Tag-Archiv | Do it yourself

Adventskalender aus Streichholzschachteln

Es hat schon Tradition hier in der Tüte Glück: Jedes Jahr zeige ich Ihnen, wie Sie einen Adventskalender selbst basteln können. Nach dem Klopapierrollenkalender im letzten und dem Papierboxen- und dem Sockenkalender im vorletzten Jahr, benutzen wir dazu heute leere Streichholzschachteln und einen Kleiderbügel.

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Was Sie brauchen:

  • 24 leere Streichholzschachteln
  • 24 kleine Perlen
  • 1 Kleiderbügel mit Quersteg
  • Bunt- oder Geschenkpapier
  • Klebstoff
  • Geschenkband
  • Stifte

 

Wie es geht:

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Leeren Sie für diesen Adventskalender zunächst 24 Streichholzschachteln und legen Sie die Außenhüllen zur Seite.

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Kleben Sie auf eine der schmalen Seiten der Innenschachteln eine kleine Perle. Das ist später der „Griff“, mit dem sich die Fächer des Adventskalenders leichter öffnen lassen.

Um die Außenhülle weihnachtlich zu gestalten, messen Sie die Streichholzschachteln aus und übertragen Sie die Maße auf passendes Bunt- oder Geschenkpapier. Schneiden Sie das Papier aus.

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So können Sie die Außenhülle der Streichholzschachtel darin einwickeln. Kleben Sie diese Umhüllung gut fest und stecken Sie Außen- und Innenteil der Schachteln wieder zusammen.

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Nun müssen Sie die Kästchen noch mit den Zahlen 1 bis 24 beschriften.

Anschließend binden Sie farblich passendes Geschenkband um die Schachteln und knüpfen das andere Ende des Bandes an den Steg des Kleiderbügels. Achten Sie dabei darauf, dass die Zahlen gut durchmischt sind, damit die Vorfreude beim Öffnen durch die Suche nach dem richtigen „Türchen“ gesteigert wird. Wenn Sie die Stricke unterschiedlich lang zuschneiden, bekommt der Kalender mehr Dynamik. Dazu können Sie einzelne Schachteln auch an die Unterseite einer anderen binden, statt direkt an den Kleiderbügel. Die Perlen sollten allerdings immer nach vorn zeigen, damit die „Türchen“ daran gut geöffnet werden können.

Fertig

Und nun müssen Sie sich nur noch 24 Überraschungen einfallen lassen, die in die Streichholzschachteln passen. Wie wäre es denn zum Beispiel mit einem Adventskalender für den Partner mit 24 Zetteln, auf denen Sie Dingen notieren, die Sie an ihm lieben. Oder 24 kleine Gutscheine für gemeinsame Unternehmungen, die der Beschenkte im Laufe des nächsten Jahres einlösen kann.

 

Königlich dekorieren mit Blattgold

Mit Blattmetall zu arbeiten, braucht Übung und Geduld. Das Ergebnis aber lohnt die Mühe, denn so entstehen wahrhaft königliche Dekoartikel. Wie diese kleine Schatztruhe.

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Was Sie brauchen:

  • Holzkiste
  • Anlegemilch
  • Blattmetall
  • 2 weiche Pinsel
  • Weiches Tuch
  • Dekoration

 

Wie es geht:

Blattmetall ist nicht das gleiche wie Blattgold. Es ist deutlich preiswerter und auch unproblematischer zu verarbeiten. Außerdem bekommen Sie es nicht nur in Gold, sondern auch in Silber oder Kupfer, was Ihnen noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Wenn Sie keinen eigenen Basteltisch haben, empfehlen wir allerdings, die Arbeitsfläche mit alter Zeitung oder Folie abzudecken, denn beim Verarbeiten des Blattmetalls entstehen lose Flocken, die überall haften bleiben und sich einzeln nur schwer entfernen lassen.

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Als erstes grundieren Sie die Holzschachtel mit sogenannter Anlegemilch. Die bekommen Sie im Bastelgeschäft oder online. Sie wirkt wie ein Spezialkleber und bereitet die Oberfläche darauf vor, die Metallflocken zu fixieren. Die Anlegemilch muss mindestens 20 Minuten antrocknen. Die genaue Trocknungszeit finden Sie auch auf den Verpackungen von Anlegemilch und Blattmetall. Bei sehr saugfähigen Oberflächen wie dem Holz unserer Schachtel empfiehlt es sich, nach 20 Minuten eine weitere Schicht Anlegemilch aufzutragen und auch diese antrocknen zu lassen.

