Tag-Archiv | Weihnachtsdeko

Lifehack: Weihnachten im Weinglas

„Lifehacks“ sind Tricks, um Aufgaben mit den Dingen zu lösen, die eben gerade zur Verfügung stehen. Und dass das nicht nur nützlich sein, sondern auch richtig hübsch aussehen kann, beweist unser heutiger Lifehack, der aus einem Weinglas eine weihnachtliche Tischdeko zaubert.

Fertig

Was Sie brauchen:

  • 1 Rotweinglas
  • 1 kleine Stumpenkerze
  • Bastelkarton
  • Watte
  • Kunstschnee
  • weihnachtliches Geschenkband
  • passende Dekorationsartikel
  • Stift
  • Schere

 

Wie es geht:

Besuch ist ja eigentlich etwas sehr Schönes – aber gerade im Advent soll Besuch bei uns ja auch eine gemütliche, heimelige Atmosphäre vorfinden. Wenn Sie aber eigentlich so gar nicht der Typ für üppige Weihnachtsdekoration sind, ist guter Rat teuer. Mit einem Weinglas und Kleinigkeiten, die sie leicht selbst sammeln oder basteln können, zaubern Sie jetzt eine Tischdekoration, die für die richtige Adventsstimmung sorgt – und nach dem Besuch ruckzuck wieder abgebaut ist.

Stellen Sie das Weinglas mit der Öffnung nach unten auf ein Blatt festen Karton oder Pappe und zeichnen Sie die Umrisse nach. Schneiden Sie den Kreis nun aus. Das wird die Unterlage für den Rest Ihrer Deko. Wenn Sie die Dekoration transportieren wollen oder sich ein bisschen mehr Glanz wünschen, können Sie statt der Pappe auch eine Schiefer- oder Metallplatte oder einen kleinen Spiegel benutzen, um die Weinglasdekoration darauf zu arrangieren.

Zupfen Sie nun ein Wattebällchen auseinander und verteilen Sie es auf dem Pappkreis. Um die Illusion von Schnee noch ein bisschen echter zu machen, streuen Sie Kunstschnee aus dem Bastelladen oder Glitzer darüber. In diesem „Schnee“ arrangieren Sie jetzt Ihre Weihnachtsdeko. Was Sie dafür nehmen, ist ganz Ihnen überlassen. Kleine Tannenzweige und -zapfen, getrocknete Orangen und Zimtstangen geben eine natürliche Dekoration ab. Weihnachtliche Figuren, Glitzerkugeln oder Engelshaar sorgen für mehr Festlichkeit.

Stülpen Sie nun vorsichtig das Weinglas über den Pappkreis mit der Dekoration. Ein bisschen Watte darf am Rand gern überstehen, aber achten Sie darauf, dass das Glas sicher und gerade steht. Am Ende wird darauf eine Kerze stehen und die soll natürlich nicht wackeln und umkippen.

Nun verzieren Sie noch das Äußere des Glases, indem Sie passenden Geschenkband um den Stil binden und zum Beispiel kleine Christbaumkugeln, die man als Streudeko kaufen kann, integrieren oder Geschenkanhänger um das Glas hängen. Auf den Fuß des Glases können Sie nun ebenfalls Kunstschnee streuen, bevor Sie hier die kleine Kerze platzieren. Aber Vorsichtig: Der Kunstschnee ist sehr leicht. Beim Ausblasen der Kerze fliegt er durch die Gegen und bleibt gern dort kleben, wo man ihn eigentlich nicht haben möchte.

Adventsdeko: Orangen-Sterne

Es wird besinnlich. Überall Lichter, Weihnachtslieder und der Duft nach Zimt und Orangen. Zeit, auch daheim für heimelige Vorweihnachtsstimmung zu sorgen. Und passende Deko dafür kann man auch gut selbst machen – aus natürlichen Zutaten und zusammen mit der ganzen Familie.

Fertiga

Was Sie brauchen:

  • Orangen oder Mandarinen
  • Keksausstecher
  • Nadel
  • feiner Golddraht
  • kleine Perlen

 

Wie es geht:

Im Prinzip funktioniert diese Bastelei mit jeder Art von Zitrusfrüchten. Probieren Sie es also ruhig auch mit Grapefruit oder Zitronen – so werden die Sternchen-Girlanden bunter und Sie bekommen einen noch intensiveren Zitrusduft.

Zunächst müssen Sie die Früchte schälen und zwar so, dass möglichst große, zusammenhängende Schalen übrig bleiben. Am einfachsten geht das mit Mandarinen. Aber mit einem kleinen Trick lassen sich auch Orangen und Zitronen leichter schälen: Rollen Sie die Früchte dafür eine Weile über eine ebene Fläche und üben Sie dabei mit der Hand ein bisschen Druck aus. Das lockert die Schale.

