Tag-Archiv | Schmuck basteln

Gute-Laune-Schmuck: Ohrringe aus Strohhalmen basteln

Mit Strohhalmen kann man nicht nur trinken. Sie eignen sich auch bestens für kleine Basteleien. Ein Beispiel sind unsere großen Ohrringe für kleine Diven.

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Sie brauchen:

  • Strohhalme in verschiedenen Farben
  • Backpapier
  • Bügeleisen
  • Locher
  • Haken oder Stecker von alten Ohrringen
  • 2 Biegeringe
  • kleine Zangen
  • Schere

 

Wie es geht:

Bild 1

Lassen Sie kleine Bastelhelfer Strohhalme aussuchen und so nebeneinander sortieren, dass ihnen die Farbkombination gefällt. Je größer die Ohrringe werden bzw. je mehr Sie basteln wollen, desto mehr Strohhalme sollten für diesen ersten Arbeitsschritt ausgewählt werden.

Bild 2

Falten Sie den Bogen Backpapier einmal in der Mitte und legen Sie die Strohhalme nebeneinander so darauf, dass sie genau am Falz liegen. Nun falten Sie die zweite Hälfte des Papiers darüber. Achten Sie darauf, dass die Strohhalme nicht verrutschen. Wichtig ist vor allem, dass sich zwischen den einzelnen Strohhalmen keine Lücken bilden.

Bild 3

Setzen Sie nun das aufgeheizte Bügeleisen auf das Backpapier und fahren Sie mit Druck so lange darüber, bis die Strohhalme geschmolzen und zu einer glatten Fläche verbunden sind.

Lassen Sie das Ganze kurz abkühlen und lösen Sie dann vorsichtig das Backpapier von der entstandenen Plastik-Matte. Ist diese vollständig abgekühlt, zeichnen Sie die spätere Form Ihrer Ohrringe darauf vor. Wählen Sie dafür einen Teil der Matte aus, die keine Lücken oder Löcher zwischen den Strohhalmen enthält, sonst besteht das Risiko, dass der Schmuck später an diesen Stellen reißt. Schneiden Sie nun die Form aus. Achten Sie aber darauf, dass der obere Teil der Ohrringe breit genug ist, um später ein Loch für die Aufhängung einzustanzen.

Sind Sie mit der Form und Größe zufrieden, können Sie mit einem handelsüblichen Locher eine Öffnung in den oberen Rand der Ohrringe stanzen. Ist Ihnen die Öffnung zu groß, können Sie sie auch einfach mit einer dicken Stopf- oder Ledernadel einstechen. Dann brauchen Sie nur ein bisschen mehr Geschick und Geduld beim nächsten Arbeitsschritt. Fädeln Sie nun erst den Biegering durch das Loch und darauf den Haken oder Stecker, an dem der Ohrring befestigt wird. Anschließend schließen Sie mit Hilfe kleiner Zangen die Öffnung im Biegering.

Fertig

Die Ohrringe können Sie auch jetzt, wenn sie eigentlich fertig sind, noch jederzeit anpassen – zum Beispiel, wenn Sie für kleinen Diven doch ein bisschen groß geraten sind. Arbeiten Sie Form und Größe einfach mit einer Schere nach. Mit dieser Technik lassen sich natürlich auch andere Schmuckstücke wie Kettenanhänger oder Dekoration wie Fenster- oder Baumschmuck basteln.

Freundschaft geknüpft

Gute Freunde sind unbezahlbar. Grund genug, der Freundschaft auch ein sichtbares Symbol zu geben – zum Beispiel mit Freundschaftsbändern. Diese Variante ist schnell gemacht und trotzdem ganz individuell (und weckt jedenfalls bei mir ganz alte, sehr liebe Kindheitserinnerungen).

 

Was ihr braucht:

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  • Wollfäden oder Stickgarn, ca. 50 cm
  • Wasserflasche
  • ggf. Feuerzeug

 

Wie es geht:

Sucht euch aus den Wollfäden bzw. dem Stickgarn Farben aus, die ihr mögt und die sich schön kombinieren lassen. Denkt dabei vor allem an die Vorlieben und den Kleiderschrank des Beschenkten. Der soll das Freundschaftsband am Ende ja auch tragen, also sollte es zu seinem Geschmack passen. Ja mehr Fäden ihr benutzt, desto breiter wird am Ende das Freundschaftsband.

