Tag-Archiv | Weihnachten

Lifehack: Weihnachten im Weinglas

„Lifehacks“ sind Tricks, um Aufgaben mit den Dingen zu lösen, die eben gerade zur Verfügung stehen. Und dass das nicht nur nützlich sein, sondern auch richtig hübsch aussehen kann, beweist unser heutiger Lifehack, der aus einem Weinglas eine weihnachtliche Tischdeko zaubert.

Fertig

Was Sie brauchen:

  • 1 Rotweinglas
  • 1 kleine Stumpenkerze
  • Bastelkarton
  • Watte
  • Kunstschnee
  • weihnachtliches Geschenkband
  • passende Dekorationsartikel
  • Stift
  • Schere

 

Wie es geht:

Besuch ist ja eigentlich etwas sehr Schönes – aber gerade im Advent soll Besuch bei uns ja auch eine gemütliche, heimelige Atmosphäre vorfinden. Wenn Sie aber eigentlich so gar nicht der Typ für üppige Weihnachtsdekoration sind, ist guter Rat teuer. Mit einem Weinglas und Kleinigkeiten, die sie leicht selbst sammeln oder basteln können, zaubern Sie jetzt eine Tischdekoration, die für die richtige Adventsstimmung sorgt – und nach dem Besuch ruckzuck wieder abgebaut ist.

Stellen Sie das Weinglas mit der Öffnung nach unten auf ein Blatt festen Karton oder Pappe und zeichnen Sie die Umrisse nach. Schneiden Sie den Kreis nun aus. Das wird die Unterlage für den Rest Ihrer Deko. Wenn Sie die Dekoration transportieren wollen oder sich ein bisschen mehr Glanz wünschen, können Sie statt der Pappe auch eine Schiefer- oder Metallplatte oder einen kleinen Spiegel benutzen, um die Weinglasdekoration darauf zu arrangieren.

Zupfen Sie nun ein Wattebällchen auseinander und verteilen Sie es auf dem Pappkreis. Um die Illusion von Schnee noch ein bisschen echter zu machen, streuen Sie Kunstschnee aus dem Bastelladen oder Glitzer darüber. In diesem „Schnee“ arrangieren Sie jetzt Ihre Weihnachtsdeko. Was Sie dafür nehmen, ist ganz Ihnen überlassen. Kleine Tannenzweige und -zapfen, getrocknete Orangen und Zimtstangen geben eine natürliche Dekoration ab. Weihnachtliche Figuren, Glitzerkugeln oder Engelshaar sorgen für mehr Festlichkeit.

Stülpen Sie nun vorsichtig das Weinglas über den Pappkreis mit der Dekoration. Ein bisschen Watte darf am Rand gern überstehen, aber achten Sie darauf, dass das Glas sicher und gerade steht. Am Ende wird darauf eine Kerze stehen und die soll natürlich nicht wackeln und umkippen.

Nun verzieren Sie noch das Äußere des Glases, indem Sie passenden Geschenkband um den Stil binden und zum Beispiel kleine Christbaumkugeln, die man als Streudeko kaufen kann, integrieren oder Geschenkanhänger um das Glas hängen. Auf den Fuß des Glases können Sie nun ebenfalls Kunstschnee streuen, bevor Sie hier die kleine Kerze platzieren. Aber Vorsichtig: Der Kunstschnee ist sehr leicht. Beim Ausblasen der Kerze fliegt er durch die Gegen und bleibt gern dort kleben, wo man ihn eigentlich nicht haben möchte.

Ganz persönliches Weihnachtsgeschenk: Das Wenn-Buch

Als witziges, persönliches Geschenk geistern „Wenn-Bücher“ gerade durch das Internet. Wir zeigen Ihnen heute, wie man ein Wenn-Buch bastelt und liefern jede Menge Ideen und Inspirationen für die einzelnen Seiten gleich mit.

