schicht vorher gut trocknen.

Fleurogami-Blüten aus rundem Papier

Origami kennt jeder: die japanische Faltkunst, bei der aus Papier filigrane Kunstwerke entsteht. Passend zum Frühling habe ich heute mal „Fleurogami“ ausprobiert und bastle bunte Blüten.

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Was Sie brauchen:

  • 12 Blätter rundes Papier pro Blüte
  • Klebstoff
  • 1 Knopf oder eine Perle pro Blüte
  • Band oder einen Holzstab

 

Wie es geht:

Fleurogami ist eine Unterform der Origami-Kunst, bei der aus Papier verschiedenste Blüten gefaltet werden. Ich habe heute eine relative einfache Version ausgesucht – perfekt für den Einstieg in diese Bastelform.

Falten Sie zunächst ein rundes Blatt Papier in der Mitte zu einem Halbkreis (Bild 1). Öffnen Sie es wieder und falten Sie es anschließend auf der anderen Seite mittig zusammen (Bild 2), so dass nach dem Öffnen der Falz beider Faltvorgänge ein Kreuz ergeben würden.

Sie lassen das Papier für den nächsten Schritt aber zunächst mittig gefaltet und biegen nun die untere Spitze so nach oben, dass die gerade Kante genau am sichtbaren Falz in der Mitte des Papiers anliegt (Bild 3). Erst jetzt öffnen Sie das Papier wieder und müssten, wenn Sie alles richtig gemacht haben, ein Falzmuster wie auf meinem Bild sehen (Bild 4).

Nun falten Sie die beiden inneren „Spitzen“ Ihrer Blüte. Fächern Sie dazu den unteren Teil des Papiers einfach entlang der entstandenen Falzlinien wie ein Zickzack auf (Bild 5). Es ist übrigens richtig, dass Sie dafür gelegentlich aus „Bergfalten“, also solchen Kanten, die nach oben zeigen, „Talfalten“ machen müssen, die am Ende nach unten zeigen. Letztlich müsste Sie ein Blütenblatt wie in unserem Foto in der Hand halten (Bild 6).

Jetzt kleben Sie die inneren Zacken zusammen, aber Vorsicht: Tragen Sie den Klebstoff ausschließlich an der unteren Längskante des Blattes auf. Würden Sie es auf ganzer Fläche zusammenkleben, könnte sich das Blüteninnere später nicht entfalten. Tragen Sie den Klebstoff in der Mitte zwischen den beiden „Spitzen“ auf (Bild 7) und an den beiden direkt daneben liegenden äußeren Falzbrüchen und kleben Sie das Blütenblatt so auch am unteren Ende zu einer Spitze zusammen. Auf diese Weise fertigen Sie 12 einzelne Blütenblätter an (Bild 8).

Kleben Sie nun die einzelnen Blütenblätter an der unteren Längskante der Außenseite zusammen (Bild 9) und schließen Sie die Blütenkugel schließlich, indem Sie auch das erste mit dem letzten Blütenblatt verkleben. Dekorieren das Zentrum der Blüte mit einem großen Knopf oder einer Perle (Bild 10).

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Wer mag, kann jetzt auch vorsichtig einen Holzstab von unten in das Zentrum der Blüte stecken, um Sie so etwa in einer Vase als Dekoration zu verwenden. Alternativ können Sie vorsichtig ein Loch in die obere Spitze eines Blütenblattes stechen und dort einen Faden durchziehen, um sie aufzuhängen. Fädeln Sie in diesem Fall aber am besten das Band durch beide Wände des Blütenblattes und verwenden Sie ein etwas breiteres Band, damit das Papier nicht so leicht einreißt.

Anfängerprojekt: Handytasche stricken

Stricken ist einfacher, als Sie vielleicht glauben. Wir treten diese Woche den Beweis mit einem echten Anfängerprojekt an: schicken Handytaschen.

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Was Sie brauchen:

  • Wolle
  • passende Stricknadeln
  • Häkelnadel
  • Nähnadel
  • Knopf
  • Schere

 

Wie es geht:

Für dieses Projekt sollten Sie rechte und linke Maschen stricken können. Das zu lernen, ist einfacher, als es aussieht. Besonders leicht gelingt es mit einer der vielen Video-Anleitungen, die Sie im Internet finden.

Messen Sie zunächst aus, wie breit und hoch das Handy ist, das in die Tasche passen soll. Anhand der Breite rechnen Sie nun aus, wie viele Maschen Sie für Ihre Tasche anschlagen müssen. Dabei hilft ein Blick auf die Banderole der Wolle. Dort ist angegeben, wie viele Maschen mit welcher Nadelstärke Sie aufnehmen müssen, um ein zehn Zentimeter breites Strickstück anzufertigen. In unserem Beispiel haben wir 18 Maschen aufgenommen.