Schneidet die Fäden anschließend auf eine Länge von etwa einem Meter zurecht und legt sie in der gewünschten Reihenfolge nebeneinander. Nun knotet das Bündel am Hals einer Wasserflasche fest. Sie muss nicht mehr voll sein, allerdings hilft das zusätzliche Gewicht durch die Flüssigkeit gerade am Anfang beim Knüpfen. Ob ihr die Flasche auf einem Tisch positioniert oder euch zwischen die Knie klemmt, ist Geschmackssache. Sie muss nur stabil genug stehen, um euch zu erlauben, die einzelnen Knoten, die gleich entstehen, fest anzuziehen.

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Nun beginnt ihr mit dem ersten Band (ganz links im Bündel) und knoten es nacheinander um die folgenden Fäden. Zieht das Garn dabei gut an und schiebt den Knoten immer wieder fest nach oben. Seid ihr am Ende des Wollbündels angekommen, lasst den Faden hängen und beginnt neu auf der linken Seite, indem ihr das Garn, das dort nun zuvorderst hängt, ebenfalls um alle anderen Fäden knotet. So geht es weiter, bis das Freundschaftsband lang genug ist, um das Handgelenk des Beschenkten zu umfassen. Wenn alles richtig gelaufen ist, habt ihr nun ein Band, das in bunten Schrägstreifen gemustert ist. Das ist die einfachste aller Varianten. Wer mehr Zeit und Fingerfertigkeit aufbringen kann, kann aber unzählige weitere Variationen knüpfen. Tolle Inspirationen findet ihr zum Beispiel bei Babsi.

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Nun nehmt ihr das Band von der Flasche und flechtet die losen Garnenden, bis sie lang genug sind, um das Freundschaftsarmband damit zuzubinden. Fixiert die beiden so entstandenen, kleinen Zöpfe wieder durch einen Knoten und schmelzt ggf. die Enden (bei Kunstgarn), indem ihr die Flamme des Feuerzeugs darunter haltet. So verhindert ihr, dass die Enden unschöne Fäden ziehen.

Variante: Ihr könnt unterschiedliche Muster knüpfen, indem ihr jeweils an einer anderen Stelle des Fadenbündels mit dem Knüpfen beginnt. Eine Alternative ist es auch, kleine Perlen auf die Garne zu fädeln und sie erst dann zu verknoten.

Sommerwichteln

Meine Lieben,

Ende August war ein bisschen wie Weihnachten. Nicht dem Wetter nach (das fühlt sich erst seit ein paar Tagen wie Dezember an), sondern der großen Freude wegen. Aber der Reihe nach: Vor ein paar Wochen hat Babsi von der Bänderkiste in ihrem Blog gefragt, wer Lust hätte, ein Sommerwichteln zu veranstalten. Die Idee: Jeder Teilnehmer bekommt einen Wichtel zugeteilt, dem er bis Ende August eine kleine, selbstgemachte Überraschung schicken sollte. Bilder davon und das Geheimnis, wer nun wen bewichteln durfte, sollten aber erst veröffentlicht werden, wenn alle versorgt sind. Ich habe mich natürlich sofort angemeldet, denn ich liebe Überraschungen. Und ich bin immer noch ganz hin und weg vom Ergebnis.