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Was Sie brauchen:

  • großes Notizbuch oder Fotoalbum mit Spiralbindung
  • diverse Kleinigkeiten zum Einkleben
  • farbige Stifte
  • Klebepads
  • Deko-Klebeband
  • Klebstoff
  • Sticker oder ähnliche Dekoration
  • Briefumschläge

 

Wie es geht:

Der Gedanke hinter „Wenn-Büchern“ ist einfach: Jeder von uns begegnet täglich „Was wäre wenn“-Situationen und das Buch soll darauf Antworten geben. Jede Seite beginnt mit einem „Wenn du…“ und ergänzt eine konkrete Situation wie zum Beispiel „… mal wieder erkältet bist“. Die Lösung dazu, in diesem Fall ein Taschentuch, Erkältungstee oder Hustenbonbons, wird eingeklebt. Allerdings sind nicht alle Antworten ernst gemeint. Das Buch darf gern mit einem Augenzwinkern gestaltet sein. So kann als Lösung für „Wenn du mal wieder kein Netz hast“ ein Einkaufsnetz oder ein Netzstrumpf eingeklebt werden. Das Wenn-Buch wird nicht durch teure Geschenke auf den einzelnen Seiten eine zauberhafte Aufmerksamkeit für liebe Menschen, sondern durch die Mühe, die man sich beim Basteln macht und die sehr persönliche Gestaltung.

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Suchen Sie sich für Ihr Wenn-Buch ein großes Notizbuch oder Fotoalbum. Wichtig ist, dass das Buch spiralgebunden ist, sich die Seiten also komplett aufblättern lassen. Ein Buch, dessen Seiten miteinander verklebt sind, würde nicht standhalten, weil das Wenn-Buch durch die eingeklebten Gaben sehr dick wird. Alternativ können Sie auch eine Wenn-Box basteln. Dann packen Sie alle Geschenke in Umschläge, beschriften diese mit der „Wenn …“-Situation und stapeln Sie in einer Box.

Entscheiden Sie sich für ein Buch, gestalten Sie die Titelseite und legen dann – ganz wichtig! – vorn im Buch ein Inhaltsverzeichnis an. Darin notieren Sie, für welche „Wenn …“-Situation der Beschenkte auf den einzelnen Seiten eine Lösung findet. So muss man das Buch nicht jedes Mal komplett durchblättern, sondern kann sich situativ eine kleine, passende Aufmunterung holen.

Gestalten Sie nun die einzelnen Seiten. Sie können die kleinen Präsente oder Briefumschläge mit Karten, persönlichen Botschaften oder Fotos mit Kleber fixieren. Aber auch doppelseitige Klebepads oder buntes Dekoklebeband (Washi Tape) eignen sich gut.

Zur Inspiration für die einzelnen Seiten haben wir hier einige Ideen zusammengetragen:

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Wenn … (Liste kann beliebig gekürzt werden; Bilder benannt mit „Inspiration_xx auf dem Server. Bitte Auswahl treffen, je nachdem, wie viele auf die Seite passen)

… du Ruhe brauchst:                                Watte für die Ohren

… du mich vermisst:                                 Foto von Ihnen und dem Beschenkten

… du kalte Füße kriegst:                          Einlegesohlen

… dir mal die Worte fehlen:                    Buchstabensuppe

… die Welt für dich grau ist:                    Tüte mit Glitzerpulver

… du Entspannung brauchst:                  Tütchen Badesalz

… du ein Wunder brauchst:                    Wunderkerzen

… du Luft ablassen musst:                       Luftballons

… dir alles stinkt:                                       Parfumprobe oder Räucherstäbchen

… das Maßhalten schwer fällt:                Maßband

… du was zum Kuscheln brauchst:          Stück Plüschstoff

… dich alle im Regen stehen lassen:       Regenponcho

… jeder Cent zählt:                                     nummerierte Cent-Stücke

… du nach den Sternen greifst:               Sternen-Sticker

… du Lesestoff brauchst:                          Pixi-Buch

… dein Leben nicht so prickelnd ist:      Brausepulver

… du etwas Schönes sehen willst:           Taschenspiegel

… du Urlaub brauchst:                              Tütchen Sand und Cocktailschirmchen

… dich der Schuh drückt:                         Blasenpflaster

… dir der Atem stockt:                              scharfe Lutschpastillen

Adventsdeko: Orangen-Sterne

Es wird besinnlich. Überall Lichter, Weihnachtslieder und der Duft nach Zimt und Orangen. Zeit, auch daheim für heimelige Vorweihnachtsstimmung zu sorgen. Und passende Deko dafür kann man auch gut selbst machen – aus natürlichen Zutaten und zusammen mit der ganzen Familie.

