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So kommen Ihre Fotos auf Holz

„Potchen“ ist eine Technik, mit der man Fotos auf ungewöhnliche Materialien übertragen kann. Am beliebtesten ist die die Arbeit mit Holz. Wir zeigen Ihnen heute wie das geht.

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Was Sie brauchen:

  • Laser-Ausdrucke von Bildern oder Ausrisse aus Zeitschriften
  • Holzgegenstand wie Schatulle, Tablett oder Teelichthalter
  • Foto Transfer Potch
  • Potch-Lack
  • Pinsel
  • Schere
  • Fön

 

Wie es geht:

Durch das Potchen können Sie nur solche Bilder auf Holz übertragen, die entweder mit einem Laserdrucker ausgedruckt wurden oder aus einer Zeitschrift stammen. Echte Fotos sind auf zu dickem Papier entwickelt und Bilder aus dem Tintenstrahldrucker bilden sich auf dem Holz nicht so gut ab. Auch Zeitungsbilder funktionieren nicht, weil sie auf Papier gedruckt sind, das sich für diese Technik nicht eignet.

 

Wenn Sie ein Motiv ausgesucht haben, können Sie es am Computer oder als Collage auf Papier gestalten.

Aber Vorsicht: Machen Sie nicht den gleichen Fehler, wie ich in meinem Beispiel. Ich habe nämlich vergessen, dass Schrift, wenn man sie auf Holz potcht, am Ende spiegelverkehrt erscheint. Wollen Sie also ein Motiv mit Schrift auftragen, muss diese bereits im Originalmotiv spiegelverkehrt angelegt sein. Kleiner Tipp für alle, die nicht daran denken: Schenken Sie mit dem gepotchten Gegenstand einfach einen Taschenspiegel mit. So kommt zur Freude am Geschenk der Spaß am Spiegelschrift-Lesen. Und Sie können – wie ich – behaupten, dass das von Anfang an der Plan war ;-).

Wenn Sie das Motiv ausgedruckt und auf die richtige Größe zurechtgeschnitten haben (Bild 1), bestreichen Sie das Holz, auf das Sie das Motiv übertragen wollen, mit der Potch-Transfer-Flüssigkeit. Nun legen Sie das Bild mit dem Motiv nach unten auf die Holzfläche und streichen eine weitere Schicht Transfer-Flüssigkeit darüber (Bild 2).

Das muss jetzt richtig durchtrocknen. Am einfachsten und gründlichsten geht das, wenn Sie Ihr Holzstück einfach über Nacht ruhen lassen. Wenn Sie aber zu den ganz Ungeduldigen gehören, können Sie auch mit einem Fön arbeiten. Auf höchste Stufe gestellt, fönen Sie Ihr Motiv zehn bis fünfzehn Minuten. Dann sollte alles richtig trocken sein.

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Bild 3

Nun halten Sie das Holz unter fließendes Wasser und rubbeln vorsichtig die oberste Schicht des Papiers ab (Bild 3). Das Motiv erscheint nun auf dem Holz. Arbeiten Sie hier gründlich und entfernen Sie wirklich alle weißen Papierfasern. Wenn Sie das nicht tun, wird Ihr Motiv sonst am Ende einen grauen Schleier bekommen.

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Bild 4

Lassen Sie das Holz trocknen, dann tragen Sie den Foto-Transfer-Lack auf (Bild 4). Den gibt es in matt und hochglänzend. Wofür Sie sich entscheiden, liegt nur an Ihren persönlichen Vorlieben. Bei Bedarf können Sie eine zweite Schicht Lack auftragen, nur lassen Sie jede Schicht vorher gut trocknen.

Fleurogami-Blüten aus rundem Papier

Origami kennt jeder: die japanische Faltkunst, bei der aus Papier filigrane Kunstwerke entsteht. Passend zum Frühling habe ich heute mal „Fleurogami“ ausprobiert und bastle bunte Blüten.

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Was Sie brauchen:

  • 12 Blätter rundes Papier pro Blüte
  • Klebstoff
  • 1 Knopf oder eine Perle pro Blüte
  • Band oder einen Holzstab

 

Wie es geht:

Fleurogami ist eine Unterform der Origami-Kunst, bei der aus Papier verschiedenste Blüten gefaltet werden. Ich habe heute eine relative einfache Version ausgesucht – perfekt für den Einstieg in diese Bastelform.