Mein Wichtelgeschenk hat vermutlich den längsten Weg hinter sich. Es kam aus der Schweiz, von Veronika alias Kreativhäxli. Schon das Auspacken war ein Genuss. Leider war meine Vorfreude so groß, dass ich ans Fotografieren erst dachte, als die Verpackung längst entsorgt war. Jedes einzelne Teil war liebevoll in Seidenpapier eingewickelt und dazwischen lagen kleine Täfelchen echter Schweizer Schokolade (ich bin ganz stolz auf mich, dass davon wirklich noch was da ist). Das Auspacken der einzelnen Geschenke habe ich zelebriert: Eine Häkelnadeln mit einem toll gemusterten Fimo-Griff in Farben, die nicht perfekter zu mir passen könnten. Winzige Klammern mit bunten Häkelblumen, bei denen ich mich schon darauf freue, sie als Dekoration für Geschenke zu benutzen, selbst gedruckte Apfel-Postkarten, die an faule Sommernachmittage auf der Obstwiese erinnern, eine zauberhafte Häkel-Eule, die zu meiner kleinen Eulensammlung passt und nun an der Ecke meines Bildschirms baumelt… Ach, seht doch einfach selbst:

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Liebes Kreativhäxli, vielen Dank für diese große Freude und schöne Grüße in die vermutlich inzwischen auch schon frühherbstliche Schweiz!

Ich selbst habe sehr lange überlegt, was ich meinem Wichtel schicken soll. Mir war Thyra alias liolinchen zugelost worden und ich habe stundenlang in ihrem Blog gestöbert, um ein Gefühl dafür zu bekommen, womit ich ihr wohl eine Freude machen könnte. Leider war ich nach diesem Stöbern zwar neidisch bis zum Mond und zurück, weil sie so zauberhafte Dinge näht – und dabei kreativ und akkurat gleichzeitig ist (ich kann immer nur eines), aber ich hatte keine Ahnung, was für eine Person sich hinter dem Blog verbirgt, denn es gibt nirgends ein Bild oder ein „Über mich“. Aber eine Frau, die bei ihren Sachen so viel Detailliebe und Verspieltheit beweist, musste einfach Schmuck lieben. Das war jedenfalls meine Hoffnung. Also habe ich entschieden, ihr ein Set aus einer Kette und Ohrringen zu schicken. Und damit es nicht so langweilig wird, sollten es keine einfachen runden Perlen sein. Stattdessen habe ich Splitter verschiedener Halbedelsteine benutzt und sie durch Mini-Silberperlen getrennt. Aber auch hier bekommt ihr vermutlich ein besseres Bild, wenn ihr einfach selbst schaut:

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Mir hat das Sommerwichteln jedenfalls riesigen Spaß gemacht. Liebe Babsi, das war eine tolle Idee – und vielleicht veranstalten wir das ja zur echten Wichtelzeit noch einmal?

Mein erster Brautschmuck

Vor kurzem heiratete ein Paar, das ich schon lange kenne und sehr, sehr gern mag. Ich hab mich riesig für beide gefreut. Aber noch viel mehr für mich – als die Braut mich nämlich bat, ihr ihren Brautschmuck zu machen. Ich empfinde das als große Ehre, immerhin muss der Schmuck an diesem großen Tag etwas ebenso Besonderes sein wie das Kleid, die Frisur und das Make up.

Deshalb habe ich vorher lange und ausführlich mit der Braut gesprochen, ihr verschiedene Stile und Techniken und Materialien vorgeschlagen, mir auf Fotos ihr Kleid zeigen und von der Frisur erzählen lassen. Immerhin sollte sie nicht den ganzen Tag damit beschäftigt sein, die Haare oder den Kragen ihres Jäckchens aus den Ohrringen zu zerren, nur weil die zu lang oder zu pompös geraten waren.

Schnell war klar: Sie wollte es nicht überkandidelt, aber es sollte auf jeden Fall glitzern. Traditionell und glamourös. Elegant und individuell. Soweit der Fahrplan. Wir entschieden uns dann für echte Süßwasserperlen und Strasssteine. Letztere mit sechs Zentimeter Durchmesser, die Perlen mit fünf, was meine Geduld beim Fädeln auf eine harte Probe stellte. Die Löcher sind bei so kleinen Steinen nämlich so schmal, dass ich beim Strass wirklich Probleme hatte, die drei Stränge Schmuckdraht durchzufädeln.