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Erst danach beginnen Sie mit dem Auflegen des Blattmetalls. Sie können mit ganzen Blättern arbeiten, dann schaffen Sie eine glatte, gleichmäßige Oberfläche. Allerdings braucht es viel Übung, um die hauchdünnen Blätter ohne Falten und Risse zu applizieren. Für den Antik-Effekt, den wir uns für die Schatztruhe wünschen, bietet es sich aber an, mit Metallflocken zu arbeiten. Diese können überlappend auf das Holz aufgebracht werden und dürfen und sollen Falten werfen. Diese Art zu arbeiten hat einen weiteren Vorteil: Fingerabdrücke fallen hierbei nicht weiter auf, so dass sie die Flocken auch mit den Fingerspitzen vorsichtig auf die Oberfläche setzen können. Einfacher und präziser ist es aber, wenn Sie dafür eine Pinzette benutzen.

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Mit einem weichen und trockenen Pinsel tupfen und streichen Sie anschließend das Metall auf dem Holz fest.

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Haben Sie die komplette Kiste mit Blattmetall überzogen, geht es an die Abschlussarbeiten: Mit einem weichem Tuch reiben Sie die überstehenden Metallreste ab und glätten letzte Falten. Haben Sie keine Angst, hier auch mit etwas Druck zu arbeiten. Wenn Sie dabei versehentlich auch Metall entfernen, das nicht entfernt werden sollte, bearbeiten Sie die Stelle einfach erneut mit Anlegemilch und setzen ein neues Stück Metall auf. Damit ist die Vergoldung abgeschlossen.

 

Wenn Sie möchten, können Sie die Truhe nun noch verzieren oder auch mit Lack versiegeln, damit es länger hält. Aber Vorsicht: Auch versiegelt sind Gegenstände mit Blattmetall nur für den Gebrauch in Innenräumen gedacht. Um Gegenstände für den Außenbereich zu vergolden, sind sehr viel aufwendigere Techniken notwendig.

Funkelnde Galaxie im Glas

Mit diesem Basteltipp holen wir das Weltall ins Kinderzimmer: Wir gestalten bunte, glitzernde Galaxien in alten Einmachgläsern.

Fertig

Was Sie brauchen:

  • Glas mit Schraubdeckel
  • Wattebällchen
  • Farbe (Lebensmittel- oder Schulmalfarben)
  • Glitzerpulver
  • Wasser
  • Schaschlikspieß
  • Deko für den Deckel

 

Wie es geht:

Sogenannte „Galaxy Jars“, also „Galaxie-Gläser“, sind unter Bastel-Bloggern im Internet gerade sehr angesagt. Weil Sie so unkompliziert und schnell herzustellen sind und immer wieder anders aussehen, sind sie auch eine tolle Bastelei für Kinder.

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Füllen Sie das saubere, fettfreie Einmachglas zunächst zu etwa einem Viertel mit Wasser. Soll das Glas als Dekoration länger stehen, verwenden Sie am besten stilles Mineral- oder destilliertes Wasser. Das enthält keine Kalkteilchen, die sich mit der Zeit ablagern könnten.

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Geben Sie etwas Farbe zum Wasser und verrühren Sie sie gut. Welche Farbe Sie nutzen, hängt vom Effekt ab, den Sie erzielen wollen. Lebensmittelfarbe löst sich im kalten Wasser schnell und rückstandslos auf, ergibt am Ende aber eher pastellige Galaxien. Schulmalfarben zum Beispiel müssen Sie vorsichtig dosieren und gründlich umrühren, damit sich keine Farbklumpen bilden. Das macht es vor allem in den späteren Arbeitsschritten schwierig. Dafür färbt sie deutlich kräftiger.

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Geben Sie nun noch ein bisschen Glitzer in das Wasser. Anschließend können Sie nach und nach die Wattebällchen in das Glas geben.