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Was Sie brauchen:

  • Orangen oder Mandarinen
  • Keksausstecher
  • Nadel
  • feiner Golddraht
  • kleine Perlen

 

Wie es geht:

Im Prinzip funktioniert diese Bastelei mit jeder Art von Zitrusfrüchten. Probieren Sie es also ruhig auch mit Grapefruit oder Zitronen – so werden die Sternchen-Girlanden bunter und Sie bekommen einen noch intensiveren Zitrusduft.

Zunächst müssen Sie die Früchte schälen und zwar so, dass möglichst große, zusammenhängende Schalen übrig bleiben. Am einfachsten geht das mit Mandarinen. Aber mit einem kleinen Trick lassen sich auch Orangen und Zitronen leichter schälen: Rollen Sie die Früchte dafür eine Weile über eine ebene Fläche und üben Sie dabei mit der Hand ein bisschen Druck aus. Das lockert die Schale.

Legen Sie die Schale nun mit der weißen Innenseite nach oben auf ein Holzbrett und suchen Sie sich passende Keksausstecher aus. Sterne sind zur Weihnachtszeit der Klassiker, aber auch Herzen, Kreise oder andere Figuren können Sie benutzen. Stechen Sie mit den Formen – am besten funktioniert das mit Metallförmchen – die Motive aus.

Damit die Sterne nicht an der Girlande schimmeln, müssen Sie sie nun gut trocknen. Legen Sie sie dafür auf ein Blech und schieben Sie sie bei niedriger Temperatur (ca. 100 Grad bei Umluft) etwa eine Stunde lang in den Backofen. Natürlich können Sie die Formen auch an der Luft trocknen. Das dauert aber mehrere Wochen und ist aufwendiger, weil sie sie gleichzeitig pressen müssen, damit sie sich nicht zu sehr an den Kanten aufrollen. Legen Sie die Schalen dafür auf Küchenpapier zwischen zwei Holzbretter und beschweren Sie diese mit dicken Büchern oder schweren Pfannen. Kontrollieren Sie die Schalen regelmäßig und tauschen Sie dabei immer wieder auch das Küchenpapier aus, bis die Formen richtig trocken sind.

Stechen Sie nun mit einer dicken Nadel ein Loch in jeden Stern und fädeln Sie einen feinen Golddraht durch dieses Loch. Den bekommen Sie im Bastelladen oder beim Floristikbedarf.

Um die Enden zu fixieren, wickeln Sie sie einfach um eine passende Perle und zwirbeln Sie fest. Wer mag, kann zwischen die Orangensterne auch kleine Perlen fädeln oder Flitter um den Draht wickeln. Möchten Sie, dass die Sterne einen festen Abstand zueinander haben, umschlingen Sie den Stern einfach einmal mit dem Draht, bevor Sie die nächste Schale aufziehen.

Jetzt müssen Sie nur noch das Adventsgesteck oder die Kaffeetafel mit der Sternchengirlande dekorieren und schon zieht auch bei Ihnen die Vorweihnachtsstimmung ein. Übrigens, die getrockneten Sterne können Sie lose natürlich auch als Streudeko für Festtafel oder Fensterbank verwenden. Oder Sie benutzen eine kurze Girlande, um Geschenke zu dekorieren.

Sterne aus Butterbrottüten

Schöne Winterdeko muss weder teuer noch aufwendig sein. Wir basteln heute große Sterne für die Fenster – aus Butterbrottüten. Und das können auch schon die jüngsten Mitbastler.

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Was Sie brauchen:

  • Butterbrottüten weiß
  • Klebestift
  • Schere
  • Faden zum Aufhängen
  • Nähnadel

Wie es geht:

Pro Stern brauchen Sie sieben Butterbrottüten. Sie können bei der Anzahl gern experimentieren, aber unsere Versuche haben gezeigt, dass mehr Tüten den Stern zu füllig machen. Muster und Verzierungen, die Sie einschneiden, können dann nicht mehr so gut wirken. Weniger Tüten setzen die einzelnen Bestandteile des Sterns sehr unter Spannung. Er kann so leichter reißen. Die Butterbrottüten – am besten in weiß – bekommen Sie in jedem Supermarkt.