Aber gut, so sah das also aus, als ich loslegte:

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Beschlossen war, dass es am Ende eine schmale Kette, ein Armband und Ohrringe geben sollte. Die Entstehung des Ganzen fasse ich euch hier mal in einer Diaschau zusammen. Eine ausführliche Anleitung für eine Kette und Ohrringe findet ihr ja schon hier.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Mein Schmuck war dafür zwar nicht maßgeblich, aber ich bilde mir ein, dass er zumindest einen kleinen Anteil daran hatte, dass die Braut an ihrem großen Tag absolut umwerfend aussah. Nicht nur, weil das Kleid wie für sie gemacht schien, sondern vor allem, weil sie vor Glück strahlte.

In diesem Sinne an alle Bräute da draußen: Möge euch dieses Strahlen nie abhanden kommen. Möge euer Hochzeitstag auf viele, viele Ehetage strahlen und sie ebenso glücklich machen.

Schmuckgalerie mit neuen Lieblingsstücken

Meine Lieben,

heute nur wenig Lesestoff, dafür mehr zum Gucken. Ich hatte dieser Tage einen Schmuckbastelanfall und habe gleich drei neue Sets gebastelt (und zum warm werden die beiden Ohrring-Paare vom Titelbild dieses Beitrags), von denen mindestens eines das Potenzial hat, mein neuer Lieblingsschmuck zu werden. Jetzt stellt sich nur ein Problem, mein Schmuckschrank (ja, kein Kästchen, ein Schrank!) sieht bereits so aus:

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Nein, genau genommen, ist er heute viel, viel, viel voller. Diese Bilder entstanden vor über einem Jahr. In der Zwischenzeit sind Dutzende Ketten, vor allem aber Ohrringe dazu gekommen. Ich müsste ausmisten, um wirklich wieder eine ordentliche Sortierung vorlegen zu können. Aber Schmuck wegzuwerfen, ist wie Bücher in den Müll zu geben: geht gar nicht. Also schiebe ich alle Ketten noch ein bisschen enger zusammen und balanciere die neuen au der äußeren Kante der Rundhölzer. Und die Ohrringe hängen innen jetzt so eng auf eng, dass man die einzelnen Paare kaum mehr unterscheiden kann. Aber so hat wenigstens alles seinen Platz.

Platz zum Beispiel für dieses Set in braun. Auf den ersten Blick eher unscheinbar, aber es ist auch als Büroschmuck gedacht. Ich trage zwar deutlich häufiger schwarz als braun, aber wenn mir doch mal danach war, hatte ich bisher keinen passenden Schmuck. Das hat sich hiermit geändert:

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Das neue Gute-Laune-Set ist gar nicht geplant gewesen. Für eine Freundin habe ich rote Ohrringe gemacht, um kaputt gegangene zu ersetzen. Dabei habe ich festgestellt, dass ich von den Riesen-Perlen noch etliche in ganz verschiedenen Farben habe. Durch den Strudel im Inneren erinnern die Perlen etwas an Campino-Bonbons und weil sie so groß sind, kann man die Kette wirklich nur zu farblich sehr dezenter Kleidung tragen (und sollte dafür eigentlich ein bisschen größer sein als ich), aber ich finds trotzdem toll:

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Und zu guter Letzt, mein neuer Lieblingsschmuck. Diesmal nicht gefädelt, sondern in eine fertige Gliederkette gearbeitet (gibt es in jedem Bastelladen zu kaufen). Ich habe einfach die Perlen auf Nietstifte gezogen und deren Enden um die jeweiligen Kettenglieder zu Ösen gebogen. Zwischen den Nietstiften mit den Perlen liegen in diesem Fall je 10 Glieder. Hat sich als der perfekte Abstand erwiesen, die Perlen klappern am Hals nicht aneinander, stehen nicht ab oder sehen sonst irgendwie komisch aus. Die Farben sind hübsch, aber die Perlen klein und pastellig genug, um auch zum Büro-Outfit super auszusehen. Ich bin jedenfalls total verliebt:
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Nun bin ich gespannt auf eure Wahl: Welches ist euer Lieblingsset? Würdet ihr sowas überhaupt tragen oder steht ihr auf ganz andere Art von Schmuck. Ich freue mich auf einen ganzen Haufen neuer Inspiration.