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Drücken Sie sie mit einem Schaschlikspieß leicht nach unten, aber lassen Sie ruhig Spielraum zwischen den einzelnen Wattebällchen. Sie saugen sich mit dem Wasser voll, sollen aber nicht wie eine Masse aussehen, sondern sich mit kleinen „Seen“ aus freiem Wasser abwechseln. Der Glitzer schwimmt in der Regel oben, drücken Sie ihn mit dem Schaschlikspieß einfach ein bisschen an die Glaswand und schieben sie ihn nach unten.

Sind Sie mit der ersten Lage zufrieden, füllen Sie ein weiteres Viertel des Glases mit Wasser und geben auch hier Farbe und Glitzer – in einem anderen Ton – hinzu. Dann folgt auch hier die Watte. Auf diese Weise füllen Sie das Glas bis zum Rand mit bunten, glitzernden „Galaxien“.

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Anschließend verschließen Sie das Glas mit dem Deckel. Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, können Sie die Innenseite des Deckelrandes mit Alles- oder Heißkleber bestreichen und den Deckel erst dann schließen. Ist der Kleber getrocknet, verhindert er nicht nur, dass der Deckel wieder geöffnet werden kann, sondern beugt auch dem Auslaufen vor. Wer mag, kann die Deckel-Oberseite nun noch mit bunten Bändern, Stoffen oder Accessoires verschönern.

Fertiga

Selbst gemacht: glibberiger Slime

Er ist glibberig, kommt meist in grellen Farben und mit stark chemischem Geruch daher – und begeistert fast alle Kinder: Slime. Wir zeigen Ihnen heute, wie Sie den selbst machen können und so wenigstens genau wissen, was drin ist.

Was Sie brauchen:

  • Bastelkleber ohne Lösungsmittel
  • Flüssigwaschmittel
  • Lebensmittelfarbe
  • Glitzer
  • Styroporperlen

 

Wie es geht:

Bei unseren Testbastel-Kindern kam dieses Projekt super an. Sie wollten den fertigen Slime – oder auf deutsch: Schleim –  am Ende gar nicht mehr aus der Hand legen. Eltern sehen in diesem Produkt in der Regel wenig Sinn, aber bei den Kindern ist es der Hit. Auch das Herstellen ist kinderleicht. Trotzdem sollten Sie kleinen Bastlern dabei zur Hand gehen, denn die einzelnen Komponenten sollten nicht im Mund oder auf der Kleidung landen.

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Geben Sie als erstes etwas lösungsmittelfreien Bastelkleber in eine Schüssel. Fangen Sie mit einer kleinen Menge an, Sie können die Zusammensetzung der einzelnen Komponenten jederzeit anpassen.

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Fügen Sie dem Klebstoff nun Flüssigwaschmittel hinzu. Die Verschlusskappe des Waschmittels oder ein kleines Glas eignen sich gut als Dosierhilfe. Welches Waschmittel Sie benutzen, ist egal. Weder die Marke, noch die Frage, ob es sich um Color- oder Weißwaschmittel handelt, ist für den Slime relevant. Das Wachmittel sorgt am Ende dafür, dass die Masse formbar wird und nicht an den Händen und allem anderen klebt, mit dem er in Berührung kommt. Je mehr Waschmittel Sie verwenden, umso fester wird das Ergebnis.

Rühren Sie Waschmittel und Klebstoff gut zusammen. Sobald sich die beiden Komponenten verbunden haben, wird es Zeit, sich die Hände schmutzig zu machen. Fügen Sie, wenn Sie das möchten, jetzt Lebensmittelfarbe und Glitzerpulver hinzu.

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Auch kleine Styroporkugeln können Sie jetzt untermischen. Das stabilisiert den Slime. Kneten Sie ihn nun gut durch. Das braucht ein bisschen Geduld und Ausdauer. Allmählich sollte die Masse aber fester werden und sich immer leichter von den Händen lösen. Klappt das nicht, geben Sie noch ein bisschen zusätzliches Flüssigwaschmittel hinzu. Wird der Slime zu fest, reißt oder bricht also beim Formen, fügen Sie noch ein wenig Klebstoff hinzu.