Nun kleben Sie die sieben Tüten aufeinander. Wichtig ist dabei, dass sie mit dem Klebestift nicht die gesamte Tüte einstreichen. Nur in der Mitte senkrecht nach unten und am unteren Ende von links nach rechts darf ein Klebestrich verlaufen. Sie „malen“ also ein umgedrehtes „T“ mit dem Klebestift. Pressen Sie die darauf liegende Tüte an dieser Stelle gut an, dann hält das hervorragend, auch wenn nur so wenig Klebstoff verwendet wird. Würden Sie die gesamte Tüte einstreichen, könnte sich Ihr Stern nicht mehr entfalten.

Wenn Sie auf diese Weise alle sieben Tüten mit einander verklebt haben, geben Sie Ihrem Stern seine Zacken, indem Sie das obere Ende des Tütenstapels zu einem spitzen Dreieck schneiden. Ob Sie die Spitze lieber schmal und lang mögen oder breiter und dafür kürzer, ist eine reine Geschmacksfrage. Sie können auch die beiden langen Kanten der Tüten einschneiden – Halbkreise, Dreiecke oder halbe Sterne an den Seiten geben aufgefächert ein interessantes Muster.

Ist die Dekoration erledigt, streichen Sie auch die obenliegende Seite der letzten Tüte noch einmal wie beschrieben mit dem Klebestift ein. Anschließend ziehen Sie die Tüten oben an der Spitze vorsichtig auseinander und schließen Sie zu einem Kreis, indem Sie die erste und die letzte Tüte an der vorbereiteten Klebestelle verbinden.

Fädeln Sie nun den Faden, mit dem Sie Ihren Stern aufhängen wollen, in eine Nähnadel und stechen Sie damit durch eine Zacke des Sterns. Verknoten Sie den Faden und fertig ist die Aufhängung. Wir empfehlen übrigens zum Aufhängen kein zu dünnes Garn zu verwenden. Nähgarn hat zwar den Vorteil, dass man es im Fenster kaum sieht, aber es ist auch so dünn, dass es sich leicht durch das Papier der Butterbrottüten zieht und das Risiko besteht, dass das Loch, durch das der Faden gezogen ist, einreißt. Bewährt haben sich Stickgarn oder auch dünne Geschenkkordel.

Alternative: Wer den Stern nicht an den Längskanten mit Mustern verziert, kann nach dem Auffächern der Tüten zum Stern, aber vor dem Zusammenkleben der ersten und letzten Tüte, auch eine kleine LED-Lichterkette ins Innere des Sterns stecken. Die gibt es batteriebetrieben, so dass der Stern auch ins Fenster kann, auch wenn keine Steckdose in der Nähe ist.

Es leuchtet ein Stern aus Stroh

Unser Weihnachtsbaum trägt in einem Jahr golden und rot glitzernden Schmuck (nach meinem Geschmack) und in einem vor allem Deko aus Stroh und Holz (nach dem Gusto des Lieblingsmannes). Allmählich aber entwickle auch ich eine Vorliebe für Strohsterne – und dekoriere mit selbst gebastelten inzwischen Blumentöpfe, Fenster und auch den Mini-Weihnachtsbaum auf meinem Schreibtisch.

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Was Sie brauchen

  • Strohhalme
  • Zwirn
  • Bügeleisen
  • Dekoration

 

Wie es geht

Um Strohsterne selbst zu basteln, müssen Sie nicht mühsam Getreidehalme vom Feld sammeln und trocknen. Inzwischen kann man diese in der Vorweihnachtszeit ganz bequem kaufen – im Bastelgeschäft, aber auch in vielen Gemischtwarenläden mit Ein-Euro-Artikeln und ähnlichem. Eine Tüte reicht dabei – je nachdem, wie kompliziert Sie Ihre Strohsterne gestalten wollen – gut für den ersten Satz Baumschmuck.

dscn8571Wir empfehlen, die Strohhalme zunächst zu bügeln. Klingt komisch, erleichtert Ihnen aber später die Arbeit. Bügeln Sie die Halme einzeln, ohne Dampf und auf niedriger Temperaturstufe. Sie sollen sich nicht verfärben, sondern nur geplättet werden. Auf diese Weise rutschen Sie später beim Zusammenbinden nicht so leicht aus dem Zwirn und Sie laufen nicht Gefahr, sie versehentlich zu brechen.