DiY-Anleitung: Schmuck selber machen

Ihr Lieben,

am Samstag steht für mich eine wichtige Veranstaltung an. Verbandsjubiläum, ich führe durch den Tag. Viele Fotos. Und auf allen will ich natürlich gut aussehen. Das Outfit habe ich deshalb gestern schon mal zusammen gestellt – und wie immer dabei bemerkt, dass unter meinen über 50 Ketten und mehr als 70 Paar Ohringen nicht ein Set ist, das dazu passt. Also habe ich gestern Abend wie eine Wilde Schmuck gemacht und dabei für euch gleich noch eine kleine DiY-Anleitung fotografiert.

Was ihr braucht: Schmuckdraht (38 oder 45 mm), einen Verschlusskarabiner für Ketten und Biegeringe, Quetschkalotten, Quetschperlen, Ohringrohlinge (ich hab Stecker genommen, Hänger tun es aber auch), Nietstifte und Perlen nach Wahl. Dazu eine Zange zum Quetschen, eine zum Biegen und eine zum Schneiden (handlicher als richtige Schmuckzange, ich verwende trotzdem einen Seitenschneider, den ich Papa aus der Werkzeugkiste geklaut habe). Verwirrend, diese ganzen komischen Namen? Damit ihr erkennen könnt, was was ist, habe ich die einzelnen Bestandteile mit der Google-Bildersuche verlinkt. So bekommt ihr ein Bild von den Dingen.

Zuerst messt ihr den Schmuckdraht ab. Wenn ich von einer üblichen Spule wie dieser hier zwei Umdrehungen abwickle, passt das ziemlich genug für meinen Hals und die Kettenlänge, die ich bevorzuge. Das müsst ihr aber ausprobieren:

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Anschließend fädelt ihr erst eine Quetschkalotte, dann eine Quetschperle über ein Ende des Drahts.

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Dort, wo ihr das Ende haben wollt, presst ihr die Quetschperle mit der Quetschzange fest zusammen und schneidet den überstehenden Draht mit dem Seitenschneider oder der entsprechenden Schmuckzange einfach ab. Dann die Quetschkalotte über die platte Perle schieben und ebenfalls zusammenpressen.

Achtung, es gibt verschiedene Arten von Quetschkalotten, auch solche, die statt des Lochs zum Durchfädeln des Verschlusses eine Öse haben, die man selbst zu Ende biegen muss. Ich mag die nicht sehr gern, weil meine Erfahrung zeigt, dass sich die Öse leicht wieder aufbiegt. Der Kettenverschluss hält also nicht so gut. Deshalb empfehle ich diese Quetschkalotten:

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Ist das erledigt, fädelt ihr erst einen offenen Biegering in das Loch der Kalotte und dann den Karabiner in den Ring. Ring schließen, fertig. Ich schließe den Ring immer, indem ich die eine offene Seite mit der Biege- und die andere mit der Quetschzange anfasse und die Enden dann sachte zueinander schiebe. Braucht ein bisschen Übung, aber das habt ihr schnell drauf:

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Nun geht es ans Fädeln. In diesem Fall möchte ich eine Kette mit roten Glasschiffperlen, zwischen denen jeweils weitere Perlen hängen sollen. Dazu fädele ich die Perlen zum Hängen erstmal auf Nietstifte, anschließend die Glasschiffperlen auf den Draht.

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Bevor ich mich um die hängenden Perlen kümmere, schließe ich die Kette. Heißt also: Kettenlänge final abmessen, wieder erst eine Quetschkalotte, dann eine Quetschperle über das zweite Drahtende fädeln, Perle pressen, überstehenden Draht abschneiden, Kalotte drüberschieben, zudrücken, Biegering in das Loch, Ring schließen und schon könnt ihr den Karabiner in den Ring einhaken und eure Kette schließen. Jetzt können euch keine Perlen mehr vom Draht rutschen und ihr könnt euch in aller Ruhe um die Hängerein kümmern.