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Bildet sich Schaum oder enthält der Schleim zu viel Flüssigkeit, können Sie das reduzieren, indem Sie die Masse weiter kneten. Hilft das nicht, legen Sie den Slime auf ein Küchentuch und tupfen Sie Schaum und Flüssigkeit vorsichtig ab. So können die Kinder ihn nicht nur für das typische Durch-die-Finger-quetschen nutzen, sondern können damit sogar Figuren und Kunstwerke formen.

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Trend-Notizen Sketchnotes: So geht es

Sie sind gerade sehr in und sollen helfen, nichts Wichtiges mehr zu vergessen: Sketchnotes. Ich habe die gezeichneten Notizen ausprobiert und zeigen Ihnen, wie Sie den Anfang finden.

Fertig

Was Sie brauchen:

  • ein Blatt Papier
  • Bleistift
  • Fineliner
  • farbigen Filzstift

 

Wie es geht:

Sketchnotes sind Notizen, die nicht aufgeschrieben, sondern gezeichnet werden. So soll es dem Gehirn leichter fallen, sich Wichtiges zu merken. Zugleich macht das Zeichnen den meisten Menschen einfach mehr Spaß. Es gibt versierte Sketchnote-Nutzer, die damit ganze Konferenzen und Vorträge „mitschreiben“. Bis Sie das schaffen, braucht es aber sehr viel Übung und Routine, denn am Anfang dauert das Zeichnen deutlich länger als das einfache Mitschreiben.

Wir empfehlen daher für den Anfang eine Sketchnote über etwas, dass weniger umfangreich ist und das Sie nicht unter Zeitdruck setzt. Probieren Sie es doch mal mit einem Rezept oder einer Bastelanleitung.

Übrigens: Notizen zu zeichnen, heißt nicht, dass Sie keine Schrift benutzen dürfen. Sie wird nur oft aufwendig gestaltet oder in ein Bild eingebunden – zum Beispiel beim Titel Ihrer Sketchnote.

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Legen Sie den Titel als Erstes auf Ihrem Blatt Papier an. Ob Sie ihn mittig oder an den oberen Rand setzen, ist Ihnen überlassen. Überlegen Sie nun, wie viele Schritte, also Bilder, Sie brauchen. Wenn Sie das vorher wissen, ist es einfacher, das Blatt so einzuteilen, dass auch wirklich alles Platz hat. Wenn Sie sich unsicher fühlen, können Sie die einzelnen Schritte Ihrer Sketchnote-Anleitung vorskizzieren, indem Sie Rahmen für jeden einzelnen Schritt anlegen. Aber Vorsicht: Gerade am Anfang verschätzt man sich schnell, was den Platzbedarf eines Bildes angeht. Unter Umständen ist es also einfacher, erstmal zu zeichnen und erst am Ende Rahmen zu ziehen, wo sie notwendig sind.

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Nun beginnen Sie mit dem Zeichnen und dafür müssen Sie kein Künstler sein. Sketchnotes müssen schnell gehen, deshalb wird reduziert gezeichnet. Im Wesentlich bestehen die Figuren und Motive aus geometrischen Grundformen wie Punkt, Linie, Rechteckt, Dreieck, Kreis, Oval oder Welle. Nadine Roßa nennt das in ihrem Buch „Sketchnotes – visuelle Notizen für alles“ ihr „visuelles Alphabet“.

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Schauen Sie sich mal in Ihrer Umgebung um und versuchen Sie die Gegenstände, die Sie sehen, in diese Grundformen zu zerlegen. Mit ein bisschen Übung gelingt das schnell. Bücher bestehen so etwa aus Rechtecken, eine Stehlampe aus einem Dreieck mit abgeschnittener Spitze, einer vertikalen und einer horizontalen Linie und einem Halbkreis. Nun müssen Sie diese Grundformen nur noch aufs Papier bringen, schon ist die erste Form fertig.

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Kleiner Tipp, um Menschen zu zeichnen: Legen Sie die am Anfang einfach als Strichmännchen an, aber geben Sie ihnen „Gelenke“ – so können Sie nicht nur stehen, sondern zum Beispiel auch winken, sitzen oder auf etwas zeigen. Sie werden sehen, es braucht keine aufwendigen Details, um „verständlich“ zu zeichnen.