dscn8573Haben Sie genug Halme gebügelt, legen Sie zunächst zwei so übereinander, dass sie ein Kreuz mit vier gleich langen Armen bilden. Umwickeln Sie das Kreuz mit dünnem Zwirn – Näh- oder Stopfgarn eignet sich dafür bestens. Wie Sie das Kreuz umwickeln, ist im Prinzip Ihnen überlassen, solange die Technik die beiden Halme fest miteinander verbindet. Wir haben sie mit dem Zwirn umwoben, das heißt, der Faden wird zunächst über einen Halm geführt, dann unter dem nächsten hindurch, wieder über den dritten, unter den vierten und so weiter. Nach ein paar Runden ändern Sie die Richtung und schaffen so ein festes Gitter.

dscn8576Sitzen die ersten beiden Halme fest, legen Sie einen dritten so obenauf, dass er genau zwischen zwei Armen des Kreuzes liegt. Weben Sie nun erneut das Garn um alle Halme und schließen Sie dabei den neuen Halm mit ein. Auch hier ändern Sie wieder die Richtung und ergänzen nach einigen weiteren Runden den nächsten Halm. So fahren Sie fort, bis der Stern die Dichte hat, die Sie sich wünschen.

Am Ende führen Sie das Garn einige Runden quer über die Mitte des Sterns jeweils zwischen zwei gegenüberliegenden Halmen hindurch, um ihn zu sichern. Verknoten Sie ihn auf der Rückseite und formen Sie dabei zugleich eine Schlaufe, mit der der Strohstern schließlich aufgehängt werden kann.

Im Prinzip ist Ihr erster Strohstern damit fertig. Sie können ihn allerdings noch verschönern, zum Beispiel, indem Sie alle Halme oder jeden zweiten am Ende schräg anschneiden. Sie können Ihre Strohsterne auch glitzern lassen. Sprühen Sie sie dafür mit Sprühkleber ein und tauchen oder wälzen Sie sie dann in Glitterpulver. Nach dem Trocknen schütteln Sie überflüssiges Pulver einfach ab. Auch das Dekorieren mit kleinen Stickern oder Schleifen ist eine Möglichkeit, Ihren Strohsternen eine persönliche Note zu verleihen.

Wenn Sie sich sicherer fühlen, können Sie diese Technik auch ausprobieren, ohne die Strohhalme vorher zu bügeln. Dann werden die Sterne plastischer. Sie zu arbeiten, verlangt allerdings deutlich mehr Fingerspitzengefühl.

Schneemann bauen – aus alten Socken

Es ist immer noch die Zeit für stimmungsvolle Winterdekorationen. Dieser kleine Sockenschneemann macht sich besonders gut im Kinderzimmer – und die Kinder können ihn sogar mitbasteln.

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Was Sie brauchen:

  • eine weiße Tennissocke
  • Schere
  • weißes Garn
  • Stoffreste
  • Knöpfe
  • Wackelaugen
  • Stecknadeln mit bunten Köpfen oder
  • orangefarbener Tonkarton
  • Klebstoff
  • Reis

 

Wie es geht:

Weiße Tennissocken haben modisch betrachtet, kaum ein sinnvolles Einsatzgebiet. Bei dieser Bastelei aber kommen sie uns gerade recht – und zwar auch dann, wenn die Waschmaschine mal wieder eine von ihnen gefressen hat.

Zunächst schneiden Sie die Socke in zwei Teile. Dabei trennen Sie die Fußspitze von den Zehen aus betrachtet noch vor der Ferse ab. Weiter arbeiten wir nun zunächst mit dem Sockenschaft. Binden Sie ein Ende mit einem Bindfaden zusammen und verknoten Sie diesen gut. Stülpen Sie dann die Socke so um, dass der Knoten innen liegt. Nun füllen Sie die Socke großzügig mit Reis. Schütteln Sie sie immer mal wieder vorsichtig, damit der Reis durchrutschen und eine wirklich stabile Füllung bilden kann.

Ist die Socke fast bis zum Rand gefüllt, binden Sie auch die obere Öffnung mit einem Faden zu und verknoten ihn gut, damit kein Reis herausrieseln kann. Nun formen Sie Kopf und Körper des Sockenschneemanns, indem Sie mit dem Faden die Socke an der Stelle abbinden, an der der „Hals“ entstehen soll.