Nun stricken Sie zunächst eine Reihe rechte Maschen (Bild 1). So stricken Sie jede Hinreihe, in der Rückreihe aber werden linke Maschen gestrickt (Bild 2). Ob Sie gerade hin oder zurück stricken, müssen Sie sich aber nicht merken, das sehen Sie am Strickbild. Wenn die Maschen in den Reihen unter der aktuellen wie ein kleines „V“ aussehen, stricken Sie rechts. Haben sie aber eine Art quer liegenden „Riegel“, müssen linke Maschen folgen. Die erste und die letzte Masche jeder Reihe haben wir in jeder Reihe rechts gestrickt. Das ergibt einen Rand, der wirkt, als würde er aus kleinen Knötchen bestehen. Das passt gut zum „unperfekt“-Look, den wir für die Handytasche erreichen wollen. Wenn sich der Rand rollt, ist das nicht schlimm. Das korrigieren Sie am Ende beim Zusammennähen.

Der Unperfekt-Look wird betont, indem Sie in unregelmäßigen Abständen „falsche“ Maschen einbauen. Sie stricken also in der rechten Reihe drei linke Masche oder in einer linken Reihe drei rechte. Hinzu kommt, dass bei dieser Art von Strickmuster auch ein eher unregelmäßiges Strickbild, wie es bei Anfängern oft auftritt, wie gewollt aussieht.

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Ist Ihr Strickstück doppelt so lang wie das Handy, wird die Klappe gestrickt, mit der die Tasche später verschlossen wird. Dazu stricken Sie immer in den rechten Reihen die ersten und die letzten beiden Maschen zusammen ab. Das geht genauso wie das normale Stricken rechter Maschen, nur dass Sie die Nadel eben durch zwei Maschen gleichzeitig stechen und den Faden durch beide ziehen. In den linken Reihen stricken Sie alle Maschen einzeln ab. Das wiederholen Sie so lange, bis Sie nur noch eine Masche auf der Nadel haben.

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Jetzt wechseln Sie zu einer passenden Häkelnadel und häkeln aus dieser Masche ausgehend eine Kette von 10 Luftmaschen und schließen sie mit einer festen Masche in die Spitze Ihrer Taschenklappe zu einem Ring.

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Häkeln Sie eine oder zwei Reihen fester Maschen in diese Kette, um Sie zu verstärken.

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Anschließend nähen Sie einen passenden Knopf so auf der Vorderseite der Tasche an, dass Sie die Klappe damit verschließen können.

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Nun müssen Sie die Tasche noch seitlich schließen. Sie können – wie ich im Beispiel – die beiden Seiten zusammenhäkeln, Sie können sie aber auch zusammennähen. Um den Unperfekt-Look weiter zu betonen, drehen wir die Tasche anschließend nicht auf links , sondern lassen die Naht außen sichtbar.

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Jetzt vernähen Sie nur noch die übrig gebliebenen Fäden.

Basteln mit … alten Kajalstiften

Diese Basteltipps erscheinen ja wöchentlich auch in der Wochenendbeilage verschiedener Zeitungen in Thüringen und Bayern und manchmal bitten dort Leser um Rat, wenn sie auf der Suche nach einer Bastelidee für bestimmte Gegenstände oder Materialien sind. Margarete Bauer aus Kronach musste lange auf eine Inspiration warten, doch heute zeigen wir ihr, was Sie aus Ihren alten Kajalstiften noch machen kann: Eine Schmuckaufbewahrung zum Beispiel.

Margarete Bauer aus Kronach schrieb mir unter dem Stichwort „Basteln mit…“ schon im vergangenen Jahr eine Nachricht. Doch Ihre Frage war auch für mich als Bastelprofi eine Herausforderung, deshalb dauerte es ein bisschen, bis ich die richtige Idee für das Material hatte, das Frau Bauer gern verbasteln wollte: gebrauchte Kajalstifte. Sie schrieb: „Ich besitze jede Menge gebrauchte Kajalstifte in verschiedenen Farben, vielleicht haben Sie Ideen was man mit diesen Stiften noch anfangen könnte?“

Natürlich können Sie die Stifte gut zum Basteln benutzen, wenn sie noch „malen“. Schneiden Sie zum Beispiel ein Herz oder eine Blüte aus Papier aus und fahren Sie am Rand dieser Form mit dem Kajal entlang, so dass eine dicke Linie entsteht. Legen Sie Vorlage dann auf ein frisches Blatt Papier und streichen Sie mit der Fingerkuppe so über den Kajalrand, dass Sie ihn nach außen auf das frische Papier verwischen. Nehmen Sie die Vorlage jetzt herunter, haben Sie eine hübsche Dekoration für Schreibpapier, Platzkarten oder ähnliches. Allerdings: Dabei muss man höllisch aufpassen, denn wer das Papier an dieser Stelle berührt, hat sofort schwarze Finger und verwischt das Kunstwerk.

Deshalb haben wir uns für eine andere Idee entschieden: Wir benutzen die alten Kajalstifte und bauen damit eine Halterung für Schmuck.