Ergänzen Sie, wo die Skizze nicht reicht, Ihr Bild durch Schrift und genießen Sie das Ausschmücken Ihrer Szenen mit Fahnen, Rahmen, Symbolen oder farbigen Akzenten.

Einhorn pupst Badesalz

Ein Vollbad mit Salz aus dem Toten Meer ist gesund und wohltuend – aber auch ziemlich langweilig. Es sei denn, Sie peppen das Salz ein bisschen auf. Ich zeige Ihnen, wie das geht:

Fertig

Was Sie brauchen:

  • Totes-Meer-Badesalz
  • Lebensmittelfarbe
  • pflegendes Öl

 

Wie es geht:

Totes-Meer-Salz soll nicht nur für ein entspannendes, sondern auch für ein heilsames Vollbad sorgen. Seine besonderen Inhaltsstoffe kommen vor allem bei er Behandlung von Haut- und Atemwegserkrankungen zum Einsatz. Nun ersetzt das heimische Wannenbad keinen Urlaub am Toten Meer, aber beruhigend und pflegend wirkt es trotzdem. Nur ist es nicht besonders aufregend: Salz als Badezusatz schäumt nicht, blubbert nicht, glitzert nicht und macht das Badewasser auch nicht bunt. Es sei denn natürlich, Sie benutzen dieses selbstgemachte Badesalz, das in der Sonne so bunt funkelt und glitzert, dass unsere Testkinder spontan an all die Produkte denken musste, die im Moment überall mit Einhörnern beworben werden und das Badesalz sofort „Einhorn-Pups“ getauft haben.

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Die Herstellung ist dabei denkbar einfach. Geben Sie etwas Totes-Meer-Salz, das sie unbehandelt als Badezusatz in Drogerien oder Apotheken bekommen, in eine Schüssel.

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Nun fügen Sie etwas Lebensmittelfarbe hinzu. Hierbei gilt: Je mehr Farbe, desto intensiver leuchtet am Ende auch das fertige Badesalz. Wollen Sie eher pastellige Töne erzielen, benutzen Sie am besten nur wenige Tropfen Farbe. Rühren Sie Farbe und Salz jetzt gründlich um. Es kann eine Weile dauern, bis das Salz die Farbe richtig annimmt, aber früher oder später funktioniert das gut.

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Den nächsten Schritt können Sie auslassen, wenn Sie das Badesalz so unbehandelt wie möglich verwenden möchten. Ansonsten geben Sie nun für die Extraportion Pflege etwas Körper-Öl zu der Mischung. Wir haben dafür Jojoba-Öl benutzt. Sie können aber natürlich auch jedes andere Öl benutzen. Wenn Sie auf eine rückfettende Pflege weniger Wert legen, können Sie auch einfach einige Tropfen ätherisches Öl benutzen, um Ihrem Badesalz einen besonders schönen Duft zu verleihen. Aber Achtung: Achten Sie immer darauf, dass Sie wirklich reines ätherisches Öl benutzen, das auch für die Verwendung in Kosmetik zugelassen ist. Einfache Raumduft-Öle sind nicht geeignet, weil sie zu schweren Hautreizungen führen können. Auch beim Öl gilt: Weniger ist mehr. Einige Tropfen reichen in der Regel aus.

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Wenn Sie auch das Öl gut untergerührt haben, breiten Sie das Salz für einige Stunden auf einem Küchenpapier oder Zeitung (Achtung, kann abfärben!) aus und lassen die Lebensmittelfarbe trocknen, damit das Salz später in der Verpackung nicht schimmelt.

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Nun füllen Sie Ihr Einhorn-Pups-Badesalz in hübsche Gläser oder Flaschen.

Fertig

Gestalten sie noch ein Etikett. Vor allem, wenn Sie das Badesalz verschenken wollen, ist auch ein Schildchen mit den Zutaten eine gute Idee. So wissen zum Beispiel Allergiker sofort, ob Sie das unbedenklich Salz verwenden können oder nicht.

Eins, zwei, schön: Serviettentechnik

Holz, Stoff, Glas, Plastik, Stein, Kerzen – mit der Serviettentechnik können Sie Gegenstände aus fast jedem Material Ihrem persönlichen Geschmack anpassen. Ich zeige Ihnen, wie das geht.