Falten Sie zunächst ein rundes Blatt Papier in der Mitte zu einem Halbkreis (Bild 1). Öffnen Sie es wieder und falten Sie es anschließend auf der anderen Seite mittig zusammen (Bild 2), so dass nach dem Öffnen der Falz beider Faltvorgänge ein Kreuz ergeben würden.

Sie lassen das Papier für den nächsten Schritt aber zunächst mittig gefaltet und biegen nun die untere Spitze so nach oben, dass die gerade Kante genau am sichtbaren Falz in der Mitte des Papiers anliegt (Bild 3). Erst jetzt öffnen Sie das Papier wieder und müssten, wenn Sie alles richtig gemacht haben, ein Falzmuster wie auf meinem Bild sehen (Bild 4).

Nun falten Sie die beiden inneren „Spitzen“ Ihrer Blüte. Fächern Sie dazu den unteren Teil des Papiers einfach entlang der entstandenen Falzlinien wie ein Zickzack auf (Bild 5). Es ist übrigens richtig, dass Sie dafür gelegentlich aus „Bergfalten“, also solchen Kanten, die nach oben zeigen, „Talfalten“ machen müssen, die am Ende nach unten zeigen. Letztlich müsste Sie ein Blütenblatt wie in unserem Foto in der Hand halten (Bild 6).

Jetzt kleben Sie die inneren Zacken zusammen, aber Vorsicht: Tragen Sie den Klebstoff ausschließlich an der unteren Längskante des Blattes auf. Würden Sie es auf ganzer Fläche zusammenkleben, könnte sich das Blüteninnere später nicht entfalten. Tragen Sie den Klebstoff in der Mitte zwischen den beiden „Spitzen“ auf (Bild 7) und an den beiden direkt daneben liegenden äußeren Falzbrüchen und kleben Sie das Blütenblatt so auch am unteren Ende zu einer Spitze zusammen. Auf diese Weise fertigen Sie 12 einzelne Blütenblätter an (Bild 8).

Kleben Sie nun die einzelnen Blütenblätter an der unteren Längskante der Außenseite zusammen (Bild 9) und schließen Sie die Blütenkugel schließlich, indem Sie auch das erste mit dem letzten Blütenblatt verkleben. Dekorieren das Zentrum der Blüte mit einem großen Knopf oder einer Perle (Bild 10).

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Wer mag, kann jetzt auch vorsichtig einen Holzstab von unten in das Zentrum der Blüte stecken, um Sie so etwa in einer Vase als Dekoration zu verwenden. Alternativ können Sie vorsichtig ein Loch in die obere Spitze eines Blütenblattes stechen und dort einen Faden durchziehen, um sie aufzuhängen. Fädeln Sie in diesem Fall aber am besten das Band durch beide Wände des Blütenblattes und verwenden Sie ein etwas breiteres Band, damit das Papier nicht so leicht einreißt.

Anfängerprojekt: Handytasche stricken

Stricken ist einfacher, als Sie vielleicht glauben. Wir treten diese Woche den Beweis mit einem echten Anfängerprojekt an: schicken Handytaschen.

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Was Sie brauchen:

  • Wolle
  • passende Stricknadeln
  • Häkelnadel
  • Nähnadel
  • Knopf
  • Schere

 

Wie es geht:

Für dieses Projekt sollten Sie rechte und linke Maschen stricken können. Das zu lernen, ist einfacher, als es aussieht. Besonders leicht gelingt es mit einer der vielen Video-Anleitungen, die Sie im Internet finden.

Messen Sie zunächst aus, wie breit und hoch das Handy ist, das in die Tasche passen soll. Anhand der Breite rechnen Sie nun aus, wie viele Maschen Sie für Ihre Tasche anschlagen müssen. Dabei hilft ein Blick auf die Banderole der Wolle. Dort ist angegeben, wie viele Maschen mit welcher Nadelstärke Sie aufnehmen müssen, um ein zehn Zentimeter breites Strickstück anzufertigen. In unserem Beispiel haben wir 18 Maschen aufgenommen.

