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Königlich dekorieren mit Blattgold

Mit Blattmetall zu arbeiten, braucht Übung und Geduld. Das Ergebnis aber lohnt die Mühe, denn so entstehen wahrhaft königliche Dekoartikel. Wie diese kleine Schatztruhe.

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Was Sie brauchen:

  • Holzkiste
  • Anlegemilch
  • Blattmetall
  • 2 weiche Pinsel
  • Weiches Tuch
  • Dekoration

 

Wie es geht:

Blattmetall ist nicht das gleiche wie Blattgold. Es ist deutlich preiswerter und auch unproblematischer zu verarbeiten. Außerdem bekommen Sie es nicht nur in Gold, sondern auch in Silber oder Kupfer, was Ihnen noch mehr Gestaltungsmöglichkeiten bietet. Wenn Sie keinen eigenen Basteltisch haben, empfehlen wir allerdings, die Arbeitsfläche mit alter Zeitung oder Folie abzudecken, denn beim Verarbeiten des Blattmetalls entstehen lose Flocken, die überall haften bleiben und sich einzeln nur schwer entfernen lassen.

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Als erstes grundieren Sie die Holzschachtel mit sogenannter Anlegemilch. Die bekommen Sie im Bastelgeschäft oder online. Sie wirkt wie ein Spezialkleber und bereitet die Oberfläche darauf vor, die Metallflocken zu fixieren. Die Anlegemilch muss mindestens 20 Minuten antrocknen. Die genaue Trocknungszeit finden Sie auch auf den Verpackungen von Anlegemilch und Blattmetall. Bei sehr saugfähigen Oberflächen wie dem Holz unserer Schachtel empfiehlt es sich, nach 20 Minuten eine weitere Schicht Anlegemilch aufzutragen und auch diese antrocknen zu lassen.

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Erst danach beginnen Sie mit dem Auflegen des Blattmetalls. Sie können mit ganzen Blättern arbeiten, dann schaffen Sie eine glatte, gleichmäßige Oberfläche. Allerdings braucht es viel Übung, um die hauchdünnen Blätter ohne Falten und Risse zu applizieren. Für den Antik-Effekt, den wir uns für die Schatztruhe wünschen, bietet es sich aber an, mit Metallflocken zu arbeiten. Diese können überlappend auf das Holz aufgebracht werden und dürfen und sollen Falten werfen. Diese Art zu arbeiten hat einen weiteren Vorteil: Fingerabdrücke fallen hierbei nicht weiter auf, so dass sie die Flocken auch mit den Fingerspitzen vorsichtig auf die Oberfläche setzen können. Einfacher und präziser ist es aber, wenn Sie dafür eine Pinzette benutzen.

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Mit einem weichen und trockenen Pinsel tupfen und streichen Sie anschließend das Metall auf dem Holz fest.

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Haben Sie die komplette Kiste mit Blattmetall überzogen, geht es an die Abschlussarbeiten: Mit einem weichem Tuch reiben Sie die überstehenden Metallreste ab und glätten letzte Falten. Haben Sie keine Angst, hier auch mit etwas Druck zu arbeiten. Wenn Sie dabei versehentlich auch Metall entfernen, das nicht entfernt werden sollte, bearbeiten Sie die Stelle einfach erneut mit Anlegemilch und setzen ein neues Stück Metall auf. Damit ist die Vergoldung abgeschlossen.

 

Wenn Sie möchten, können Sie die Truhe nun noch verzieren oder auch mit Lack versiegeln, damit es länger hält. Aber Vorsicht: Auch versiegelt sind Gegenstände mit Blattmetall nur für den Gebrauch in Innenräumen gedacht. Um Gegenstände für den Außenbereich zu vergolden, sind sehr viel aufwendigere Techniken notwendig.

Lieblingslied in der Schachtel

Kinder sind fasziniert von Spieluhren. Den Allerkleinsten helfen Sie beim Einschlafen. Die Größeren lieben sie als kleine Schatzkästchen. Wir zeigen Ihnen heute, wie man eine Spieluhr einfach selber machen kann.

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Was Sie brauchen:

  • Spieluhrlaufwerk
  • Karton
  • Steine, Glasnuggets, große Perlen oder Holzklötzchen
  • Klebstoff
  • Cuttermesser oder Bastelskalpell
  • Festen Karton, Plastik oder dünnes Holz
  • Dekoration

 

Wie es geht:

Das wichtigste für dieses Bastelprojekt ist das Spieluhrenlaufwerk. Die größte Auswahl und die günstigsten Preise finden Sie im Internet. Aber auch einige Bastelläden und selten auch Uhrmacher verkaufen diese Laufwerke. Es gibt sie in allen möglichen Melodien.

Lassen Sie sich nicht irritieren, wenn das Laufwerk nach dem Auspacken leise und flau klingt. Stellen Sie es probehalber lose in den Karton, der Ihre Spieluhr werden soll, und Sie werden merken, wie groß der Unterschied ist. Die Laufwerke brauchen einen Resonanzraum um sich herum, um zu klingen.

Messen Sie nun aus, wie breit der Schlüssel ist, mit dem die Spieluhr später aufgezogen wird, und schneiden Sie einen Schlitz in entsprechender Größe in die Seite oder den Boden des Kartons. Wo der Schlitz platziert wird, hängt davon ab, ob Sie ein Laufwerk gekauft haben, dessen Schlüssel am Boden ist oder eines mit einem seitlichen Schlüssel.

Fädeln Sie den Schlüssel durch den Schlitz und kleben Sie das Laufwerk im Inneren der Schachtel fest auf den Boden. So verhindern Sie, dass es beim Abspielen rutschen und damit scheppern kann.

Drehen Sie die Schachtel nun um und kleben Sie dekoratives Bastelklebeband, sogenanntes Dekotape, auf und um den Schlitz, durch den der Schlüssel ragt. So wird die Spieluhr auch von außen attraktiver.

Nun setzen Sie über das Laufwerk ein Stück Pappe, Plastik oder dünnes Holz, dass Sie vorher genau auf die Größe des Schachtelinneren zugeschnitten haben. Dekorieren Sie es gern mit buntem Papier oder Stoff. Damit diese Abdeckung fest sitzt und nicht wackelt, kann es nötig sein, dass Sie auf den Boden der Schachtel, gegenüber dem Laufwerk, ein Holzklötzchen oder ähnliches aufkleben müssen, das dieselbe Höhe hat wie das Laufwerk.  Auf diesem Abstandshalter und dem Laufwerk ruht nun Ihre Abdeckung, die Sie ebenfalls festkleben können. Fertig ist das Innere Ihrer Spieluhr. Mit einem Deckel auf der Schachtel ist eine kleine Schatztruhe mit der Lieblingsmelodie entstanden.

Vier Glasnuggets, große Perlen, Steine oder Holzklötzchen an den vier Ecken des Bodens werden zu Füßen. So steht die Spieluhr sicher und der Schlüssel kann sich frei drehen und die Melodie abspielen. Kleben Sie sie einfach fest. Das ist natürlich unnötig, wenn der Schlüssel an der Seite der Schachtel sitzt.

Wer mag, kann die Spieluhr nun noch individuell dekorieren – oder ein kleines Geschenk in die Schatztruhe legen.