Fertig

Was Sie brauchen:

  • Papierservietten mit Motiv
  • Gegenstand zum Verzieren
  • passenden Klebstoff oder Acryllack
  • dicke Pinsel
  • Stifte oder Sticker zum Dekorieren

 

Wie es geht:

Geeignet für diese Bastelei sind alle Papierservietten mit einem hübschen Motiv. Sie können die Serviettentechnik auf wirklich fast jedem Untergrund arbeiten, solange er trocken, fett- und staubfrei ist. Wir haben für unser Beispiel eine kleine Dose aus Plastik zu einem Behälter für unsere Lesezeichensammlung umfunktioniert – und gleich noch eine Bonbonschale dazu gebastelt.

Wenn Sie möchten, dass das Serviettenmotiv richtig strahlend zur Geltung kommen, sollten Sie transparente oder dunkle Untergründe zunächst in einer hellen Acrylfarbe anmalen. Nur auf hellen Flächen wirkt das Motiv wirklich deutlich. Wir haben uns bei unserem Projekt dagegen entschieden, weil wir einen Vintagelook erreichen wollten, der durch die Transparenz der Plastikdose unterstrichen wird.

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Schneiden Sie nun zunächst die Servietten so zurecht, dass das Motiv gut auf die Dose passt. Wir benutzen dafür die komplette Serviette. Sie können aber auch nur einzelne Bildbestandteile ausschneiden und aufbringen. Reißen Sie diese Motive aus der Serviette, bekommen Sie später einen fließenden Rand. Schneiden Sie sie ordentlich aus, wird der Rand klar umrissen.

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Nun lösen Sie vorsichtig die oberste Zellstoffschicht Ihrer Serviette. Nur sie trägt das Motiv, weshalb auch nur sie gebraucht wird.

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Dann streichen Sie die Oberfläche der Dose dünn mit einem Klebstoff ein. Sie können dafür speziellen Serviettenkleber benutzen, aber jeder andere, oft günstigere, Leim funktioniert auch. Wichtig ist nur, dass er sich dünn auftragen lässt, ohne Blasen oder Beulen zu bilden. Auf Plastik oder Holz zum Beispiel können Sie auch direkt mit Acryllack arbeiten und sparen sich dann das Versiegeln am Ende. Bei speziellen Untergründen wie Kerzen oder Stoff müssen Sie einen Klebstoff nutzen, der dafür geeignet ist.

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Legen Sie nun das Serviettenmotiv vorsichtig auf die Oberfläche mit dem Klebstoff und streichen Sie es mit dem Pinsel fest. In diesem Arbeitsschritt können Sie auch Luftblasen und Falten aus dem Motiv streichen. Allerdings braucht es etwas Geduld und Übung, bis Sie das richtige Gefühl für den notwendigen Druck haben. Beginnen Sie lieber vorsichtig. Das gilt auch für den Klebstoff: Zu viel davon lässt die Servietten ebenso einreißen wie zu heftige Bewegungen mit dem Pinsel.

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Anschließend lassen Sie Ihr Motiv gut trocknen. Das dauert ein paar Stunden. Haben Sie die Serviette mit Klebstoff fixiert, können Sie nun mit Acryllack noch einmal über das Motiv malen. So schaffen Sie – je nach Lack in matt oder glänzend – eine schöne Oberfläche, die sogar abwaschbar ist. Wer mag, kann vorher einzelne Konturen des Motivs mit wasserfesten Metallic- oder Glitzerstiften nachmalen oder mit Applikationen und Stickern betonen. Aber auch hier ist Vorsicht angebracht, damit das Motiv nicht noch kurz vor Vollendung einreißt.