Nun stricken Sie zunächst eine Reihe rechte Maschen (Bild 1). So stricken Sie jede Hinreihe, in der Rückreihe aber werden linke Maschen gestrickt (Bild 2). Ob Sie gerade hin oder zurück stricken, müssen Sie sich aber nicht merken, das sehen Sie am Strickbild. Wenn die Maschen in den Reihen unter der aktuellen wie ein kleines „V“ aussehen, stricken Sie rechts. Haben sie aber eine Art quer liegenden „Riegel“, müssen linke Maschen folgen. Die erste und die letzte Masche jeder Reihe haben wir in jeder Reihe rechts gestrickt. Das ergibt einen Rand, der wirkt, als würde er aus kleinen Knötchen bestehen. Das passt gut zum „unperfekt“-Look, den wir für die Handytasche erreichen wollen. Wenn sich der Rand rollt, ist das nicht schlimm. Das korrigieren Sie am Ende beim Zusammennähen.

Der Unperfekt-Look wird betont, indem Sie in unregelmäßigen Abständen „falsche“ Maschen einbauen. Sie stricken also in der rechten Reihe drei linke Masche oder in einer linken Reihe drei rechte. Hinzu kommt, dass bei dieser Art von Strickmuster auch ein eher unregelmäßiges Strickbild, wie es bei Anfängern oft auftritt, wie gewollt aussieht.

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Ist Ihr Strickstück doppelt so lang wie das Handy, wird die Klappe gestrickt, mit der die Tasche später verschlossen wird. Dazu stricken Sie immer in den rechten Reihen die ersten und die letzten beiden Maschen zusammen ab. Das geht genauso wie das normale Stricken rechter Maschen, nur dass Sie die Nadel eben durch zwei Maschen gleichzeitig stechen und den Faden durch beide ziehen. In den linken Reihen stricken Sie alle Maschen einzeln ab. Das wiederholen Sie so lange, bis Sie nur noch eine Masche auf der Nadel haben.

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Jetzt wechseln Sie zu einer passenden Häkelnadel und häkeln aus dieser Masche ausgehend eine Kette von 10 Luftmaschen und schließen sie mit einer festen Masche in die Spitze Ihrer Taschenklappe zu einem Ring.

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Häkeln Sie eine oder zwei Reihen fester Maschen in diese Kette, um Sie zu verstärken.

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Anschließend nähen Sie einen passenden Knopf so auf der Vorderseite der Tasche an, dass Sie die Klappe damit verschließen können.

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Nun müssen Sie die Tasche noch seitlich schließen. Sie können – wie ich im Beispiel – die beiden Seiten zusammenhäkeln, Sie können sie aber auch zusammennähen. Um den Unperfekt-Look weiter zu betonen, drehen wir die Tasche anschließend nicht auf links , sondern lassen die Naht außen sichtbar.

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Jetzt vernähen Sie nur noch die übrig gebliebenen Fäden.

Basteln mit … alten Kajalstiften

Diese Basteltipps erscheinen ja wöchentlich auch in der Wochenendbeilage verschiedener Zeitungen in Thüringen und Bayern und manchmal bitten dort Leser um Rat, wenn sie auf der Suche nach einer Bastelidee für bestimmte Gegenstände oder Materialien sind. Margarete Bauer aus Kronach musste lange auf eine Inspiration warten, doch heute zeigen wir ihr, was Sie aus Ihren alten Kajalstiften noch machen kann: Eine Schmuckaufbewahrung zum Beispiel.

Margarete Bauer aus Kronach schrieb mir unter dem Stichwort „Basteln mit…“ schon im vergangenen Jahr eine Nachricht. Doch Ihre Frage war auch für mich als Bastelprofi eine Herausforderung, deshalb dauerte es ein bisschen, bis ich die richtige Idee für das Material hatte, das Frau Bauer gern verbasteln wollte: gebrauchte Kajalstifte. Sie schrieb: „Ich besitze jede Menge gebrauchte Kajalstifte in verschiedenen Farben, vielleicht haben Sie Ideen was man mit diesen Stiften noch anfangen könnte?“

Natürlich können Sie die Stifte gut zum Basteln benutzen, wenn sie noch „malen“. Schneiden Sie zum Beispiel ein Herz oder eine Blüte aus Papier aus und fahren Sie am Rand dieser Form mit dem Kajal entlang, so dass eine dicke Linie entsteht. Legen Sie Vorlage dann auf ein frisches Blatt Papier und streichen Sie mit der Fingerkuppe so über den Kajalrand, dass Sie ihn nach außen auf das frische Papier verwischen. Nehmen Sie die Vorlage jetzt herunter, haben Sie eine hübsche Dekoration für Schreibpapier, Platzkarten oder ähnliches. Allerdings: Dabei muss man höllisch aufpassen, denn wer das Papier an dieser Stelle berührt, hat sofort schwarze Finger und verwischt das Kunstwerk.