Legen Sie die Schale nun mit der weißen Innenseite nach oben auf ein Holzbrett und suchen Sie sich passende Keksausstecher aus. Sterne sind zur Weihnachtszeit der Klassiker, aber auch Herzen, Kreise oder andere Figuren können Sie benutzen. Stechen Sie mit den Formen – am besten funktioniert das mit Metallförmchen – die Motive aus.

Damit die Sterne nicht an der Girlande schimmeln, müssen Sie sie nun gut trocknen. Legen Sie sie dafür auf ein Blech und schieben Sie sie bei niedriger Temperatur (ca. 100 Grad bei Umluft) etwa eine Stunde lang in den Backofen. Natürlich können Sie die Formen auch an der Luft trocknen. Das dauert aber mehrere Wochen und ist aufwendiger, weil sie sie gleichzeitig pressen müssen, damit sie sich nicht zu sehr an den Kanten aufrollen. Legen Sie die Schalen dafür auf Küchenpapier zwischen zwei Holzbretter und beschweren Sie diese mit dicken Büchern oder schweren Pfannen. Kontrollieren Sie die Schalen regelmäßig und tauschen Sie dabei immer wieder auch das Küchenpapier aus, bis die Formen richtig trocken sind.

Stechen Sie nun mit einer dicken Nadel ein Loch in jeden Stern und fädeln Sie einen feinen Golddraht durch dieses Loch. Den bekommen Sie im Bastelladen oder beim Floristikbedarf.

Um die Enden zu fixieren, wickeln Sie sie einfach um eine passende Perle und zwirbeln Sie fest. Wer mag, kann zwischen die Orangensterne auch kleine Perlen fädeln oder Flitter um den Draht wickeln. Möchten Sie, dass die Sterne einen festen Abstand zueinander haben, umschlingen Sie den Stern einfach einmal mit dem Draht, bevor Sie die nächste Schale aufziehen.

Jetzt müssen Sie nur noch das Adventsgesteck oder die Kaffeetafel mit der Sternchengirlande dekorieren und schon zieht auch bei Ihnen die Vorweihnachtsstimmung ein. Übrigens, die getrockneten Sterne können Sie lose natürlich auch als Streudeko für Festtafel oder Fensterbank verwenden. Oder Sie benutzen eine kurze Girlande, um Geschenke zu dekorieren.

Karten basteln – von Desaster und Triumph

Karten und ich – das ist, wie bei fast allen Papierbasteleien, eher eine Hassliebe. Vor ein paar Monaten habe ich versucht, eine Hcohzeitskarte selbst zu machen. Das Ergebis, das ziemlich gut erklärt, warum ich dann doch eine gekaufte Karte verschenkt habe, seht ihr hier:

 

Doch ich bin einfach ein großer Fan von richtiger, echter Post. Ich schreibe wirkliche Briefe – mit Füller. Und ich verschicke immer Karten zu Weihnachten. Zur Sicherheit habe ich auch schon welche für dieses Jahr gekauft, aber die sehen einfach immer gleich (und selten richtig gut) aus. Also habe ich beschlossen, ich gebe dem Karten basteln noch eine Chance. Und bin in einen regelrechten Rausch geraten. Das Ergebnis begeistert mich auch mit ein paar Tagen Abstand noch immer derartig, dass ich es unbedingt mit euch teilen muss.

Was ihr braucht:

  • Kartenrohlinge oder festen Bastelkarton
  • Schere und/oder ein Cuttermesser
  • Dekorationsartikel
  • Stifte
  • Dicke Unterlage
  • ein Lineal
  • Stecknadel
  • Nähnadel
  • farbiges Nähgarn
  • U. Vorlagen für Muster und Schriften

Ein paar Tipps vorweg:

  1. Wenn ihr keine Kartenrohlinge benutzen, sondern die Karten selbst falzt, zieht die Falzkante vorher mit einem Falzbein oder mit der Plastikspitze des Cuttermessers nach (für die gerade Linie einfach an einem Lineal entlang fahren). Übt dabei ordentlich Druck aus. So entsteht eine Nut, an der ihr die Karte falzen könnt. Ohne diese Vorarbeit verursacht das Falten am Knick unschöne Knitterfalten (weiß ich aus reichlich leidlicher Erfahrung).

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  2. Wer keine schöne Handschrift hat, kann den Schriftzug für die Karten vorher am Computer anlegen und in der richtigen Größe ausdrucken. Einfach den Ausdruck auf die Stelle der Karte legen, auf der der Schriftzug später stehen soll. Fahrt die Schrift mit einem Kugelschreiber und viel Druck nach. So pressen sich die Buchstaben als Relief in die Karte und können dort einfach mit dem passenden Stift nachgezeichnet werden.

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Karten mit Fadengrafik basteln

_DSC7817Fadengrafiken entstehen, indem ihr mit einer Nadel Löcher in den Karton eurer Karte stecht, durch die mit buntem Garn später Muster auf die Karte gestickt werden. Vorlagen dazu gibt es im Internet und verschiedenen Büchern. Mit ein bisschen Übung lassen sie sich aber auch gut selbst entwickeln.