Handpuppe aus alten Socken

Als Kind hatte ich ein Kasperletheater. Das bestand aus drei knallrot lackierten Holzwänden, deren beide Seitenteile man aufklappen konnte, damit das Theater Stand hatte. Im Mittelteil war ein großes Fenster rausgeschnitten – meine Bühne. Mein Vater hatte das Teil, meine ich, selbst gebaut. Und wir haben wilde Geschichten darin erlfunden. Inzwischen sind dann doch ein paar Jahre vergangen und ich habe keine Ahnung, was aus dem Theater und den vielen Handpuppen geworden ist, aber jetzt, wo meine Leihkinder in ein Alter kommen, in dem sich die einen allmählich aktiv mit ihrer Umgebung beschäftigen und die anderen bereits mit viel Fantasie eigene Geschichten erfinden, ist mir wieder eingefallen, wie viel Spaß mir das Puppentheater als Kind gemacht hat. Und von diesen Gedanken war es nur noch ein kleiner Schritt zum Plan, Handpuppen selbst zu machen.

Ausprobiert habe ich das dann allerdings für einen Erwachsenen. Der hat einen minimalen Sammeltick für alles, was mit Eseln zu tun hat. Also wollte ich als Spaßgeschenk eine Eselhandpuppe basteln. Das Ergebnis ist… na ja, zumindest kreativ. Vor allem aber lässt sich die Technik auf jede andere Figur umsetzen und ist super und preiswert auch gemeinsam mit Kindern nachzubasteln.

 

Was ihr braucht:

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  • eine graue Socke
  • Heiß- oder Sekundenkleber
  • Karton in Grau, rot, pink oder
    orange und ggf. schwarz
  • Wackelaugen
  • optional: Floristendraht

 

Wie es geht:

Schneidet zunächst aus dem roten Karton zwei Quadrate aus und rundet jeweils eine Kante davon stark ab. Das werden später Zunge und Gaumen unseres Sockenpuppen-Esels. Sie sollten etwas schmaler sein, als eure Socke an den Zehen breit ist.

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Für die richtige Platzierung, stülpt die Socke probeweise so über die Hand, dass ihr mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger fest im Zehenteil stecken und mit dem Daumen in der Nähe der Ferse. Bewegt eure Hand auf und ab, als ob ihr mit der Sockenpuppe „sprecht“. Dort, wo jetzt eure Finger liegen, müssen nun die beiden roten Kartonstücke aufgeklebt werden. (Den Test solltet ihr nicht auslassen. Ich habe frei Schnauze geklebt und dann festgestellt, dass die Männersocke so riesig ist, dass ich mit meinen Finger gar nicht bis in die Spitze reiche, wenn ich mit Daumen und Zeigefinger den „Mund“ bewegen will.) Die geraden Kanten sind dabei einander zugewandt, stoßen aber nicht direkt aneinander, damit ihr sie später noch frei bewegen können. Aber Vorsicht: Achtet darauf, dass ihr beim Kleben die andere Sockenseite nicht versehentlich mit ankleben.

Dreht eure Socke nun um und klebt die beiden Wackelaugen auf der Oberseite der Socke auf. Habt ihr keine fertigen Augen, könnt ihr die einfach selbst machen, indem ihr„Pupillen“ aus schwarzem Karton auf weißen und diese dann auf die Socke klebt.

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Nun kommt der schwierige Teil: Schneidet aus festem, grauen Karton die Eselsohren aus. Knickt etwa zwei Zentimeter der unteren Kante um. Das wird die Klebekante, mit der ihr die Ohren gleich oberhalb der Augen auf die Socke klebt. Vorher könnt ihr aus orange- oder pinkfarbenem Karton noch Innenohren basteln.

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Nun klebt ihr die Ohren mit der Klebekante auf die Socke. Sollten sie zu schwer sein und nach hinten fallen, könnt ihr die Rückseite mit etwas festem Bastel- oder Floristendraht verstärken, den ihr mit Heißkleber einfach auf den Karton klebt.

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Das war der Esel. Dauert keine halbe Stunde. An einem verregneten Bastelnachmittag kann also eine ganze Armee Sockenpuppen entstehen. Bunte Kindersocken zum Beispiel können mit „Haaren“ aus verschieden farbigen Pfeifenputzern zu lustigen Monstern werden und eine grüne Socke wird mit einer langen Kartonzunge und einem kleinen Krönchen leicht zum Froschkönig. Also: Wenn eure Waschmaschine mal wieder einzelne Socken gefressen hat, ist das ab sofort ein Grund zur Freude, weil die traurige Übriggebliebene der perfekte Kandidat für die nächste Handpuppe ist.