Um den Faden zu kaschieren, bekommt der Schneemann einen Schal. Schneiden Sie dafür einfach Stoffreste zu einem schmalen Streifen zusammen und wickeln Sie ihn dem Schneemann um den Hals. Mit Klebstoff befestigen Sie nun kleine Knöpfe auf dem Bauch. Auch die Augen und die Nase können Sie aus unterschiedlich großen Knöpfen formen. Alternativ sind dafür aber auch Wackelaugen geeignet – oder Sie stecken einfach Stecknadeln mit großen, farbigen Köpfen in die Socken. Wichtig ist nur, dass Sie zur „Stirn“ genug Platz lassen, denn unser Schneemann bekommt am Ende noch eine Mütze.

Eine gelbe oder orangefarbene Stecknadel bildet auch die Nase – es sei denn, sie möchten diese lieber aus einem Stück Tonkarton zuschneiden. Vor allem, wenn die Sockenschneemänner als Dekoration im Kinderzimmer dienen sollen, ist eine Variante ohne Nadeln sicherer. Zum Schluss formen Sie aus der vorhin abgeschnittenen Sockenspitze noch ein Mützchen, indem Sie einfach das offene Ende zweimal umschlagen und sie dem Schneemann dann auf den Kopf setzen.

Adventskalender aus Klopapierrollen

Ich liebe Adventskalender – und mache jedes Jahr einen selbst. Nicht immer bleibt der bei uns, denn der Lieblingsmann teilt die Leidenschaft nicht so ganz. Aber Freunde und deren Kinder sind dankbare Abnehmer – auch für diesen Adventskalender aus Toilettenpapierrollen.

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Was Sie brauchen:

  • 25 Toilettenpapierrollen
  • grünes Krepppapier
  • braunes Krepppapier
  • grünes Geschenkband
  • braunes Geschenkband
  • Fotokarton
  • Stanzform „Stern“
  • Schere
  • Stifte
  • Befüllung für den Adventskalender
  • Klebstoff

 

Wie es geht:

Dieser Adventskalender ist leicht zu basteln, dabei können auch Kinder gut mitmachen. Und: Die Materialkosten halten sich in Grenzen. Sorgen Sie zunächst dafür, dass die 25 Toilettenpapierrollen von den letzten Papierfetzen befreit werden.

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Nun wickeln Sie vier Rollen in braunes und die restlichen 21 Rollen in grünes Krepppapier ein. Am einfachsten geht das, wenn Sie mit einem Klebestift über die Außenseite der Rolle streichen und das Krepppapier daran festkleben. Vorn und hinten lassen Sie genug Krepppapier überstehen, um die Rolle damit später zu verschließen.

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Sind alle Rollen farbig ummantelt, sind die „Türchen“ Ihres Kalenders schon so gut wie fertig. Sie müssen sie nur noch befüllen. Aber Achtung: Wir haben 25 Rollen, damit die Form am Ende aufgeht, Sie brauchen aber nur 24 Türchen. Eine grüne Rolle bleibt deshalb unbefüllt. Anschließend verschließen Sie alle Rollen, indem Sie das überstehende Krepppapier an beiden Seiten mit dem farblich passenden Geschenkband zubinden.

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Jetzt müssten Ihre Adventkalender-Türchen aussehen, wie große, grüne und braune Bonbons.

Diese Bonbons schichten Sie nun so übereinander, dass sie einen Weihnachtsbaum ergeben. Das heißt also: Kleben Sie die ersten beiden braunen Rollen an einander und setzen Sie dann die letzten beiden braunen darüber. Das ist der Stamm Ihres Adventskalender-Weihnachtsbaums. Das Tannenkleid bauen Sie von der Spitze aus auf: Kleben Sie drei grüne Rollen so aneinander, dass ein Dreieck entsteht und möglichst wenig Zwischenraum zwischen den Rollen übrig bleibt. Dabei ist die erste Rolle, die die Spitze des Baumes bildet, die unbefüllte. Nun setzen Sie unter die unteren beiden Rollen drei weitere grüne Rollen. Und so fahren Sie fort, bis alle 21 Rollen verarbeitet sind. Dabei kleben Sie diese immer an die beiden Außenkanten und in den Zwischenraum zwischen den Rollen in der Reihe darüber.