Schneidet die Nietstifte etwa einen Zentimeter über der letzten Perle ab (am Anfang lieber etwas großzügiger sein, das Ösenbiegen ist am Anfang ein bisschen tricky). Mit der Biegezange greift ihr jetzt das Ende des Nietstiftes und biegt es so eng wie möglich zu einem Kreis, den ihr aber noch nicht ganz schließt! Denn jetzt hängt ihr den Stift an der halben Öse, die ihr gerade gemacht habt, über den Draht eurer Kette und zwar zwischen zwei Perlen.

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Erst jetzt wird die Öse mit der Biegezange richtig geschlossen. Das macht ihr mit allen perlenbesetzten Nietstiften und schon ist eure Kette fertig.

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Die Ohrringe gehen viel schneller. Außerdem habt ihr ja jetzt schon Übung: Wieder Perlen auf zwei Nietstifte fädeln. Aber bevor ihr ihn abschneiden und die Öse biegen könnt, fädelt ihr den Stift jetzt noch durch das Loch in einem Ohrring-Rohling (egal ob Stecker oder Hänger, so ein Loch haben die alle). Anschließend Nietstift einen guten Zentimeter über dem Rohling abknipsen. Die Öse biegt ihr dann um den Rohling herum ganz zu, so das am Ende ein hübscher, hängender Ohrring entsteht.

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Habt ihr wie ich Stecker genommen, braucht ihr jetzt noch etwas, um den Ohrring hinterm Ohr zu verschließen. Silikon-Stopper gibt es sehr günstig online, alte Schräubchen von Ohrringen, die kaputt gegangen sind oder wo einer verloren ist, hebe ich trotzdem immer auf.

Am Ende jedenfalls habt ihr ein schickes und vor allem garantiert einzigartiges Schmuckset – und ich habe den perfekten Begleiter für dieses Pailletten-Top, das ich Samstag tragen werde:

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In diesem Sinne, viel Spaß beim Schmuck machen und lasst mich eure Kreationen doch mal sehen. Entweder hier in den Kommentaren oder per Mail an anigras83@gmail.com. Dann mache ich hier bei Gelegenheit mal eine Leser-Schmuck-Galerie. Ich freu mich drauf!

Glitzern und funkeln

Alles fing damit an, dass ich gelbe Ohrringe suchte. Ich habe da so einen Tick: Mein Schmuck muss farblich immer zu meinem Outfit passen – meist zu Schuhen und Tasche. Das führte zu einem sehr, sehr großen Schuhschrank und über 30 Handtaschen. Darunter auch eine gelbe, zu der ich mir die passende Schuhe mal aus der Türkei mitgebracht hatte. Doch passenden Schmuck dazu konnte ich einfach nirgends auftreiben. Irgendwann erklärte mir eine Verkäuferin auch, woran das liegt: Gelb sei eine Saisonfarbe. Schmuck in dieser Farbe gebe es deshalb immer nur im Sommer. Ich wollte aber JETZT passenden Schmuck, und der Sommer war zu dieser Zeit schon lange vorbei.

Also fing ich an, zu googeln. Es konnte doch nicht so schwer sein, eine kleine Kette und ein paar einfache Ohrringe selbst zu machen. War es auch nicht. Für das erste Set kaufte ich, was ich brauchte, vor Ort in einem großen Bastelladen. (Das passierte mir danach nie wieder, denn dort kostet Schmuckzubehör fast doppelt so viel wie im Internet). Das kleine Set aus gelben, ovalen Glas- und silbernen Quetschperlen war in kürzester Zeit fertig, und ich hatte plötzlich nicht nur Schmuck, der zu Schuhen und Tasche passte, sondern auch noch solchen, der mir genau passte. Mit meinen 1,50 Meter Körpergröße war mein Oberkörper vorher eigentlich immer zu kurz gewesen, um handelsübliche Ketten richtig zur Geltung zu bringen. Ohrringe, die ich gern auffällig mag, stießen ständig an meine Schultern.

Das alles stört mich heute nicht mehr. Andere tragen maßgeschneiderte Kleidung, ich trage Maßschmuck. Eine kleine Auswahl meiner Kreationen zeige ich euch hier (zum Vergrößern einfach anklicken):