Achtet beim Einstechen der Löcher darauf, dass eure Karte auf einem dicken, weichen Untergrund liegt. So bekommt ihr saubere Löcher und ruiniert euch die Möbel nicht (Mein Schreibtisch trägt seit gestern ein dezentes Lochmuster in Blüten-Stern-Form, weil meine Bastelmatte zu dünn war). Dicke Moosgummimatten haben sich dafür bewährt.

 

Restdeko vom Adventskranz verwerten

_DSC7799Weihnachtskarten sind optimale Resteverwerter – zum Beispiel für alles, was vom Adventskranzbasteln übrig ist. Ihr könnt die Dekoartikel an hübsche Bänder binden und diese um die Karte schlingen – oder sie direkt auf die Karten kleben. Entscheidet ihr euch für letzteres, achtet darauf, dass ihr Klebstoff benutzt, der nicht durchdrückt. Bei zarten Dekogegenständen und bei Dingen wie Glitzer oder Kunstschnee eignet sich Sprühkleber bestens (Stinkt wie die Pest, funktioniert aber wirklich gut). Er wird in einem feinen Nebel flächendeckend aufgesprüht, so dass auch kleinste Partikel festkleben, hinterlässt nach dem Trocknen aber keine sichtbaren Rückstände. Streut dafür Glitzer oder Kunstschnee großzügig auf die noch feuchte, eingesprühte Fläche und schüttelt den Überschuss nach dem Trocknen einfach ab.

 

Karten mit Reliefs und Transparenz schmücken

Hübsch sind Karten mit dreidimensionalen Motiven. Ihr könnt dafür die einzelnen Ebenen eines Motivs einfach mit kleinen, selbstklebenden Abstandshaltern aufeinander kleben. Diese weichen Klebepads gibt es im Bastelladen. Alternativ bietet es sich an, das Motiv nicht auf die Karte zu bringen, sondern es aus ihr herauszuschneiden. Das geht mit dem Cuttermesser präziser als mit der Schere. Anschließend könnt ihr farbiges Transparentpapier hinter die ausgeschnittene Fläche kleben. Stellt man jetzt ein (elektrisches!) Teelicht zwischen die beiden Seiten der Karte, leuchtet die Kerze durch das Transparentpapier und macht die Karte noch stimmungsvoller. Deshalb überlege ich jetzt, den Empfänger meiner Tannenbaumkarte gleich doppelt zu überraschen und ein Teelicht direkt mitzuschicken.

Bascetta-Sterne – besser als Valium

Auf meinem Schreibtisch steht seit 100 Jahren so ein Zettelblock, und obwohl ich regelmäßig Telefonnachrichten für meine Kollegen darauf notiere, wird der einfach nicht kleiner. Doch vergangenes Weihnachten habe ich einen perfekten Verwendungszweck für die kleinen, quadratischen Zettel gefunden: Daraus kann man bestens Bascetta-Sterne basteln.

Auf die Idee bin ich gekommen, weil ich ein bisschen Adventsstimmung ins Büro bringen wollte, für einen Weihnachtsbaum aber kein Platz war. Ich habe nach einer guten Anleitung gegoogelt – und dann zum ersten Mal überhaupt nach einem Videotutorial gearbeitet. Das gibt es übrigens hier, und damit kann jeder Bascetta-Sterne basteln. Dazu braucht es 30 quadratische Zettel. Die gibt es fertig abgezählt, uni, gemustert, zweifarbig, transparent, als Folie oder Papaier. Diese Packungen sind zauberhaft, weil meist schon in weihnachtlichem Dekor, aber sie haben zwei große Nachteile: 1. Sind sie vergleichsweise teuer, und 2. sind sie so dünn, dass sie leicht reißen und man beim Ineinanderstecken der Einzelteile schier eine Macke bekommt.

Deshalb liebe ich meinen Zettelblock. Das weiße Papier ist deutlich fester und hat eine perfekte Größe. Außerdem gibt so ein Block eine Menge Sterne, und mit ein bisschen Sprühfarbe kann ich ihnen jede Farbe geben, die es auch in den fertigen Packungen gibt. Ich bastle jetzt das ganze Jahr über Sterne, denn: 30 einzelne Blääter erst zu falten und dann ineinander zu stecken, hat etwas Meditatives. Die Hände sind beschäftigt, und das gibt dem Kopf die Möglichkeit abzuschalten – und so endlich die Lösung für offene Fragen und Probleme zu finden, die ihm nie einallen, wenn man ihn dazu zwingen will. Inzwischen haben wir im Büro auf den Schränken, an der Decke, im Fenster Sterne – und zwar das ganze Jahr. Und zu Hause baumeln immer noch drei Sterne von der Lampe – Überreste meiner Weihnachtdeko, die wir beim Abschmücken irgendwie übersehen haben.