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Was Sie brauchen:

  • flache Scheibe aus Schiefer, Holz oder zum Beispiel Glas
  • gebrauchte Kajalstifte
  • Heißklebepistole
  • feines Schleifpapier
  • passende Stifte
  • Aufhängung
  • Cuttermesser oder kleine Säge

Wie es geht:

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Sind Ihre Kajalstifte noch sehr lang, schneiden Sie sie mit einer kleinen Säge oder einem Cuttermesser in kleine Teile und schleifen Sie die Schnittkanten gut ab, so dass keine Splitter mehr entstehen und die Enden gleichmäßig flach sind. Haben Sie schon nur noch Stummel, müssen Sie ein Ende des Stiftes ebenfalls so bearbeiten, dass es richtig flach und eben ist.

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Nun kleben Sie die Stummel auf die Schieferplatte. Wie Sie sie dabei anordnen, ist Ihnen überlassen, achten Sie nur darauf, dass dazwischen genug Platz für den Schmuck ist, den Sie später daran aufhängen. Am einfachsten geht dieser Arbeitsschritt übrigens mit Heißkleber, aber sorgen Sie dabei für eine Unterlage. Die Hitze bringt den Farbkern der Stifte zum Schmelzen und je nach Stift und Kleber kann das schmieren oder tropfen.

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Nun können Sie die Platte noch verzieren und gegebenenfalls eine Aufhängung an der Rückseite befestigen. Wenn Sie den Schmuckhalter später aufhängen wollen, empfiehlt sich allerdings, für die Platte ein anderes Material als Schiefer zu benutzen, denn der ist schon in kleiner Größe sehr schwer – unter Umständen zu schwer zum Aufhängen.

Die Aufhänger befestigen Sie dann auf der Rückseite der Platte. Wenn Sie etwa eine Holzplatte benutzen, können Sie dafür Bilderhaken nehmen, die jeweils mit zwei winzigen Nägeln befestigt werden. Andere Aufhänger können Sie gut mit dem Heißkleber fixieren.

Schreibtischbutler für Schulanfänger

Das neue Schuljahr hat begonnen. Neben Heften, Büchern und Stiften brauchen die neuen ABC-Schützen aber auch zu Hause einen Arbeitsplatz. Und dafür können sie sich die Utensilien mit ein bisschen Hilfe auch selbst basteln.

Was ihr braucht:

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  • 4 Toilettenpapierrollen
  • flache, stabile Pappe
  • dünnen Bastelfilz oder Geschenk- oder Motivpapier
  • Kleber
  • Schere

 

Wie es geht:

Ein Schreibtischbutler bietet Platz für all die Dinge, die ein Schulkind braucht – und sortiert sie ordentlich weg, so dass sie nicht wild über den Schreibtisch kullern. Schere, Lineal, Stifte finden darin Platz und Raum für Kleinigkeiten wie Büroklammern oder Radiergummi ist auch noch.

Schneidet zunächst die Toilettenpapierrollen zurecht. In unserem Beispiel basteln wir einen Schreibtischbutler mit drei Stifteköchern in unterschiedlichen Höhen und einer Ablage. Ihr könnt die Stiftehalter natürlich auch alle gleich groß lassen, dann müsst ihr lediglich die vierte Toilettenpapierrolle längs halbieren, um die Ablageschale zu bauen. Wenn ihr ebenfalls mit unterschiedlichen Höhen arbeiten möchtet, schneidet die Toilettenpapierrollen entsprechend auf die gewünschte Größe zu.

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Nun überzieht ihr zuerst diese Bodenplatte mit dem Filz oder dem Papier. Im Prinzip könnt ihr dafür jeden Kleber benutzen. Heißkleber hat den Vorteil, dass er sehr fest klebt und extrem schnell aushärtet. Aber auch Alles- und Bastelkleber funktionieren bei diesem Projekt gut. Alternativ findet ihr im Bastelladen oder Baumarkt auch selbstklebende Folie – einfarbig oder mit allerlei Motiven.

Ordnet nun zur Probe die drei Toilettenpapierrollen, die mal Stiftehalter werden sollen, und die Ablage auf der dicken Pappe an, um zu sehen, ob alles darauf Platz hat und in welcher Sortierung es euch am besten gefällt.

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Im zweiten Schritt bezieht ihr auch die Stiftehalter und die Ablage mit dem Filz oder dem Papier. Wenn ihr verhindern wollt, dass man an der oberen Kante die Pappe sieht, schneidet den Filz ein paar Mal schräg ein und klappt ihn dann nach innen um, wo ihr ihn mit Kleber fixiert.

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Um die Stiftehalter und die Ablage auf der Bodenplatte zu verkleben, gebt etwas Kleber auf die unteren Ränder und presst diese fest auf den Boden. Geht dabei sparsam mit dem Klebstoff um, sonst quillt er an den Seiten unter den Elementen hervor.

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Wer mag, kann den Schreibtischbutler nun noch verzieren – etwa mit kleinen, künstlichen Blüten, glitzernden Stickern, Borte oder Spitzenband. Alternativ können die ABC-Schützen selbst auch mit Textilstift schon mal das Schreiben üben und ihren Namen auf den Stifthalter zeichnen.