Nun stanzen Sie aus Fotokarton 24 kleine Sterne aus und beschriften Sie mit den Zahlen von 1 bis 24. Sie könne Sie an einer Spitze lochen und mit dem Geschenkband an jedem Türchen verknoten. Sie können Sie aber auch auf das Krepppapier kleben. Wichtig ist nur, dass erkennbar ist, welches „Türchen“ an welchem Tag geöffnet werden soll. Von der obersten grünen Rolle schneiden Sie nun das vorn überstehende Krepppapier möglichst nah am Geschenkbandknoten ab und kleben einen größeren Stern aus Karton als Stern von Bethlehem davor. Nun können Sie Ihren Adventskalender noch zusätzlich dekorieren und dann kann der erste Dezember kommen.

 

Karten basteln – von Desaster und Triumph

Karten und ich – das ist, wie bei fast allen Papierbasteleien, eher eine Hassliebe. Vor ein paar Monaten habe ich versucht, eine Hcohzeitskarte selbst zu machen. Das Ergebis, das ziemlich gut erklärt, warum ich dann doch eine gekaufte Karte verschenkt habe, seht ihr hier:

 

Doch ich bin einfach ein großer Fan von richtiger, echter Post. Ich schreibe wirkliche Briefe – mit Füller. Und ich verschicke immer Karten zu Weihnachten. Zur Sicherheit habe ich auch schon welche für dieses Jahr gekauft, aber die sehen einfach immer gleich (und selten richtig gut) aus. Also habe ich beschlossen, ich gebe dem Karten basteln noch eine Chance. Und bin in einen regelrechten Rausch geraten. Das Ergebnis begeistert mich auch mit ein paar Tagen Abstand noch immer derartig, dass ich es unbedingt mit euch teilen muss.

Was ihr braucht:

  • Kartenrohlinge oder festen Bastelkarton
  • Schere und/oder ein Cuttermesser
  • Dekorationsartikel
  • Stifte
  • Dicke Unterlage
  • ein Lineal
  • Stecknadel
  • Nähnadel
  • farbiges Nähgarn
  • U. Vorlagen für Muster und Schriften

Ein paar Tipps vorweg:

  1. Wenn ihr keine Kartenrohlinge benutzen, sondern die Karten selbst falzt, zieht die Falzkante vorher mit einem Falzbein oder mit der Plastikspitze des Cuttermessers nach (für die gerade Linie einfach an einem Lineal entlang fahren). Übt dabei ordentlich Druck aus. So entsteht eine Nut, an der ihr die Karte falzen könnt. Ohne diese Vorarbeit verursacht das Falten am Knick unschöne Knitterfalten (weiß ich aus reichlich leidlicher Erfahrung).

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  2. Wer keine schöne Handschrift hat, kann den Schriftzug für die Karten vorher am Computer anlegen und in der richtigen Größe ausdrucken. Einfach den Ausdruck auf die Stelle der Karte legen, auf der der Schriftzug später stehen soll. Fahrt die Schrift mit einem Kugelschreiber und viel Druck nach. So pressen sich die Buchstaben als Relief in die Karte und können dort einfach mit dem passenden Stift nachgezeichnet werden.

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Karten mit Fadengrafik basteln

_DSC7817Fadengrafiken entstehen, indem ihr mit einer Nadel Löcher in den Karton eurer Karte stecht, durch die mit buntem Garn später Muster auf die Karte gestickt werden. Vorlagen dazu gibt es im Internet und verschiedenen Büchern. Mit ein bisschen Übung lassen sie sich aber auch gut selbst entwickeln.

Achtet beim Einstechen der Löcher darauf, dass eure Karte auf einem dicken, weichen Untergrund liegt. So bekommt ihr saubere Löcher und ruiniert euch die Möbel nicht (Mein Schreibtisch trägt seit gestern ein dezentes Lochmuster in Blüten-Stern-Form, weil meine Bastelmatte zu dünn war). Dicke Moosgummimatten haben sich dafür bewährt.