Deshalb haben wir uns für eine andere Idee entschieden: Wir benutzen die alten Kajalstifte und bauen damit eine Halterung für Schmuck.

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Was Sie brauchen:

  • flache Scheibe aus Schiefer, Holz oder zum Beispiel Glas
  • gebrauchte Kajalstifte
  • Heißklebepistole
  • feines Schleifpapier
  • passende Stifte
  • Aufhängung
  • Cuttermesser oder kleine Säge

Wie es geht:

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Sind Ihre Kajalstifte noch sehr lang, schneiden Sie sie mit einer kleinen Säge oder einem Cuttermesser in kleine Teile und schleifen Sie die Schnittkanten gut ab, so dass keine Splitter mehr entstehen und die Enden gleichmäßig flach sind. Haben Sie schon nur noch Stummel, müssen Sie ein Ende des Stiftes ebenfalls so bearbeiten, dass es richtig flach und eben ist.

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Nun kleben Sie die Stummel auf die Schieferplatte. Wie Sie sie dabei anordnen, ist Ihnen überlassen, achten Sie nur darauf, dass dazwischen genug Platz für den Schmuck ist, den Sie später daran aufhängen. Am einfachsten geht dieser Arbeitsschritt übrigens mit Heißkleber, aber sorgen Sie dabei für eine Unterlage. Die Hitze bringt den Farbkern der Stifte zum Schmelzen und je nach Stift und Kleber kann das schmieren oder tropfen.

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Nun können Sie die Platte noch verzieren und gegebenenfalls eine Aufhängung an der Rückseite befestigen. Wenn Sie den Schmuckhalter später aufhängen wollen, empfiehlt sich allerdings, für die Platte ein anderes Material als Schiefer zu benutzen, denn der ist schon in kleiner Größe sehr schwer – unter Umständen zu schwer zum Aufhängen.

Die Aufhänger befestigen Sie dann auf der Rückseite der Platte. Wenn Sie etwa eine Holzplatte benutzen, können Sie dafür Bilderhaken nehmen, die jeweils mit zwei winzigen Nägeln befestigt werden. Andere Aufhänger können Sie gut mit dem Heißkleber fixieren.

Schreibtischbutler für Schulanfänger

Das neue Schuljahr hat begonnen. Neben Heften, Büchern und Stiften brauchen die neuen ABC-Schützen aber auch zu Hause einen Arbeitsplatz. Und dafür können sie sich die Utensilien mit ein bisschen Hilfe auch selbst basteln.

Was ihr braucht:

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  • 4 Toilettenpapierrollen
  • flache, stabile Pappe
  • dünnen Bastelfilz oder Geschenk- oder Motivpapier
  • Kleber
  • Schere

 

Wie es geht:

Ein Schreibtischbutler bietet Platz für all die Dinge, die ein Schulkind braucht – und sortiert sie ordentlich weg, so dass sie nicht wild über den Schreibtisch kullern. Schere, Lineal, Stifte finden darin Platz und Raum für Kleinigkeiten wie Büroklammern oder Radiergummi ist auch noch.

Schneidet zunächst die Toilettenpapierrollen zurecht. In unserem Beispiel basteln wir einen Schreibtischbutler mit drei Stifteköchern in unterschiedlichen Höhen und einer Ablage. Ihr könnt die Stiftehalter natürlich auch alle gleich groß lassen, dann müsst ihr lediglich die vierte Toilettenpapierrolle längs halbieren, um die Ablageschale zu bauen. Wenn ihr ebenfalls mit unterschiedlichen Höhen arbeiten möchtet, schneidet die Toilettenpapierrollen entsprechend auf die gewünschte Größe zu.

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Nun überzieht ihr zuerst diese Bodenplatte mit dem Filz oder dem Papier. Im Prinzip könnt ihr dafür jeden Kleber benutzen. Heißkleber hat den Vorteil, dass er sehr fest klebt und extrem schnell aushärtet. Aber auch Alles- und Bastelkleber funktionieren bei diesem Projekt gut. Alternativ findet ihr im Bastelladen oder Baumarkt auch selbstklebende Folie – einfarbig oder mit allerlei Motiven.

Ordnet nun zur Probe die drei Toilettenpapierrollen, die mal Stiftehalter werden sollen, und die Ablage auf der dicken Pappe an, um zu sehen, ob alles darauf Platz hat und in welcher Sortierung es euch am besten gefällt.

