Tag-Archiv | Geschenkanhänger

Selbstgemacht: Weihnachtliche Geschenkanhänger

Diesen Basteltipp habe ich ursprünglich zu Weihnachten vorbereitet, aber wenn Sie die Motive abwandeln, taugt er auch für alle anderen Gelegenheiten, bei denen Sie etwas verschenken wollen. Selbstgebastelte Geschenkanhänger sehen hübsch aus und Sie verlieren nicht den Überblick darüber, für wen welches Päckchen gedacht war.

 

Fertig

Was Sie brauchen:

  • Bastelkarton oder festes Motivpapier
  • Holzklammern
  • Schere
  • Klebstoff
  • Stifte
  • Kordel oder Geschenkband
  • Locher
  • Klebepads als Abstandhalter

 

Wie es geht:

Geschenkanhänger aus Papier

Wenn es schnell gehen muss, sind Geschenkanhänger aus Papier die beste Wahl. Was Sie dafür brauchen, finden Sie in der Regel daheim und Sie können in kurzer Zeit viele Anhänger basteln. Besonders schön sehen diese Anhänger aus, wenn Sie mit weihnachtlichem Motivpapier arbeiten. Sie können aber auch Bastelkarton benutzen. Oder Sie nehmen alte Kalenderblätter oder weihnachtliches Geschenkpapier. In diesem Fall sollten Sie es aber zunächst auf festere Pappe kleben, damit Ihr Geschenkanhänger später nicht knickt.

Zeichnen Sie auf der Rückseite des Papiers die Form des Anhängers vor. Wollen Sie mehrere identische Anhänger basteln, legen Sie sich am besten eine Schablone an, dann geht das schneller. In unserem Beispiel sind die Anhänger 5 Zentimeter breit und etwa 8 Zentimeter hoch.

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Schneiden Sie nun den Anhänger aus und fertigen Sie aus einem farblich passenden Papier, das sich gut beschriften lässt, einen etwas schmaleren Streifen.

Kleben Sie auf die Rückseite des schmalen Streifens nun kleine Klebepads als Abstandshalter. Die gibt es im Bastelladen und sie geben dem Anhänger später Dreidimensionalität. Haben Sie keine Abstandshalter zur Hand, können Sie den Streifen aber natürlich auch einfach direkt auf den Anhänger kleben.

Stanzen Sie mit einem Locher in die obere Mitte des Anhängers ein Loch und fädeln Sie dort eine Kordel oder Geschenkband durch. Nun müssen Sie nur noch den Namen des Beschenkten auf den Anhänger schreiben und ihn an das passende Päckchen binden.

Geschenkanhänger aus Holzklammern

Wäscheklammern aus Holz geben prima Geschenkanhänger ab. Messen Sie Breite und Höhe der Klammer aus und zeichnen Sie auf passendem Papier eine Form vor, die in der Größe zur Klammer passt. Wir haben in unserem Beispiel zunächst einen Stern gebastelt.

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Aber Sie können natürlich alle möglichen Motive ausprobieren.

Schneiden Sie das Motiv aus, kleben Sie es, um es zu verstärken, auf bunte Pappe und schneiden Sie die Konturen erneut aus. Kleben Sie den Stern dann auf das obere Ende der Klammer. Am einfachsten geht das mit Heißkleber. Sie können aber auch jeden anderen, gut haftenden Klebstoff benutzen.

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Beschriften Sie den Stern mit dem Namen des Beschenkten und heften Sie ihn an das Geschenkband, mit dem Sie das Präsent verpackt haben. Fertig ist die Bescherung.

Eleganz mit Pseudo-Porzellan

An diesem Wochenende öffnen viele Töpfer ihre Werkstätten und Ateliers für Besucher. Zum Tag der offenen Töpferei können Sie sich inspirieren lassen – und die schönsten Designs dann zu Hause nachmachen. Zum Beispiel Geschenkanhänger aus Pseudo-Porzellan. Anleitungen dazu gibt es unzählige im Netz. Für mich hat sich dieses Rezept bewährt:

 

Was ihr braucht:

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  • 1 ½ Tasse Mehl
  • 1 Tasse Salz
  • ½ Tasse Wasser
  • Lebensmittelfarbe
  • Große Schüssel
  • Nudelholz
  • Kochlöffel
  • Ausstechförmchen oder ein Glas
  • Schaschlikspieß
  • Dekorationshilfen
  • Deckweiß

 

 

Wie es geht:

Eines vorweg: Was am Ende wie Porzellan aussieht, ist ein Material, dass ihr sicher aus Kindertagen kennt, denn wir arbeiten mit einfachem Salzteig. Dafür gebt ihr Mehl, Salz und Wasser in eine Schüssel und rührt so lange, bis ein geschmeidiger Teig entsteht, der weder klebt, noch bröselt. Das ist eine Herausforderung. Wenn die Konsistenz nicht sofort stimmt, gebt iht vorsichtig etwas mehr Mehl oder eben Wasser an den Teig.

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Wenn ihr euer Porzellan mit farbigen Akzenten verzieren wollt, teilt jetzt eine Portion Teig ab und färbt ihn mit Lebensmittelfarbe ein. Dann mehlt ihr die Arbeitsfläche und das Nudelholz gut ein und rollt den Salzteig so weit aus, dass er nur noch etwa anderthalb Zentimeter dick ist.

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Nun könnt ihr mit einem Glas oder mit Ausstechförmchen Motive ausstechen. Stecht mit einem Schaschlikspieß ein Loch in die Formen, daran könnt ihr eure Porzellananhänger später aufhängen – entweder um sie als Schmuckstück zu tragen oder zum Beispiel, um Geschenke zu verzieren.

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Wenn ihr dreidimensional arbeiten wollt, könnt ihr mehrere, unterschiedlich große Formen aufeinanderlegen. Verbindet die einzelnen Schichten mit ein bisschen Wasser, damit sie nach dem Backen nicht abfallen. Ein schönes Muster erhaltet ihr, indem ihr einen Ohrring, Tortenspitze oder ähnliches vorsichtig in den Teig drückt.

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Nun kommen die Anhänger bei 150 Grad für eine halbe Stunde in den Ofen. Sie würden zwar auch an der Luft aushärten, das würde aber Tage dauern. Nach dem Auskühlen bemalt ihr die Oberfläche weiß, damit die Anhänger auch wirklich wie Porzellan aussehen. Welche Farbe ihr dafür benutzt, ist abhängig vom Verwendungszweck. Salzteig lässt sich prima mit normalen Schulfarben bemalen, aber wasserfest sind die natürlich nicht.

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Alternative: Statt zu Anhängern könnt iht Salzteig natürlich auch zu Schildern oder Deko wie einem Teelichthalter verarbeiten. Experimentiert ein bisschen – oder fragt die Töpfer in den offenen Töpfereien um Rat! Ich bin für Derartiges nämlich kein guter Ratgeber, wie mein „Teelichthalter“ beweist. Die wichtigste Lektion, die ich dabei gelernt habe: Wenn das Innere eines Teelichthalters eben ist, ist das nicht das Schlechteste 😉

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