 

Restdeko vom Adventskranz verwerten

_DSC7799Weihnachtskarten sind optimale Resteverwerter – zum Beispiel für alles, was vom Adventskranzbasteln übrig ist. Ihr könnt die Dekoartikel an hübsche Bänder binden und diese um die Karte schlingen – oder sie direkt auf die Karten kleben. Entscheidet ihr euch für letzteres, achtet darauf, dass ihr Klebstoff benutzt, der nicht durchdrückt. Bei zarten Dekogegenständen und bei Dingen wie Glitzer oder Kunstschnee eignet sich Sprühkleber bestens (Stinkt wie die Pest, funktioniert aber wirklich gut). Er wird in einem feinen Nebel flächendeckend aufgesprüht, so dass auch kleinste Partikel festkleben, hinterlässt nach dem Trocknen aber keine sichtbaren Rückstände. Streut dafür Glitzer oder Kunstschnee großzügig auf die noch feuchte, eingesprühte Fläche und schüttelt den Überschuss nach dem Trocknen einfach ab.

 

Karten mit Reliefs und Transparenz schmücken

Hübsch sind Karten mit dreidimensionalen Motiven. Ihr könnt dafür die einzelnen Ebenen eines Motivs einfach mit kleinen, selbstklebenden Abstandshaltern aufeinander kleben. Diese weichen Klebepads gibt es im Bastelladen. Alternativ bietet es sich an, das Motiv nicht auf die Karte zu bringen, sondern es aus ihr herauszuschneiden. Das geht mit dem Cuttermesser präziser als mit der Schere. Anschließend könnt ihr farbiges Transparentpapier hinter die ausgeschnittene Fläche kleben. Stellt man jetzt ein (elektrisches!) Teelicht zwischen die beiden Seiten der Karte, leuchtet die Kerze durch das Transparentpapier und macht die Karte noch stimmungsvoller. Deshalb überlege ich jetzt, den Empfänger meiner Tannenbaumkarte gleich doppelt zu überraschen und ein Teelicht direkt mitzuschicken.

Bascetta-Sterne – besser als Valium

Auf meinem Schreibtisch steht seit 100 Jahren so ein Zettelblock, und obwohl ich regelmäßig Telefonnachrichten für meine Kollegen darauf notiere, wird der einfach nicht kleiner. Doch vergangenes Weihnachten habe ich einen perfekten Verwendungszweck für die kleinen, quadratischen Zettel gefunden: Daraus kann man bestens Bascetta-Sterne basteln.

Auf die Idee bin ich gekommen, weil ich ein bisschen Adventsstimmung ins Büro bringen wollte, für einen Weihnachtsbaum aber kein Platz war. Ich habe nach einer guten Anleitung gegoogelt – und dann zum ersten Mal überhaupt nach einem Videotutorial gearbeitet. Das gibt es übrigens hier, und damit kann jeder Bascetta-Sterne basteln. Dazu braucht es 30 quadratische Zettel. Die gibt es fertig abgezählt, uni, gemustert, zweifarbig, transparent, als Folie oder Papaier. Diese Packungen sind zauberhaft, weil meist schon in weihnachtlichem Dekor, aber sie haben zwei große Nachteile: 1. Sind sie vergleichsweise teuer, und 2. sind sie so dünn, dass sie leicht reißen und man beim Ineinanderstecken der Einzelteile schier eine Macke bekommt.

Deshalb liebe ich meinen Zettelblock. Das weiße Papier ist deutlich fester und hat eine perfekte Größe. Außerdem gibt so ein Block eine Menge Sterne, und mit ein bisschen Sprühfarbe kann ich ihnen jede Farbe geben, die es auch in den fertigen Packungen gibt. Ich bastle jetzt das ganze Jahr über Sterne, denn: 30 einzelne Blääter erst zu falten und dann ineinander zu stecken, hat etwas Meditatives. Die Hände sind beschäftigt, und das gibt dem Kopf die Möglichkeit abzuschalten – und so endlich die Lösung für offene Fragen und Probleme zu finden, die ihm nie einallen, wenn man ihn dazu zwingen will. Inzwischen haben wir im Büro auf den Schränken, an der Decke, im Fenster Sterne – und zwar das ganze Jahr. Und zu Hause baumeln immer noch drei Sterne von der Lampe – Überreste meiner Weihnachtdeko, die wir beim Abschmücken irgendwie übersehen haben.