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Im zweiten Schritt bezieht ihr auch die Stiftehalter und die Ablage mit dem Filz oder dem Papier. Wenn ihr verhindern wollt, dass man an der oberen Kante die Pappe sieht, schneidet den Filz ein paar Mal schräg ein und klappt ihn dann nach innen um, wo ihr ihn mit Kleber fixiert.

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Um die Stiftehalter und die Ablage auf der Bodenplatte zu verkleben, gebt etwas Kleber auf die unteren Ränder und presst diese fest auf den Boden. Geht dabei sparsam mit dem Klebstoff um, sonst quillt er an den Seiten unter den Elementen hervor.

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Wer mag, kann den Schreibtischbutler nun noch verzieren – etwa mit kleinen, künstlichen Blüten, glitzernden Stickern, Borte oder Spitzenband. Alternativ können die ABC-Schützen selbst auch mit Textilstift schon mal das Schreiben üben und ihren Namen auf den Stifthalter zeichnen.

Prinzessin auf der Fingerspitze

Prinzessin, Kasper und das Krokodil: Handpuppen kennt jedes Kind. Doch Fingertheater verlangt keine teuren Figuren. Mit Papier und Kleber können die kleinen Schauspieler ihre Fingerpuppen ganz einfach selbst machen.

Was ihr braucht:

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  • Papier
  • Buntstifte
  • Dekoration wie Wackelaugen, Wollreste, Pfeifenreiniger
  • Kleber oder Klebestreifen
  • Schere

 

Wie es geht:

Schneidet zunächst das Papier in Streifen von zwei bis drei Zentimetern Dicke und einer Länge, die etwa anderthalb Mal um den Finger des kleinen Schauspielers reicht, zurecht. Ihr könnt dafür jedes Papier verwenden, solange es nur steif genug ist, um zusammengerollt aufrecht stehen zu bleiben. Transparent- oder Reispapier eignen sich also nicht. Wenn ihr farbiges Papier benutzt, gibt das schöne Effekte und erspart den kleinen Künstler das Malen von Kleidung und Accessoires.

Wenn Kinder die Fingerpuppen selbst gestalten sollen, markiert in der Mitte des Papiers einen breiten Streifen. In diesem Fenster können die Kinder ihre Puppen malen. Rechts und links davon bleibt die Fläche stehen, auf der ihr die Fingerpuppe später zusammenklebt.

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Um die Puppen lebendiger zu machen, könnt ihr den Gesichtern Wackelaugen aufkleben oder aus Wollresten oder Pfeifenreinigern Haare formen. Auch Kleider aus gefaltetem Buntpapier oder Stoffresten sind denkbar, ebenso wie daraus Kronen oder Narrenkappen werden können.

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Sind die Figuren fertig gestaltet, rollt ihr das Papier und klebt die Enden übereinander. Das könnt ihr mit Klebeband tun, aber auch mit einfachem Kleber. Fixiert in diesem Fall die Flächen mit Büroklammern, bis der Kleber getrocknet ist. Ein Klebestift eignet sich nicht besonders gut, weil die Klebeleistung dem lebhaften Schauspiel von Kindern meistens nicht standhalten.

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Ein Schuhkarton, in den vorn ein breites Loch geschnitten wird, das Stoffreste als Vorhänge bekommt, ist ein schnell gemachtes Puppentheater und dann kommt es nur noch auf die Kreativität der Schauspieler an. Erfindet doch einfach euer eigenes Familien-Theaterstück!

Hübsches Kleid für Notebook und Co

Laptop, Tablet-PC, Smartphone: Wir alle schleppen tägliche eine Menge technische Geräte durch die Gegend. Um die zu schützen, kann man eine Menge Geld für entsprechende Taschen ausgeben – oder sich einfach und günstig echte Unikate basteln.

Was ihr braucht:

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  • 2 Scheiben dickeren Bastelfilz
  • Klettband
  • Heißklebepistole
  • Bleistift oder Schneiderkreide
  • Lineal oder Geodreieck
  • Schere
  • Dekomaterial

 

Wie es geht:

Empfindlich an Notebooks, Tablets und Smartphones sind neben den Bildschirmen vor allem die Ecken der Geräte. Um die richtig zu schützen, schneiden wir die Bastelfilzplatten so zu, dass sie an allen Kanten etwa einen Zentimeter größer sind als das Gerät, das ihr „einpacken“ wollt. Aber Achtung: Eine der Platten bekommt an einem schmalen Ende zusätzlich eine Klappe, mit der die Tasche später geschlossen wird. Wichtig ist dabei nur, dass die Klappe am Ende groß genug ist und Platz für den Klettverschluss bietet.

