Tag-Archiv | Geschenke verpacken

Furoshiki: Allzweckwaffe Tuch

Mit „Furoshiki“ bezeichnen die Japaner eine Technik, quadratische Tücher in Tragetaschen oder Geschenkverpackungen zu verwandeln. Das klappt ohne Klebstoff, Bänder oder Klebestreifen, nur mit Knoten.

Fertig_Verpackung

Was Sie brauchen:

  • Ein quadratisches Tuch (empfohlene Größe etwa 140 x 140 Zentimeter)

 

Wie es geht:

„Furoshiki“ zu verwenden, ist praktisch und umweltschonend. Ein Tuch passt in jede Handtasche und ist mit wenigen Handgriffen zu einer stabilen Tragetasche umgewandelt, so dass Sie beim Einkaufen keine Plastiktüten kaufen müssen. Und auch als Geschenkverpackung belastet es die Natur weniger als die traditionelle Mischung aus Geschenkpapier, Tesafilm und Geschenkbändern. Und der Beschenkte kann das Tuch später gleich selbst weiterverwenden. Sie können dieses Projekt mit Tüchern aller Art nachbasteln. Das Material ist zweitrangig. Am einfachsten bastelt es sich aber mit einem großen, quadratischen Tuch.

 

Kreuzknoten

 

Egal, ob Sie eine Verpackung oder eine Tragetasche bauen wollen, müssen Sie als Erstes den sogenannten Kreuzknoten beherrschen. Legen Sie dafür zwei Ecken des Tuches übereinander. Damit Sie die Seiten besser auseinanderhalten und in der Anleitung verfolgen können, haben wir hier die rechte Tuchseite mit einer neonfarbenen Markierung versehen. Der rechte Zipfel liegt unter dem linken und wird dann von hinten erst über den vorderen und dann unter ihm durch wieder nach hinten gezogen, so dass ein normaler Knoten entsteht. Der markierte Zipfel liegt jetzt links. Führen Sie ihn unter dem anderen Zipfel hindurch. Legen Sie ihn nun über den anderen und fädeln Sie ihn durch den Zwischenraum. Jetzt noch festziehen und der Kreuzknoten hält auch schwerere Gegenstände aus.

Furoshiki-Tasche

Mehr als diesen Knoten brauchen Sie nicht, um das Tuch in eine große Einkaufstasche zu verwandeln. Verknoten Sie die jeweils zwei direkt gegenüberliegenden Ecken des Tuchs mit einem Kreuzknoten, aber lassen Sie dabei einen Zipfel länger überstehen als den anderen. Diese beiden langen Zipfel führen Sie jetzt ebenfalls mit einem Kreuzknoten zusammen und bilden so einen Henkel aus ihnen. Jetzt ist die Tasche fertig zum Befüllen.

Furoshiki-Verpackung

Auch ein Geschenk können Sie nach dieser Methode verpacken. Eine schöne Variante für rechteckige Gegenstände wie Bücher geht so: Legen Sie das Buch so auf das ausgebreitete Tuch, dass es schräg zu den Kanten liegt. Wickeln Sie nun die Seite des Tuchs, die dem Buchrücken am nächsten ist, um das Buch. Schlagen Sie dann die gegenüberliegende Seite darüber. Ist das Tuch sehr groß, wickeln Sie es einfach mehrfach um das Buch, bis keine Ecke mehr übersteht. Nun führen Sie die rechts und links überstehenden Tuch-Enden straff über dem Buch zusammen und fixieren Sie sie mit einem Kreuzknoten. In den Knoten können Sie zur Dekoration noch Blüten oder Zweige stecken.

Schön verpackt, ist halb gewonnen

Schöne Geschenke sind das eine, aber ebenso wichtig ist eine hübsche Verpackung. Doch was tun, wenn man in dieser Sache unbegabt ist – oder die Geschenke extrem unhandlich sind? Dann helfen unsere Last-Minute-Verpackungstipp:

Was Sie brauchen:

  • Geschenkpapier
  • Geschenkband
  • Klebestreifen
  • Schere
  • Nähgarn
  • Nähnadel

 

Wie es geht:

Am einfachsten ist es natürlich, wenn Sie eine Geschenktüte oder einen festen, rechteckigen Karton besorgen. Darin sind unhandliche Präsente gut aufgehoben und ein Karton lässt sich kinderleicht verpacken. Doch es geht auch ohne:

Riesen-Bonbon

Diese Verpackungsmethode eignet sich für alle runden und ovalen Gegenstände. Schneiden Sie Ihr Geschenkpapier so zu, dass Sie beispielsweise einen Ball, den Sie verschenken wollen, einmal darin einrollen können. Falten Sie die Längskanten des Geschenkpapiers einmal um. So sieht die Kante schöner aus, die sich bildet, wenn Sie das Papier mit Klebestreifen schließen. Rollen Sie das Papier so über dem Ball zusammen, dass es eine enge Röhre darum bildet, aber keine Knicke wirft. Schließen Sie die Röhre mit einem kleinen Stück Klebestreifen. Rechts und links des Ball raffen Sie das Papier vorsichtig zusammen und schließen es mit Geschenkband. Binden Sie das Band eng zusammen, achten Sie aber darauf, dass dabei das Geschenkpapier nicht einreißt. Wer es ein bisschen lustiger mag, kann die Enden des Riesen-Bonbons nun noch in schmalen Streifen einschneiden.

Stern-Verpackung

Egal, welche Form Ihr Geschenk hat: Mit dieser Verpackungsmethode sieht unterm Weihnachtsbaum alles zauberhaft aus. Sie müssen allerdings ein bisschen Zeit und Geschick mitbringen.

Legen Sie zwei Lagen Geschenkpapier übereinander und schneiden Sie es so zurecht, dass es deutlich größer ist als das Geschenk. Nun zeichnen Sie einen Stern auf die Rückseite des Geschenkpapiers. Testen Sie vor dem Ausschneiden noch einmal, ob ihr Geschenk auch wirklich in die Mitte des Sterns passt. Dann schneiden Sie zwei deckungsgleiche Sterne aus und legen diese mit den Rückseiten aufeinander.

Jetzt nähen Sie diese beiden Sterne mit Nähgarn und großen Stichen zusammen. Nehmen Sie das Garn doppelt, um eine feste Naht zu bekommen und setzen Sie die Stiche einen halben bis einen Zentimeter vom Rand entfernt, damit das Papier nicht einreißt.

Wenn nur noch die obere Hälfte des Sterns offen ist, füllen Sie ihn mit dem Geschenk und Füllstoff wie Kunstschnee, Konfetti, Lametta oder ähnlichem. Anschließend schließen Sie die Naht des Sterns und verstechen den Faden. Mit einer Nagelschere schneiden Sie schließlich überstehende Ränder ab. Diese Methode funktioniert je nach Anlass auch mit anderen Motiven wie Herzen oder einer Geburtstagstorte.

Geschenktüte

Keine Geschenktüte im Haus? Dann machen Sie sie doch einfach selbst. Falten Sie dazu einen Bogen Geschenkpapier so, dass sich die beiden äußeren Seiten in der Mitte treffen. Würden Sie das Papier wieder auffalten, sollte das Blatt aussehen wie ein Flügelalter. Kleben Sie das Papier an der Kante mit einem langen Klebestreifen zusammen.

Nun falten Sie das untere Ende des Papiers einmal nach oben – und zwar ungefähr fünf Zentimeter oderhalb der unteren Kante. Falten Sie das Papier wieder auf und falten Sie dass die unteren Ecken des Papier so weit nach oben, dass Ihre Kante den Falz berührt, den Sie gerade gebildet haben. Falten Sie beide Ecken wieder auf.

Nun wird es ein bisschen umständlich: Falten Sie die Ecken wie auf dem Bild oben nach innen und schlagen Sie dann die obere Lage des Geschenkpapiers an dem gerade entstanden Querfalz nach oben – die untere Lage bleibt liegen!

Nun ist Ihr Geschenktüten-Boden schon fast fertig. Falten Sie nur noch die obere Lage des Geschenkpapiers wie auf dem Bild oben nach unten, die untere Lage nach oben. Sorgen Sie dabei dazu, dass sich die beiden Lagen leicht überlappen und fixieren Sie sie mit einem Klebestreifen. Jetzt können Sie die Tüte vorsichtig entfalten und befüllen. Sie können die obere Kante anschließend einfach einige Male umknicken und festkleben oder -tackern. Oder Sie geben sich etwas mehr Mühe und gestalten zum Beispiel einen Verschluss in Form eines Fächers.

Kleiner Tipp für alle Verpackungen mit Geschenkpapier: Wenn Sie das Papier doppelt legen, haben Sie nicht nur ein schöneres Bild beim Auspacken, weil auch die Innenseite festliche Motive zeigt. Das Papier reißt auch nicht so schnell.