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Welche Form die Klappe allerdings hat, entscheidet ihr völlig frei. In unserem Beispiel haben wir einfach nur die kurzen Kanten angeschrägt, ihr könnt aber auch zum Beispiel einen Halbkreis oder ein Dreieck schneiden. Weil Filz nicht ausfranst, könnt ihr bei diesem Material ruhig experimentieren. Welchen Filz ihr für eure Tasche benutzen, ist euch überlassen. Achtet nur darauf, dass er stabil genug ist für eine Notebook-Tasche. Dicken von etwa drei Millimetern sind ausreichend.

Sind die beiden Teile der Tasche zugeschnitten, messt ihr die Breite des Klettverschlusses ab und schneidet die beiden Teile des Klettbandes auf diese Länge. Klebt nun die eine Seite des Klettbandes auf die Innenseite der Klappe und die andere Seite auf die Außenseite der Filzplatte, die ihr ohne Klappe zugeschnitten habt. Die richtigen Abstände findet ihr am besten heraus, wenn ihr die Platten so aufeinanderlegt, wie sie später zur Tasche gefügt werden sollen. Alternativ könnt ihr auch erst die Taschenhälften zusammenfügen und zum Schluss das Klettband anbringen. Das birgt bei dünnem Filz aber die Gefahr, dass der Heißkleber die beiden Filzpatten im Innern der Tasche verklebt und diese damit unbrauchbar macht.

Klebt also zunächst das Klettband auf und fügt mit dem Heißkleber anschließend die beiden Filzplatten zusammen. Achtung: Der Kleber kühlt sehr schnell aus und klebt dann nicht mehr. Fügt die Platten also lieber Stück für Stück zusammen. Kleber, der an den Kanten des Filzes herausquillt, könnt ihr mit einem Holzspieß oder ähnlichem abstreifen. Bitte nicht die Hände nehmen – dabei könnt ihr euch böse verbrennen!

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Im Prinzip ist die Hülle für Laptop und Co damit fertig.

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Wer mag, kann sie jetzt noch dekorieren. Achtet dabei darauf, dass eure Dekoration den Zweck der Hülle nicht ad absurdum führt. Große Blüten sehen zum Beispiel sicher hübsch aus, zum schnellen Transport eures Geräts eignet sich die Tasche dann aber eher nicht mehr. Stattdessen könnt ihr aber bunte Applikationen aus anderem Stoff aufnähen, Sprüche oder Motive mit Konstrastfaden aufsticken, eurer Tasche mit Spitzenband einen Vintagelook verleihen oder aus bunten Knöpfen ein Blumenbouquet oder einen Luftballonstrauß kreieren.

Memoryspiel selbst gemacht

Kaum ein Erwachsener hat je ein Kind beim Memoryspiel geschlagen. Aber vielleicht macht euch der Versuch ja wieder mehr Spaß, wenn ihr das Spiel vorher selbst bastelt – mit Motiven, zu denen ihr und eure Kinder eine Beziehung haben.

 

Was ihr braucht:

  • 10 unterschiedliche, quadratische Fotos
  • weißes Papier
  • Laminierfolien
  • Laminiergerät
  • Schere oder Schneidebrett

 

Wie es geht:

Sucht oder macht zehn unterschiedliche Fotos von Gegenständen, Orten oder Menschen, die euer Kind kennt und mag. Das können Lieblingsspielzeuge sein, Familienmitglieder oder Bilder aus dem letzten Urlaub. Achtet bei der Auswahl darauf, dass sich die Fotos quadratisch zuschneiden lassen. Je nach Alter des Kindes können die Motive kleinteiliger und damit schwieriger zu merken sein. Für kleine Kinder sollte das Bild aber möglichst nur das Hauptmotiv vor ruhigem Hintergrund zeigen.

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Schneidet die Fotos am Computer so zurecht, dass sie alle eine Größe von fünf mal fünf Zentimetern haben und druckt sie doppelt aus, damit ihr am Ende jeweils ein Paar vom selben Bild haben. Natürlich könnt ihr die Fotos alternativ auch auf Fotopapier entwickeln lassen, was den Vorteil hat, dass nichts vom Motiv auf der Rückseite des Papiers durchscheint.

Alternativ (und vor allem, wenn ihr die Kinder länger beschäftigen müsst ;-)) könnt ihr die Kinder natürlich auch selbst für die Motive sorgen lassen: Zeichnet auf einem weißen Papier Kästen von fünf mal fünf Zentimetern vor und lasst die Kinder in jedes Kästchen ein kleines Bild malen. Kopiert dann alle Blätter, damit ihr alle Motive paarweise habt.

Schneidet nun die Motive aus. Wenn ihr die Bilder auf einfachem Kopierpapier ausgedruckt habt, empfehle ich, ein Stück zusätzliches, weißes Papier auf die Rückseite zu kleben, um sie so wirklich undurchsichtig zu machen. Legt die Bilder nun sorgfältig in eine Laminierfolie. Achtet darauf, dass sie gerade liegen und genug Abstand zu einander haben.

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Laminiert die Motive und schneidet sie anschließend so aus, dass sie möglichst gleich groß sind. Fertig ist euer Memoryspiel.

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Alternative: Wenn ihr kein Laminiergerät besitzt, könnt ihr die Bilder natürlich auch auf feste Pappe oder Holzstücke kleben, die ihr vorher gut abgeschmirgelt habt. Nachteil dieser Methoden: Klebrigen Kinderfingern oder verschütteten Getränken halten sie nicht so lange Stand. Die laminierte Version lässt sich dagegen immer wieder ganz einfach feucht abwischen.

Stempel aus der Küche

Briefpapier, Platzkarten, sogar Taschen und Kleidung – es gibt beinahe nichts, was sich durch kreative Stempel nicht verschönern ließe. Doch wer für jedes Motiv neue Stempel kauft, braucht viel Geld. Es sei denn, man bastelt sich seine Stempel selbst.

Was ihr braucht:

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  • Kartoffel
  • Apfel
  • Staudensellerie oder Radicchio
  • Haushaltsgummibänder
  • Kleines Messer
  • Farbe
  • Teller oder Palette für die Farbe
  • Pinsel
  • Papier

 

Wie es geht:

Stempel lassen sich kinderleicht aus vielen Obst- und Gemüsesorten herstellen. Ich zeige euch hier drei Varianten, aber experimentiert ruhig auch mit anderen Lebensmitteln und Techniken. Auch bei der Farbe könnt ihr variieren: Stempelfarbe oder Tusche funktionieren prima, aber auch Schulmal- und Acrylfarben eigenen sich bestens und um auf Stoff zu stempeln, gibt es ebenfalls spezielle Farben.

Kartoffeldruck

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Aus Kartoffeln Stempel schneiden – das habt ihr gewiss selbst als Kind gemacht. Es braucht ein bisschen Übung, bis ihr die Motive sauber und gerade aus der Kartoffel schnitzen könnt, aber es lohnt sich, diese Zeit zu investieren. Mit Kartoffeln könnt ihr fast jedes Motiv stempeln. Außerdem lassen sich die Kartoffelstempel mehrfach benutzen – einfach die alte Farbe abwischen und einen anderen Ton auftragen, schon kann es weitergehen. Und wenn ihr von einem Motiv die Nase voll habt, schneidet die Oberkante der Kartoffel einfach ab und schnitzt in den Rest ein neues.

Dazu benutzt ihr am besten ein kleines Messer mit einer spitzen Klinge. Halbiert die rohe Kartoffel und ritzt in die Mitte das Motiv. Wenn ihr unsicher seid, könnt ihr das Motiv mit einem Stift auch vorzeichnen. Damit am Ende wirklich nur das Motiv gestempelt wird, schneidet nun den überflüssigen Rand mit dem Messer vorsichtig weg. Ihr könnt die Kartoffel direkt in die Farbe tauchen oder diese mit einem Pinsel auftragen, was euch mehr Kontrolle über die Farbintensität gibt. Außerdem könnt ihr mit einem Pinsel auch mit mehreren Farben arbeiten, zum Beispiel die beiden Hälften eines Motivs unterschiedlich färben. Nun drückt die Kartoffel kräftig auf das Papier, aber Vorsicht: Je nachdem, wie dick ihr die Farbe aufgetragen habt, rutscht der Stempel leicht weg.

Selleriestempel

Mit einem Staudensellerie kann man wunderschöne Blütenmotive stempeln (und meiner Meinung nach ist das auch einzige, wozu dieses stinkende Zeug taugt. Ich hasse Sellerie, normalerweise kommt der nicht in meine Küche, aber als Stempel ist er wirklich erstklassig). Umwickelt den Sellerie dafür mit zwei Gummibändern und schneidet den Strunk ab. Die Gummibänder verhindern dabei, dass der Sellerie auseinanderfällt. An der Schnittkante sieht er nun aus wie eine erblühte Rose. Gebt Farbe auf die Schnittkante, aber achtet darauf, dass diese nicht in die Zwischenräume fließt. Anschließend den Sellerie fest auf das Papier drücken. Diese Technik funktioniert übrigens auch mit einem Radicchio, der ist allerdings weicher und braucht ein bisschen mehr Sensibilität im Umgang. Kinder sind mit dem Sellerie besser bedient.

 

Apfeldruck

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Unter Kreativ-Bloggern im Internet gerade sehr beliebt ist der Apfeldruck. Dabei werden keine Motive geschnitzt, vielmehr ist der Apfel das Motiv. Einfach einen Apfel halbieren, die Schnittfläche einfärben und losstempeln. Das gibt eine fröhliche Obstparade.

Spardose: basteln zum Tag der Pinguine

Heute ist Internationaler Tag der Pinguine. Das hat mich prompt inspiriert und ich hab überlegt, was sich in Pinguinform gut basteln ließe. Heraus gekommen ist dieser süße Geselle, den man aber mit Geld statt Fisch füttern muss.

Was ihr braucht:

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• leere Plastikdose mit Schraubverschluss
• schwarze und weiße Farbe
• Cuttermesser und Schere
• gelben und schwarzen Bastelkarton
• Kleber
• Pinsel

 

Wie es geht:
Wascht die Plastikdose gut aus und entfernt alle Etiketten. Gut eignen sich übrigens die Dosen von Instant-Tees, die einen gelben Schraubdeckel und „eine Taille“ haben. Schraubt den Deckel ab und legt ihn beiseite. Dreht die Dose nun so um, dass der Boden oben ist und schneidet mit einem Cuttermesser im oberen Drittel der Dose einen Schlitz in die Rückseite, durch den später das Geld eingeworfen wird.

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Pinguine sind an der Vorderseite weiß, haben sonst aber ein schwarzes Gefieder. Um das zu imitieren, zeichnet auf der Dose die Kontur der Vorderseite auf, die weiß werden soll, und malt den Rest dann schwarz an. Das geht mit handelsüblicher Schulmalfarbe, aber auch mit Acrylfarbe. Spart das Gewinde für den Deckel beim Anmalen aus – zum einen, weil die Farbe das Gewinde verkleben könnte, zum anderen, weil ihr so eine Fläche habt, an der ihr  die Dose zum weiteren Bearbeiten festhalten könnt.

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Ist das Schwarz getrocknet, malt die Vorderseite weiß aus und lasst auch diese Schicht trocknen. In der Zwischenzeit könnt iht aus dem gelben Bastelkarton die Füße des Pinguins ausschneiden und sie so auf den Deckel der Teedose kleben, dass sie überstehen.

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Achtung: Probiert vorher aus, welche „Seite“ des Deckels auf der Vorderseite des Pinguins zu sehen ist, wenn der Deckel zugeschraubt ist. Vergesst ihr das, kann es sein, dass eure Pinguin-Füße am Ende nach hinten zeigen. Auch einen Schnabel könnt ihr aus dem Karton schneiden. Aus dem schwarzen Karton werden die Flügel und die Augen. Alternativ könnt ihr dafür natürlich auch Wackelaugen benutzen. Augen und Schnabel klebt ihr auf die weiße Vorderseite Ihres Pinguins. Wer will, kann auch Augenbrauen hinzufügen. Die Flügel kommen an die Seiten. Nun schraubt den Deckel mit den Füßen zu und fertig ist eure Spardose. Ist sie voll, kann sie ganz einfach geleert werden, indem der Deckel wieder abgeschraubt wird und kann so einfach wiederverwendet werden.

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Alternative: Natürlich könnt ihr auf diese Weise auch jedes andere Tier zu einer Spardose machen. Oder versucht es doch mal mit einer Prinzessinnen-Dose: Aus zu einem Fächer gefalteten Papier wird ein majestätischer Rock, auf Draht gezogene und zu einem Diadem gebogenen Perlen ergeben eine Krone, die Arme lassen sich aus Pfeiffenputzern basteln. Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.